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Läufers Weisheiten

Aus der Sicht des Läufers gesehen, ist die Sackgasse eine Wendepunktstrecke!

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Wie ist das nur möglich....?

Es sind Deutsche Meisterschaften im 50 Km Lauf, meine 2. nach der in Hanau-Rodenbach 2009 überhaupt, und noch niemals zuvor war ich so schlecht auf ein Event vorbereitet. Und das meine ich nicht nur trainingstechnisch (kein Tempotraining, kein Intervall, keine Tempohärte, null Trainingsplan....), sondern auch was die direkte Vorbereitung angeht.
Gemeint ist hier sich mit dem Lauf zuvor auseinanderzusetzen, sich eine Strategie zu überlegen und vor allem, ausgeruht und gut erholt an den Start zu gehen.
Zu sehr haben mich die Ereignisse, der Taifun Yolanda auf den Philippinen, die letzten Tage beschäftigt, zu wenig fand ich Zeit zur Vorbereitung, zu wenig habe ich geschlafen - vielleicht 10 Stunden in den 4 Nächten vor diesem Lauf...das ist nicht genug...zu sehr war ich in Furcht und Sorge um unser (Paten)kind und dessen Familie...

Bottrop2013  5-1

Das Wetter scheint mir auch nicht wohl gesonnen zu sein, denn es ist kalt, es regnet und es stürmt. Eigentlich will ich endlich mal wieder unter 4 Stunden laufen, es wäre erst das zweite mal überhaupt, aber heute......? Ständig denke ich an die Philippinen und komme auch jetzt nicht aus den Sorgen raus....

Der Start erfolgt pünktlich und ich laufe los, mit 8 Gels im Gepäck, mit dem Ziel, einfach nur diese 50 Km irgendwie zu überstehen.
Die Beine sind von Anfang an schwer und ich komme einfach nicht so recht in den Fluss. Doch ich halte das Tempo hoch und versuche mich, völlig bekloppt, bei einem 4:40er Tempo einzupendeln. Völlig utopisch das auch nur annähernd durchhalten zu können. Einzige Strategie: Nach dem 10. Km alle 5 Km ein Gel zu schlucken....

...nach 25 Km ist die erste Runde (25 Km) beendet und ich kann es nicht fassen, 1:57 Stunden zeigt meine Uhr an, verrückt, das kann ich niemals halten, völlig unmöglich...

...42,195 Km, ich kann es nicht fassen, ich schaue auf die Uhr und staune nicht schlecht, 3:16:12 für den Marathon - BESTZEIT, unfassbar. Noch 7,805 Km, ich bin völlig am Ende. Und jetzt kommen auch noch die leichten Anstiege, Wahnsinn. Mir brennen die Schenkel, die Beine spüre ich fast nicht mehr, trotzdem rechne ich hoch, die 4 Stundenmarke könnte fallen...weiter, immer weiter, ich erhöhe das Tempo, die Lungen brennt....

...noch 2 Km und ich laufe einen 4:10er Schnitt, ich fliege, spüre nichts mehr, lasse es laufen, überhole einen nach dem anderen, verstehe die Welt nicht mehr...

Bottrop2013  3-1

...noch 1 Km, ich überhole, ich fliege an Raimund Slabon vorbei (hallo, wie geht das denn??), kann es nicht fassen, schaue erneut auf die Uhr, 3:55er Pace...noch 500 Meter, ich bin völlig high....es geht rechts ab auf die Zielgerade, ich sehe die Uhr, Laufe wie in Trance und überquere nach 3:52:33 Stunden die Finishline!

Bottrop2013 4-1

Unfassbar, ich bin unter 4 Stunden geblieben und habe noch dazu eine neue Persönliche Bestzeit aufgestellt, und was für eine. Mehr als 4 Minuten war ich schneller als vor 4 Jahren, und die 2. Runde (25 Km) waren noch dazu schneller als die erste, wie ist das möglich? Ich versuche es zu verstehen, kann es einfach nicht begreifen...was ist passiert?

Bottrop2013 -1

Helmut Haberkost (Erlaubnis zur Veröffentlichung liegt vor) fand die Worte, die ich besser nicht hätte finden können:

" Laughing ...ich freue mich wirklich!
Mein lieber Steffen, als ich Deine Zeilen über den Lauf las...mit welchen Bedingungen Du gestartet bist, dann Dein Resultat las...es wundert mich nicht und ich stimme Dir zu...das sage ich als Frischling in diesem Bereich, aber durchaus als Mensch mit Lebenserfahrung...und diese kennt keinen "Bereich"!
Es gibt viele Wege den eigenen Willen abzurufen und ich kenne nur einen, welcher die meisten Kräfte entfacht...den des Herzens und der Liebe! Es sind bestimmte Bilder im Kopf und damit verbundenen Gefühle...dabei spricht eine Stimme zu uns: Hey Du...was beschwerst Du Dich über so ein paar vorübergehende Schmerzen und Belastungen...nachher gehst Du wieder in Deine heile Welt zurück, kannst Vieles geniessen und bald ist die freiwillige Mühsal vergessen.
Für Andere hingegen endet sie nicht, sie haben keine Wahl...sie haben keinen Einfluss...aber sie haben die Wahl, wie sie darauf reagieren...mit Würde, Liebe und Vertrauen darauf, dass die Zukunft besser wird...dass es Menschen gibt die sie lieben und sie nicht vergessen, für sie da sind...das ist es was wahre Kraft verleiht!

Mein lieber Steffen, ich spüre Deine glückliche Erfüllung und freue mich mit Dir/ Euch ! Gib auf Dich Acht, denn Du wirst in dieser  ...."


Danke Helmut, denn genau so war es!
 
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Spendenlauf am 21.11.2013 zugunsten der Opfer des Taifuns YOLANDA auf den Philippinen

 

Der aktuelle Spendenstand ist 12.041,92 €!
Bis zum 05.12.2013 darf weiter gelaufen, gewalkt und gespendet werden: http://tinyurl.com/ngzapx8


Zum Vergrößern, downloadem aud ausdrucken bitte auf das Bild klicken

RFTP


Warum am 21.11.2013? Weil der Taifun Yolanda der 21. Cyclone in diesem Jahr war.
 
Die Idee ist, das wir alle gemeinsam am 21.11.2013 für die philippinischen Opfer des fürchterlichen Taifuns Yolanda laufen.

Jeder läuft dabei so viele Kilometer wo und wie er will, egal zu welcher Zeit, Hauptsache es erfolgt am 21.11.2013.
Gespendet werden soll pro erlaufenem Kilometer mindestens 1 €, gerne auch mehr.
...
Alle erlaufenen Kilometer, genau wie die Spendengelder, werden erfasst und zu einer Gesamtsumme addiert.

Alle Teilnehmer erhalten etwa 14 Tage nach diesem Lauf eine Erinnerungsurkunde als Word-File per Mail mit den erlaufenen Gesamtkilometern und der Gesamtspendensumme.

Die Registrierung der Teilnehmer sowie der erlaufenen Kilometer und gespendeten Beträge erfolgt dann bitte an diese Mailadresse:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Um folgende Angaben wird gebeten: Vollständiger Name, gültige Mailadresse, gespendete Summe sowie die jeweils erlaufenen Kilometer.

Die Spenden bitte direkt nach dem Lauf an die Aktion-deutschland-hilft.de überweisen. Hierz bitte unbedingt diesen Link nutzen:

http://tinyurl.com/ngzapx8



Hilfe für die Opfer des Taifuns

"Aktion Deutschland Hilft" ist ein Bündnis der Hilfsorganisationen action medeor, ADRA Deutschland, Arbeiter-Samariter-Bund, AWO International, CARE Deutschland-Luxemburg, Der Paritätische, HELP - Hilfe zur Selbsthilfe, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst und World Vision Deutschland.

Nach der Sammelüberweisung erhalten alle Teilnehmer (Spender) ihre Erinnerungsurkunde per Mail zum ausdrucken zugesendet.

Ich hoffe das so viele Läufer wie nur irgend möglich durch ihren persönlichen und unseren gemeinsamen "Spendenlauf" helfen können das Leid und Elend etwas einzudämmen.

Lasst uns zeigen das wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen können und lasst uns durch diesen Lauf ein gemeinsames starkes Zeichen der Solidarität, des Mitgefühls und vor allem der Hilfsbereitschaft an die philippinische Bevölkerung senden.

Über eine sehr rege Teilnehmerzahl würde ich mir sehr freuen.


Häufig gestellte Fragen

1. Wo findet der Spendenlauf statt?
Run for the Philippines ist ein dezentraler Spendenlauf – d.h. jeder Teilnehmer läuft da, wo er sich am 21.11. gerade befindet. Natürlich kannst du dich mit anderen Teilnehmern verabreden und zusammen laufen. Vielleicht organisiert ihr einen Treffpunkt in eurer Stadt?

2. Warum findet der Spendenlauf erst am 21.11. statt?
Das Datum wurde gewählt, da der Taifun "Yolanda" der 21. Cyclone in diesem Jahr auf den Philippinen war. Außerdem sollen bis dahin möglichst viele Mitstreiter gewonnen werden. Die Aktion läuft aber natürlich schon vorher – indem du dich als Spendenläufer anmeldest und möglichst viele Menschen auf das Thema aufmerksam machst!

