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Läufers Weisheiten

Man kann drei Läufergruppen beobachten: Die einen wollen sehen, wie sie durchs Laufen bei wem ankommen, die zweiten wollen sehen, wie sie beim Laufen vor wem ankommen und die dritten wollen sehen, dass sie überhaupt ankommen!

Blog Der Weg zur TTdR 230

Ich mache mir noch immer darüber Gedanken, wie nun Marburg laufen soll. Klar ist nur eines, eine Zeit von unter 4:30 sollte es schon werden, was ja immerhin einem Schnitt von 5:22 entspricht. Nur, bin ich bereits in der Lage dazu oder wäre das schon überpaced? Gute Frage, sehe ich mir den letzten langen, als Crescendo gelaufenen Lauf letztes Wochenende an so denke ich schon das das möglich sein sollte, dieses Tempo über diese Distanz zu halten. Und da ich ja auch nach dem Crescendo beschwerdefrei geblieben bin denke ich auch, dass das körperlich ebenfalls zu vertreten wäre. Also dann, ich werde es mal versuchen...
Was heißt das für heute? Gut, ich gönne mir erst einmal 45 Minuten Ganzkörperkraft und spüle anschließend noch mal über 4 Km die Beine kurz durch, allerdings ohne die sonst üblichen Steigerunge und ohne Dehnübungen, nur nichts mehr riskieren...

02.03.2012

Heute ist trainingsfrei. Allerdings fresse ich wie ein Scheunendrescher, oh je....und das geht nun schon seit Tagen, ähm, eigentlich schon seit 2 Wochen, ich habe ständig Hunger...so wird das aber nichts mit den 4 Kilo weniger bis zur TorTour...egal, momentan kann ich das ja als Carboloading prima durchgehen lassen!!

