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Läufers Weisheiten

War der Lauf nicht dein Freund, so war er dein Lehrer
Blog Gedanken

Es ist nicht zu glauben, aber wahr. Per Zufall habe ich mal all meine Trainingsdaten seit der korrekten und lückenlosen Laufaufzeichnung am 01.10.2007 ausgewertertet und folgendes festgestellt:

In knapp 5 Jahren habe ich:

20676 Kilometer zurückgelegt

79227 Höhenmeter bezwungen

5:42 min/ km Durchschnittspace dafür benötigt

1338 Laufeinheiten absolviert

2168 Laufstunden genießen dürfen

1415763 Kalorien verbraucht (653 Kcal/Laufstunde)
dies entspricht dem Energiebedarf (2000 Kcal/ Tag) für 707 Tage!

119 durschschnittliche Herzfrequenz benötigt

52 offizielle Marathon und mehr bestritten

0 DNFs gehabt

mit 2 Aktionen über 6899 € Spendengelder erlaufen

Und was wird noch alles kommen......?

 
Blog Events

Wehe wenn sie losgelassen - oder wenn die Geschlossene wieder einmal Ausgang hat...

Nach einer wunderbar erholsamen und ruhigen Nacht in einem tollen Hotel in Delmenhorst (das Hotel konnte nun wirklich nichts für den Lärm, den ein paar verrückte Jugendliche bis in die frühen Morgenstunden veranstaltet haben) sitzen wir nun am Frühstückstisch. Was wird Delmenhorst wohl dieses Jahr bringen? Vom Wetter her, naja, es regnet ;-), wir werden sehen! Eigentlich habe ich da ja noch eine Rechnung aus dem Vorjahr offen, als ich nach etwa 107 Km mit Schüttelfrost aussteigen musste. Allerdings ist der 230er der TTdR erst 3 Wochen her...keine Ahnung was das geben wird, eine neue PB wäre schon klasse.... Und Meli? Vorgenommen hat sie sich nichts, fühlt sich eigentlich schlecht vorbereitet....was immer sie darunter versteht ;-)!