3. Wie, wann und wo spende ich?
Bitte klicke nach dem Lauf am 21.11. auf die Spendenseite
https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/aktiv-helfen/interaktiv-helfen/starte-deine-spendenaktion/?hptitle=run-for-the-philippines
und folge den dortigen Anweisungen

4. Warum soll ich erst nach dem Lauf spenden?
Jeder gespendete Euro steht für einen gelaufenen Kilometer. Damit das auch tatsächlich der Fall ist, solltest du erst spenden, nachdem du gelaufen bist. Natürlich kannst du schon jetzt und unabhängig davon spenden.

5. Ist es nicht besser, wenn ich schon jetzt an die Hilfsorganisationen spende?
Wenn du das tust, ist das toll! Mit "Run for the Philippines" wollen wir auch die Menschen erreichen, die sonst vielleicht gar nicht spenden würden. Und wenn du schon gespendet hast, machst du vielleicht trotzdem mit? Im Übrigen gehen auch deine Spenden im Rahmen von "Run for the Philippines" direkt und zu 100% an die Hilfsorganisationen.

6. Kommt meine Spende auch wirklich bei den Menschen auf den Philippinen an?
Deine Spende geht direkt und zu 100% an die Aktion Deutschland Hilft e.V., dem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen. Die verwenden die Spenden vor Ort auf den Philippinen für die Katastrophenhilfe – Infos über die konkrete Verwendung und einzelne Hilfseinsätze findest du hier:
http://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/hilfseinsaetze/taifun-haiyan-philippinen-vietnam/

7. Wer kontrolliert, dass die Spendenläufer auch wirklich spenden?
Dies ist eine freiwillige Aktion und niemand kann die angemeldeten Spendenläufer dazu zwingen, hinterher tatsächlich zu spenden.

8. Was ist, wenn ich am 21.11. krank bin oder die angekündigten Kilometer nicht schaffe?
Das wäre natürlich schade, aber nicht zu ändern. Wäre toll, wenn du trotzdem deine angekündigten Kilometer spendest!

9. Bekomme ich eine Spendenquittung?
Ja, auf Wunsch bekommst du eine Spendenquittung. Diese wird aber nicht von mir, sondern direkt von der Aktion Deutschland Hilft e.V., der Empfängerin deiner Spende, ausgestellt.

10. Die paar Euro bringen doch eh nichts… oder?
Katastrophenhilfe und Wiederaufbau auf den Philippinen werden Milliarden Euro verschlingen und wohl mehrere Jahre dauern. Insofern ist dieser Spendenlauf nur ein Tropfen auf den heißen Stein, das ist richtig. Aber – um im Bild zu bleiben: Steter Tropfen höhlt den Stein. Wer gar nicht erst anfängt, etwas zu tun, wird erst recht nichts erreichen!
 
 

HINTERGRUNDINFOS:

Ich habe lange überlegt ob ich diesen Schritt gehen soll, aber ich kann nicht anders...

Wir selbst haben aus Angst und Sorge vor und nach diesem Taifun die letzten Tage fast nicht schlafen können, hatten wir doch dort über World Vision seit über 8 Jahren ein Patenkind. Hatten deshalb, da wir den Kontakt zu diesem Mädchen auch nach dem offiziellen "Ende" der Patenschaft nicht haben abreißen lassen, sodass sie (und deren ganze Familie) uns so sehr ans Herz gewachsen ist, dass wir sie mittlerweile wie unsere eigene Tochter ansehen und sie in diesen schweren Stunden nach Kräften wo es nur irgendwie geht versuchen zu unterstützen.

Dies alles schreibe ich nicht um damit zu hausieren, das liegt mir fern, und wer mich kennt der weiß das auch, sondern um zu verdeutlichen das ich weiß, wovon ich rede und wie ernst die Lage dort wirklich ist!

Aus nächster Nähe wissen wir um die unvorstellbare Zerstörung und das unermessliche Leid vor Ort - und das sage ich jetzt nicht einfach so...es ist so und es treibt mir ständig die Tränen in die Augen...
Niemand hier kann sich auch nur im entferntesten vorstellen wie schlimm es dort wirklich ist...selbst mir fehlen die Worte diese Tragödie zu beschreiben. Und bitte nicht vergessen, dass es dort vor gerade einmal 4 Wochen ein verheerendes Erdbeben gegeben hat, dessen Schäden ebenfalls noch nicht beseitigt sind.

Bitte, bitte überlegt alle einmal, ob ihr nicht vielleicht doch den einen oder anderen Euro übrig habt, um dieses Leid zu lindern.

- Diese Menschen überlegen nicht, ob sie ein iPhone 5s anstelle ihres iPhone 5 brauchen
- Sie überlegen nicht, ob sie einen 5. Laufcomputer brauchen
- Sie überlegen nicht, ob sie ein 17. paar Schuhe brauchen
- Sie überlegen nicht, ob sie 14 oder 18 Tage in den Urlaub fahren sollen
- Sie überlegen nicht ob sie lieber zum Griechen oder zum Italiener essen gehen sollen
- Sie überlegen nicht....

...Sie haben absolut alles verloren, besitzen nur noch das, was sie am Leibe tragen und kämpfen schlicht um das nackte Überleben...

Während diese Menschen hungern und leiden geht es uns hier doch so verdammt gut und die allermeisten von uns haben ein echtes Luxusproblem.
Bitte gebt euch einen Ruck - Sich selbst etwas zurückzunehmen, ein wenig zu verzichten und dafür ein bisschen zu geben und zu teilen in dieser Not, das gibt euch so viel, glaubt mir....ihr könnt euch selbst kein größeres Geschenk machen...

 
Blog Events

Melanies 50. und Steffens 75. offizieller Marathon und länger

Es gibt Dinge, die gibt es eigentlich gar nicht, und wenn es sie doch gibt, dann erscheinen sie schier unglaublich zu sein...

So passiert beim 10.Rothaarsteig Marathon in Fleckenberg, im Schmallenberger Sauerland.

Als ob es nicht schon Zufall genug wäre an ein und dem selben Event sein Jubiläumslauf zu bestreiten, nein, es sollte noch viel besser kommen. Aber bevor ich zu diesem "Highlight" komme noch ein paar Worte zu dieser Veranstaltung: Einfach nur klasse! Top organisierter Lauf auf einer wunderschönen Strecke bei herrlichstem Wetter - was will man mehr? Jeder, wirklich jeder Moment in Fleckenberg war purer Genuss.

Rothaarsteig2013 - 007



Egal ob das Wiedersehen vieler lieb gewonner Lauffreunde, die gigantische Kuchentheke, die Strecke, die Verpflegung, das Wetter, der Zieleinlauf, es war einfach nur Spaß pur!


Rothaarsteig2013 - 013

Rothaarsteig2013 - 014

Rothaarsteig2013 - 024


Und was war an diesem Event nun so unglaublich?

Wie gesagt, nicht nur das Meli und ich beim gleichen Event ein kleines Jubiläum feiern durften, nein, wir liefen auch exakt die gleiche Zeit, und zwar sowohl bei der Netto- (4:50:44,8), als auch bei der Bruttozeitnahme (4:50:59,6)! Natürlich hatten wir auch entsprechend die gleiche Platzierung. Nein, in über 8 Jahren ambitioniertem Laufen ist uns das noch nie passiert.....

Rothaarsteig2013 - 027

Kann das noch Zufall sein?

Hier sind die Urkunden
Hier sind die Bilder

 
Blog Infos

Längster Nonstoplauf Europas - Spendenlauf 2014 der Aktion "Laufend etwas bewegen"

Auch 2014 wird es einen Spendenlauf für die Stiftung Juvente und deren mittlerweile 5 zu betreuenden Kinderhäuser geben.
Und es wird erneut ein einmaliges, unvorstellbares und so noch niemals zuvor da gewesenes Spendenlaufprojekt sein. Und, es wird das letzte dieser Art sein, ein hoffentlich krönender Abschluss!

Und weil dieses Projekt so spektakulär ist, beginnen bereits jetzt die Planungen und Vorbereitungen dazu.

Der Name des Vorhabens: projekt:500 - vom 28.09. - 05.10.2014

Für Juvente - für die Kinder!

Es ist für die schwächsten unserer Gesellschaft, für die, die für ihre Situation absolut nichts können. Es ist für die Kinder unserer Stadt, für Kinder, die keine intakte Familie haben und um die sich sonst niemand kümmern würde. Juvente leistet hervorragende Arbeit, doch leider sind die Mittel mehr als begrenzt. Es ist für eine bessere Zukunft der Kinder und damit indirekt für unsere bessere Zukunft. Sie haben eine gerechte Chance verdient, oder?

 

projekt:500 - Spendenlauf 2014 zu Gunsten von 5 Kinderhäusern der Stiftung Juvente Mainz from Steffen Kohler on Vimeo.

Der Lauf führt über den gesamten Goldsteig.

Der Start wird in Marktredwitz am Meister Bär Hotel sein. Gelaufen wird dann in Richtung Passau zuerst die Nordroute, dann die Südroute des Goldsteigs. Das Ziel befindet sich in Neunburg vorm Wald im Hotel Zum Pfalzgrafen.

