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Läufers Weisheiten

Wenn du laufen willst, lauf eine Meile. Wenn du ein neues Leben kennenlernen willst, dann lauf Marathon!
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...oder - Von der Erkältung durchgeschüttelt...

Um es gleich zu sagen, erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt, und all meine Hoffnungen und Erwartungen fanden keine Erfüllung - noch nicht einmal im Ansatz, und das war mir schon in den ersten 3 Stunden dieses 24ers klar.
Einem Lauf, an dem ich noch immer schwer zu knabbern habe und den ich mental noch lange nicht verarbeitet habe. Aber auch ein Lauf mit vielen neuen Erkenntnissen und trotz allem auch schönen Momenten, dank der vielen tollen Leistungen anderer!

Aber erst einmal von vorne...

Völlig übermüdet (in meiner Bereitschaft wurde ich leider in der Nacht vom Mi.-  Do. um 1:20 Uhr gerufen, sodass die Nacht ab da für mich vorbei war; und auch die darauf folgende Nacht schlief ich nur sehr schlecht) und mit einer nicht ganz abgeklungenen Erkältung, die ich mir erst montags zuvor eingefangen hatte, schlugen wir um etwa 10 Uhr auf dem Veranstaltungsgelände auf und trafen dort, wie könnte es auch anders sein, direkt einmal auf alte Bekannte. Um es gleich zu sagen - das halbe Starterfeld bestand aus Laufbekannten, wie so oft.
Hier speziell waren es dann Holger Brill mit seiner äußerst netten Lebensgefährtin, in deren Pavillion wir gemeinsam mit Birger Jüchter und Thomas Eller mit seiner ebenfalls sehr charmanten Frau "unterschlupf" fanden. Es war wie immer, alles eine Familie, jeder steuerte etwas brauchbares bei (Liegen, Stühle, Schlafsäcke, Tische etc.), einfach wunderbar!

Delmenhorst20111


Aber auch andere bekannte Gesichter konnten begrüßt werden, so auch Bernd Nuss (Veranstalter des 24 h Seilerseelaufes), Antje Müller, Jens Hilpert, Silke Stutzke, Falk Panskus, Sigrid Eichner, Hans-Jürgen Hölzer, um nur einige zu nennen.
Die Laufbedingungen waren top, das Wetter und die Temperaturen spielten mit und waren optimal, die Strecke schön flach und vom Belag her abwechslungsreich -  was also sollte da noch schief gehen? Ich war gut gestimmt!
Nachdem alles aufgebaut war, die Startunterlagen abholt und wir alle für den Start präpariert waren ging es auch schon los. Ab in die Startaufstellung und....los!

Ich selbst wollte und habe es auch ganz langsam angehen lassen, lief einen 6er Schnitt und wollte einfach mal sehen, wie lange ich so am Stück laufend ohne Gehpause durchhalten könnte. Doch eines merkte ich sofort, schon auf den ersten Kilometern hatte ich Gliederschmerzen und mir wurde sofort klar, das die Erkältung wohl noch nicht ganz abgeklungen sein konnte, wenngleich der Puls absolut im grünen Bereich war. Und noch etwas merkte ich sofort, eine ungewohnte Saft- und Kraftlosigkeit.
Ok dachte ich mir, es ist wie es ist, lass es einfach laufen, vielleicht wird es ja noch. Doch es wurde nicht, auch wenn die ersten 50 Km halbwegs vernünftig liefen und ich diese, wie erwartet, in etwas mehr als 5 Stunden absolvieren konnte. Allerdings bekam ich jetzt auch noch Kopfschmerzen und auch der Druck auf meinen Ohren wurde schlimmer; keine guten Zeichen...
So ging es weiter in die 6. Stunde hinein, ich war platt und musste bereits jetzt eine zweirundige Gehpause einlegen und auch die Gliederschmerzen wurden stärker, nicht zu fassen! Auch die 7. Stunde wurde nicht besser, denn auch hier musste ich zwei Runden gehen. So kam es, dass ich für die 73 Km, der Rennsteiglaufstrecke, fast 8:40 benötigte und zudem noch so richtig alle war, und das auf einer flachen Strecke, ich war geschockt, nicht über die benötigte Zeit, aber über meine körperliche Verfassung.
Die darauffolgende Stunde konnte ich nur noch gehen, laufen war unmöglich, Wahnsinn, was war nur los? An der Verpflegung konnte es nicht liegen, denn darauf achtete ich besonders, und die war auch vom Veranstalter her vorbildlich! Dann "lief" es mal wieder für etwa eine Stunde, doch begann ich, obwohl es immer kühler wurde, fürchterlich zu schwitzen, gleichzeitig aber etwas zu frieren, sodass ich meinen Schatz Melanie, der ich auch an dieser Stelle ganz ganz herzlich für ihre Unterstützung danken möchte, darum bat, meine Jacke vorsorglich bereit zu halten. Ebenso zog ich bereits jetzt auch ein zusätzliches Laufshirt "drunter", doch ich fror weiter. Über 10 Stunden war ich nun schon unterwegs, und hatte gerade einmal 83 Km absolviert, unfassbar! Doch ich steckte nicht auf, hoffte immer noch auf Besserung, doch das Gegenteil traf ein.
Ständig wechselten meine "Temperaturempfindungen", mal war mir kalt, mal warm, aber geschwitzt habe ich immer - so etwas habe ich noch nie erlebt. Nach etwa 12:15 Stunden erreichte ich dann mehr schlecht als recht die 100 Km-Marke, doch Freude kam nicht auf, auch durch das 100 Km-Fähnchen nicht, welches ich jetzt für eine Runde tragen durfte, denn das war auch gleichzeitig die letzte, die ich laufend absolvierte.

Delmenhorst20112


Jetzt ging es Schlag auf Schlag, in jeder Runde musste ich an unserem gemeinsamen Pavillion vorbei, zog zunächst das langärmige Thermalshirt von Skins drunter, eine Runde später sogar die Handschuhe, um wieder eine Runde später auch  noch die Laufjacke drüber zu ziehen, doch mir wurde es einfach nicht mehr warm! Nur um es mal zu sagen, bis -5 °C laufe ich normalerweise nur mit dem Thermalshirt und der entsprechenden Tight bekleidet durch den Winter - ohne zu frieren! Und jetzt?
Nach 13:24 Stunden und absolvierten 105,6 Km bekam ich fürchterlichen Schüttelfrost und konnte nicht mehr anders, als mich eingemummelt in 2 Schlafsäcken auf der Liege zu versuchen aufzuwärmen, doch auch das gelang nicht. Melanie bekam fürchterliche Angst um mich, zitterte ich doch am ganzen Körper bei gleichzeitigem Kaltschweiß. Sie tat alles, um mich wieder auf "Betriebstemperatur" zu bekommen, organisierte mir eine heiße Brühe, noch eine zusätzliche Decke, legte sich zu mir auf die Liege in der Hoffnung mir mit ihrer Körperwärme helfen zu können - doch nichts half. Ich fror wie Hölle. Melanie war wirklich drauf und dran mich zu den Sanitätern zu schicken, doch ich beschloss mich lieber ins Auto zu setzten, mich in beide Schlafsäcke tief einzumummeln und bei laufendem Motor die Heizung voll aufzudrehen. Zu diesem Zeitpunkt war es etwa 3:30 Uhr morgens....erst gegen 7 Uhr, Melanie hielt es im Auto kaum aus vor Hitze, hörte ich auf zu zittern und begann erst dann sozusagen "Normaltemperatur" zu erreichen. So etwas habe ich noch niemals zuvor, bei noch keinem bisherigen Lauf, erlebt. Keine Blasen, keine Schürfwunden, nichts, und dann sowas!
Eigentlich fühlte ich mich ja vor dem Start recht gut, mir war nicht schlecht, nicht schwindelig und nichts, auch der Puls war absolut in Ordnung, und auch von der Erkältung war (um es gleich zu sagen, ich hatte vor und während des Laufes keine Medikamente genommen), bis auf einen geschwollenen Lymphknoten am rechten Hals, eigentlich nichts zu merken, und doch hat mich wohl gerade diese wortwörtlich "flach gelegt", echt der Hammer. Warscheinlich kam dann auch noch die Übermüdung mit dazu, würde mich zumindest nicht wirklich wundern.
Doch eines war für mich jetzt klar, das war ein eindeutiges Warnzeichen meines Körpers, der mir unmissverständlich jegliches Fortsetzen dieses Laufes verbot - auch wenn die Versuchung sehr verlockend war, in den noch verbleibenden 5 Stunden auf die Strecke zurückzukehren. Doch diese Einsicht und Entscheidung fiel mir unglaublich schwer und der mentale Schmerz saß tief, verdammt tief, es war Enttäuschnung pur! Doch mir wurde bewusst noch viel vor zu haben in diesem Jahr - und so war das wohl die einzig vernünftige Entscheidung. Ohne mir bei meinem Schatz von meinem empfundenen tiefen Schmerz etwas anmerken zu lassen verschwand ich in der Dusche und schloss somit endgültig mit diesem Lauf ab...

Wieder frisch und wohl duftend "aufbereitet" weckte ich Melanie, die glücklicherweise ein paar Stunden Schlaf in unserem Auto fand, um gemeinsam mit ihr wieder zum Pavillion zurückzukehren. Alle erkundigten sich nach meinem Wohlbefinden und waren erleichtert, mich wohl auf zu sehen. Und auch ich war erleichtert, alle mir bekannten Läufer wohl auf auf der Strecke zu sehen. Doch in meinem tiefen Innersten löste auch das eine zusätzliche Enttäuschung über mich selbst aus, die ich allerdings verbergen konnte. Doch allzu oft war ich den Tränen nahe....

Doch ich lenkte mich damit ab Bilder zu machen und die noch aktiven Läufer mit Zwischenständen, Kilometerangaben und dem einen oder aufmunternden Wort zu unterstützen und konnte mich sogar an den von ihnen allen erbrachten Leistungen so richtig erfreuen und gönnte ihnen ihre Endergebnisse von Herzen!
So z.B. Antje Müller, die ihren ersten 24er gleich mit über 205 Km krönte und sogar die Quali für die WM erreichte; Holger Brill, der mit 191 Km mehr als zufrieden war; Thomas Eller, der mit 189 Km seine alte PB pulverisierte und seine Altersklasse gewann; Silke Stutzke, die mit 185 Km ebenfalls eine neue PB erreichte, Birger Jüchter, der grandiose 153 Km lief, so viel wie noch niemals zuvor; Bernd Nuss, der unbedingt einen Triplemarathon laufen wollte - und auch lief; und natürlich auch all die anderen, die durchweg über sich hinaus wuchsen.

Nach dem Lauf ging es dann zur Siegerehrung, die in einem tollen Rahmen stattfand.
Überhaupt kann man über die Veranstaltung selbst und deren Organisation nur in den höchsten Tönen schwärmen, alles wurde sehr professionell und top geplant und durchgezogen. Und es wurde für eine wunderbare Atmosphäre gesorgt, egal ob durch die vorbildliche und traumhafte Verpflegung der Läufer, die Livemusik, das Lagerfeuer, dem stimmungsvoll angebrachtem Licht entlang der Strecke während der Nacht, alles passte prima zusammen. Kurz - ein Event, bei dem ich nicht das letzte mal am Start war!

Gegen 14 Uhr packten wir dann die letzten Sachen zusammen, verabschiedeten uns voneinander und fuhren zurück ins Hotel.

Was bleibt?