Gegen 10 Uhr sind wir dann im "Zeltbereich der 24-Stunden Einzelläufer" und treffen auch gleich mal auf Birger - lange nicht mehr gesehen! Wir stellen uns erst einmal gegenseitig vor....ach Quatsch, wir kennen uns ja schon ;-)!!
Gemeinsam schlagen wir unser Lager auf und deponieren alles mögliche auf unserem Versorgungstisch - also wenn es  nach dem geht hagelt es ja nur Bestleistungen, so wie der bestückt ist! Wozu brauchen wir eigentlich die dortige Verpflegung.....
Es folgt das Übliche - Startnummern abholen, umziehen, einschmieren - und - los! Punkt 12 Uhr schickt uns der Moderator auf die Reise - nur wohin?
Um es gleich zu sagen, weder bei mir, noch bei Birger läuft es gut und rund, wir sind beide ziemlich schnell platt und müssen wohl doch zugeben - die TorTour hat mehr Körner als erwartet gekostet. Ich schwitze wie ein wilder und will auch nach Stunden einfach nicht in die Fettverbrennung kommen. Nach 5,5 Stunden machen Birger und ich dem Ganzen Drama dann eine Ende und steigen nach 55 Km aus, was soll´s, war es eben ein schöner Trainingsultra. Klar könnte ich mir jetzt irgendwie mit biegen und brechen einen 100er aus den Finger saugen, Zeit wäre ja noch genug, aber mein Körper sagt ganz eindeutig das es genug ist und ich denke es ist besser, auf ihn zu hören! Also, auch Delmenhorst 2012 wird wohl, nix, vielleicht 2013 - zum 3. ....? Aber gut, alles nicht schlimm, während Birger zu seiner Verwandschaft fährt supporte ich meinen Schatz!
Und Meli ist dafür umso besser unterwegs. Unglaublich, wie konstant sie läuft. Dabei hat sie sich zu Beginn garnicht so gut gefühlt....
Vom Start weg ist sie bereits gesamt 2., echt der Wahnsinn. Und wie soll ich sagen, ich komme auch in den folgenden Stunden nicht mehr aus dem Staunen heraus! Nach 85 Km ist sie bereits in Führung - und läuft, und läuft, und läuft...unfassbar! Die bis dahin führende bricht nach etwa 13 Stunden und absolvierten 100 Km fast zusammen. Ich kümmere mich um sie und bringe sie erst einmal zu den Sanis, wobei ich ihr auf dem Weg dorthin erstmal eine Mischung aus Frubiase und einer Menge Salz verpasse, denn so wie es aussieht hat sie dies in all den Stunden überhaupt nicht zu sich genommen. Sie erholt sich recht schnell und ist etwa 1 Stunde später wieder auf den Beinen, klasse!
Und Meli? Wie ein Uhrwerk! Ich poste ab und an die Zwischenstände bei Facebook und bin echt erstaunt, wer da alles mitfiebert und sie anfeuert, danke euch allen! Nach und nach baut Meli ihre Führung weiter aus, bis sie nach etwa 120 Km einen 17 Km-Vorsprung erlaufen hat, unfassbar, 17 Km, eine Welt! Mir wird schlagartig klar das sie auf dem besten Weg ist eine neue PB zu erlaufen, und das nach gerade einmal 7 Wochen nach ihrem 24er-Debüt am Seilersee, bei dem sie ja mit 147 Km 2. der Damen wurde, ich fasse es nicht!
Ich selbst bin mittlerweile zum Universalsupporter mutiert und informiere etwa ein Dutzend Läufer über ihre jeweiligen Platzierungen und helfe hier und da ein wenig aus. Und Meli? Sie läuft und....ach das hatten wir schon!
Ich filme und knipse wie ein wilder, bin völlig von der Rolle und auch Birger, der nur wegen meinem Schatz nochmal an die Strecke gekommen ist um sie anzufeuern (danke dir dafür!!), ist ganz hin und weg. Selbst der Moderator ist mittlerweile ganz angetan von ihr, vor allem auch deshalb, da sie immer und immer ein Lächeln im Gesicht hat, auch wenn die Gehpausen natürlich nach und nach länger werden. Der Spaß und die Freude ist ihr aber ständig anzusehen, einfach großartig!
Und so kommt es wie es kommen musste, nach 22 Stunden hat sie die 150 Km-Fahne in der Hand, die sie stolz auf einer Ehrenrunde tragen darf - und sich ihren wohlverdienten Applaus abholt - und mir laufen die Tränen der Freude und des Stolzes über die Wangen....
Immer öfter begleite ich sie auf einer Runde und kann es noch immer nicht fassen, wie gut sie noch immer drauf ist, und so verwundert es nicht, dass sie nach 23:57 Stunden unglaubliche 159 Km auf dem Tacho hat! Mit einem riesen Applaus durchläuft sie ein letztes Mal den Zielbereich um dann an unserem Versorgungstisch überglücklich in den Stuhl zu fallen! Wenig später ist es vorbei - die Sirene erklingt und der 24er ist beendet! Mit über 17 Km Vorsprung wird sie Gesamtsiegerin der Frauen, ich kann es noch immer nicht fassen, und verbessert damit ihre "alte" Bestmarke um 12 Km, WAHNSINN!!
Nach der Dusche geht es dann zur Siegerehrung, bei der sie erstmals ganz oben auf dem Podest steht, ein geiles Gefühl, auch für mich! Ich bin so unglaublich stolz auch meinen Engel!!!!
Nachdem dann auch das anschließende Interview mit der Lokalpresse erledigt ist packen wir unseren 7 Sachen zusammen und machen uns auf den Heimweg!

Von wegen schlecht vorbereitet, Meli, Meli, welch ein geiler, kluger und souveräner Lauf von dir, welch ein geniales Wochenende!

Wehe wenn sie losgelassen....