Der Lauf startet am 27.09.2014 um 12.00 Uhr in Marktredwitz und endet am 05.10.2014 in Neunburg vorm Wald. Das Zeitlimit beträgt 192 Std.

Die Laufstrecke vom Start in Marktredwitz bis zum Ziel in Neunburg vorm Wald misst mehr als 661km mit 23.500 positiven Höhenmetern.

Alle Infos unter: laufend-etwas-bewegen.de

 
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Allgemeines:

Um 2:10 Uhr rappelt der Wecker, aufstehen, Bad und ab ins Auto, auf nach Plettenberg! Auf zu Melis erstem Ultra seit April diesen Jahres. Und was freue ich mich so dermaßen darauf, endlich wieder an ihrer Seite laufen zu können, wie sehr hatte ich DAS vermisst.
Gegen 5:30 Uhr kommen wir, nachdem wir im Auto eine Kleinigkeit gegessen haben, dort an und wie letztes Jahr ist alles absolut perfekt organisiert. Alles top beschildert, massig freie und kostenlose Parkplätze, ein lecker Läuferfrühstück und schon hier all überall super nette und super gut gelaunte Helfer.
Wir trinken noch eine Tasse und holen unsere Startunterlagen ab.

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Wenig später trudeln auch etliche unserer Lauffreunde ein, Birger, Olli, Raimund, Rolf, Markus (Mäx), Rolli, Stefan, Ursula, Marcel, .....jaja, die ganze Familie ;-). Und alle freuen sich wie Bolle, dass Meli wieder mit dabei ist.


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Wir quatschen noch ein bissel über dies und das, besuchen noch ein paar mal das Örtchen, machen uns am Auto laufbereit und gehen dann so langsam an den Start.


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74 Km und 2100 Hm haben wir vor uns und es ist Melis erster Ultra seit April diesen Jahres. Ihre Vorbereitung auf diesen Lauf: Fast null! Aber ich glaube fest an sie und bin mir sicher, dass sie es mit einer sehr zurückhaltenden Lauftaktik schaffen kann, zumal sie es von ihrem Innersten her auch unbedingt will, die Einstellung also absolut stimmt! 
Mein einziger Job heute: Alles dafür zu tun, sie ins Ziel zu bringen und jeden Meter an ihrer Seite einfach nur zu genießen.
3-2-1-START!

Bericht Melanie:

Das Jahr 2013 war bisher lauftechnisch beschissen für mich, so hatte ich dieses Jahr mehrere Male Anlauf genommen und nach verschiedenen Erkrankungen immer wieder das Training für bestimmte Läufe neu beginnen müssen. Ich glaube, dass ich dieses Jahr vier oder fünf Mal komplett von vorne angefangen habe.
Viele Läufe musste ich sogar absagen, TRW, Trail Pfälzer Wald, ja sogar mein geplante Jahreshighlight, den Rennsteig Nonstop in Thüringen, auf den ich mich seit mehr als ein Jahr so sehr gefreut habe. Natürlich geht die Gesundheit vor, aber als Steffen am 30.08 nach Thüringen fuhr hab ich heftig geweint, weil ich so traurig war nicht dabei sein zu können. Ich hatte sogar mit dem Gedanken gespielt das Laufen aufzugeben...
Es gab mir nichts mehr wenn ich mal wieder zehn Kilometer unterwegs war. Der Puls zu hoch, keine Kraft mehr, ausgelaugt, schlapp, müde. Schlafen, einfach den ganzen Tag nur schlafen und keine Lust mehr für irgendetwas. Ob ich da je wieder raus komme? Das dachte ich mir so einige Male....

Ja! Und das hatte mir am Samstag der P- Weg in Plettenberg gezeigt. 21 Tage vor dem P-Weg erst die 3-Wochenbehandlung mit Antibiotika hinter mich gebracht lief ich als Vorbereitung 43 und 102 Wochenkilometer, davor seit April fast nix oder mal zehn Kilometer in der Woche, mehr nicht.

Vorgenommen hatte ich mir in meinem Innersten eigentlich nur den Marathon weil ich nicht wusste, wie ich mich da überhaupt fühlen würde. Und von der Kraft und Ausdauer mal ganz zu schweigen. So hatte mir Steffen im Vorfeld schon versprochen mich beim P-Weg zu begleiten, so wie er sagte als mein persönlicher Lakei. Er riet mir dazu Stöcke für die Anstiege mitzunehmen um meine Kraft besser einteilen zu können. Die Zeit, in der ich die Stöcke nicht brauchte wollte Steffen sie für mich tragen.
Gesagt, getan. Am Start war ich ganz schön aufgeregt, aus dem Nichts gleich ein solches Brett, geht das?
Steffen sagte nur: Ja, vertraue mir.
Wir liefen los und bereits nach zehn Kilometer war ich schon ganz schön alle, denn es ging gleich los mit Anstiegen und mein letztes ansatzweise Bergtraining lag im Juni/ Juli oder so..., ich erinnere mich, es war kurz vor der Diagnose der Borreliose.

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Oh, Mann das konnte ja was werden wenn ich bereits nach zehn Kilometer schon fertig war. Was mich ablenkte war die wunderschöne Landschaft, die Luft und diese herrlichen Ausblicke.

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P-WEG 2013 - 018

Obwohl es regnete war es ein mystischer Anblick, Nebelschwaden stiegen aus den Wäldern heraus, überall Spinnennetze mit Regentropfen in den Büschen. Genial. Ich liebe es.

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Die Versorgungsposten waren unglaublich freundlich, es gab überall etwas zu lachen und man vergass eigentlich wieviele Kilometer man schon unterwegs war. Zwischendurch ließ ich Steffen aber doch wissen, dass ich hier und da doch ganz schön geschafft war von den Kilometern, die ich bereits gelaufen war und spielte wieder mit dem Gedanken beim Marathon aufzuhören (nach 31 Km konnte man sich für die Unterdistanz entscheiden und auf die Marastrecke abbiegen). Steffen sagte mir aber, dass ich so gut (für meinen Trainingszustand) unterwegs war, dass ich es locker schaffen könnte die 74 Kilometer in der Cutoffzeit zu Ende zu bringen. Er meinte es wäre egal, 11:59 hätten wir Zeit um ins Ziel zu kommen. Das wollte ich aber nicht. Nee, auf den letzten Drücker wollte ich nicht,  also gab ich die letzten Kilometer Gas. Ich lief und lief und ging die Anstiege wie eine bekloppte hoch, nur um nicht auf den letzten Drücker anzukommen.

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Die Gedanken an "nur den Marathon" waren verflogen und ich wollte das volle Ding jetzt unbedingt. Meli wurde wach und die Kampfsau kam raus......so viele Kilometer in den Beinen und ich wollte unbedingt die 74 Km schaffen. Der erste Ultra seit.........????? April! Ich war gierig nach dem Gefühl. Dem Gefühl lange gelaufen zu sein und die Anstrengung im ganzen Körper zu spüren. Dieses Unendliche Glücksgefühl, das mir soooo lange gefehlt hatte. Die letzten 8 1/2  Kilometer waren meine schnellsten....

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Und im Ziel war ich unendlich GLÜCKLICH es geschafft zu haben. Ich konnte mich zwar Sonntag und Montag kaum noch bewegen aber war ist mir WURSCHT. Am Montag war ich 2 Kilometer spazieren und die Beine werden schon wieder besser.
Es ist nicht Selbstverständlich und man darf nie vergessen das was man hat zu schätzen. Wie oft vergisst man es und wenn es dann nicht mehr geht, fehlt es ohne Ende.

Danke das ich laufen darf.

Bericht eines Lakais:

GENUSS PUR, endlich mal wieder mit Meli unterwegs, einfach nur herrlich! Wie habe ich DAS soooo sehr vermisst!!!!

Und ich bin mir sicher das sie es schafft, wir haben ja 11:59 Uhr Zeit, und entsprechend habe ich mir die Strategie auch zurecht gelegt. Zielzeit: 11:30!