Erinnerungen an ein tolles Event, an wunderbare Stunden gemeinsam mit vielen noch wunderbareren Menschen, 105 erreichte Kilometer und die Erkenntnis, dass solch lange Kanten wirklich nur ausgeschlafen und im absolut gesunden Zustand zu bewältigen sind. Rückblickend bleibt festzustellen, dass ich es hätte besser wissen müssen, denn schon beim Knastmarathon bin ich durch einen viralen Infekt gnadenlos eingegangen und hätte keinen Kilometer weiter laufen können. Insofern ist es sogar noch ein Wunder, überhaupt so weit gekommen zu sein, wohl ein Ergebnis des absoluten Willens und der mentalen Stärke - doch dies alleine reicht eben ganz offensichtich nicht aus.
Das es an der körperlichen Fitness und dem Training nicht liegen konnte zeigte die Tatsache, dass ich noch nicht einmal Muskelkater oder sonstige Wehwehchen hatte und am Folgetag vor lauter Frust und Enttäuschung einen flotten 10-Km-Lauf im 4:45er Tempo laufen konnte - ganz locker und entspannt - als wäre nichts gewesen.

Und was wurde jetzt aus der erwünschten Standortbestimmung? Nichts, was den Thüringen 100 Meilen anbelangt bin ich kein bisschen schlauer und für den TTdR230 hat es auch nichts gebracht! Nur um eine unendliche Enttäuschung reicher - leider! Shit happens....so ist das eben - 2011, nicht mein Laufjahr! Ähm, nicht ganz, eines weiß ich jetzt ganz sicher, 100 Km gehen irgendwie immer, wenigstens etwas!

Hier sind die Bilder
Hier ist die Urkunde mit den Rundenzeiten, die Bände sprechen

 
Blog Training

Nachdem das große läuferische Ziel für mich also klar ist, geht es nun an die Vorbereitung (die begann ja eigentlich schon im November 2010 mit dem 24er in Bad Berleburg). Nein, natürlich noch kein gezieltes Training, aber sehr wohl schon eine gewisse "Gewöhnung" an die zu erwartende Belastung.
Entsprechend ist mein diesjähriges Saisonhighlight der Thüringen Ultra in Fröttstädt am 02.07.2011, den ich letztes Jahr nur mit Kampf, aber erfolgreich, hinter mich bringen konnte. Ja, ich möchte ihn, meinen 2. Stern auf dem Finishershirt, unbedingt!
Doch nein, es werden nicht erneut die 100 Km mit 2150 Hm werden, obgleich mein Schatz Melaniu diese Distanz dort erstmals bezwingen will (es ist somit auch ihr Saisonhighlight), sondern diesmal die 100 Meilen, also 161 Km mit weit über 3000 Hm! Und das bei einem Zeitlimit von 26 Stunden!

Nachdem meine bisherige Saison, na sagen wir mal, doch eher sehr durchwachsen und mit dem 50er in Eschollbrücken, dem Bärenfels Trail, dem Rennsteiglauf, dem Westerwaldlauf und gerade einmal etwa 1800 Laufkilometern nicht gerade effektiv und ergiebig  war, muss also noch etwas längers her - also ein 24er! Gerade auch deshalb, da ja Seilersee wegen der Achillessehne für mich leider nicht stattgefunden hat!

Also dann, auf nach Delmenhorst zum dortigen 24 Stunden Burginsellauf, meinem 2. 24er! Doch was soll, was kann das dort werden? Ich habe keine Ahnung, bin auch noch etwas "resterkältet" und mir mit meiner eher schlechten "Form" entsprechend unsicher. Doch ich denke 150 Km sollten, ja müssen es schon werden, denn sonst wird es wirklich eng werden mit dem Thüringen Ultra! Eigentlich müssten es mindestens 180 werden, doch daran wage ich nicht einmal im Ansatz zu denken, ganz davon abgesehen, dass das Bestleistung bedeuten würde. Doch bei näherer Betrachtung ist es wirklich so, 180 Km flach in 24 Stunden, das wäre wie 161 Km mit entsprechenden Höhenmetern in Thüringen. Schaffe ich weniger wird es wohl sehr eng werden mit mit dem 2. Stern...und, wie gehe ich diesen Lauf an? Welches Tempo, geplante Gehpausen oder nicht, und überhaupt...ich weiß es nicht!

Somit ist Delmenhorst also eine Standortbestimmung, so oder so, egal wie, es wird eine weitere wichtige Erfahrung sein, ein weiterer Pflasterstein auf dem Weg zur TTdR230!

Mein Schatz wird dort übrigens auch laufen, ohne Startnummer, als lange Trainingseinheit!

Ich wünsche euch allen wunderschöne Pfingsten und allen TourToürchenteilnehmern ein paar wunderschöne Laufkilometer,

Steffen

 
Blog Events

Die TorTour de Ruhr 230 - Pfingsten, 26 - 27.05.2012!

Längster Nonstoplauf Deutschlands
Nur alle 2 Jahre stattfindender Einladungslauf
Eigenversorgung
Finisherquote etwa 50 %
Bisher nur 32 Finisher
Kult!

230 Km - 650 Hm - Cut-off nach 38 Stunden - Von Winterberg bis zur Rheinorange in Duisburg
TTdRLogo

Seitdem ich letztes Jahr Bodhi, the Soulrunner, auf seinem 100 Km "Bambinilauf" zur Rheinorange begleitet hatte, geht mir dieser Lauf nicht mehr aus dem Kopf, für mich ein absoluter Traum! Immer und immer wieder musste ich daran denken, 230 Km am Stück, welch eine Herausforderung, welch ein Wahnsinn!
100 Km hatte ich ja bereits mehrfach gefinisht, mal besser, mal schlechter, aber 230 Km, unvorstelltbar! Oder doch nicht, ist es genau dieses Unmögliche, was mich reizt? Ist es dieser Wahnsinn, der mich treibt?
Doch was sind bitte 100 gegen 230 Km? Denn über eine längere Distanz kam ich bis jetzt noch nie hinaus! Es ist ein Einladungslauf, habe ich überhaupt eine Chance einen Startplatz zu bekommen? Viel zu wenig Erfahrung, viel zu kurze Distanzen, wenn ich mir die Starter aus der Vergangenheit ansehe - was bin ich doch noch für ein blutiger Anfänger.
Dennoch, es ging mir nicht mehr aus dem Kopf, immer und immer wieder musste ich daran denken und im Oktober 2010 war für mich klar:
"Du musst dich bewerben, du willst nur dieses eine Ziel, du kannst nicht anders, du willst zur TorTourdeRuhr 2012, und zwar über die vollen 230 Km!"
Doch warum sollte ausgerechnet ich einen Startplatz bekommen, ein Newbie, ein Nichts gegen diejenigen, die sich bereits in der Vergangenheit daran versucht haben und sich auch für 2012 bewerben würden? Sie alle liefen von Badwater über den Ultra Trail du Mont Blanc (UTMB) bis hin zum Marathon de Sable so ziemlich alles, was sie an wirklich harten und langen Läufen unter die Füße bekommen konnten. Und ich....?
Mir war klar, wenn ich dort starten wollte, musste ich SOFORT mit der Vorbereitung beginnen, will heißen, schlicht und einfach Erfahrungen sammeln. So kam es dann auch zu meinem ersten 24 Stundenlauf in Bad Berleburg und all den anderen geplanten langen Kanten in 2011 und 2012 (inklusive derer, die ich leider nicht laufen konnte), und alle dienten und dienen nur dem einen Ziel - Erfahrungen und Härte sammeln für die TTdR230 Pfingsten 2012! Und das alles bereits zu einem Zeitpunkt als noch gar nicht klar war, ob ich überhaupt zu diesem Lauf eingeladen werden würde!
Im Januar bekundete ich dann offiziell per Mail mein Interesse an einem Startplatz bei Jens Vieler, dem Erfinder, Finisher und Organisator dieses Kultlaufes und hatte eigentlich wenig Hoffnung....
Im Mai diesen Jahres war es dann soweit, Jens verschickte Einladungen, auch an mich, und ich konnte und kann es noch immer nicht fassen! Als Antwort bekam er zurück:

"Hiermit melde ich mich für die TTdR230 an! Die *** €-Überweisung mit dem VZ "Steffen Kohler TTdR230 2x ÜF" geht heute noch raus.

Teilnahme: TTdR230

Name: Kohler
Vorname: Steffen
Anschrift:***
...."

Seine Antwort war:
"Steffen,

alles klar! ;-)


LG

Jens, der gerade in Anmeldungen, Rückfragen, Ideen usw. ertrinkt :)"


Unfassbar, ich habe einen Startplatz für die TTdR230 und bin damit einer von 60 glücklichen Auserwählten, die sich an dieser Strecke versuchen dürfen, welch eine Ehre für mich! Denn, schaue ich auf das Teilnehmerfeld, so endecke ich wirklich nur große Namen aus der Ultraszene - erfahrene Läufer, Rekordhalter, Deutsche Meister usw., Hammer! Und er hat mich genommen, mich, einen Newbie, einen unerfahrenen Anfänger, unglaublich!

Jetzt geht es an die Vorbereitung, akribischer den je, noch zielstrebiger als jemals zuvor, will ich mir doch diese Chance nicht entgehen lassen!

Denn ich habe nur ein großes Ziel vor Augen - das Abklatschen der Rheinorange in Duisburg am 27.05.2012!

Und dies ist, zumindest zum Teil, der geplante Weg dort hin, wobei 2011 nur der Erfahrungssammlung dient:

2011

11.-12.06.2011 24h Burginsellauf Delmenhorst, Steffen
01. - 02.07.2011 Thüringen 100 Miles (160 Km) Ultra, Steffen 1007, 100 Km Melanie 4
23.-24.07.2011 23.Reichenbacher 24h-Lauf (DM)
13.08.2011 100 Km Leipzig, Melanie und Steffen
03.09.2011 2. Kölnpfad-nonstop 171 Km
11.09.2011 2. Halbmarathon Neuwied
07.-09.10.2012 Rheinburgenweglauf 108 Km, 4883 Hm
30.10.2011 Röntgenlauf
12.11.2011 6h Troisdorf
26.11.2011 Eis-Age 24h Charity Run

2012

28.01.2012 13. 50 Km Ultra Rodgau, Melanie, Steffen
26.02.2012 Marburg 50 Km Ultra
März 2012  Mindestens 1 Ultra über mindestens 50 Km
April 2012 50 Km Eschollbrücken
22.04.2012 Marathon Deutsche Weinstraße
28.-29.04.2012 24h-Benefizlauf rund um den Seilersee Melanie und Steffen
06.05.2012 Knastmarathon Darmstadt, Melanie und Steffen
12.05.2012 Gutsmuths Rennsteiglauf Supermarathon (72,7 Km)

26.05.2012 Tortour de Ruhr 230 Km Nonstop, Steffen, Melanie supportet


Auch der Trainingsplan steht schon, umfasst 14 Trainingswochen mit insgesamt etwa 1636 Km sowie Wochenumfängen von 95 - 215 Km und wird in der 8. Kalenderwoche 2012 beginnen!

Ich möchte unbedingt wissen:

- wie es ist, wenn die Schmerzen unerträglich werden
- welche Gedanken einem nach über 30 Stunden im Kopf herum schwirren
- wie man damit fertig wird, dass die letzten 30 Km wahrscheinlich 6-8 Stunden dauern werden
- wie man aus dem 10. Tief wieder herauskommt
- wie man sich immer und immer wieder motivieren kann
- wie es ist wenn man zum 8. Mal den Mann mit dem Hammer besiegt hat
- wenn eine niedrige Brücke scheinbar zu einem unüberwindbaren Hindernis wird

- wie es ist, WENN MAN DIE RHEINORANGE ABKLATSCHT UND DIESEN LAUF FINISHT!
 
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Ich kann nur sagen - welch ein toller Feiertag! Aber wie fange ich das Ganze hier jetzt an?