03.03.2012

In Marburg angekommen treffen wir natürlich wieder Gott und die Welt, darunter auch Carsten Mattejiet und Alexandra Neumann, die beide in der Jugendherberge ünernachtet haben und erst einmal ihr Gepäck bei uns im Auto verstauen. Schnell stellen wir fest, dass wir alle gemeinsam bei den DM über 100 Km am 6.10.2012 in Rodenbach am Start sein werden, woraufhin wir beide gleich mal für das komplette  besagte Wochenende zu uns einladen. Wäre das ja schon mal geregelt ;-)..
Wenig später machen wir uns startklar und begeben uns an selbigen. Carsten plant, so wie ich, in etwa eine 4:30 zu laufen, Alex startet ohne Ambition über die Marathondistanz und Meli nimmt das als Trainingslauf mit einer Zeitvorgabe von 5:30 mit. Und ich? Ja genau....!?!?
Am Start treffe ich auf Max Lahann und wir beschließen ein paar Kilometerchen gemeinsam zu laufen.
Punkt 10 Uhr fällt dann auch der Startschuss...
Ich fühle mich gut, nein, ich bin eigentlich heiß ohne Ende und habe innerlich so das Gefühl als wolle irgendetwas "raus" aus mir...nur was? Egal, Max und ich quatschen über vergangens und geplantes und stellen dann einvernehmlich fest, dass wir beide irgendwie einen an der Klatsche haben. Als wir hier vor 4 Jahren erstmals zusammen liefen unterhielten wir uns über 50 Km- und 6 Stundenläufe und jetzt? Hexenstieg, TTdR230....ja ja, die Ziele werden halt größer, ähm, weiter ;-)!!
Nach etwa 3 Km schaue ich erstmals auf die Uhr und stelle fest: Wir sind viel zu schnell unterwegs, macht aber nichts, da weder Max noch ich Probleme damit haben. so laufe ich also mit einer 4:44er Pace und einem 128er Puls weiter....mit dem sicheren Wissen im Hinterkopf, spätestens nach 30 Km einzubrechen. Aber egal, momentan läuft es und so lasse ich es einfach passieren.
Die neu konzipierte Strecke läuft sich hervorragend, es gibt keinen Wendepunkt mehr und auch die beiden Steigungen auf die zwei Lahnbrücken sind nicht mehr ganz so tragisch, da im Gegensatz zu den Vorjahren die Laufrichtung geändert wurde, klasse! Auch zur Verpflegung gibt es weiter nichts zu sagen, war und ist sie hier doch schon immer absolut top!
Die erste 10 Km-Runde absolvieren wir bereits nach 48:45, oh je, viiiiel zu schnell, so schnell war ich bisher nur ein einziges mal unterwegs, nämlich bei der DM über 50m Km in Rodenbach, als ich meine noch immer gültige Bestzeit lief...
Max muss kurz nach dem Start- Zielbereich mal kurz in die Hecke, sodass ich ab jetzt alleine unterwegs bin. Macht nichts denke ich, er wird mich schon wieder einholen, spätestens wenn ich einbreche...
Nach 16 Km schlucke ich das erste Gel (wie ich das hasse) und schaue mal kurz auf den RCX5, der mir eine 4:38er Pace anzeigt....hä, ja spinne ich denn? Der Puls liegt inzwischen bei 135, was noch voll in Ordnung ist, und da ich mich gut fühle lasse ich es einfach weiter laufen. An den VPs trinke ich immer ein Wasser und ein Iso. So auch nach dem Ende der zweiten Runde, die, gibt´s doch gar nicht, nach noch schnelleren 47:37 schon absolviert ist. Gel und Wasser rein und weiter! Es läuft gut, zwar merke ich das die Beine etwas schwerer werden, lasse es aber einfach mal weiter laufen, zumal ich gefühlt noch nicht am Limit laufe. Den HM stoppe ich nach 1:41:21 ab, einer Zeit, die ich zuletzt in Bonn 2010 gelaufen bin.
Weiter geht´s und ganz ehrlich warte ich jeden Moment auf den Mann mit dem Hammer. Doch der bleibt auch in dieser Runde aus, sodass ich sie in noch schnelleren unfassbaren 47:34 absolviere. Mir wird es langsam unheimlich...wie bitte geht das denn? Keine Ahnung, kann ich mir nicht erklären, ist auch völlig egal, weiter geht´s! Bei Km 33 treffe ich auf einen Marathoni (Toni da Conceicao), der schon eine geraume Zeit vor mir läuft und nicht mehr zu können scheint, da er Anzeichen von Gehversuchen zeigt. Wir kommen kurz ins Gespräch und so ziehe ich ihn bis ins Ziel, was ihm zu einer neuen PB im Marathon von 3:20:47 (alte PB 3:32...) verhilft. Ganz nebenbei habe ich mich da wohl auch etwas selbst gezogen, brauche für Runde 4 erneut nur 48:13, kann es gar nicht fassen und stoppe meine Marathondurchgangszeit nach 3:22:17, was für mich die zweitschnellste Marathonzeit seit ich laufe bedeutet. Der Puls liegt schon seit etwa einer Stunde bei etwa 145, was bei mir immer noch den grünen Bereich bedeutet. So, und jetzt? Wenn ich mich nur etwas mehr anstrengen würde könnte ich unter 4 Stunden bleiben, könnte...aber wozu? Muss ich das? Es läuft so wie es ist verdammt gut, mir tut nichts weh, gut, schwere Beine habe ich schon, breche aber nicht ein, es zeiht nichts, es ziept nichts, alles ist gut, warum sollte ich also auf Teufel komm raus das Risiko einer Verletzung oder sonst irgend etwas eingehen? Nein, mein Ziel ist es nicht hier eine top Zeit zu laufen, sondern die TTdR230 an Pfingsten erfolgreich zu finishen. Und mal ganz nebenbei - geplant war eine Zeit knapp unter 4:30!
Also lasse ich es einfach weiter laufen, spule auch die 5. und somit letzte Runde recht gleichbleibend ohne Einbruch ab und komme nach unfassbaren 4:01:29 ohne jedes Problem überglücklich ins Ziel! Das ist meine zweitschnellste, jemals über diese Distanz gelaufene Zeit, nee nee nee...und das nur 4 Wochen nach Rodgau, wo ich mich mehr oder weniger über die 50 Km quälen musste und fast 5 Stunden benötigt habe.
Geil, einfach nur geil, ich fasse es nicht, habe keine Schmerzen, keine Blasen, fühle mich überhaupt nicht so als hätte ich mich total verausgabt und überhaupt, ich könnte die Welt knutschen!
Wenig später kommt auch Max rein, der ebenfalls eine super Zeit von 4:07 erreicht und über mich nur den Kopf schüttelt.
Alexandra wird unfassbare 2. der Frauen und gewinnt ihre Altersklasse, Carsten läuft eine geile 4:25 und erreicht somit ebenfalls sein gestecktes Ziel genau wie mein Schatz Meli, die in 5:18 rein kommt und somit ebenfalls deutlich schneller als geplant unterwegs war.

Ganz nebenbei haben wir mit der Mannschaft der LG DUV auch noch ganz souverän die Mannschaftswertung gewonnen...

Und was bedeutet diese, sagen wir mal, knapp bestandene (fast 30 Minuten schneller als geplant) "Generalprobe" jetzt für die TTdR230?

Ganz einfach - YES I CAN!

Hier sind die Bilder
Hier die Urkunden

04.03.2012


Ich wundere mich selbst über meinen heutigen Zustand, keine Schmerzen und nur ganz leichten Muskelkater. Entsprechend gönne ich mir ein schön gemütliches Regenerationsläufchen über 10 Km und dehne anschließend ausgiebigst. Das ich heute schon wieder laufen kann zeigt mir noch einen weiteren wichtigen Punkt, nämlich das sich meine Regenerationsfähigkeit wieder fast auf dem alten Niveau befindet!
Ich bin unendlich froh, dass auch dieser Lauf von meinem Körper so gut verkraftet wurde. Jetzt kann ich wirklich ganz beruhigt die vernünftige Vorbereitung zur TTdR angehen, klasse!

05.03.2012

Eingentlich ist ja heute Trainingspause, allerdings entschließe ich mich zu einer RUnde Krafttraining mit ausführlichem Dehnen, besser ist das!
 