Und wie soll ich sagen, der Start erfolgt und wir laufen los, und Meli volle Bulle mit. Meine erste Lakaihandlung: "Meli, mach langsam"! Ich meine, 5:20er Tempo zum Start muss nicht unbedingt sein. Sie stört sich zwar daran letzte des Läuferfeldes zu sein, was mir aber wiedrum völlig schnuppe ist. Sie wird die Körner, die sie jetzt und hier zu Beginn spart später noch sehr gut brauchen, da bin ich mir sicher. Auch alle Anstiege, selbst die leichtesten, werden konsequent gegangen (auch wenn Meli zu Beginn anderer Meinung ist) und so erlaufen wir Kilometer für Kilometer.
Über die Verpflegung an der Strecke sage ich jetzt mal nichts, nur soviel, ich werde, wie bereits im letzten Jahr, schwerer im Ziel ankommen als ich im Start losgelaufen bin, PUNKT!
Nach 15 Km glaubt mein Schatz schon am Ende zu sein, merkt deutlich ihre Oberschenkel. Gut, das die VPs, wirklich alle 3-4 Km kommen und sie entsprechend oft kurz pausieren kann. Selbst das flache Stück entlang der Lenne fällt ihr bereits sehr schwer zu laufen - aber sie läuft!
Der nächste wirklich sehr lange Anstieg ist für sie die Hölle und sie braucht erstmals die Stöcke - gut das ich sie mit dabei habe! Aber, alles gut, wir erreichen den ersten Cutoffpunkt nach Km 31 bereits nach 4:10 Stunden, also um 11:10 Uhr, über eine Stune vor der Streckenschließung, klasse! Hier ist es auch, wo man sich entscheiden muss, die vollen 74 Km zu laufen oder auf den Marathon umzuschwenken. Ich schaue kurz zu Meli und sie, ähm, macht null Anstalten und biegt ohne auch nur im geringsten zu zögern auf die Langdistanz ab. Ich fasse es nicht, sagte sie mir doch noch vor wenigen Minuten völlig alle zu sein, ja selbst in den Armen keine Kraft mehr zu haben. Sie will es wissen, hier und heute, sagt sie. Ich sage nur, KAMPFSAU, und ich helfe dir dabei!!!
Auf den flachen und abfälligen Passagen nehme ich ihr die Stöcke ab, damit sie sich voll auf sich selbst konzentrieren kann.
Wir kommen weiter gut voran, deutlich besser als ich es zu hoffen gewagt hätte, und dann, endlich, Melis erstes Fluchen an einem recht steilen Anstieg, YES, wie habe ich das vermisst (und eigentlich schon viel früher damit gerechnet).
Den nächsten Cutoffpunkt erreichen wir nach 5:45 Stunden, also um 12:45 Uhr, immernoch gut 45 Minuten vor der Streckenschließung, prima! "Nur" noch 33 Km, und für die haben wir noch über 6 Stunden Zeit, DAS GEHT!
Was ich sehr bemerkenswert finde ist, dass Meli trotz aller Anstrengung noch ein Auge für die Landschaft, die Tiere und die unglaublich netten Helfer an der Strecke hat...oder vielleicht gerade deswegen?
Wie auch immer, das leichte Tief, was sie zwischenzeitlich zwischen Kilometer 34 und 41 hatte, scheint nun auch wieder überwunden zu sein, denn sie legt deutlich einen Zacken drauf. Nach und nach überholen wir auch noch ein paar Läufer, was ihr zusätzliche Kraft zu geben scheint.
Nach 50 Km gebe ich ihr dann das erste von 4 Gels (die habe ich zu ihrer Beruhigung vorsichtshalber mal eingepackt), was sie ja eigentlich wegen der echt top Verpflegung nicht wirklich braucht. Aber ihrer Psyche hilft das sicher deutlich!
Und siehe da, die Pausen an den VPs werden zwar minimal länger, dafür scheint sie aber die Anstiege mit den Stöcken hinaufzufliegen und läuft auch wieder bei allen abschüssigen Abschnitten. Nach 8 Stunden bzw. um 15 Uhr erreichen wir nach 56 Km den 3. und letzten Cutoffpunkt, 60 Minuten vor der Streckenschließung, heißt, Meli hat wieder 15 Minuten gut gemacht, klasse! Jetzt ist klar, hier brennt nichts mehr an. 4 Stunden Zeit für 18 Km, hallo? Das kann sie notfalls gehen! Noch ein Gel rein und weiter!
Habe ich eigentlich schon erwähnt das es seit dem Start fast pausenlos regnet, nein? Tut es aber, was mir mittlerweile teilweise ganz schön auf den Kranz geht. Und Meli? Ihr ist es Wurscht, ts!
Nach 60 Km gibt es dann den nächsten Psychotrick, ich packe ihren iPOD aus! Der soll und wird sie von ihren körperlichen Leiden ablenken, die sie sicherlich hat, da bin ich mir sicher.
Nach 63 Km gibt es das 3. Gel und Meli ist nicht mehr zu bremsen, legt nochmals einen Zacken drauf, und ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus! Wie ist das möglich, dass sie hier noch so gut, also ich meine richtig gut unterwegs sein kann? Ich bin schon jetzt mächtig stolz auf sie und bewundere ihren Kampfgeist und grenzenlosen Willen zu finishen. Und sie läuft, ja sie läuft, unfassbar, und das gar nicht mal so langsam. Nur noch 5 Km, ich gebe ihr das letzte Gel und sie drückt nochmals auf´s Tempo. Meli Meli, du bist der WAHNSINN!
Kurz vor Plettenberg geht es nochmals einen leichten, aber recht langen Anstieg hinauf, und dann, ja dann, die letzten 2,5 Km, geht´s nur noch bergab ins Ziel. Und Meli läuft als sei sie gerade erst gestartet, flucht, als sie in Plettenberg noch eine kleine Schleife laufen muss, zieht ihren iPOD aus um den den Zieleinlauf genießen zu können und finisht gemeinsam mit mir Hand in Hand nach 10:44:08 Minuten diesen Ultra! Geschafft, ihr erster Ultra, und was für einer, mit 74 Km mit über 2000 Höhenmetern, nach über 5 Monaten, ist damit im Sack, welch eine klasse Leistung.

Ich bin überglücklich und unfassbar stolz, und Meli ist es auch! Und ganz nebenbei waren ihre letzten 8 Km doch tatsächlich auch noch die schnellsten des gesamten Laufes, nee nee nee!

Danke Schatz, danke das ich an deiner Seite laufen durfte, und ja, ich war sehr gerne dein persönlicher Lakai, auch wenn du mich durch deine eigene Stärke nahezu arbeitslos gemacht hast, sodass ich fast nichts tun musste. Du warst unglaublich, ich ziehe meinen Hut!


P-WEG 2013 - 019


Nachbericht:

Der P-Weg in Plettenberg, immer und immer wieder sehr sehr gerne, mehr kann man zu dieser Veranstaltung nicht sagen.
Diese Veranstaltung ist absolut perfekt und es macht riesen Spaß, dort teilzunehmen. Es ist das Gesamtbild, was diesen Lauf so besonders macht:
Die wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Strecke, die tolle Landschaft, die perfekte Orga, die grandiose Verpflegung an der Strecke, und vor allem die Freundlich- und Herzlichkeit ALLER Helfer.

Und das alles noch für kleines Startgeld....

Herzlichen Dank an an die Stadt Plettenberg und alle beteiligten dieses erneut grandiosen Sportwochenendes!

P-WEG 2013 - 021

Hier sind die Urkunden

 
Blog Gedanken

...nach über 3000 Km in 18 Monaten - ihr wart einfach nur großartig!

Abschied HOKAS Bondis - 001

Wir haben uns auf Empfehlung des besten Laufladens Deutschlands gefunden und unsere Beziehung hat von Anfang an gestimmt. Ihr habt mich nie im Stich gelassen, mich so über manch ein läuferisches Brett gebracht und immer treu an meinen Füßen geklebt. Ihr habt diese stets mit eurer weichen und dämpfenden Art vor Schmerzen und Blasen bewahrt, mir alle Widrigkeiten der verschiedensten Strecken ertragbar gemacht und mich immer saft ins jeweilige Ziel gebracht. Es war laufen wie auf Moss mit euch.

Unvergessen, nur um mal einige unserer gemeinsamen Erlebnisse zu nennen, sind da:

Tor Tour de Ruhr 230Km
P-Weg 68 Km
24 h Lüttich 130 Km
Röntgenlauf 63 Km
Remstal-Höhenweg Spendenultra ~ 160 Km durch Schnee und Eis (die übrigen 90 Km wurden ebenfalls in Hokas gelaufen)
UTHAM 115 Km
RBWL 106 Km
JUNUT 135 Km (die restlichen 105 Km wurden ebenfalls in Hokas gelaufen)
WiBoLT 160 Km
TRW 90 Km

...und unzählige Trainings- und andere Lläufe...

Nässe, Schnee, Eis und Kälte, Matsch, Kies, Schotter, Felsen, Schiefer, Äste, Wurzeln, alles habt ihr ohne zu murren hingenommen und meine Treter stets gut gebettet.
Gemeinsam haben wir viel erlebt und ertragen. Wir haben unvergessliche Laufmomente erlebt und grandiose Läufe gefinisht.

Ja, ich werde euch nie vegessen und euch sehr vermissen, meine geliebten

HOKAS ONE ONE BONDIS

Abschied HOKAS Bondis - 002

Abschied HOKAS Bondis - 003

Abschied HOKAS Bondis - 009


1000 Dank und nun ruhet wohl, ihr habt es euch verdient!

Ebenso 1000 Dank an Rolli (Wat Läuft) für diese geniale Laufschuhempfehlung -> Best Dealer ever!

 
Blog Events

Der 1. Rennsteig Nonstoplauf von Blankenstein an der Saale nach Hörschel an der Werra über 168 Km und gut 3200 Hm, auf den wir uns seit über einem Jahr so sehr gefreut haben...

Rennsteig nonstop 2013 - 010
Der komplette Rennsteig von Hörschel nach Blankenstein - wir laufen die umgekehrte Richtung

Unvergessen ist die Begegnung mit Gunter Rothe beim letztjährigen Rennsteiglauf beim Anstieg auf den Inselsberg, als er uns von seiner Idee einen solchen Lauf organisieren zu wollen erzählte...Melanie und ich...und bei dem ich nun leider wieder einmal, genau wie schon beim TRW, alleine am Start stehen muss...