Hier ist der Laufbericht (folgt noch)
Hier sind die Bilder
Hier ist der Film
Hier ist die Urkunde

 
Blog Infos
Allgemeine Zeitung
Ingelheim

Ultramarathon-Athlet erläuft auf 230 Kilometern über 3500 Euro für Trägerverein der Ingelheimer Tafel

23.07.2012 - INGELHEIM

Von Karola Arnold

Vor etwa fünf Jahren lief Steffen Kohler seinen ersten Marathon. Danach steigerte er die Kilometeranzahl immer weiter. Für die Vorbereitungen und das Training lief er durch Ingelheim, wobei er auch Obdachlosen begegnet ist und irgendwann mit ihnen ins Gespräch kam. Sensibilisiert für ihre Probleme nahm er Kontakt mit den Verantwortlichen der Ingelheimer Tafel auf, der Obdachloseninitiative „Platte Rheinland-Pfalz“, die hilfsbedürftige Familien mit Nahrung unterstützt.

Längster Nonstop-Lauf

Mit guten Ideen und hohem Engagement setzte er sich seitdem für die Initiative ein. In diesem Jahr meldete sich der 42-Jährige für die „TorTour de Ruhr“ an, dem mit 230 Kilometern längsten Nonstop-Lauf Deutschlands. Seine Vorbereitungen beschränkten sich jedoch nicht nur auf die körperliche Fitness, sondern auch auf die Vermarktung seiner Leistung. Unter dem Motto „Laufend etwas bewegen“, bot der Ultramarathonläufer seine gelaufenen Kilometer für einen guten Zweck zum Kauf an. Der erste Kilometer kostete 10 Cent, der letzte Kilometer 23 Euro.

Zahlreiche Ingelheimer Unternehmen und Privatpersonen beteiligten sich an dem Spendenlauf. „Viele haben später ihre Spendenbeträge erhöht oder großzügig aufgerundet, so ist eine erheblich höhere Summe zustande gekommen“, freut sich der erfolgreiche Läufer. Ein erheblicher Anteil der Spenden kam durch Facebook zustande. Menschen, die der Initiator gar nicht kannte, spendeten über das Internetportal.

Geld für Tiefkühltruhe

Bei der offiziellen Spendenübergabe am 21. Juli überreichte Kohler dem Vorsitzenden der Ingelheimer Tafel, Ralf Blümlein, einen Scheck über 3521,30 Euro. Mit dem Geld soll eine Tiefkühltruhe angeschafft werden, um das Sortiment der Tafel zu erweitern, so Blümlein.

Einmal pro Woche packen die vorwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel individuell und nach Essgewohnheiten der jeweiligen Kulturkreise Nahrungsmitteltüten für bis zu 400 Personenhaushalte. Der Einsatz hat sich gelohnt, Steffen Kohler kann stolz auf seine Leistung sein. Die 230 Kilometer lief er in 35 Stunden ohne Pausen und somit auch ohne Schlaf. Begleitet wurde er von einem starken Team, darunter seine Frau Melanie auf einem mit Verpflegung und Ersatzmaterial bepackten Fahrrad.

Das Anstrengendste an der Tour sei die Hitze gewesen, so Kohler, trotz Salztabletten litt er an Kreislaufschwankungen. Doch nichts konnte ihn von seinem Ziel abbringen und so durchquerte er für den guten Zweck das Hochsauerland und Ruhrgebiet bis zur „Rheinorange“ in Duisburg. Ein Video über seinen Lauf und weitere Infos sind im Internet zu finden.

Trotz Hitze, Kreislaufschwankungen und schwindelerregenden 230 Kilometern Wegstrecke hat sich Steffen Kohler (vorne, 3.v.l.) nicht vom Ziel der „TorTour de Ruhr“ abbringen lassen und „nebenbei“ ein hübsches Sümmchen für die Ingelheimer Tafel erlaufen.	Foto: Thomas Schmidt

Trotz Hitze, Kreislaufschwankungen und schwindelerregenden 230 Kilometern Wegstrecke hat sich Steffen Kohler (vorne, 3.v.l.) nicht vom Ziel der „TorTour de Ruhr“ abbringen lassen und „nebenbei“ ein hübsches Sümmchen für die Ingelheimer Tafel erlaufen. Foto: Thomas Schmidt