Hm, erst einmal damit, dass wir ohne Evchen , auch unter MissMonster bekannt, niemals zu diesem Laufgenuss gekommen wären, hatte sie uns doch erst vor ein paar Wochen darauf gebracht und über Facebook eingeladen. Danke dir dafür!

So, und jetzt zu diesem Event selbst

Also ich muss schon sagen bei etlichen Läufen mit dabei gewesen zu sein, aber das Ding hier war echt KLASSE! Was man hier für sage und schreibe 10 €!!!! Startgeld geboten bekommt, habe ich so noch nirgends erlebt und ich denke auch, dass dies einzigartig sein dürfte!
7 Verpflegungspunkte (5 davon mit Kontrollstempel auf dem "Teilnemerpass", Startnummern gab es keine, wozu auch?) gab es inklusive, und hier gab es nicht nur Getränke, Bananen und Salzkekse, nein Erbsensuppe mit Würstchen gab es dort ebenfalls, unglaublich! Und nicht nur das, die Strecke, die, wie mir erklärt wurde, jährliche Änderungen erfährt und sich somit nur alle 5 Jahre wiederholt (ideal für Wiederholungstäter), war einfach nur klasse. Jeder Kilometer war, ebenso wie alle Abzweigungen, markiert und sowohl vom Profil, welches mit knapp 1200 Hm durchaus anspruchsvoll war, als auch vom Untergrund und dem Streckenverlauf, es ging über Wiesen, Singeltrails, Treppen, usw., war das Ganze wirklich eine wunderbar abwechslungsreiche Sache. Das die Landschaft ein Traum ist muss ich wohl nicht näher beschreiben, ging doch ein großer Teil der Strecke über den Rheinsteig, den sicherlich viele kennen dürften.
Die Zeit nahm übrigens jeder selbst, was ja in der heutigen Zeit wohl kein Problem ist und dem Veranstalter viel Geld für eine teure und einen "Erlebnislauf" völlig unnötige, offizielle Zeitnahme erspart.
Auch der Start- und Zielbereich im idyllisch gelegenen Waldschwimmbad Rengsdorf war einfach nur wunderschön und auch hier gab es alles, was man sich  nur wünschen konnte, auch und besonders  "nach dem Lauf". Kuchen, Suppe, Würstchen, Brötchen, Kaffee, ach je, einfach alles! Ganz toll fand ich übrigens auch die von Hand geschriebenen Urkunden, echte Unikate! Und auch sonst, alle sehr nett, sehr hilfbereit und unglaublich freundlich, man hat sich sofort sehr wohl gefühlt.
Kurzum, eine Veranstaltung, die man wirklich nur jedem empfehlen kann, ganz besonders auch deshalb, da hier Strecken von 10 - 50 Km angeboten werden, also nicht nur die Ultras zum Zuge kommen, eine super Sache, wie ich finde! Noch einmal, was der TV Rengsdorf hier alljährlich auf die Beine stellt ist wirklich der Hammer!

Vor dem Lauf

Kaum waren wir gegen 7:20 Uhr dort, wurden wir auch schon ganz herzlich von unserer "Gastgeberin" Eva begrüßt, die sich schon sehr, genau wie wir, auf dieses Wiedersehen gefreut hatte. Und auch sonst konnten wir wieder etliche alte Bekannte begrüßen, ja ja, es ist eben wie immer, alles irgendwie eine riesen Läuferfamilie! Startunterlagen abgeholt, startklar gemacht und dann ab zum "Briefing"! Ja, auch das gab es hier, Gitta Albrecht, die "Cheforganisatorin" vom TV Rengsdorf, wies alle Teilnehmer in die Strecke ein (jeder bekam übrigens einen Streckenplan), erklärte die Streckenmarkierungen sowie die Gefahrenpunkte und schickte alle Läufer um punkt 10 Uhr mit einem "viel Spaß und llllllooossss" auf die Strecke!

Westerwald2011

Der Lauf

Vorgenommen hatten wir uns fast garnichts, Melanie und ich wollten das als Bergtraining für den Thüringen Ultra nutzen und einfach nur die Landschaft genießen. Einzig ich wollte unter 5 Stunden bleiben, ganz einfach um einen gewissen Trainingseffekt zu haben. Das wäre mir auch super gelungen, hätte ich  mich nicht an drei Stellen verlaufen :-(.
Den ersten Abzweig übersah ich bei etwa Km 17 und lief dort statt rechts ab geradeaus weiter, was mir etwa einen halben Extrakilometer, einem ordentlichen Anstieg und 4 Minuten Zeitverlust einbrachte. Der nächste Verlaufer ereilte mich an einer Stelle, an der die Strecke aus dem Wald kommend an einem Draht-/Elektrozaun zu einem Feld hin endete. Hm, hier rüber, nee, oder? Ich sah wohl das Schild links ab, lief aber, anstatt auf dem Feld, durch den Wald. Als es dann nach etwa 300 Metern nicht mehr weiter ging war mir klar, schon wieder verlaufen! Also wieder zurück, über den Zaun und weiter! Wieder 4 - 5 Minuten weg....Ein drittes Mal passierte mir das dann in einem Dorf (den Namen habe ich verdrängt ;-)), da übersah ich den auf den Boden gemalten Pfeil links ab und lief geradeaus weiter. Glücklicherweise rief mir eine Passantin zu: "Die Anderen sind alle da runter gelaufen"! Aha, na toll, Depp, also wieder kehrt und den korrekten Weg eingeschlagen. So, spätestestens jetzt war klar, unter 5 Stunden, nicht zu machen, denn ich hatte jetzt etwa 10 Minuten Rückstand und nur noch 15 Km vor mir, unmöglich, das aufzuholen! Welch ein "Erlebnislauf!!
Aber der Knaller kam dann bei Km 36 und 42! Das waren nämlich die beiden letzten VPs vor dem Ziel. den 36er habe ich ja noch normal genommen, ordentlich getrunken und gegessen, allerdings nicht meinen Trinkgurt aufgefüllt, weil, es waren ja nur 6 Km bis zum nächsten.....den ich dann aber leider übersehen hatte da er etwas verdeckt rechts des Weges lag und somit die letzten 14 Km ohne einen Tropfen Wasser und ohne jede Stärkung bei 24 °C und langen Passagen in der prallen Sonne überstehen musste!
Ganz ehrlich, das war der Hammer! Der Puls stieg stetig an, die Beine wurden unglaublich schwer - aber ich hielt bis ins Ziel durch, holte sogar noch 5 Minuten auf, sodass ich nach 5:05:08 das Ziel erreichte, völlig alle, total dehydriert und mit einem 160er Puls!! Hier erwarteten mich auch schon Eva und Christian (Christian, zeig bitte niemandem das Zielbild von mir welches du gemacht hast, das muss ja echt übel aussehen ;-)), die extra wegen mir zum Zieleinlauf noch einmal hier her kamen, denn Evchen lief ja die 25 Km und fuhr zum Duschen direkt nach ihrem Finish heim. Danke euch beiden!
Gelobt sei was hart macht - und Erlebnislauf, oh ja, das war einer! Und, bis auf 2 Steigungen, darunter der Schlussanstieg (die letzten 3 Km hatten noch einmal etwa 150 Hm und ganz zum Schluss ging es wieder eine Treppe hoch, da war dann nix mehr mit laufen), bin ich alle, wenn auch zum Teil langsam, gelaufen. Mit meinem Lauf war ich mehr als zufrieden und kann nur sagen, tolle Strecke, wunderschöne Landschaft und absolut hoher Wiederholungsfaktor!!
Meli kam etwa 1 Stunde später ins Ziel und fluchte ebenfalls über dieses "Schlussgeschenk". Und auch sie war leicht dehydriert, doch konnte ich ihr direkt mit einem leckeren alkoholfreien Erdinger aushelfen, wartete ich doch im Zielbereich auf sie.Sonst berichtete sie mir nichts neues, Kraft ok, Luft ok, Puls egal, viel Spaß gehabt, eine Menge mit anderen gequatscht (habe ich übrigens diesmal auch gemacht) und, genau wie ich, gegen Ende das Tempo verschärft, kennen wir ja mittlerweile von ihr! Wo soll das mit meinem Schatz noch hinführen? Ach ja, sie benötigte ganze 6:03:17, was eine Verbesserung zum SchwäbischAlb-Marathon von vor einem halben Jahr, der von Distanz und Profil in etwa den gleichen Anspruch hatte, eine Verbesserung von 10 Minuten bedeutete!

Und, Melanie wurde 44. und ich 18. der Gesamtwertung, bei 170 Startern!

Nach dem Lauf

Stärken (Erbsensuppe mit Wurst, Kaffee, alkfrei Erdinger usw.), Duschen (die Duschen waren EISKALT!!), Urkunden abholen und ab in die Monsterhöhle, in die wir ja von Evchen und Christian herzlich eingeladen wurden!
Und wie soll ich sagen - die Zeit verging wie im Fluge, was ich sehr schade fand, haben wir uns doch so toll über etliche Dinge unterhalten. Und was wurde uns da so alles an Leckereien aufgetischt, 10!!! Sorten Kuchen....oh Mann, und Abends dann ganz feines Gulasch, Mensch, ihr habt euch eine Arbeit gemacht!
Herzlichen Dank euch beiden, ihr habt uns ein ganz tolles, unvergesslich schönes Christihimmelfahrt geschenkt! Schön mit solch herzlichen Menschen befreundet zu sein!

Und Eva, auch hier meine herzlichsten Glückwünsche zu deinem tollen 25er mit so vielen Höhenmetern, ganz großes Kino, darauf kannst du mächtig stolz sein und wunderbar aufbauen! Klasse gemacht!

Hier sind die Bilder (Dank an Eva Hermann und Jochen Kruse)
Hier sind die Urkunden
 
Blog Infos
Dies ist ein Thema, welches mich schon sehr lange beschäftigt und mir sehr auf der Seele brennt. Doch haben es meine Emotionen bisher nicht zugelassen, einen einigermaßen vernünftigen Atikel zu verfassen, in dem die Sachlichkeit im Vordergrund stehen soll.

Nur mit was fange ich jetzt an, und in welchem Umfang?