Also fahre ich Freitags früh nach Hörschel, von wo aus die Läufer per Bus an den Start nach Blankenstein gefahren werden. Oh Wunder brauche ich lediglich 2,5 Stunden bis dort hin, was für mich einen absoluten Rekord darstellt, benötigte ich sonst doch Minimum 5 Stunden für diese Strecke...immer diese ewig langen Staus ;-), aber diesmal, ein Träumchen!
Dort angekommen treffe ich gleich mal auf jede Menge bekannte und lieb gewonnene Gesichter und hole erst einmal meine Startnummer ab.


Rennsteig nonstop 2013 - 008
Die Startnummernausgabe in Hörschel - Das Tor zum Rennsteig

Nachdem dies erledigt ist mache ich mich lauffertig und packe auch mal einen Dropback. Eigentlich wollte ich das ja nicht, wenn es aber die Möglichkeit gibt 3 davon an 3 VPs abzugeben, naja, dann nutze ich wenigstens 1 davon. Also ein Shirt, eine Hose, eine Jacke, ein Paar Schuhe, ein wenig Verpflegung und vor allem Batterien rein.

Rennsteig nonstop 2013 - 011
Die Werra

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Wenig später sitze ich am Sammelpunkt, von dem aus die Busse Richtung Start in Blankenstein losfahren.

Rennsteig nonstop 2013 - 004
Nochmals alles checken

Wenig später sitze ich im Bus und habe ein tolles Gespräch mit Gerhard Börner, dem Veranstalter des JUNUT, zu dem ich Meli und mich noch anmelden werde. Auch mit Jens Vieler und Birger Jüchter gibt es tolle Gespräche, wobei alle bemerken, dass ich nicht wirklich gut drauf bin. Hm, woran das wohl liegt?

Rennsteig nonstop 2013 - 013
Auf geht´s nach Blankenstein

Nach etwa 2,5 Stunden Fahrt (boah, laufen wie wirklich sooo weit...?) sind wir dann am Start. Hier entscheide ich mich den Dropback in den Karton mit der Beschriftung "VP5", der bei Km 105 der Strecke ist, zu deponieren (so in etwa habe ich es auch beim Thüringen 100 Meilen gemacht). Nach ein paar tollen weiteren Gesprächen folgt das offizielle Briefing, bei dem uns Gunter darauf hinweist, dass wir doch bitte dem "weißen R" und nicht dem grünen (Rennsteigradweg) zu folgen hätten....hm, ob das ein großer Unterschied ist?

Rennsteig nonstop 2013 - 019
Das offizielle Briefing 15 Minuten vor dem Start

Wenig später mache ich noch schnell ein Bild von der Saale und dem offiziellen Start des Rennsteiges, bevor wir uns alle in Startposition begeben.

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Der Beginn des Rennsteiges - Die Mündung der Selbitz in die Saale

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Die Startaufstellung

Um Punkt 18 Uhr geht es dann bei bestem Wetter los, von der Saale ab Richtung Werra nach Hörschel!

Rennsteig nonstop 2013 - 027
Die ersten Kilometer des Rennsteiges

Die ersten paar Kilometer geht es noch oft über Asphalt und durch einige Ortschaften, was uns aber Gunter ja schon im Briefing angekündigt hatte. Doch dann nach etwa 10 Km ist es endlich soweit, Natur pur!


Rennsteig nonstop 2013 - 030
Der für mich noch unbekannte Teil des Rennsteiges, ab Schmiedefeld kenne ich ihn ja ;-)


Doch so rechte Freude will da bei mir nicht aufkommen, trotz toller Orga, trotz toller Strecke, all den lieben Laufbekannten und bestem Wetter, denn ich bin erneut alleine unterwegs. Ich weiß auch nicht warum, mir fehlt irgendwie der Ansporn, schon das Training für diesen Lauf (welches Training?) war von extremer Lustlosigkeit geprägt. Und doch treibt mich irgendetwas an, dieses Ding hier und heute ins Ziel zu bringen. Komisch, so etwas habe ich noch nie erlebt und ich kann es nicht recht beschreiben. Irgendwie bin ich hin und her gerissen...


Rennsteig nonstop 2013 - 031
Es könnte so schön sein - wenn mein Schatz mit dabei wäre :-(


Ich versuche das Ganze recht zügig anzugehen, um möglichst schnell im Ziel, geduscht, im Auto und wenn möglich noch Samstag Abend wieder bei meinem Schatz zu sein. Eigentlich läuft es ja garnicht mal so schlecht, und auch den Blick für die wunderschöne Landschaft habe ich nicht verloren....und trotzdem...ich bin bei weitem nicht so gut drauf wie sonst.


Rennsteig nonstop 2013 - 032
Ein wunderschöner Sonnenuntergang - immer wieder ein Genuß und Balsam für Körper, Geist und Seele!


Recht schnell erreiche ich nach 2:15 Stunden den ersten VPin Brennersgrün nach 20 Km und muss gleich mal veststellen - mein lieber Gunter, was du mit deinen Helfern hier organisiert hast - aller erste Sahne! Ich lange ordentlich zu, trinke gut und mache mich Minuten später wieder auf den Weg zur 2. Etappe mit etwa 18 Km.


Rennsteig nonstop 2013 - 033
Wie immer bei den Versnataltungen von Gunter Rodthe und Lauffeuer Fröttstädt - absolute top Verpflegung!


Ich entschließe mich dazu gleich noch die Stirnlampe heraus zu holen, schließlich wird es ja schon dunkel! Mal sehen wie sie so ist, die neue, 9,99 € vom Aldi Süd, soll ja 110 Lumen haben, ich bin gespannt. Meine Petzl hat ja 70, und die waren so ab und an schon etwas knapp. Und die Batterien haben da auch nur etwa 5 Stunden gehalten (bei voller Leistung). Aber auch die beste und "teuerste" Technik nutzt nichts wenn man unaufmerksam ist und zack, der erste Verlaufer. Nee nee nee....ich laufe neben dem Rennsteig, so ein Shit. Garmin raus, aus der Karte zoomen und, genau, zurück, besser ist das. Der erste Extrakilometer ist also schon mal im Sack!


Rennsteig nonstop 2013 - 037
Die Strecke ist auf den ersten 50 Km der Hammer, extrem anspruchsvoll mit vielen Wurzeln und spitzen Steinen


Es wird, wie erwartet, recht schnell dunkel. Und die neue Lampe, einfach klasse! Wenn jetzt die Batterie noch hält...Aber die Strecke, man man, echt extrem anspruchsvoll! Wurzeln, Steine, spitze Schiefer, steile Abstiege mit ausgewaschenen Furchen, echt der Knaller. Und zack, kurz mal nicht aufgepasst, liege ich auf der Schauze! Klasse, voll auf´s rechte Knie, na prima. Egal, blutet ein wenig, sonst nix, also weiter...


Rennsteig nonstop 2013 - 003
Ordentlich stärken vor der nächsten Etappe (es gibt 8 VPs im Anstand zwischen 14 und 26 Km)


Am 2. VP/ Kalte Küche-Tettau nach nunmehr 38 Km und 4:15 Stunden versorge ich mich wieder gut und fülle meinen Trinkrucksack wieder auf. Auf geht´s auf die nächste Etappe. Ich bin gut unterwegs und habe bereits am 2. VP 2 Stunden auf die Cuttoffzeit herausgelaufen, prima.

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Rennsteig nonstop 2013 - 040
Zack liege ich auf der Schnauze - ist halt blöd, entweder schaue ich auf die Strecke, den Garmin oder das weiße R


Aber trotz allem, so rechte Lust und Begeisterung will einfach nicht aufkommen, ständig hardere ich damit nicht mit meinem Schatz hier unterwegs sein zu können. Entsprechend unkonzentriert bin ich auch unterwegs und zack, ich liege schon wieder...auf dem rechten Knie. Diesmal hat auch die rechte Hand was abbekommen, so ein Mist. Ich ärgere mich über mich selbst und wenig später...nee, oder? Ich liege schon wieder....



Rennsteig nonstop 2013 - 041
Kaum zu erkennen wie steil, steinig und ausgewaschen die Wege sind - extrem anspruchsvoll

Und noch was geht mir langsam auf den Zeiger, die Radbegleiter. Mal ganz davon abgesehen das ich mich frage wozu man einen solchen überhaupt braucht bei 8 VPs und ich es etwas ungerecht gegenüber den Läufern finde, die alles Nötige mit sich rumschleppen müssen (dürfen), so sind so mache doch recht rücksichtslos unterwegs! Mehr möchte ich zu diesem Thema jetzt einfach mal nicht schreiben....
Aber mal im Ernst, wenn es alle 14-26 Km einen VP gibt ist man doch nun wirklich bestens versorgt, oder? Zumal es ja 3!!! Dropbackpunkte gibt, hallo?
Egal, die Strecke bleibt sehr anspruchsvoll und ich komme schlechter wie erwartet voran. Entsprechend flot bin ich am nächsten VP in Limbach, dem ersten Cutoff-VP. 57 Km sind hier absolviert, die ich nach knapp 7 Stunden (0:55 Uhr) hinter mich gebracht habe. Gut, 2:30 vor Cutoff. Es folgt das Übliche, gut verpflegen, und weiter. Ab auf die 4. Etappe Richtung Dreiherrenstein, der mit 26 Km längsten Etappe. Und wie soll ich sagen, die Strecke bleibt weiter anspruchsvoll.
Im Übrigen ist mir jetzt auch der Unterschied zwischen dem mit einem grünen R und dem mit dem weißen R bekannt! Sagen wir mal so, würde ich auf dem grünen, also dem Radweg laufen, wäre ich jetzt schon deutlich weiter und hätte wesentlich mehr Laufanteile dabei ;-).