 
Blog Der Weg zur TTdR 230
Freitag, 25.05.2012

Alles ist zur Abfahrt bereit, das Auto ist voll bis unter´s Dach, nichts passt mehr rein. Hoffentlich habe ich an alles gedacht...egal, ich werde es sehen.
Nachdem wir gut gefrühstückt haben geht es los, ab zu Gerd Dietrich-Rosenbrock nach Gross-Zimmern, zu dem Mann, dessen Zusage als Radbegleiter mich so sehr gefreut hat.Vor einem 3/4-Jahr hatte ich ihn gefragt ob er sich vorstellen könnte, mich bei meinem läuferischen Traum zu begleiten, und wie soll ich sagen, er hat sofort ja gesagt, danke Gerd!
Gegen Mittag sind wir bei ihm, alles ist schon gepackt und muss "nur" noch im Auto verstaut werden....noch nie war der Bock so beladen...Aber egal, auch Gerds Gepäck bringen wir noch unter und sind wenig später wieder unterwegs.
Auf dem Weg zu Michael Kohlbrok, der für meinen ursprünglich geplanten Autobegleiter sehr sehr dankenswerter Weise recht kurzfristig eingesprungen ist (1000 Dank lieber Micha, ohne dich wäre mein Traum von der TTdR zerplatzt) verfahre ich mich erst einmal, trotz Navi, wenn man halt zu viel quatscht beim Fahren...
Trotzdem kommen wir pünktlich in Warburg an. Micha ist der Hammer, was sich der Mann für die TTdR ins Zeug legt ist der Wahnsinn! Das Rad, welches er Meli und Gerd, und somit auch mir, zur Verfügung stellt, ist der Knaller! Blitzeblank geputz in einem ansoluten top-Zustand mit allem Schnickschnack, den man sich nur vorstellen kann, sogar ein Rückspiegel hat er extra montiert...Michael, ich weiß noch immer nicht, was ich sagen soll....DANKE!
Wir besprechen unser Vorgehen während der TorTour, bereiten soweit schon mal alles vor, räumen die Autos um und vertilgen 2 Kg!!! Nudeln mit einer extrem leckeren Micha-Spezialsauce - ist das lecker! Nicht all zu spät geht es dann auch schon ins Bett, schließlich haben wir ja alle morgen etwas vor ;-).
Doch mit schlafen ist nicht viel, was nichts mit der Unterbringung durch Micha zu tun hat, mille gracie, sondern viel mehr damit, dass mir 1000 Dinge durch den Kopf gehen. Und dann war da noch der Kater....der Gerd doch glatt in den Finger beißt und uns alle aufweckt ;-)...

Samstag, 26.05.2012 - Der Tag der Tage

Nach etwa 1 Stunde Schlaf klingelt dann das Handy...04:30 Uhr, aufstehen....der große Tag ist da, mein 50. Marathon und mehr...die TorTour de Ruhr über 230 Km....mein läuferischer Traum!
Wir frühstücken gemütlich und scherzen wie die wilden rum, abgleich doch bei jedem von uns eine gewisse Anspannung zu spüren ist - warum nur...?
Und dann ist es soweit - gegen 05:40 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Winterberg zur Ruhrquelle - und meine Aufregung steigt...
Um 7 Uhr sind wir dann dort und werden gleich von etlichen Läufern samt Begleitern herzlich begrüßt. Ultrafamilie eben ;-).
Die Autos werden nochmals umgeräumt, das Rad startklar gemacht, alles ordnungsgemäß verpackt und alle Geräte (Garmin usw.) startklar gemacht. Und wenn ich mich so umsehe - wir sind nicht die einzigen die so viel Krämpel mit dabei haben ;-), das beruhigt!
Wenig später geht es Richtung Ruhrquelle, dem Startpunkt. Hier treffen wir auch auf Julia und Jens, denen wir natürlich erst einmal um den Hals fallen (wer hat das nicht gemacht...?). Ich hole meine Startunterlagen und die vielen bestellten Posershörts ab, die ich dann gleich mal an meine Crew verteile - Einheitsdress muss einfach sein. Vernünftig gekleidet machen wir dann noch ein paar schöne Erinnerungsbilder an der Quelle, bevor Jens seine Jünger zusammenruft, um sein Briefing abzuhalten uns uns nochmals so richtig Mut zuzusprechen....oder auch nicht ;-)!! Die Stimmung ist der Hammer, wir alle haben nur ein einziges Ziel, in weniger als 38 Stunden die Rheinorange zu erreichen, nicht mehr, nicht weniger!
Nur Minuten später ist auch schon der Start, es gibt kein zurück, nichts geht mehr, 230 Km warten auf mich, Deutschlands längster Nonstoplauf, DNF ist keine Option, dessen bin ich mir bewusst, egal was da kommen mag, mein Kopf platzt, mein 50. Marathon und länger, mein läuferischer Traum, mein Spendenlauf, der Lauf, auf den ich mich seit einem Jahr vorbereitet und auf den ich mich so sehr gefreut habe, ich bin gespannt wie es wohl werden wird......