Am besten von vorne, und zwar von dem Punkt an, ab dem meine Zweifel an unsere "Schulmedizin" und den Ärzten begann:

1997 - Bandscheibenvorfall

Wie ja bereits in anderen Beiträgen ausführlichst beschrieben, quälte ich mich von 1995 bis 1997 ständig mit Bandscheibenvorfällen an der Lendenwirbelsäule herum, die auf die abenteuerlichsten Art und Weisen versucht wurden zu behandeln. 3 Ärzte, 3 verschiedene Behandlungen, die sich zum Teil sogar widersprachen, klasse! Streckbank, Einrenken, Vitamininfusionen, Massagen, Schmerzmittel, Spritzen mit Kortison,......, und immer die Empfehlung: Schonen, schonen schonen! Trauriger Höhepunkt war dann die Empfehlung zu einer Operation, bei der 3 Wirbel miteinander versteift werden sollten! Verkrüppeln hätte es da wohl besser getroffen! Hier war Schluss mit Lustig, ich brach die Behandlung gegen das Raten ALLER, inklusive der Krankenkasse, ab! Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 28....
Stattdessen informierte ich mich selbst über die Funktionsweise der Bandscheiben, deren Stoffwechsel usw. und stellte fest, dass das Schlimmste, was man ihr antun kann, die Schonung ist! Ich begann Krafttraining zu machen, speziell Rücksnübungen und siehe da, mir ging es deutlich besser. Doch ganz Beschwerdefrei war ich leider nicht, denn ab und an flutschte mir die Bandscheibe zwischen den Wirbeln heraus. Doch anders als in der Vergangenheit, wo ich dann regelmäßig 6 Wochen!! krankgeschrieben wurde und Schonung verordet bekam, trainierte ich auch unter den dann vorhandenen Schmerzen weiter, fehlte keinen einzigen Tag auf der Arbeit und war nach spätestens 3 - 4 Tagen wieder oben auf! So ging das bis in das Jahr 2007, also 10 Jahre später. Einen Tag vor dem Gutenberg-Marathon in Mainz flotschte mir die Bandscheibe wieder einmal heraus, war ja klar, oder? Damals ging ich zu einem ganz jungen Mediziner, von dem ich wissen wollte, ob ein Start möglich sei. Er sagte mir: "Du wirst mit einem krummen Rücken starten und frei von allen Beschwerden ins Ziel einlaufen" - so war es auch. Ein halbes Jahr später war ich wieder bei ihm, weil die Bandscheibe wieder einmal draußen war. Diesmal wurde ich vorsichtshalber unter das CT geschickt um zu untersuchen, wie der Zustand der Bandscheiben ist. Um einen guten Vergleich zu haben brachte ich auch die Bilder aus den Jahren 96 und 97 mit. Orginalaussage des Docs: "Sie haben Bandscheiben wie ein 16-jähriger, sie stehen absolut super im Saft, lediglich die Deformation am Wirbel ist dafür verantwortlich, dass die Scheibe eben ab und an herausflutschen will.
Toll, und jetzt? Ich schaffte mir zusätzliche Bücher an und stellte fest, die ganze Zeit die falschen Übungen gemacht zu haben. Ich trainierte immer schön die großen Muskelgruppen, anstatt geziehlt die kleinen zwischen den einzelnen Wirbeln zu stärken. Als ich mein Programm dahingehend umgestellt hatte, bekam ich erst einmal einen Muskelkater, der sich gewaschen hatte....
Seither mache ich fast täglich rumpfstabilisierende Übungen und habe überhaupt keine Beschwerden mehr, null, nothing! Übrigens bin ich heute fast 3 cm größer als noch vor 10 Jahren, klar, so "saftig" wie die Bandscheiben jetzt sind, und das übrigens nur und ausschließlich durch das Laufen!

Was soll ich dazu sagen, hätte ich auf den Rat der Ärzte in den 90ern gehört, wäre aus mir wahrscheinlich ein berugsunfähiger Nichtsportler geworden!

2008 Shin Splint

Es war im Herbst, 14 Tage vor dem Frankfurt-Marathon, dass mich dieses Übel zu einer Laufpause und zur Absage dieses Events gezwungen hat. Nach 6 Monaten, da es noch immer nicht besser wurde, ging ich dann auf Drängen meines Schatzes zum Arzt. Der verschrieb mit Einlagen - hallo, Einlagen? Was soll das denn? Er sagte mir, dass der Shin Splint von meinem Spreizsenkfuß käme und die Einlagen dies unterstützen würden.....hä, unterstützen? Was soll das bringen, wäre es nicht besser durch gezielte Übungen dem entgegenzuwirken? Den ungläubigen Blick und das Unverständnis des Orthopäden sowie deren daraufhin folgenden Worte beschreibe ich jetzt besser nicht! Er blieb bei den Einlagen und natürlich ordentlich Tabletten gegen die Schmerzen und die Entzündung!
Ich zog diese teuren Dinger ein einziges mal an um sie dann sofort zu verschrotten, schaffte mir, wie so oft, entsprechende Literatur an, überlegte genau, wo es her kommen könnte, stellte mir ein Gymnastikprogramm zusammen, massierte mir unter Tränen die Entzündung aus dem Knochen, schaffte mir Laufschuhe mit nur sehr geringer Spreizung an und wie soll ich sagen - 3 Wochen später war alles wieder gut, und seither hatte ich auch nie wieder ein Problem damit, noch nicht einmal im Ansatz!

Januar 2011 Leistenbruch

Dreifacher Leistenbruch mit Operation, ich möchte nicht viel dazu schreiben, nur soviel, dass der Doc es nicht für möglich gehalten hat, so schnell wieder fit zu werden. Ich werde da etwas später noch einmal darauf zurück kommen, denn so ganz war dieses Thema noch nicht abgeschlossen!

März 2011 Achillssehnenentzündung

Verursacht durch ein extremes Umknicken beim Überholvorgang beim 50er in Eschollbrücken.
"So wie das aussieht können sie dieses Laufjahr wohl abhaken, bis das richtig verheilt ist und sie wieder cihtig laufen können wird es bis zu 6 Monate dauern"
Dies die Aussage des Arztes, und wieder wurde mir Schonung und ordentlich Chemie verschrieben, wie immer gegen die Schmerzen und gegen die Entzündung/ Schwellung. Schonung, ich kann diesen Blödsinn langsam nicht mehr hören....
Und wer mich kennt der weiß, was ich auf solche Aussagen gebe und wie sehr ich diesen und der Chemie vertraue...
Wie immer, recherchiert, gelesen und wie bereits in einem anderen Beitrag beschrieben behandelt. Nur so viel: Benötigte Zeit bis zur völligen Beschwerdefreiheit: 4 Wochen! Und, seither schon wieder mehrere Ultras gelaufen!

März - Mai 2011 Schlupfhoden


Jetzt komme ich, wie weiter oben schon angekündigt, nochmals auf die Leisten-Op zurück. Dieser selbst heilte hervorragend ab, einig ein seltsames Phänomen blieb übrig, und ich schreibe das jetzt hier ganz offen hin, auch wenn es etwas intim ist. Mein rechter Hoden schlupfte bei wirklich jedem Schritt aus dem Hoden in die Leistentasche und wieder zurück, und bei einem 30 oder 40 Km-Lauf fängt das dann im umliegenden Gewebe fürchterlich an zu schmerzen, ist ja auch klar, war das dann doch auch heftigst entzündet. Ich rief natürlich meinem Operateur an, der mir versicherte, dass dies wohl vorher schon so gewesen sein muss und dies definitiv nicht vom Leistenbruch her kommen könne. Hallo, ich habe das aber erst seitdem und einbildungskrank bin ich auch nicht....? Ich fragte ob es nicht sein könne, dass der Samenleiter sich irgendwie verfangen hätte oder so......mir wurde nicht geglaubt und nicht weiter darauf eingegangen...
Etwa 4 Wochen später ging ich zum Urologen, da die Entzündung in diesem Bereich nicht mehr auszuhalten war...und auch hier, völliges Unverständnis. "Sind sie sicher das dies nicht schon vorher war?" Hallo, bin ich doof? "Viele Männer leben prima damit, ich verstehe ihr Problem nicht!"  Ja genau, wenn ich den ganzen Tag auf dem Stuhl sitze und Abends dann nur auf der Couch, aber als Ultraläufer.....und jetzt kommt der Hammer: "Nehmen sie doch erst einmal schmnerz- und entzündungshemmende Tabletten, ich verschreibe ihnen Ibu 800, vielleicht wird es dann ja besser......!" Hallo, was soll das denn bitte...? "Alles was ich sonst noch für sie machen kann wäre sie zu operieren. Bei diesem Eingriff würde ich ihnen dann die Muskeln an den Hoden durchtrenne, die wohl wahrscheinlich für ihr Problem verantwortlich sind!"  Ich war entsetzt...
Wieder zuhause machte ich folgendes: Vor einem 13-Km-Läufchen fixierte ich beide Hoden mit einem Gummi so, dass der rechte eben nicht mehr schlupfen konnte. Resultat: Nach etwa 3 Km ein fürchterlicher Schmerz im oberen Leistenbereich, als wäre etwas abgerissen, der allerdings die letzten Km nicht mehr zu spüren war.
Einen Tag später entdeckte ich eine starke Schwellung etwa in der Mitte zwischen Blinddarm und Leiste, die extreme Schmerzen beim leichtesten Druck verursachte. ohne Druck war allerdings alles in Ordnung. ABER, der Hoden schlupfte nicht mehr in die Leistentasche! Aha....
Eine Woche später ging ich nochmals zum Urologen um untersuchen zu lassen, ob der Samenstrang nun gerissen war oder sich nur irgendwo gelöst hatte und ob diese Schwellung einen erneuten Leistenbruch bedeutete oder nicht (war ja in etwa die Stelle des Bruches gewesen...). Per Ultraschall wurde nachgesehen und es war kein erneuter Bruch! Und, hört hört, er stellte fest: "Sie haben wohl recht gehabt, der Hoden liegt jetzt ganz anders als noch in der Vorwoche."
Ich bin fast vom Glauben abgefallen....

Mai 2011 Virale Bronchitis und vorläufiger absoluter Höhepunkt ärztlicher Inkompetenz!

Nachdem ich bereits eine Woche Reizhusten und ewig belegte Bronchien, allerdings ohne Schnupfen, Kopf- oder Gliederschmerzen hatte, entschloss ich mich zu unserer Werkarztstation zu gehen um klären zu lassen, ob sich die Bronchitis mittlerweile schon auf die Lunge geschlagen hat oder nicht. Ungewöhnlich war für mich die Tatsache, dass sich trotz einwöchiger Laufpause keinerlei Besserung eingestellt hatte.
Ich wies die mich behandelnde Ärztin mehrfach darauf hin Ultramarathonläufer zu sein, einen Ruhepuls von etwa 5 Schlägen über normal zu haben und lediglich in zwei Nächten kurzen Schüttelfrost mit leichtem, kurzen Fieber gehabt zu haben, sonst aber keinerlei Symptome zu haben. Sie gab mir Ciprofloxacin 500 mg, welches ich 2 * täglich nehmen sollte, ein Antibiotikum und versicherte mir, dass ich ohne Bedenken weiter Laufen könnte. Ich glaubte ihr....
Wenig später begann ich die Packungsbeilage zu lesen und schluckte währenddessen leider bereits die erste Pille, um dann wenig später aus allen Wolken zu fallen! Mögliche Muskelschwäche, Sehnenentzündungen, Sehnenrisse, meist der Achillessehne,......Vermeiden sie Anstrengungen....Hallo, was hat die mir da nur gegeben???
Ich recherchierte im Internet und viel fast vom Glauben ab, dieses Antibiotikum hätte erstens einmal gegen eine virale Bronchitis, dass weiß ich jetzt, nachdem ich mich wieder einmal selbst schlau gemacht hatte, und vor allem wusste ich jetzt anhand der Symptome, dass es definitiv eine virale, und keine bakterielle Bronchitis war, absolut nichts gebracht und mich sportlich gesehen fast zum Krüppel gemacht.
Cipro gehört zur Wirkstoffgruppe der Fluorchinolone/ Chinolone und somit zur Gruppe der Gyrasehemmer! Kein Sportmediziner würde jemals ein solches Produkt verschreiben (was ein Glück wieß ich nicht mehrfach auf Ultramarathon hin), denn:
Diese Wirkstoffgruppe ist hochtoxisch für Bindegewebe, Knorpel, Sehenen und Gelenke, und zwar auch mit Langzeitschäden, die ireversibel sind! Die FDA hat für Medikamente dieser Wirkstoffgruppe in den USA eine Blackbox (ähnlich wie der Hinweis auf unseren Zigarettenschachteln mit Rauchen gefärdet ihre Gesundheit - oder  - Rauchen kann Krebs verursachen) zur Pflicht gemacht, auf der darauf hingewiesen wird, dass dieses Produkt nachhaltige, bleibende Schaden verursacht. Ebenfalls wird dort geprüft, diese Gyrasehemmer gänzlich vom Markt zu nehmen. Auch in Europa sind diese Produkte in verschiedenen Ländern bereits vom Markt genommen.
Ich war bedient, rief sofort den Hersteller an und ließ mich, nachdem mehrere Brechversuche gescheitert sind,  dahingehend beraten, was zu tun ist, um die Aufnahme im Verdauungstrakt weitestgehend zu verhindern. Auch der Hersteller konnte übrigens nicht verstehen, wie mir zu einem solchen Produkt geraten werden konnte, das sagt alles!
Magnesium, Calcium und Eisen in sehr hohen Dosen, dies wurde mir als Tipp gegeben, was ich natürlich sofort realisierte.
Doch die Angst blieb und bleibt, denn wie auch in mehreren Studien und Dissertationen eindeutig nachgewiesen, treten diese Nebenwirkungen definitiv und leider eben auch noch nach 6 - 9 Monaten auf.
Ein paar Tage später ging ich zu meinem Hausarzt, da ich immernoch befürchtete, dass die Bronchitis auf den Lungen sein könnte, vom Herzen einmal ganz abgesehen. Sowohl er, als auch ein sehr junger Kardiologe, zu dem er mich sicherheitshalber schickte, stellten fest, dass es sich n"nur" um eine Bronchitis handeln würde und ich, solnage mein Ruhepuls so niedrig sei, auch ruhig wieder laufen könne. Und jetzt kommt´s, beide schüttelten sie nur mit dem Kopf, wie man mir nur ein solches Antibiotikum verschreiben konnte! Orginal Wortlaut: "Das ist schon grobe Körperverletzung!"