Rennsteig nonstop 2013 - 043
Wieder einer der fantastischen VPs


Auch der 4. VPin Dreiherrenstein ist nach 83 Km und 11:30 Stunden (etwa 5:30 Uhr) ist erreicht und die Nacht geht so gaaaaanz langsam zu Ende. Gut das es hier Kaffee gibt! Der letzte Streckenabschnitt hat mich sehr viel Zeit gekostet, zuviele für mich nicht laufbare Teilabnschnitte waren hier mit dabei. Gut, vielleicht bin ich auf Grund der 3 Stütze auch einfach nur etwas zu vorsichtig. Egal, 2:45 Stunden zur Cutoff hab ich ja noch ;-). Ich stärke mich gut, fülle den Trinkrucksack auf und ziehe weiter, auf zur 5. Etappe über 22 Km nach Oberhof und damit zu meinem Dropback.
Nee, ich könnte kotzen, nur wenige Kilometer nach dem VP legt es mich erneut auf´s rechte Knie und die rechte Hand, und wieder indem ich das rechte Sprunggelenk überdehne. Toll, echt, habe ich doch nun zu dem jetzt noch mehr blutenden Knie auch noch eine blutige Hand und was viel schlimmer ist, schmerzen im rechten Sprunggelenk und vor allem auch stechende Schmerzen im rechten Knie! Super, und das nach gerade einmal etwa 90 Km sind ja nur noch etwa 78 Km bis ins Ziel! Und jetzt, aufgeben? Meine Begeisterung, Lauflust und Motivation ist, na sagen wir mal, zumindest noch nicht ganz im negativen Bereich, aber definitiv auf NULL! Daran ändert sich auch nichts, als es wieder hell wird und ein neuer Tag beginnt. Da, wo mich normalerweise neue Zuversicht und neue Kraft durchströmt hadere ich weiter mit mir rum. Aber irgendwetwas hindert mich daran aufzugeben....nur was, ich weiß es nicht. Also geht es weiter, ja, gehen, denn vom Laufen und Hinsegeln habe ich endgültig genug!


Rennsteig nonstop 2013 - 045
Ein neuer Tag - doch anders als sonst gibt er mir weder neue Kraft noch Zuversicht


Ich fange an zu rechnen, würde es alleine mit "Kampfwandern" noch bis zur Cutoffzeit im Ziel reichen? 2:45 Vorsprung zu jener magischen Zeitvorgabe von 28 Stunden habe ich ja noch....Keine Ahnung...trotz allem, nur gut, dass ich Blick für die Wunderschöne Natur nicht verloren habe.


Rennsteig nonstop 2013 - 049
Hier kenne ich mich wieder aus, diesen Teil bin ich schon 3 mal beim Rennsteig Ultramarathon gelaufen


Es geht vorbei an Schmiedefeld was bedeutet, ab hier kenne ich mich aus! Allerdings nicht ganz, denn wie gesagt, wir folgen ja dem weißen R, wodurch es ab und an doch noch unbekannte Wege entlang geht. Und diese sind, fast durchweg, verwurzelt. Jo, ist halt ein alter, gewachsener Wanderweg und kein küsttlich angelegter ;-). Während ich so in meinen Gedanken versunken bin kommt kurz vor Schmügge Birger Jüchter von hinten an mich herangeflogen, man ist der noch klasse unterwegs! Wir marschieren etwa eine Stunde gemeinsam und unterhalten uns über die verschiedensten Dinge. Ich sage ihm ständig das er sich ab machen soll, da ich ihn ja nur aufhalten würde, aber er will nicht, sturer Kerl ;-). Kurz vor dem Rondell sieht er es dann aber doch ein und verabschiedet sich von mir, nachdem ich nochmals darauf hingewiesen habe, bis ins Ziel nur noch gehen zu wollen.
Wenig später erreiche ich nach 106 Km und 15 Stunden (es ist jetzt 9 Uhr) Oberhof und damit mein Dropback, den ich eigentlich gar nicht gebraucht hätte. Gut, ein paar Batterien für den Garmin habe ich vorsichtshalber daraus entnommen und die lange Hose und das Langarmshirt dort abgelegt, das war es dann aber auch schon - also eher Luxux als wirklich nötig. Luigi der Maffiosi ist hier und will mir was davon erzählen ich sähe noch gut aus - LÜGNER! Ich esse und trinke gut und mache mich 15 Minuten später wieder auf den Weg. Auf zur 6. Etappeüber 14 Km Richtung Neue Ausspanne. Mittlerweile haben sich zu den Gelenk- und Knieschmerzen bedingt durch die Schonhaltung (keine Belehrung bitte, ich weiß selbst das man das möglichst verhindern soll!!!!) auch noch 2-3 Blasen zu mir gesellt. So bin ich jetzt wenigstens nicht mehr alleine unterwegs...


Rennsteig nonstop 2013 - 053

Nä, Lust hab ich ke...ach das hatten wir schon. Egal, weiter, hilft ja nix. Wenigstens die Natur entschädigt, wie so oft, für einiges! Ich rufe Meli an und sage ihr wie hyper motiviert und begeistert ich unterwegs bin und wie sehr sie mir fehlt. Eigentlich ist es ja IHR Lauf, IHR Jahreshighlight, MIST!
Nach 17:30 Stunden (11:30 Uhr) erreiche ich den 6. VP und habe erstaunlicherweise noch immer 2 Stunden Vorsprung zur Cutoff, guuuut! Und jetzt kommt der OBERHAMMER - hier gibt es doch tatsächlich frisch zubereiteten Kaiserschmarn, ja wie geil ist das denn? Ich halte mich sehr zurück und nehme nur ein paar Häppchen davon, trinke gut, fülle den Rucksack auf und mache mich wieder auf den Weg, auf zur vorletzten Etappe über 15Km Richtung Inselsberg, dem letzten Cutoffpunkt vor dem Ziel.

Rennsteig nonstop 2013 - 056
Frischer Kaiserschmarn, wie geil ist das denn bitte?

Zum Glück lassen die Schmerzen im Fuß und im Knie deutlich nach, sodass ich ab hier locker flockig zügig weiter laufen kann. Man man, noch fast 50 Km, das kann ja noch was geben! Läufer für Läufer passieren mich...das baut zusätzlich auf. Null Bock, null Motivation, so kenne ich mich gar nicht. Und trotzdem, oder gerade deshalb, ziehe ich weiter, aufgeben ist und bleibt keine Option. Nur warum nicht? Ich versuche es irgendwie zu verstehen, woher mein Antrieb hier kommt, irgendwie das Ziel zu erreichen. Aber egal aus welcher Sicht ich es versuche zu verstehen - ich habe absolut keine Ahnung.
Egal, durch die Grübelei bin ich mittlerweile schon vor dem Anstieg zum Inselsberg und stelle fest, aus Richtung Eisenach kommend ist der bedeutend leichter! Leck mich am Allerwertesten, was ein Brett! Nee nee nee, nach 20 Stunden (14 Uhr) bin ich endlich oben - und völlig alle! Ich setze mich erst mal hin und stärke mich ordentlich. Als ich den VP verlasse habe ich nur noch 1:45 Stunden Vorsprung auf die Cutoff im Ziel...ohje, hoffentlich reicht das. Ich fange wieder an zu rechnen, aber Laufen, nä, geht gar nicht! Alsó wie gehabt gehend weiter, hilft ja nix. Ich will Meli nochmals anrufen, jo, Pfeifendeckel, kein Empfang. Hm, passt ja gut zum Gesamtbild...19 Km geht es jetzt Richung Hohe Sonne bei Eisenach, dem letzten VP vor dem Ziel. Ich wollte ich wäre schon da...
Irgendwann drückt dann auch noch das Gedärm, jo, was soll´s. Ich gebe dem Verlangen nach, habe aber keine Lust das Hinterteil (obwohl ich Vasiline ja dabei habe) einzuschmieren. Es reibt zwar wie Bolle, aber egal. Ich weiß ja auch nicht was mit mir los ist, nix so wie´s aussieht.
Die Zeit vergeht, und mit ihr glücklicherweise auch die Anzahl der noch zu bewältigenden Kiometer, sodass ich nach unfassbaren fast 24 Stunden (da wollte ich schon lange im Ziel sein) den 8. und letzten VP Hohe Sonne Eisenach erreiche. 18 Uhr haben wir schon, nee nee nee....