TorTour de Ruhr 230 Km - 26. - 27.05.2012 - ext. Version from Steffen Kohler on Vimeo.

Die TorTour de Ruhr, mit 230 Km Deutschlands längster Nonstoplauf, von Winterberg im Hochsauerland zur Rheinorange nach Duisburg im Ruhrgebiet, 5 1/2 Marathon!
Dies ist eine Video- und Fotodokumentation von Steffens 50. Marathon und länger bei einem der schönsten und best organisiertesten Läufe Deutschlands, ungekürzt, unzensiert, authentisch und zeigt wohl alle Facetten dieses Laufes, vom Start bis zum Ziel.


Der schriftliche Bericht folgt noch...

Sonntag, 27.05.2012 - der Tag danach

Meli und ich sind schon am Frühstücken, als Michael und Gerd dazu kommen, blöde nur, das an unserem Tisch schon alles besetzt ist, echt schade. Die Stimmung ist super, keine Spur von Erschöpfung oder Beschwerden und so wird ausgelassen über gerade erlebtes und geplantes gesprochen. Ok, etwas geschwollene Füße und Unterschenkel habe ich noch, sonst aber wirklich erstaunlicherweise nichts, noch nicht einmal Muskelkater und schon gar keine Blase!
Doch alles schöne hat auch mal eine Ende, und so heißt es gegen 10:30 Uhr schon wieder Abschied zu nehmen.
Gerd, Meli, Micha und ich machen uns wieder auf den Weg zur Ruhrquelle, da dort ja noch unser Auto steht. Als wir dort ankommen machen wir noch ein schönes Gruppenfoto mit "TorTourkunde" zur Erinnerung eines unvergesslichen Laufevents und eines unschlagbar guten Team -> Gerd, Micha und Meli, ihr seid die besten Supporter ever! Ohne euch hätte ich das niemals geschafft, ihr habt mich ins Ziel gebracht, ihr seid der Wahnsinn!
Wir verabschieden uns von Micha (1000000...Dank nochmals!!) und machen uns mit unzähligen Eindrücken und einem Sack voller Gedanken weiter auf den Weg nach Gross-Zimmern, wo wir Gerd veranschieden. Lieber Diro, ich weiß nicht was ich sagen soll, vielen lieben Dank für alles, egal was und wie ich es sage, es wäre zu wenig um meine Dankbarkeit auszudrücken.
Gegen 17 Uhr sind dann auch Meli und ich wieder in heimischen Gefilden....meine Gedanken kreisen, zu tief geht das Erlebte, zu nachhaltig sind die Eindrücke, die wunderschöne Strecke, die wunderbaren Menschen, die Hilfsbereitschaft, mein Team, die unglaubliche Distanz, die unbeschreibliche Anteilnahme auf Facebook, das alles muss erst einmal sacken...

Die TTdR verschiebt Grenzen, man kann sie nicht beschreiben, man muss sie erlaufen und erleben!

Danke, Danke, Danke an alle, die mir dies möglich gemacht haben! Und ein besonderer Dank an alle Unterstützer der Aktion "Laufend etwas bewegen", die 3521,30 € für die Ingelheimer Tafeln erbracht hat.

Hier ist die Urkunde
Hier sind die Bilder
Hier ist der Artikel der AZ über den Spendenlauf
Hier der Artikel vom Ingelheimer Wochenblatt
Hier der Vorbericht SAT1
Hier das Liveinterview SAT1
 
Blog Der Weg zur TTdR 230

 

Sonntag, 27.05.2012, 19:47 Uhr - Duisburg - Rheinorange:

 

F I N I S H E D
35:45:35 Stunden
3000 € für die Ingelheimer Tafeln!