Fazit

Ich könnte noch mehr solcher Beispiele aufführen, auch an Melanie, z.B. was ihre Schilddrüsenüberfunktion anbelangt. Nur so viel, mein Vertrauen in das Deutsche Gesundheitswesen (wohl besser Geldverteilungs- und verschwendungssystem ohne jeden Verstand) ist zu tiefst erschüttert. Hören einem die Ärzte nicht mehr zu, verstehen sie nicht das es auch Patienten gibt, die Ahnung von Gesundheit und ihrem eigenen Körper haben? Wird hier nur nach nach Schema-F behandelt, ich weiß es nicht! Hauptsache Standartbehandlung, Schonung und ordentlich Chemie, ohne Sinn und Verstand, klasse!

Nein, wieder und immer wieder stelle ich fest das es sehr oft besser ist, seinen Körper selbst sehr gut zu kennen, sich umfassend und gründlich zu informieren und den Ärzten nicht bedingungslos zu vertrauen. Zum diagnostizieren (Ultraschall, CT, MRT etc.) ok, das kann man nicht selbst machen, aber alles Weitere an empfohlenen Behandlungsschritten ist gründlich zu hinterfragen, auch und insbesondere was die Medikamentierung anbelangt. Und, es ist immer wichtig zu hinterfragen, wo Beschwerden evetuell her kommen könnten, denn kann man die gefundenen Gründe abschalten und den Arztbesuch sogar ganz vermeiden. Das gebrannte Kind scheut eben das Feuer....

Natürlich stellte ich die Ärztin des Werkärztlichen Dienstes zur Rede, was sie dazu zu sagen hatte schreibe ich hier besser nicht, es würde mir sowieso keiner glauben. Nur so viel, Einsicht gleich null!
 
Blog Events
Der Rennsteig rief und wir waren da...

...und das nun schon zum zweiten Male, und um es gleich vorweg zu nehmen, beim 40. Rennsteiglauf am 12.05.2012 sind wir bereits gemeldet und somit wieder mit dabei! Warum nur?

Weil es eben der Rennsteig ist, wer hier einmal läuft...

Aber mal von vorne:

Die Anfahrt war wieder einmal eine Katastrophe, alle Autobahnen dicht, irgendwie immer das Gleiche, wenn man Freitag Mittags anreisen muss! Um 15:30 Uhr fuhren wir los und kamen erst um 19:30 Uhr in Eisenach an. Kaum das Auto abgestellt, meldete sich auch schon unser Pfälzerwaldläufer Martin und Running Marcel, den wir wenig später, nachdem wir unsere Startunterlagen abgeholt hatten, im Festzelt endlich persönlich kennen lernen durften. Auch "Sachsenblitz" Rene Strosny nebst Lebensgefährtin Angela Ngamkam haben wir dort getroffen, wie so viele viele andere Läufer....Doch viel Zeit zum großen Quatschen blieb leider nicht, mussten wir doch noch nach Schmiedefeld fahren, um auf dem dortigen Zeltplatz direkt hinter dem Zieleinlauf unser "Nachtquartier" aufzuschlagen.
Gesagt, getan, gegen 22:30 Uhr hatten wir dann unseren Zeltplatz (war das teuer ;-), 2 Nächte, 2 Personen, ein Zelt und ein Auto = 8 € inklusive Morgenkaffee!!), bauten das Zelt auf, tranken noch ein leckeres Köstritzer Schwarzbier und versuchten gegen 23:30 Uhr wenigstens noch ein wenig Schlaf zu finden, vergeblich! Denn überall wurde gequasselt, alle 30 Minuten ging irgendwo eine Autoalarmanlage los, sodass wir die Nacht gegen 2:20 Uhr, ohne auch nur eine Minute geschlafen zu haben, offiziell für beendet erklärten. Boah waren wir müde...

Raus aus dem Zelt, schnell einen extra starken Kaffee organisiert, Eierwaffeln gegessen, Morgentoilette, Laufklamotten an, Sachen gepackt und ab Richtung Bushaltestelle, um gegen 3:30 Uhr nach Eisenach zum Start zu fahren. Auf dem Weg dort hin trafen wir auf Cornelia und Jörg Kaltwasser sowie Torsten Riemer. Auch unseren Pfälzerwaldläufer Martin trafen wir dort, sowie  seine reizende Frau Pia, die wegen Kniebeschwerden ihre Teilnahme am Halbmarathon leider absagen musste, was wir sehr schade fanden und uns sehr leid getan hat!
Wenig später saßen wir auch schon im Bus, quatschten  ein wenig mit Martin und versuchten noch ein wenig zu schlafen (was uns natürlich nicht gelang). In Eisenach angekommen ging es weiter mit dem großen "HALLO". Ich weiß gar nicht mehr so genau wen wir da alles so wann und wo getroffen hatten, Christian Gretel, Thomas Hagel, Gabi Kenkenberg, Sybille Krause, Thomas Eller, Andrea und Norbert Möhr, Jens Vieler (dem Macher der TorTourdeRuhr), Running Marcel Trzetziak, ..., oh Mann, es waren so unendlich viele, einfach nur der Wahnsinn! Es ist eben wie immer, immer die selben bekloppten.....

Nachdem Martin seine Startunterlagen abgeholt hatte, wir alle noch einmal auf dem Dixie waren und unsere Klamotten abgegeben hatten, ging es auch schon los. Wir umarmten uns alle, wünschten uns jeweils einen tollen Lauf und schon hieß es 3,2,1..Start!

Zum Lauf selbst mehr bei unseren noch folgenden Laufberichten, nur so viel, es war wieder einmal ein typischer Rennsteiglauf, von Sonnenschein und Schwülen 25 °C bis zu Gewitter mit sinflutartigen Regenfällen mit Hagel bei nur noch 14 °C  (deshalb leider nur wenige Bilder und Videos von der Strecke) war wirklich einmal mehr alles mit dabei! Die Strecke selbst kannten wir ja bereits aus dem letzten Jahr, sodass wir wussten, was auf uns zu kommen würde. Über Melanie machte ich mir keine Gedanken, aber über mich, meinen mieserablen Trainingszustand und die noch immer nicht ausgeheilte virale Bronchitis...ob das gut gehen würde? Ich hatte so meine Zweifel...Hauptsache irgendwie durchkommen!

Im Ziel angekommen, ja, ich habe es tatsächlich geschafft, habe ich mich erst einmal kurz gestärkt, die Klamotten, die wir in Eisenach abgegeben hatten abgeholt und mich sofort ans Auto begeben, um mich per Handy nach Melanie, Martin und Marcel zu erkundigen. Alle meldeten, dass sie zwar kaputt, aber auf jeden Fall bald im Ziel sein würden, wunderbar, das freute mich sehr! Besonders für Marcel, da ich in bei Km 32 mit übelsten Krämpfen überholte und er schon an eine Aufgabe dachte - nix da, habe ich ihm gesagt, du schaffst das, denke nicht länger darüber nach, akzeptiere wie es ist, ändern kannst du so wieso nichts und denke nur an das Ziel - denke an die Medaille und an deinen Schatz in Schmiedefeld! Das hat er wohl auch getan...denn nach und nach kamen erst Martin (8:56), Melanie (9:11) und schließlich auch Marcel (9:24) ins Ziel....und von allen konnte ich Bilder machen, nur Martin ging mir irgendie leider durch die Lappen, sehr schade! Auch Pia habe ich vergeblich gesucht, und anrufen ging leiderauch nicht...wegen nicht vorhandener Handynummer...:-(

Wir vielen uns alle um die Arme und gratulierten uns, und klar traf man auch hier wieder jede Menge Leute, Markus Schubath, Birger Jüchter, Silvan Basten (dessen Frau Katja übrigens den Marathon erfolgreich gefinisht hatte) und mit welchen wir auf der Läuferparty oredntlich abgefeiert haben (ein unglaublich netees Läuferpärchen!!), .....nein, ich höre jetzt auf, es würde kein Ende finden...
Anschließend holten wir unsere Urkunden mit offiziellem Rennsteigstempel und unsere wohl verdienten Finishershirts ab, aßen ein paar leckere Thüringer Bratwürste, genossen ein leckeres Köstritzer und gingen uns duschen.

Gegen 17:20 Uhr ging es dann im Festzelt weiter, auf der wohl geilsten Läuferparty der Welt! Die Stimmung ist einfach unbeschreiblich und es hält dort wirklich niemanden sitzend auf den Bänken, alles steht, sogar auf den Tischen, tanzt und hat einfach Spaß, großartig! Eigentlich wollten wir ja in unseren 13. Hochzeitstag, der am 22.05., also einen Tag später war, hinein feiern, doch die Müdigkeit machte uns leider einen Strich durch die Rechnung, sodass wir völlig übermüdet gegen 23:30 Uhr in unser Zelt vielen und nahezu sofort, trotz dem ganzen Lärm um uns herum, einschliefen...toll! Unser Hochzeitstag fing ja prima an :-(!

Um 6:30 Uhr war dann aber auch leider diese Nacht wieder vorbei, zwangen uns doch unsere etwas gefüllten Blasen zu einem unfreiwilligen Toilettengang. Da wir dann sowieso wach waren, packten wir unsere sieben Sachen zusammmen und nur wenig später die Heimreise anzutreten.

Was war das wieder für ein wunderbares und unvergessliches Wochenende unter lauter Laufverrückten! Wunderbar, die vielen uns mittlerweile schon richtig ans Herz gewachsenen Menschen wieder getroffen zu haben. Und schön, das wir endlich auch Marcel nebst Freundin Jessie persönlich kennen lernen durften, den Laufverrückten, den wir durch das Bloggen schon so lange kennen! Marcel und Jessie, ihr seid einfach nur klasse!

Und, Glückwunsch an ALLE Finisher!

Ich kann es nur immer und immer wieder sagen - Thüringer Wald, egal ob beim Rennsteiglauf oder dem ThüringenUltra (den laufe ich ja in 6 Wochen, 3100 Hm und 160 Km, also das Doppelte vom Rennsteiglauf, na Mahlzeit), einfach immer wieder genial! Die Landschaft, die Leute, einfach alles!

Hier unsere Ergebnisse:


Starter Supermarathon gesamt: 2011, Finisher: 1951, nur 60 Aufgaben!

Melanie:
9:11:05 (9:31:31 2010), Gesamtplatz 137 (311), 33.(66)  Platz AK W40

Steffen:

7:56:52 (9:31:30 2010), Gesamtplatz 565 (1640), 136. (276) Platz AK M40

Es war zugleich mein 21. Ultramarathon, macht bei 12 Marathons insgesamt 33 Marathons und mehr! Komisch, irgendwie überwiegen die Ultras doch deutlich, warum nur....!!???!!
 