Rennsteig nonstop 2013 - 057
Hohe Sonne Eisenach mit Blick auf die Wartburg

Um kurz nach 18 Uhr mache ich mich dann auf die Schlussetappe über 16 Km nach Hörschel. Mensch, nur noch 1 tunde auf die Cutoff, das wird eng!
Und das Streckenprofil, welches eigentlich ein flaches eher abfälliges Stück versprochen hatte, ist auch irgendwie anders....Ständig geht es auf und ab, besonders auf den weißen R-Passagen. Echt der Knaller.
Doch was ist das? Es fängt ja tatsächlich zu regnen an, na toll! Nur gut das ich nie neue, erneut sauteure Hightechjacke (sehr dünn für 12 € bei Aldi ;-)) mit dabei habe. Gleich mal anziehen, denn jetzt fängt es so richtig an zu schütten - aber wie! Zu diesem Zeitpunkt bin ich schon seit längerm mit Guntram Scheida unterwegs, der, genau wie ich, auch nur noch gehen kann. Doch wegen des Regens und der damit verbundenen Kälte kommen wir vereinzelt doch wieder ins Laufen und schließen sogar wieder auf Udo Stief auf, der uns eigentlich schon vor einer Stunde überholt hat. Wir beschließen die restlichen Kilometer bis ins Ziel gemeinsam zu bestreiten. Gesagt, getan, nach unfassbaren 26:31 Stunden, also um 20:31 Uhr, erreichen wir alle gemeinsam das Tor  zum Rennsteig und werden von Gunter und vielen vielen Läufern grandios begrüßt. Geschafft, ich fasse es nicht.
 
Rennsteig nonstop 2013 - 059
Grandioser Zieleinlauf in Hörschel

Noch immer frage ich mich, was an mir dafür verantwortlich war, nicht aufzugeben und das Ding hier zu finishen. Hat diesmal vielleicht der Körper über den Geist gesiegt? Hm..Aber egal wie, fest steht, dass dies hier eine ganz wunderbare Laufveranstaltung ist. Denn, und ich fasse es nicht, es gibt ein Läuferbuffet für alle Finisher, bei dem wirklich keine Wünsche offen bleiben. Sogar ein Freibier ist mit dabei - ts! Lecker, richtig lecker und eine richtig große Auswahl.

Gunter Gunter, was du hier einmal mehr auf die Beine gestellt hast ist wirklich der Knaller. Und das für wirklich sehr kleines Startergeld, wie ich finde. Mal im Ernst, 95 € für die Fahrt zum Start (2,5 Stunden Fahrzeit!!), eine mit 8 VPs mehr wie ausreichenden und fantastischen Verpflegung auf der Strecke, Läuferbuffet im Ziel, und dann noch diesen tollen Finisherpräsenten....

Was die Veranstaltung selbst angeht, inklusive der Strecke, kann ich nur sagen: Top, absolut top. Und in der Strecke und deren Anspruch hat sich wohl auch so mancher geirrt, oder wie ist es sonst zu erklären, dass so viele Starter das Ziel nicht erreicht haben?

Nein, wieder einmal durfte ich einen grandiosen Lauf genießen...hätte ich genießen dürfen, wenn nur mein Schatz mit dabei gewesen wäre....Danke Gunter, danke Lauffeuer Fröttstädt, danke allen Helfern! Und bitte, bitte lasst diesen tollen Lauf auch 2014 stattfinden, denn dann ist mein Engel ganz bestimmt mit dabei...genau wie ich!

Rennsteig nonstop 2013 - 001
Wie immer mit Liebe zum Detail und tollen Ideen erstellte Präsente


Hier ist die Urkunde
Hier sind alle Bilder


 
Blog Events

...werden wohl niemals Freunde...es war die HÖLLE!

Aber erst einmal zum Event selbst:

GROßARTIG - mehr kann ich dazu nicht sagen und ein riesen Dank an die Organisatoren und Helfer!
Die Strecke hatte alles was das Trailerherz begehrt und führte durch eine unglaublich schöne Landschaft mit traumhaften Ausblicken. Es ging durch Weinberge, Singletrails, Wiesen und Wälder, hatte extrem knackige Anstiege, eine nicht enden wollende "Himmelstreppe", die "Wand" bei Km 67 - kurz um, es war eine sehr schöne, aber auch sehr anspruchsvolle Wegführung! Und die VPs, von denen es 4 gab, waren absolut top und waren absolut nicht mehr zu verbessern (Danke ihr Schlümpfe ;-))!

Die zu erwartenden Temperaturen waren schlichtweg der Wahnsinn - sub 37 Grad im Schatten sollten es werden, und dazu die unfassbare Schwüle...eigentlich schon bekloppt da überhaupt anzutreten... Und vom Kopf her war ich auch nicht frei, da Meli wegen einer (genau wissen wir es erst am kommenden Dienstag) Borrelioseinfektion durch einen Zeckenbiss nicht teilnehmen konnte (Vernuftsentscheidung nach Rücksprache mit den Spezialisten der Uni Mainz um ein Übergreifen der Erreger auf ihr Herz zu vermeiden und ihr Immunsystem nicht zu schwächen). Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen dort überhaupt hin zu fahren...  Meli redete mir gut zu und so fuhr ich dann doch zum TRW...
Also stand ich dann um 7 Uhr am Start, völlig demotiviert und absolut lustlos, hatte ich mich doch schon so sehr auf einen schönen GEMEINSAMEN Lauf mit meinem Schatz gefreut.

Zum Lauf selbst gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Aufgrund der Hitze war für mich von Anfang an klar, hier so zu laufen, dass es mit den Cutoffs, von denen es 4 gab, gerade so hinhauen würde. Ok, sagen wir mal so, zu Beginn wollte ich etwas Zeitpolster rauslaufen, von dem ich dann in der Mittagshitze zähren könnte. Und in der direkten Sonne wollte ich nur gehen! Nur nichts riskieren und möglichst gesund da durch kommen!
Und genau so habe ich es dann auch gemacht, am VP1 hatte ich etwa 25 Minuten und am VP2 etwa 40 Minuten Reserve, die ich dann in der Mittagshitze auch voll benötigt habe. In der Sonne bin ich aus Vernunft nur gegangen, mehr wollte ich einfach nicht riskieren. Und in der Mittagshitze dachte ich nach jedem Anstieg zu sterben, so sehr hat die Sonne und die Hitze an den Kräften gezehrt, ich dachte teilweise keine Luft mehr zu bekommen. Reihenweise sind die Läufer ausgestiegen, und auch in meiner Gruppe, mit der ich bis etwa zur Mitte des Laufes unterwegs war, stiegen fast alle aus, die Hitze war einfach unerträglich (in der Sonne hat mein Laufcomputer 47 °C gemessen!). So erreichte ich dann 15 Minuten vor Cutoff und wie geplant (auch von den angegebenen Kilometern hat es hier noch gepasst) auch den letzten VP, alles richtig gemacht! Gegen Ende, auf der letzten Etappe, als es mit nur noch 31 °C etwas "kühler" wurde, lief ich dann wieder. So kam ich dann nach etwa 15:14 Stunden ins Ziel, ok, eigentlich 14 Minuten über Cutoff, dafür aber auch 5 Km weiter als ausgeschrieben...egal, Hauptsache gefinisht und - NO DNF! Ok, hate ja auch ganz tolle Begleiter auf vielen Passagen: Angie, Birger, Rolli, Steffi, Hans-Peter, Carola, Robert, Max, Max, Achim, Tanja....

Hier ein paar Randdaten:

Gesamtstreckenlänge 90 - 91 Km und 3300 statt angegebene 85 Km und 3000 Hm; die Maximaltemperatur im Schatten lag bei 38 °C und es war so schwül, dass der Waldboden vom Regen in der Nacht über den gesamten Tag hinweg trotz dieser Hitze einfach nicht getrocknet ist; bereits nach 20 Minuten war ich klatsch nass geschwitzt; ich konsumierte 8 Salztabletten, 7 Saltsticks, 8 Magnesiumtabletten und über 9 Liter Flüssigkeit - und musste nur einmal pinkeln (und das ganz zu Beginn) - einfach nur der Wahnsinn!

Nein, die Hitze und ich werden definitiv KEINE Freunde...und so schön die Strecke auch war, ohne meinen Schatz an meiner Seite war sie nur halb so schön...
 
Blog Events
Nach dem WiBoLT war erst einmal etwas Schonung für mich angesagt - nicht weil ich das Gefühlt gehabt hätte es zu brauchen, nein, einfach so aus der Vernunft heraus - besser ist das - dachte ich mir. Und für Meli hieß es nach ihren doch heftigen ISG-Problemen erst einmal diese durch mehrere Besuche bei unserem Physio zu beseitigen und im Anschluss langsam wieder mit dem Laufen (sie musste quasi 4 Wochen komplett pausieren, konnte auch in den Wochen zuvor nicht viel machen und musste sogar etliche Läufe absagen) zu beginnen - also nicht gleich zu viel zu machen.
Also liefen wir auch mal etwas kürzeres und nahmen in diesem Jahr somit erstmals die Gelegenheiten wahr, sowohl beim "Boehringer-Ingelheim (BI) Sportfest" und nur eine Woche später beim "Run for children" teilzunehmen. Zu guter letzt liefen wir dann auch noch den Nachtmarathon in Marburg, der für Meli der erste richtige lange Lauf seit nunmehr fast 10 Wochen und für mich mal wieder etwas kürzeres, aber auch seit dem WiBoLT der erste lange Lauf, bedeutete.