4. TTdR 2012008

Es ist noch zu früh und zu viel um es mit Worten zu beschreiben...

Vorerst nur soviel:

Tausend Dank an das beste Team der Welt:

Michael Kohlbrok, Gerd Dietrich-Rosenbrock und meinen Engel Melanie!
Mit Euch an seiner Seite schafft man ALLES!

Ohne Euch kein Finish, NIEMALS, DANKE!

4. TTdR 2012189


230 Km - der Weg - noch nicht in Worte zu fassen...

4. TTdR 2012031

4. TTdR 2012047

4. TTdR 2012269

4. TTdR 2012275

4. TTdR 2012284

4. TTdR 2012297

4. TTdR 2012302

4. TTdR 2012315

4. TTdR 2012326

4. TTdR 2012346

4. TTdR 2012357

4. TTdR 2012361

4. TTdR 2012362

4. TTdR 2012352

4. TTdR 2012175

4. TTdR 2012380

4. TTdR 2012364

4. TTdR 2012365

4. TTdR 2012382

4. TTdR 2012381

4. TTdR 2012387

4. TTdR 2012177

4. TTdR 2012185

4. TTdR 2012422

4. TTdR 2012429

Ich danke meinem Team, allen Teilnehmern, Sascha und Janine, allen die an mich geglaubt haben, allen Spendern und ganz besonders Jens und Julia Vieler (dem ganzen Team Ronja für dieses unbeschreibliche und unvergessliche Event) sowie allen Helfern und überhaupt jedem, der irgendwie mit diesem wahnsinns Event zu tun hatte!
Ich bin stolz nun ein Teil dieser TorTour de Ruhr zu sein.

TorTour de Ruhr - nicht zu beschreiben, man muss sie laufen und erleben!

DANKE!
 
Blog Der Weg zur TTdR 230
26.05.2012 - Der große Tag ist da, die

TorTour de Ruhr

TTdR230

Am 09.Mai 2011 kam die Mail von Jens VIeler, die mein ganzes Läuferleben verändern sollte:

"Persönliche Einladung"

Liebe Nonstop-, 24h-, 48h-, 100-Meilen-, Landschaftsläufer, Ex-TorTouristen und sonstige Verrückte, lieber Steffen.

Das Warten hat ein Ende: Komm zur "TorTour de Ruhr 2012"

Ich war überglücklich, mir liefen die Tränen über die Wangen, ich war und bin im 7. Läuferhimmel! Ich, ein kleiner unerfahrener Ultraniemand, habe tatsächlich einen der 60 sehr begehrten Starterplätze bei dem für mich mit Abstand GEILSTEN NONSTOPLAUF DEUTSCHLANDS bekommen, unfassbar!

Seither drehte sich alles nur noch um diesen einen Lauf, um diese 230 Km, umd die TTdR 2012!

Unzählige Events habe ich bestritten, 100-Meiler, 24h-Läufe, 50er, Landschaftsläufe, alles war mit dabei. Und nicht ales lief "rund". Viele Fehler habe ich gemacht und viel Lehrgeld dafür bezahlen müssen, oder besser dürfen, so manches lief gut und hat mich positive Lehren ziehen lassen. Aber auch ein Tiefpunkt mit 12-wöchiger kompletter Trainingspause und Operation war mit dabei, der mich gezwungen hat, am 02.01.2012 quasi bei null mit dem Training wieder neu zu beginnen, aber ich habe gekämpft und mich wieder halbwegs in Form gebracht - und das alles für diesen einen Lauf, für Pfingsten 2012!

Ein erstklassiges Supporterteam wurde zusammengestellt, welches mit meiner lieben Frau Melanie sowie unseren Lauffreunden Gerd Dietrich Rosenbrock und Michael Kohlbrok, beides gestandene und erfahrene Ultras, nicht besser sein könnte! Es wurde viel geplant, beschafft und vorbereitet, alles für diesen einen Lauf, für die TTdR230!

Und jetzt, nach über einem Jahr ist es endlich soweit, ich stehe mit meinem Supporterteam in Wintenberg am Start und darf endlich laufen! Ich darf sie laufen, die 230 Km von Winterberg im Sauerland nach Duisburg zur Rheinorange  im Ruhrgebiet, meinen Läufertraum, meinen 50. Marathon und mehr. Jetzt liegt es an mir, all das zu einem guten Ende zubringen und erfolgreich zu finishen.