Blog Events
"Also wenn ich wieder draußen bin werde ich auf jedenfall wieder mindestens einen Halbmarathon laufen, denn jetzt weiss ich, dass ich das schaffe. Ich werde überhaupt da draußen jetzt einiges schaffen, das ist mir jetzt klar geworden"

Dies sagte uns K.P. (der Name soll unbekannt bleiben), ein Inhaftierter, dem wir persönlich zu seinem Marathonfinish gratulierten. Er wollte 5 Runden vor Schluss aufgeben, wurde immer und immer wieder ermutigt, nicht aufzugeben und zu kämpfen und schaffte diesen, seinen ersten Marathon, als letzter Finisher nach etwas mehr als 5:23 Stunden. Für dieses Durchhaltevermögen wurde er mit einem Pokal ausgezeichnet, voraushin es Standing Ovations gab und er bitterlich in Tränen ausbrach....

Knastmara2011

Nein, dies war kein gewöhnlicher Marathon, es war einer wie kein anderer, unvergesslich, einzigartig und sehr emotional, und das sagen wir, obwohl und vielleicht gerade weil wir schon so viele Marathons und mehr absolviert haben.
Und überhaupt, nicht nur die absolut perfekte Organisation mit nahezu Schlaraffenland ähnlichen Zuständen; es gab sowohl vor, als auch während und nach dem Lauf zweierlei selbstgepackenen Kuchen, mit Pakrika und Gurken wunderschön dekorierte und entsprechend sehr leckeren Brötchen, Kaffee, Tee, Brühe, Apfelsaftschorle, Malzbier, Wasser, FrubiaseSport Iso, Salz, Ballisto-Riegel und noch so einiges mehr, und zwar alles im Überfluß bis zum Schluss und völlig kostenlos; sondern die Besonderheit, dass dieser Marathon eben hinter Mauern und Stacheldraht stattfand, und zwar gemischt, mit, wie sie sich selbst nannten, Knastis, und eben uns externen Läufern, machten dieses Event so grandios. Ein einzigartiges Erlebnis, welches doch schwer zum Nachdenken angeregt hat, zumal wir ja einen besonderen Bezug zur JVA und damit zu Inhaftierten haben, sitzt doch ein sehr guter Freund von uns (aus früheren Zeiten) in Diez wegen einem Vergehen hinter Gittern, welches ich hier nicht näher schildern möchte.
Die Besonderheit dieses Event begann schon mit dem Betreten der JVA Darmstadt, welche auch "Fritz Bauer Haus" genannt wird. Jeder musste einzeln seinen Personalausweis abgeben und bekam ein "Erkennungsband", welches er sich um den Arm kleben musste. Klar das das Mitbringen von Handys und Kameras verboten war, diese Utensilien mussten also alle im Auto bleiben! Anschließend ging es weiter wie am Flughafen, Leibesvisitation, Durchleuchten unserer Sporttaschen und nicht wenige mussten ihre Taschen leeren und solche Dinge wie Nagelscheren usw. abgeben. Dann mussten wir uns im Kreis hinsetzten, Beine auseinander, Handflächen offen auf das Knie und die Taschen weit öffenen, damit der Spürhund seinen Dienst verrichten konnte, das kannten auch wir noch nicht. Und dann war es geschafft, wir waren drin - schon ein seltsames Gefühl so "hinter Gittern".
Gemeinsam mit Thomas Eller, mit dem wir uns schon draußen verabredet hatten und der aus Versehen den "falschen Knast" angefahren hatte, nämlich den in Weiterstadt, und der mit uns gemeinsam den "Einlass" hinter sich gebracht hatte, wurden wir dann auch schon vom freundlichen FubiaseSport Team empfangen und uns unsere Startnummern übergeben - herzlichen Dank an dieser Stelle für die Bereitstellung unserer Startplätze! Nun ließen wir noch schnell unsere Chips bei Mikatiming erfassen, gaben unsere Taschen in der Turnhalle ab und waren somit pünktlich bereit zum Start. Doch dieser sollte sich noch um 15 Minuten verschieben, da noch nicht alle Starter "durchgeschleust" waren -  kein Thema!
Zum Lauf selbst gibt es nicht viel zu schreiben, es waren 24 Runden á 1,758 Km zu absolvieren, der größte Teil davon als Begegnungsstrecke, mit einem 180 ° Wendepunkt und völlig flach. Zur Unterhaltung wurde jeder Läufer bei fast jedem durchlaufen des Start/ Zioelbereiches (hier konnte man auch auf einer Leinwand nachlesen, in welcher Runde man gerade war) persönlich "anmoderiert", klasse, und die ganze Zeit wurde Musik eingespielt, die man auf der gesamten Strecke hören konnte, sodass die Stunden dort sehr kurzweilig wurden. Auch eine Rythmusgruppe, die ständig "Ihr/ Du schaffst das" sangen,  heißte allen Aktiven mächtig ein, super!!
Die Temperaturen waren mit 18 °C noch sehr moderat und der nach etwa 1,5 Stunden einsetzende kurze Regen wurde von allen als willkommende Abkühlung empfunden. Angefeuert wurden alle Läufer zum einen von ein paar Begleitpersonen der externen Läufer und zum anderen jeweils von der Hälfte der Inhaftierten, die dem Ganzen jeweils für etwa 2 Stunden beiwohnen durften - von 10:15 bis etwa 12:30 die eine und von 12:30 bis Ende die andere Hälfte.
Und jetzt zur besonderen Atmosphäre während des Laufens, jeder, wirklich jeder wurde angefeuert und jeder, wirklich jeder der Aktiven kam mit anderen ins Gespräch, man half sich, sprach sich Mut und Kraft zu und munterte sich gegenseitig auf! Ging es einem schlecht hielten sofort mehrere Marathonis an um Hilfe anzubieten, und das, das habe ich so bisher nur bei Ultramarathonsveranstaltungen erlebt! Und hier war es völlig egal ab Knasti oder Externer, für die Zeit des Marathons waren alle eine Familie, einzigartig und bemerkenswert für einen Marathon!

Über unsere Leistungen möchte ich hier nicht viel schreiben. Meli lief wie immer sehr konstant in einem wunderbaren 6:10er Tempo, eben genau richtig als Vorbereitung für den Rennsteiglauf. Und ich? Für mich war es eine einzige Katastrophe, mit einer nicht ganz ausgeheilten viralen Bronchitis und somit nur 80 %iger Sauerstoffaufnahmefähigkeit (vom Hausarzt und Kardiologen bekam ich bei niedriger Pulsbelastung eine Startfreigabe), völliger Übermüdung, 8 Tagen Laufpause und entsprechend absoluter Saft- uind Kraftlosigkeit kein Kinderspiel - ein Marathon, den ich aber mit viel Routine und Erfahrung und ständiger Pulskontrolle dann eben doch erfolgreich gefinished habe. Meli und ich liefen übrigens, wie so oft, gemeinsam, Hand in Hand, nach 4:20:45 durch das Ziel.Sie wurde sogar 9. der Damen und 4. der W40, einem einmal mehr Top-Ergebnis für sie.

Nein, viel bemerkenswerter finde ich die Leistungen der Inhaftierten. Insgesamt waren Läufer aus drei Anstalten am Start, Darmstadt (21 Teilnehmer), Wittlich (10 Teilnehmer) und Dieburg (3 Teilnehmer). Was Darmstadt angeht, so war das ganze ein Marathon-Projekt, für das sich zu Beginn 49 Teilnehmer von den 500 in Darmstadt Inhaftierten gemeldet hatten. Systematisch sollten sie nach Trainingsplan an das große Ziel Marathon herangeführt werden. Nach etwa 3 Wochen waren es "nur" noch 21 Teilnehmer, die aber alle bis zum Schluß mit dabei waren und alle den Marathon geschafft haben - welch eine grandiose Leistung! Und, welcher LAuftreff "Draussen" kann das von sich behaupten?
Denn anders als bei uns ist deren Training anders, sie können nicht frei entscheiden wann und wie sie laufen, nein, sie müssen sich strickt nach dem Zeitplan halten und auch ein Training nach individuellen Tempi war nicht möglich, da immer in der gesamten Gruppe gelaufen wurde. Auch konnte keinerlei Rücksicht auf das Wetter genommen werden, denn wie gesagt, die Zeiten waren fest vorgeschrieben, von den beschränkten "Ausrüstungsmitteln" einmal ganz abgesehen. Und nicht zu vergessen, fast alle fingen bei null an und waren und sind Drogensüchtig! Umso höher sind die Leistungen zu würdigen, die dort also erbracht wurden. Wie gesagt, gefinished haben alle und der schnellste benötige sogar nur 3:20 Stunden, unglaublich!

Nach dem Zieleinlauf bekamen wir unsere Medaillen überreicht und gingen, nachdem wir uns etwas gestärkt hatten, erst einmnal duschen, um anschließend bei der Siegerehrung mit dabei sein zu können.

Auffallend viele bekannte Gesichter waren hier am Start, sogar ungewöhnlich viele aus der Ultraszene, und das aus allen Teilen Deutschlands! Norbert und Andrea Möhr (Andrea finishte gerade erfolgreich den sogenannten MIAU von München nach Insbruck über 100 Meilen), Andy Dyrtz (Hammer 50 Km-Läufer), Martin Rudolph (auch eher einer für die ganz langen Kanten), Thomas Eller (brachte bereits den Marathon de Sables sowie die TorTourdeRuhr über 230 Km erfolgreich hinter sich), Antje Müller (hat eine Bestzeit über 100 Km von 8:36 Stunden stehen!!), das Ehepaar Kaltwasser (sieht man auf fast jeder Marathon- und Ultraveranstaltung) und viele viele mehr, ich denke dies alles spricht dafür, das sich dieser Knastmarathon rumgesprochen hat und mittlerweile sogar schon als ein Geheimtipp unter Insidern angesehen werden kann!

Die Siegerehrung selbst war der Hammer und die Halle bis auf den letzten Platz brechend voll. Ungewöhnlich für eine Laufveranstaltung, stehen doch sehr oft die zu Ehrenden, wenn sie denn selbst überhaupt noch da sind, vor kaum mehr als einer handvoll Zuschauern. Nicht so hier, nur wenige, ganz wenige, die aus terminlichen Gründen nicht anders konnten, waren nicht mehr anwesend und entsprechend prächtig war die Stimmung!
Schon bei dem Grußwort des Anstaltsleiters, Dieter Heinzmann, war zu merken, hier ist alles besonders! Es waren keine Worte, bei denen man sich wie so oft denkt "hoffentlich ist das Gequatsche bald vorbei", nein, es waren wohl ausgesuchte Worte des Dankes, des Stolzes und der Anerkennung für alle, insbesondere aber für die Knastis auf, aber auch an der Strecke, und allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Und mit jedem Wort hat man gesehen, wie gut diese gerade den Inhaftierten getan haben und auch uns ging dies unter die Haut. Entsprechend groß viel dann auch der Applaus aus. Noch etwas mehr Ovationen bekam dann der Gesamtprojektleiter und der Trainier der Darmstädter "Truppe", Gerhard Wydra.
Dann wurden die Sieger geehrt, und zwar Externe und Knastis getrennt. Zu den "Normalos" möchte ich nur den neuen Streckenrekord des Sieger erwähnen, der mit einer 2:47:43 eine exzellente Zeit gelaufen ist.
Ergreifender war da schon die Ehrung der Knastis. Klar wurden die Sieger geehrt, klar wurde vorher gesagt, dass es sein kann, das der eine oder andere vielleicht nicht auf die Bühne kommen würde, weil er sich schämen könnte....aber ALLE waren sie oben, alle waren sie unglaublich stolz und dankbar und alle genossen sie die Anerkennung und den Beifall, den sie sich auch wirklich verdient hatten!
Aber, und das fand ich besonders und erst recht bemerkenswert, auch der letzte wurde geehrt, und zwar, wie bereits zu Beginn beschrieben, für sein Durchhaltevermögen und den Kampfgeist! Das er daraufhin in Tränen ausbrach und stehende Ovationen bekam erwähnte ich bereits.