BI-Sportfest am 25.06.2013

Hier startete Meli über die 2000 m und ich gönnte mir mal die 3000 m. Man war das hart! Es war bei uns beiden der erste richtig schnelle Lauf seit über einem Jahr; bei mir eigentlich seit dem BI-Herbstlauf über 5 Km letzten September, bei dem ich ja quasi aus dem Stand eine neue PB aufgestellt hatte. Und die Vorzeichen waren bei mir nicht wirklich gut, ist mir doch noch am Morgen eine BI-Kollegin volle Kanone von links ins Rad gefahren, sodass ich eine ganz üble Prellung und einen fetten Bluterguss am rechten Knie abbekommen hatte (mit dem bin ich voll gegen den Lenker geknallt). Der Werkarzt sagte nach dem Röntgen und dem Ultraschall was von Krankschreibung (???) und 4 Wochen Laufpause....jaja, ....
Auf alle Fälle war der Lauf selbst für Meli und für mich wieder nahezu der Tod! Mensch waren wir im Ziel am Ar..! Aber egal, war trotzdem irgendwie schön. Meli zog wunderbar gleichmäßig ihr Ding durch und gewann sogar ihren Lauf mit neuer Bestzeit, während ich mit angezogener Handbremse, boah hat das Knie gestochen,  immerhin noch 3. wurde, ebenfalls mit neuer PB.

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Und klar das Meli dann interviewt wurde, ich meine, wenn eine Ultra den Sprintern zeigt wo´s lang geht....;-)

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Den Abend haben wir dann noch gemütlich ausklingen klassen ;-)...

Run for Children Charity Run am 29.06.2013

Auch bei diesem Lauf hatten wir in den vergangenen Jahren nie Zeit - aber in diesem! Nur zur Erklärung, Run for children ist ein 10-Stunden-Charitylauf, bei dem bis zu 100 Mannschaften versuchen so viele Runden wie möglich zu erlaufen, was wiederum viele Spendengelder für gemeinnützige Zwecke für Kinder im Mainzer Umkreis bringt. Organisator dieser wirklich tollen Veranstaltung ist die Fa. Schott in Mainz. Um es gleich zu sagen, Boehringer Ingelheim ist Co-Sponsor und gemeinsam mit vielen anderen Sponsoren und Spendern kamen da doch tatsächlich gigantische 201.500 € dabei heraus, WAHNSINN!
Wir liefen dort mit 2 Mannschaften und eigentlich war geplant, das eine davon nur von Meli und mir besetzt wird, als BI-Ultrateam sozusagen. Doch da zu Beginn sehr viele BI-Läufer da waren und diese hätten zu lange warten müssen, ließen wir das sein und machten von Anfang an 2 gemischte Mannschaften daraus. Start war um Punkt 11 Uhr morgens.

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Zu Beginn war alles noch recht easy, allerdings waren wir in den letzten 3 Stunden nur noch 8 Läufer, sodass wir deutlich öfters auf die Strecke mussten, als gedacht (teilweise kam ich gerade von einer Runde für die BI-Runners 1 zurück und durfte gleich wieder für die BI-Runners 2 auf eine Runde raus, HAMMER). Viele Läufer blieben eben leider nur für kurze Zeit dort oder kamen sehr viel später und gingen dafür wieder etwas früher, was ich etwas schade fand. Außer Meli und mir waren nur noch die beiden Sportstudenten aus dem Gesundheitszentrum vom Anfang bis zum Ende mit dabei...aber die haben es sich, genau wie Meli und ich, dafür aber so richtig besorgt ;-).

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Heraus kamen für Meli 64 Runden und für mich 73. Und gegen Ende lief ich teilweise sogar 5 Runden am Stück, nur damit beide Mannschaften einen Läufer auf der Strecke hatten - boah war das hart - Intervalltraining extrem! Und ich lief keine Runde langsamer als 1:40 (ich hatte am Ende einen Schnitt vom 1:29). Muss ich das noch erwähnen das wir beide am Ende völlig alle waren?

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Ganz besonders habe ich mich aber über die Kids von Juvente gefreut, die hier als Mitspendenempfänger (das Geld wurde unter insgesamt 30 Kinderprojekten aufgeteilt) nicht einfach nur die Hand aufgehalten haben, sondern sich Sponsoren für die Startgelder und gelaufenen Runden gesucht haben und selbst mit 2 Mannschaften am Start waren, klasse! Und wie soll ich sagen - mit jedem der Kids durfte (musste) ich mindestens eine Runde drehen, alle wollten sie unbedingt mit mir laufen - ach war das schön!

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Und alle haben sie Meli und mich noch gekannt....was mir wieder einmal gezeigt hat, dass die diesjährige Aktion "Laufend etwas bewegen" voll ins Grüne getroffen hat und genau die richtigen unterstützt hat! Mehr EHRLICHE Dankbarkeit geht nicht...

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Und eines steht jetzt schon fest, 2014 sind wir, wenn es irgendwie möglich ist, wieder mit dabei! Wir hatten einen Haufen Spaß mit all den anderen Läufern, ja sogar unser Physio hatte eine Mannschaft gestellt (und konnte sich die nächsten 3 Tage kaum noch bewegen ;-)) und vor allem war es wieder einmal für einen guten Zweck!


Nachtmarathon Marburg

Eine Woche später stand dann mal wieder ein langer Trainingslauf an. Und da uns die Strecken hier in Ingelheim so langsam auf den Senkel gehen, dachten wir uns - warum eigentlich nicht mal wieder etwas "kurzes", also einen Marathon laufen? Und genau hier bot sich der Nachtmarathon in Marburg bestens an! Und ich sage es gleich - es hat sich gelohnt! Für kleines Geld war das wirklich eine ganz tolle Veranstaltung (ok, kein Wunder, Ausrichter ist der Ultra Sport Club Marburg, der ja auch den 50er im Frühjahr organisiert). Und das nicht nur weil der Start in der wirklich wunderschönen Altstadt und das Ziel im Stadion der Uni war, auch nicht nur wegen der von den Zuschauern sehr gut besuchten recht abwechslungsreichen Strecke, oder der guten Verpflegung. Nein, überhaupt die Stimmung vor dem Start und nach dem Zieleinlauf war wirklich klasse. Kein Wunder also, dass sich die Veranstalter über eine stark steigende Teilnehmerzahl (plus 600!!, also gut 20 %) freuen durften. Was uns auch sehr gefreut hat war die Tatsache, endlich einmal Jana Melath persönlich kennen gelernt zu haben! Jana, bist echt klasse!
Doch die absolute Überraschnung war etwa eine Stunde nach meinem Zieleinlauf ein ganz in grün laufender Teilnehmer....ich habe ihn gleich erkannt und bin fast ausgeflippt, war es doch Milos Mihailovic, ja wie geil war das denn? Schön, dass wir uns mal wieder getroffen haben!!!
Ach ja, gelaufen sind wir ja auch noch ;-). Für Meli war es wie bereits geschrieben der erste lange Lauf seit über 10 Wochen und auch für mich der erste lange seit dem WiBoLT vor 5 Wochen. Ihr Ziel war es einfach nur anzukommen und meins möglichst unter 4 Stunden zu bleiben. Mehr sollte, gerade auch wegen der Hitze und der durch die pralle Sonne führende Strecke, wohl nicht drin sein....
Jo, sollte! Meli wurde Gesamt 14. und gewann ihre Altersklasse und ich kam als Gesamt 22. ins Ziel...ei jo dann ;-).
Und das alles ohne jedes vernünftige Vorbereitungstraining, und sogar bei einer solchen Hitze, verrückt...
Und da haben wir uns schon sooo Gedanken gemacht, durch die ewigen langen Kanten und den damit verbundenen "Schlabberschritt" das flotte Laufen verlernt zu haben und nur noch "lang" unterwegs sein zu können....


Die letzten drei Laufveranstaltungen haben doch wohl das Gegenteil bewiesen...
Also, alles gut, denn: Wir können nicht nur lang - Kurz geht´s auch ;-)
 
Blog Infos
Geschafft, der WiBoLT ist gefinished und die zugesagen Spendengelder sind gesichert!

Nach 76:43 Stunden war es soweit, Zieleinlauf auf dem Bonner Marktplatz, 320 Km und 12000 Hm waren als 9. der Gesamtwertung und 3. in der AK M40 geschafft! Der Rheinsteig und die sehr widrigen und schwersten Bedingungen waren besiegt! Unwetter, Starkregen, Matsch, Schlamm, Sturzbäche, unzählige umgestürzte Bäume, extrem glatte Klettersteige - all das konnte mich nicht davon abbringen, weiter an mein Ziel zu glauben und diesen Lauf erfolgreich zu beenden und somit über 9500 € für die Ingelheimer Kinderhäuser zu sichern.

Ein riesen Dank an sein Supporterteam Sascha Radtke, Janine Braig, Horst - Sonja und Michelle Meffert, Matthias und Yvonne Maurer und natürlich Melanie Kohler.

Herzlichen Dank an alle, die während des gesamten Laufes mitgefiebert haben - ihr habt mich mit euren Wünschen und Aufmunterungen ins Ziel getragen - DANKE!


Mehr demnächst...

Hier ist der Film (63 Minuten Full-HD)!
Hier gibt es schon einmal die Bilder

 
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