Und ja, ich will und werde es schaffen, ich werde es abküssen, das schönste Ziel der Welt, die Rheinorange an der Mündung der Ruhr in den Rhein, und moit ihr wohl gleich die ganze Welt!

441px-Duisburg_Rheinorange
 
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25.05.2012 - Noch 1 Tag bis zum Start - Ich freue mich...

 

ich freue mich auf den Lauf, von dem ich 2 Jahre lang nur geträumt habe;

ich freue mich auf meinen 50. Marathon und länger;

ich freue mich auf den Start in Winterberg;

ich freue mich auf das wunderschöne Sauerland;

ich freue mich auf meine klasse Freunde und Supporter Gerd Dietrich-Rosenbrock und Michael Kohlbrok (mio. Dank schon mal);

ich freue mich auf den schönsten Radweg Deutschlands, den Ruhrtalradweg;

ich freue mich auf und danke gleichzeitig allen Helfern entlang der Strecke, die sich 50 Stunden und mehr für uns paar Verrückte die Nacht um die Ohren schlagen und uns nach Kräften unterstützen;

ich freue mich auf die besten Ultramarathonläufer Deutschlands;

ich freue mich auf die besten Lauffreunde der Welt und auf unsere Ultrafamilie; 

ich freue mich auf wunderbare Gespräche während des Laufes;

ich freue mich auf die unglaublich familiäre Atmosphäre während des gesamten Laufes;

ich freue mich auf die Ruhr;

ich freue mich auf das unglaublich schöne und grüne Ruhrgebiet;

ich freue mich auf die wunderschöne Natur;

ich freue mich darauf, wenn mich die Kraft verlässt und darauf, wenn sie wieder zurück kommt;

ich freue mich auf Blasen und darauf, wenn sie 2 Km später wieder aufplatzen;

ich freue mich darauf wenn die Knochen anfangen zu schmerzen - und darauf, wenn es etwas später wieder aufhört;

ich freue mich darauf wenn mein Körper nicht mehr glaubt zu können und ich ihn mental und mit meinem Willen besiege;

ich freue mich darauf wenn der Schweiß in den Augen brennt;

ich freue mich auf Regen wenn er kommt und auf das Gefühl der auf mich einprasselnden Regentropfen auf der verschwitzen Haut;

ich freue mich auf die Hitze und die Sonne, wenn sie erbarmungslos auf mich einwirken und kräftig an meinen Kräften zehren;

ich freue mich auf ein Becher Wasser, wenn ich durstig bin;

ich freue mich darauf, wenn Nachts die Vögel plötzlich anfangen zu zwitschern und wenig später ein neuer Tag beginnt, immer wieder ein wunderbarer Moment und einer der ergreifensten Läuferaugenblicke überhaupt;

ich freue mich auf alles was nach Km 176,7 kommt, dann ab da ist es Neuland für mich;

ich freue mich auf traumhaft schöne Landschaften, die ich in Bild und Film festhalten werde;

ich freue mich auf ein aufmunterndes Wort, wenn es mir schlecht geht;

ich freue mich auf einen kräftigen Tritt in den ARSCH von meinem Supporterteam, wenn ich glaube nicht mehr zu können;

ich freue mich auf die staunenden und verwunderten Blicke und Reaktionen all der Passanten, die nicht verstehen können, was wir da tun;

ich freue mich auf den geilsten Veranstalter der Welt Jens Vieler und das gesamte Team Ronja;

ich freue mich auf die Rheinorange;

ich freue mich auf das Abknutschen des schönsten Zieles der Welt, auf das Drücken meiner Begleiter, ach einfach von allem und jedem, der nicht bei drei auf einem Baum verschwunden ist;

ich freue mich auf das erste Weizen seit dem Aschermittwoch diesen Jahres;

ich freue mich auf 3000 € Spendengelder, die ich bei meinem erfolgreichen Finish für die Ingelheimer Tafel erlaufen kann;


Ja, auf all das freue ich mich - kurz -

Ich freue mich auf die Tortour de Ruhr!