Mit seiner Ehrung endete das Ganze dann noch mit einer Tombola, bei der die jeweiligen Startnummern auch gleichzeitig die Losnummer waren und bei der es wirklich tolle Preise zu gewinnen gab!

Wenig später ging es dann auch schon wieder in die Freiheit. Dies ging dann bedeutend schneller, mussten doch nur unsere Ausweise wieder abholt werden. Als wir dann wieder "vor" den Mauern standen war das schon ein sehr komisches Gefühl...

Knastmarathon Darmstadt, ein Lauf, den man nur empfehlen kann und um dessen Erfahrung wir sehr dankbar sind. Übrigens beträgt das Startgeld gerade einmal 20 €, für die es nicht nur eine wunderschöne Medaille, sondern auch ein Finishershirt mit aufgedruckter Startnummer und Namen (bei frühzeitiger Voranmeldung) gibt!

Hier ein paar wenige, vom Veranstalter freigegebene Bilder
Hier sind unsere Urkunden

Das Motto dieser Veranstaltung ist übrigens so passend, wie es kein anderes sein könnte, und kein anderes würde die Bedeutung für einen Knasti-Marathon-Finisher tiefsinniger beschreiben:

„Wenn du laufen willst, lauf eine Meile. Wenn du ein neues Leben kennenlernen willst, dann lauf Marathon“
Emil Zatopek
 
Blog Infos
Ich denke so ziemlich jeder, der einen Blog oder so wie wir eine Homepage betreiben, haben schon einmal in irgendeiner Weise von dem Internetportal Wikio, und hier speziell von dem Blog- Ranking gehört? Ja genau, hier werden Blogs fein säuberlich nach Themengebieten sortiert und bewertet.
Schon länger sind wir dort registriert, hatten allerdings den Link falsch gesetzt, sodass immer nur ein spezieller Artikel aufgerufen wurde, und eben nicht, wie es eigentlich sein sollte, jeder neue Beitrag mit erfasst wurde. So dümpelten wir dann also logischer Weise die ganz Zeit irgendwo im Mittelfeld herum, was ja auch nicht so schlecht ist, zumal wir dem Ganzen sowieso nicht allzu viel Bedeutung beigemessen haben.
Vor geraumer Zeit bat ich das Portal schon einmal, unseren Link zu ändern, woraufhin sich leider nichts getan hatte. Eigentlich war mir das dann auch nicht mehr so wichtig, doch vor ein paar Wochen schickte ich dann doch einfach noch mal eine Mail dorthin mit der selben Bitte. Und was soll ich sagen, diesmal wurde reagiert (vielleicht haben wir das auch unserem lieben Sinusläufer Christian zu verdanken, wer weiß ;-)). Und was ist das Ergebnis? Binnen zweier Monate stiegen wir erst auf Platz 22 und jetzt...ich traue es mich gar nicht zu schreiben......Platz 1! Welch eine unverhoffte Überraschung!
Ob wir das jetzt verdient haben oder nicht weiß ich nicht, auch nicht, ob man sich darauf etwas einbilden kann oder so, aber ein gaaaanz klitzekleines bisschen stolz sind wir irgendwie schon...Nur, eines ist ist nicht so klar, bitte was ist an unserer Homepage/ an unserem Blog nur so besonders? Eben, nichts wie wir selbst finden.
Deshalb hätten wir das ja auch nie gedacht, gibt es doch so unglaublich viele, sicherlich weitaus bessere, informativere, aufwändigere und viel schöner geschriebenere Blogs als den unsrigen. Auch mit Testberichten, Tipps und vielem mehr sind andere Blogger und Webmaster fleißiger als wir, von deren Bekannheits- sowie Verlinkungsgrad und solchen Sachen, einmal ganz abgesehen.

Aber es ist wie es ist. Hier ist also dann das offizielle Ranking für den Monat Mai:

1 Laufen - Endorphine pur!
2 Pienznäschens Welt
3 Laufe Marathon
4 ultra ist gut
5 Miss Monster
6 Laufblog: Lauf, Hannes!
7 diro sports
8 Trails & Bikes
9 Pfälzerwaldläufer
10 Scarlett O'Hasi
11 blogcha
12 Black Sensei - Täglichläufer
13 Soulrunner.de
14 Endbeschleuniger
15 Brennr.de - Laufblog & Laufen 2.0
16 Running Twins
17 Sinusläufer
18 Laufragebuch
19 gpways - blog
20 New Balance

Ranking erstellt von Wikio

Ich denke das wird nur ein ganz kurzer Besuch so weit oben sein und sich im Juni bereits wieder alles normalisiert haben. Macht auch nichts, denn wie gesagt, wir selbst finden andere bedeutend besser, schöner und interessanter.

Euch allen ein schönes Wochenende mit vielen wunderbaren Laufkilometern! Und allen Eventteilnehmern morgen und übermorgen viel Spaß und viel Erfolg, lasst es krachen!
 
Blog Events
Eigentlich wollten wir ja den Harz queren, doch da dies ein Punkt zu Punkt-Lauf gewesen wäre und ich weder meiner Form, noch meiner Sehne zu 100 % vertraute habe, erschien uns ein dortiger Start etwas zu riskant zu sein. Am Bärenfels ging es über 4 Runden á 13,2 Km mit insgesamt 1900 +  positiven Höhenmetern, sodass man jederzeit ohne Probleme abbrechen konnte, selbst innerhalb einer Runde gab es Möglichkeiten des Abkürzens. Außerdem war dieser Lauf nur ein Bruchteil dessen von uns entfernt, was der Harz gewesen wäre, wozu dann also in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Von den Startzeiten und den damit verbundenen "Aufsteh- und Anfahrtszeiten" einmal ganz abgesehen: Harz 2 Uhr aufstehen, 3 Uhr Abfahrt - Hoppstädten 6:15 Uhr aufstehen, 7:15 Uhr Abfahrt!! Und, der Bärenfels hatte nahezu die doppelten Höhenmeter, was wir dringend benötigten. Was also lag da näher, als dort an den Start zu gehen? Eben, nichts, zumal die Organisation in "Fellerschen" Händen immer perfekt, mit einer tollen Verpflegung ausgestattet, sehr liebevoll, familiär und gemütlich ist, von der wunderschönen Landschaft und somit auch der herrlichen, aber sehr anspruchsvollen Laufstrecke einmal ganz abgesehen.
Gesagt, getan, um 8:30 Uhr waren wir dort und wurden gleich mal von Stefan Feller herzlich begrüßt! Auch die Ultrarunners Iris und Oliver, die ich beim Köln 73 kennen lernen durfte, liefen uns gleich über den Weg, ebenso wie Gabi und Peter Gründling und noch einige andere mehr - es war eigentlich wie so oft, alle "Laufverrückten" waren wieder einmal zusammen, herrlich!
Wenig später meldeten wir uns nach, was hier auch etwas besonders ist, gibt es doch handbemalte Startnummern!  Super, oder? Und wer möchte, darf diese nach dem Lauf sogar behalten und zukünftige Läufe dann quasi "mit seiner ganz persönlichen Startnummer" absolvieren; ach ja, die Fellers, in Fachkreisen auch als "Fellerclan" bekannt, , eine wirklich laufverrückte und äußerst liebenswerte Veranstalter- und Organisationsfamilie (Robert und Andrea Feller, Gernot und Silke (geb. Feller) Herferich, Stefan und Sigrid Feller, die Großeltern Jutta und Franz Feller sowie die "Nachwuchstalente" Patrick Feller, und Eva-Maria, Elisa und Evita Helferich...ich hoffe niemanden vergessen zu haben).
An dieser Stelle sei auch einmal erwähnt, dass all die von ihnen organisierten und durchgeführten Läufe (Heiligabendmarathon, 50 Km Trail und 63 Km Ultratrail inklusive der Cupwertung) ohne jeden Sponsor bewältigt und finanziert werden! Wahnsinn, wie ich finde, und dennoch bekomment man als Läufer alles, was das Herz begehrt, ja sogar ein Läuferfrühstück wird organisiert und ist im Startgeld inbegriffen, klasse!
Nach dem einen oder anderen Gequatsche war es dann auch schon soweit, Robert Feller, der Cheforganisator, erklärte kurz die Strecke, deren Markierung, die Gefahren und Besonderheiten und zählte dann herunter .. 3,2,1 und Schuss!

Die 47 Läufer setzten sich in Bewegung, und wir mit, und alle waren wir gespannt, was sich Robert in diesem Jahr für eine Strecke ausgedacht hatte, denn diese variiert fast jedes Jahr, sodass es selbst bei mehrmaliger Teilnahme nie langweilig wird, auch eine klasse Idee, wie ich finde. Das hat allerdings den Nachteil, dass die Ergebnisse der vergangenen Jahre nie als Maßstab herangezogen werden können, da die Strecken mal leichter, mal anspruchsvoller ausfallen, was sich auch in diesem Jahr an der Siegerzeit und der Zahl der Aussteiger deutlich zeigen sollte, denn der Sieger benötigte über eine Stunde mehr Zeit als im letzten Jahr, was für den hohen Anspruch und die Schwierigkeit des Streckenprofiles in diesem Jahr spricht. Und die Strecke hatte es wirklich in sich, die Anstiege waren teilweise so steil, das man sie auf allen vieren hinaufkrabbeln musste, echt der Hammer! Es ging über unzählige Singletrails, über Wiesen, Holzstege, Bäche, durch einen Steinbruch, quer durch den Wald, unter und über Baumstämme, ein einziger Traum! Aber eben extrem anstrengend und für "Flachlandtiroler" wie uns knüppelhart, aber genau das wollten wir ja.
Wie gesagt, 4 Runden á 13,2 Km waren zu laufen mit insgesamt etwas mehr als 1900 positiven Höhenmetern, und ganz ehrlich gesagt hatte ich höllischen Respekt vor diesem "Brett", war doch mein Trainingszustand mehr als bescheiden und auch die Sehne gerade erst genesen. Aber mein Schatz versprach mir, mich egal wie ins Ziel zu bringen, was mich wiederum beruhigte, denn ich brauchte diesen Lauf unbedingt als Vorbereitung für all das, was in diesem Jahr noch so alles kommen soll.
Doch es kam alles ganz anders, mir ging es super gut, ich war fit, hatte Power ohne Ende, keine Schmerzen, die Sehne schrieh nach mehr -  und mein Schatz, sie musste ab Mitte der 2. Runde mit heftiger Übelkeit und Kreislaufproblemen kämpfen, dachte sogar schon an Aufgabe. Ich überlegte kurz was los sein könnte und fragte sie, was sie bis jetzt so alles zu sich genommen hatte. Dann war mir so ziemlich alles klar, ohne Kohlehydrate und Salz geht gar nichts, also sagte ich ihr, dass sie bitte Salzstangen, Kekseund Cola in etwas größeren Mengen nehmen sollte, was sie dann auch Ende der 2. und Mitte der 3. Runde gemacht hatte. Mit Wasser konnte ich sie dann per Trinkflaschen von meinem Gurt zwischen den beiden Versorgungspunkten versorgen. Ebenso verordnete ich ihr eine 5-minütige Sitzpause, um den Kreislauf zu beruhigen. In dieser Zeit in den Runden 2 und 3 konnte sie fast nur gehen, selbst die ebenen Passagen, und an den Anstiegen dachte sie ständig, sie nicht schaffen zu können. Ich sagte ihr immer wieder, dass sie diese Schwächephase überstehen würde, was sie mir allerdings nicht glauben wollte und dem Ende nahe war. Sie sagte auch mehrfach, ich solle diesen Lauf alleine zu Ende bringen, was ich natürlich nicht machte! Niemals, niemals würde ich sie in einem solchen Zustand alleine lassen!
Mitte der 3. Runde erholte sie sich dann nach und nach, sogar die Anstiege lief sie wieder hinauf, sodass an eine Aufgabe zum Ende der 3. Runde nicht mehr zu denken war, ganz im Gegenteil, es war als hätte sie irgendwo Dynamit gefunden und gezündet, sie legte doch tatsächlich nocheinmal den Turbo ein und lief fast die gesamte Runde, auch viele der Anstiege, unglaublich! Alle Übelkeit und Schwäche war wie weggeblasen, sodass sie die letzten 3 Km in unfassbaren 15:21 absolvierte, Powerfrau! Vielleicht lag es auch nur daran, das ein Gewitter aufzog und sie unbedingt vor den ersten Regentropfen ins Ziel kommen wollte, keine Ahnung, auf alle Fälle war es schon grandios, wie sie, als hätte es all die Schwierigkeiten zuvor nicht gegeben, die letzten Kilometer abgespult hat, und wie soll ich sagen, mit "Blitz und Donner" wurden wir im Ziel empfangen und nur Sekunden später begann es dann auch schon heftig zu regnen.
Und mein Schatz? Super gut drauf, alle Strapazen vergessen mit einem wunderschönen Lächeln im Gesicht, herrlich!
Was sie hier und heute gelernt hat und die Erfahrung, die sie hier gesammelt hat, hat sie wieder einen riesen Schritt nach vorne gebracht. Denn wenn man weiß, dass man in der Lage ist, auch solche wirklich sehr harte und brenzligen Situationen zu überstehen und anschließend sogar noch eine Schippe drauf legen zu können, macht einen das mental unglaublich stark! Denn bitte was sollte einen da noch stoppen können, wenn man schon gut mit Schmerzen umgehen kann und sowieso über einen unglaublichen Kampfgeist verfügt, ja selbst Schneestürme, heftige Regengüsse und auch ein Orkan einen nicht von seinem Ziel abbringen kann?

Und das Allerbeste, Melanie wurde 1. in der AK W40 und 4. der Frauen, HAMMER!

Ganz nebenbei war das für uns in zweierlei Hinsicht ein Jubiläumslauf:

Melanie: 12. Ultra + 10 Marathons und somit 22. Marathon und mehr!
Steffen: 20. Ultra + 11 Marathons und somit 31 Marathons und mehr!

Wochenbilanz:

Melanie: 100,1 Km (7,5 Km in FiveFingers), 2430 Höhenmeter
Steffen: 135,3 Km (28,6 in FiveFingers), 2760 Höhenmeter

Hier sind die Bilder
Urkunden ab Mitte der Woche
Melis Laufbericht folgt
 
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Laufbericht Melanie:

Seilersee soll's werden, ins Geheim habe ich vor Antritt meines Laufes schon im Kopf gehabt die 100 Kilometer zu schaffen, aber ich hatte es ausser Thorsten Riemer niemandem erzählt. Ich wurde von vielen gefragt, aber immer war meine Antwort ich hab mir gar nichts vorgenommen, ausser zu laufen. Wenn dann mach ich sowas mit mir selbst aus und hänge es nicht gross an die Glocke, das setzt mich sonst so unter Druck.
Die Anreise war schon entspannt und direkt bei der Ankunft ich merkte gleich - hier fühle ich mich wohl.
Obwohl beim Startschuss bereits wieder in meinem Kopf herumspukte, dass ich jetzt zwölf Stunden ununterbrochen am Stück laufen werde, tröstete ich mich doch mit dem Gedanken, dass ich bereits in der Vergangenheit zweimal so lang und noch länger unterwegs war.
Steffen versuchte bereits zwei Wochen vorher mich unbedingt dazu zu bringen den 24 Std. Lauf zu laufen, quasi an seiner Stelle,  allerdings wollte ich es nicht, auch wenn ich beim RheinburgenwegLauf 21 Stunden unterwegs war. Für mich gab es da einen entscheidenden Unterschied, der RheinburgenwegLauf ging 21 Stunden durch eine traumhafte Landschaft, der 24 Stundenlauf würde  genau 24 Stunden lang immer 1,7 Kilometer auf der gleichen Strecke entlang führen. Das konnte ich mal für 6 oder auch 12 Stunden in Kauf nehmen, aber ich hatte keinerlei Erfahrung ausser meinen 6 Stundenlauf Troisdorf und das war für meinen Kopf schon sehr schwer immer und immer 6 Stunden lang im Kreis und im strömenden Regen zu laufen. ich muss aber sagen, die Strecke am Seilersee fand ich ganz schön, es ging immer um den See herum. Da ich mich dort auch so wohl fühlte, hat es mir auch weniger ausgemacht. Manchmal komme ich mir vor wie ein Hund, ich muss immer erst mein Revier, in dem ich mich aufhalte, erschnüffeln und mal testen wie ich mich innerlich dabei fühle und wenn es gut ist, dann gerne nächstes Mal mehr und der Kopf ist dann auch irgendwie freier.
Es war ziemlich heiss an diesem Samstag, aber ich merkte ich war in Form, sogar die Anstiege ging ich trotz Empfehlungen nicht hoch, sondernlief sie in kleinen Schritten und mit hoher Schrittfrequenz hinauf. Ich hatte so das empfinden, dass wenn ich gehen würde, dies mich iregendwie lahm machen würde, man kommt da eher in den Trott dann, obwohl man eigentlich schon oben ist, von mal zu mal immer ein paar Schritte mehr zu gehen. So ist das auch wenn die Beine anfangen weh zu tun, bloss nicht anfangen zu gehen, NEIN. Ich fing gleich in den ersten Runden mit Cola an, Cola im Wechsel mit Wasser, Runde für Runde. Auch fing ich an in fast jeder Runde etwas zu mir zu nehmen, Salz, Nüsse, M&Ms. Am Anfang blieb ich noch stehen um zu trinken und zu Essen, aber um nicht so viel Zeit zu vertrödeln (Steffen wies mich darauf hin und ich meckerte erst darüber) kippte ich mir das Getränk schnell rein und nahm ein paar Nüsse oder was ich auch gerade griff mit auf die Strecke.
In einer Runde schmiss ich mir zwei Nüsse in den Rachen und merkte, dass sie in der Luftröhre landeten. Ich hab mich so verschluckt und nach Luft gerungen, dass dies meine langsamste Runde war, Steffen machte sich schon Sorgen um mich. Ich dachte wirklich ich ersticke und brauchte sehr lange um wieder normal Atmen zu können. Sonst ging aber alles glatt!
Die Zeit verging wie im Flug weil man auf der Strecke immer wieder Alte und neue Gesichter traf; so kann ich mich noch genau an ganz viele lieben Gesichter erinnern, die mich sehr oft angefeuert haben:
Birger Jüchter: immer am lachen, ein sehr positiver Mensch mit einer großen Ausstrahlung
Steffen Helbig: mein persönlicher Held, der trotz seiner großen Zahnschmerzen die 100 Kilometer voll machte und die ganze Nacht dabei von seiner Anita unterstützt und betreut wurde.
Marco: unser lieber Freund, manchmal ein Kindskopf aber eine Seele von Mensch. Mit ihm kann man Pferde stehlen.
Carsten Köster : ein ganz lieber , fast zu gutmütiger Mensch mit seiner tollen Familie.
Conny Bullig: Conny rennt und rennt und rennt sie ist eine wahnsinnig starke Frau, die immer ein nettes Wort und ein lächeln über die Lippen bringt, auch nach 200 Kilometer.WAHNSINN!!
Immer mit dabei ihren Ehemann Sigi, den ich auch sehr schätze, weil er sehr ehrlich, erfahren und direkt ist. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, wo gibt's heute noch so ehrliche Menschen?
Torsten Riemer: Faszinierende Persönlichkeit, der Mann strahlt eine Ruhe aus, er redet nicht viel aber wenn er was sagt dann hat das Hand und Fuss.
Jörg Schranz: Sympathischer Mensch der schon einige harte Brocken hinter sich gebracht hat wie zum Beispiel den Triple Ironman, unglaublich.
Susanne Alexi: immer und überall und die ganze Zeit gut drauf, leider an diesem Tag kein Glück gehabt mit ihrem Kreislauf.
Achim Knackstedt: mit ihm durften wir den genialen RheinburgenwegLauf durchlaufen, ein Abenteuer, das ich nie vergessen werde. Auch ein sehr netter Mensch, der nicht vieler Worte bedarf, so rennt er einfach mal über 180 Kilometer zusammen. Unglaublich!
Norbert Ebbert, ein höflicher Mensch dem es noch unangenehm ist, wenn man mal etwas gutes tun möchte, dankbar und bodenständig.
Auch die Berliner Ultras Möhr, Wolfgang Olbricht, Dagmar Liszewitz, ach, es sind soooo viele!
Und waren noch viele weitere, neue Persönlichkeiten, die man kennenlernen durfte wie Uwe Koch, Claudia mit Mia, Jens Vieler, Simone Durry, Juana Vasella,, Max Manroth und und und , bitte vergebt mir, wenn ich nicht mehr alle zusammen bekomme, es ist wie es ist, Läufer sind eine kleine große Familie, in der man sich so richtig wohl fühlt .
Die Stunden und Runden verlogen im nu, aber die letzten Runden waren für mich die härtesten! Steffen fing jetzt die letzten beiden Stunden an mir in jeder Runde Traubenzucker zu geben. Das gab nochmal ordentlich Kraft und die letzten Runden waren erstaunlicherweise meine schnellsten. Irgendwann sagte mir Steffen, ich sei jetzt schon auf 96 Kilometer und wenn ich so weiterlaufen würde, dann würde ich ganz gewiss die 100 und vielleicht noch einen mehr schaffen. Zuerst war ich enttäuscht, weil ich dachte, ich hätte schon längst die 100 Kilometermarke geknackt. Irgendwie wollte ich doch jetzt so für mich etwas mehr als 100 Kilometer schaffen, gut dann heisst nun also beißen und kämpfen!
Ich gab nochmal ordentlich Gas und kurz vor der letzten vollen Runde gab es den Stoppschuss, wirklich nur 20 Meter vor dem Rundenzähler. 101, 910 Kilometer hatte ich geschafft, mein erster Gedanke natürlich, hättest Du Dich da und da nicht so lange aufgehalten dann hättest Du auch 103 oder 105 geschafft.
Ich hab mich aber schnell wieder zurück zur Realität geholt, denn das Laufen soll immer noch Spass machen, also weg mit solchen Gedanken.

Mein Fazit für den Seilersee:

Schöne Strecke, nette Leute, Klasse Versorgung, ich könnte mir vorstellen dort meinen ersten 24 Stundenlauf zu machen.
In erster Linie danke ich Euch allen für dieses tolle Erlebnis am Seilersee. Ich habe mich unter Euch sehr sehr wohl gefühlt. Danke auch an meinen Schatz Steffen, unserem großer Personalmotivator, der neben mir auch einige andere mit seiner positiven Ausstrahlung und seinen lieben Worten aufgemuntert und versorgt hat, sich auch um sich ein wenig davon abzulenken wegen seiner Achillessehne nicht selbst mitgelaufen zu sein. Babei ist er beim hin und her rennen und versorgen selbst ungefähr auf 60 Kilometer gekommen.

Ich habe nichts gesät und habe Freunde geerntet!
 
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