 
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24.05.2012 - Noch 2 Tage bis zum Start - Ich werde noch verrückt!

Es muss einfach sein, ich muss meine Beine nochmal durchblasen....glaubt mein Kopf, also gebe ich nach und laufe, aber nur 5,5 Km, mehr nicht! Und geht es mir jetzt besser? Nö, wie auch? Es zwickt mal hier, zwackt mal da, zum verrückt werden! Und Beine wie Blei, nee, iss klar, ne?
Ein Jahr Vorbereitung gehören nun der Vergangenheit an, ein Jahr mit über 5000 Km, Events wie beispielsweise 3 100Meilern, 3 24h-Läufen, 3 Läufen zwischen 50 und 110 Km sowie 4 50ern und etlichen Marathons, von den Trainingsläufen einmal ganz abgesehen, sind Geschichte.
Die 12 Wochen komplette Lauf- und Trainingspause Ende 2011 gehören allerdings leider auch mit dazu :-(!
Aber ich habe mich aufgerafft und alleine seit 01.02.2012 1908 Km erlaufen und in den letzten 8 Wochen sogar 1140 Km. Ob es reicht werde ich sehen. Jetzt wird es Zeit das es endlich los geht, ich werde noch verrückt...
Next run -> TTdR230 - Next stop -> Duisburg, Rheinorange!WANN IST ENDLICH SAMSTAG 8 UHR!!!!!
 
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23.05.2012 - Noch 3 Tage bis zum Start - Noch ein kurzer Hitzelauf

So, der letzte 10er vor der TTdR steht an, und das bei 29,7 °C und praller Sonne, auaha! Aber ich muss mich wundern, Puls niedrig, Laufgefühl gut, rechte Leiste und linke Prellungen fast gut, und der rechte Oberschenkel...naja dann, es wird wohl gehen. Somit ist der 2187. Laufkilometer für dieses Jahr Geschichte!!
Auf alle Fälle wird die Pace am Samstag irgendwo zwischen 5:40 und 6:00 liegen, bzw. wird er so liegen, dass der Puls nicht über die 120 geht. Das bedeutet dann eine Energierate von etwa 700 Kcal, für eine solche Distanz annehmbar, wenn, ja wenn ich auch immer schön für Energienachschub sorge!
Da muss ich unbedingt dran denken, alle 15 Minuten, Schoko, Gummibärchen, Salzstangen, Gel, 1/2 Riegel, irgendetwas in dieser Art. Und, ganz wichtig, zwischen 0,8 und 1 Liter trinken, wenn möglich Eistee.
Ach, und noch etwas, der SWR und SAT.1 haben sich gemeldet und mich in ihre jeweilige Live-Tvshows zum Interview eingeladen. SAT.1 wird am 31.05.2012 in der Sendung 17:30live ausgestrahlt und beim SWR geht es in der Landesshow Rheinland-Pfalz um 18:45 Uhr über die Antenne. 
Ja ja, das kann ja was werden....die Spannung wird fast unerträglich!!!!
 
Blog Der Weg zur TTdR 230

 

22.05.2012 - Noch 4 Tage bis zum Start - Hitzegewöhnung
Auch heute bin ich wieder in der vollen Mittagshitze bei 28 °C in der prallen Sone unterwegs - und es scheint sich langsam auszuzahlen, denn der Puls ist bei einer 5:40er Pace deutlich unter 120 Schlägen, was eine Energierate von ca. 700 Kcal/h bedeutet, gut für solche Temperaturen.
So, ällmählich sieht es hier bei uns aus als hätte die Bombe eingeschlagen! Überall fliegt irgendetwas "TorTouriges" herum, echt verrückt. Zig ausgedruckte, laminierte Pläne, Schilder, Karten, usw usw., Trinkzeugs, Mampfzeugs, Navi, Batterien, Beleuchtung, Kühlbox, Schuhe, Shirts, Hosen, Socken, Knipser....echt der Wahnsinn! Vor lauter Angst ich könnte es vergessen habe ich schon mal alles hingestellt....wie bekomme ich das ganze Zeugs eigentlich alles in unser riesen Auto...?
Noch 4 Tage bis zum Start - ich werde nich verrückt....

 

 
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