Blog Der Weg zur TTdR 230
14.12.2011

So, genug gemeckert und gemotzt, so kann es ja nicht mehr weiter gehen! Ich muss damit aufhören, ständig Trübsal zu blasen und endlich lernen, so schwer es auch fällt,  die jetzige Situation, so unbefriedigend sie auch ist, anzunehmen. Mensch Junge, arrangiere dich damit, nimm es an, versuche etwas positives daraus zu ziehen, versuche es zu akzeptieren und lass dich darauf ein! Die ganze Zeit wehrst du dich dagegen, das bringt nichts, nimm es an, versuche es zu verstehen, zu begreifen.

Große Worte, aber es fällt mir unglaublich schwer zu akzeptieren das es Dinge gibt, die ich nicht 120 %ig in der Hand habe, die ich nicht steuern und kontrollieren kann. Aber ich muss, ich muss das lernen...

15.12.2011

Nachdem der "Lernprozess" im Kopf seit gestern voll im Gange ist muss ich mich nun endlich mal "vernünftig" mit der aktuelle Situation, mit mir selbst und mit dem weiteren Weg beschäftigen.

Aber wie genau soll und kann es denn jetzt weiter gehen?
Momentaufnahme: Alles schmerzt, wie gehabt, toll, Bauchmuskelansätze, Adduktoren, Leiste, gute Grundlage!
Woher kommt´s? Unbekannt! Toll, noch bessere Grundlage!
Therapie? Ja genau...
Dauer der Therapie? Jepp...

So, jetzt mal ganz im Ernst, kann mir da jetzt noch irgend ein Mediziner helfen? Welche Chancen hätte er mir zu helfen? Wenn ich es mir recht überlege, keine! Nur ich kann versuchen herauszufinden, was genau passiert ist, nur ich kann das letzte halbe Jahr analysieren und nur ich kann entscheiden, in welchem Ausmaß was für mich gut ist!
Ein Mediziner hätte gar nicht die Zeit dazu und könnte das alles auch niemals so exakt hinterfragen und nachvollziehen. Er könnte nur den momentanen Zustand feststellen und dann nach Standard Behandlungen vorschlagen. Und das ist kein Vorwurf, wirklich nicht. In diesem Fall muss ich die Docs in Schutz nehmen.
Nur, wie geht es jetzt weiter, wo setzte ich wie an?
Als erstes muss ich alles rund um den menschlichen Körper, ganz besonders im Beckenbereich, dessen Knochen, Gelenke, Muskeln und vor allem aber auch Bewegungsabläufe erfahren. Aber wie? Ich suche, überall, ganz schön lange, Bücher, Internet, Portale, lasse nichts aus und werde dann unter anderem bei 3 Apps für das iPad fündig. Nicht ganz billig, aber absolut hervorragend und genau das, was ich zum Verstehen der Zusammenhänge brauche!

Nachdem ich mich jetzt stundenlang damit beschäftigt habe schnappe ich mir das Röntgenbild und die Bilder vom MRT (immer gut wenn man sich sowas auf CD brennen lässt) und stelle fest, dass beide ISGs ebenso ganz leicht entzündet zu sein scheinen! Toll, auch das noch! Aber warum? Ich schaue mir erneut alles an, wechsle von App zu App, betrachte jeden Muskel, jeden Knochen und vor allem immer und immer wieder die Bewegungsabläufe und stelle dabei erst einmal fest, wie unglaublich komplex und kompliziert das alles ist! Das Zusammenspiel aller beteiligten Körperpartien ist beeindruckend und faszinierend zugleich, zeigt mir aber gleichzeitig auch was passieren kann, wenn eben genau in dieser Komplexität etwas aus den Fugen gerät! Ok, für ein paar Kilometer macht eine solche kleinste Änderung eines Bewegungsablaufes wohl nichts aus und bleibt sicher auch ohne Folgen, aber bei 100 und mehr Kilometern sieht das sicherlich schon wieder ganz anders aus. Und ist erst einmal ein Glied in dieser komplexen Kette defekt versucht der Körper dies auf einem anderen Weg zu kompensieren und genau das zieht dann eben weitere Probleme nach sich.

So, und genau da muss ich ansetzen, ich muss herausfinden, was wann warum passiert ist. Aber wie? Ok, wann haben denn die allerersten Probleme angefangen....
Und tatsächlich fällt mir so einiges auf, Dinge, die mir im ersten Moment entweder gar nicht ins Auge gestochen sind oder die ich bisher für unwichtig gehalten und entsprechend ignoriert habe. Nach und nach ergeben alle Mosaike ein Bild und ich glaube die Ursache und die Zusammenhänge verstanden zu haben. Alles hängt zusammen, es ist wie ein Kreis, ein Teufelskreis, aus dem heraus zu kommen sicher nicht einfach werden wird, dessen bin ich mir bewusst.
Und wann gehe ich das "Durchbrechen" dieses Teufelskreises an?
Morgen!

16.12.2011 (Einfach auf´s Datum klicken um die Trainingseinheit zu sehen)

Wie von Doc enpfohlen heute also das erste sehr vorsichtige Training auf dem Ergometer, wie ich das hasse auf dem blöden Ding! Trostlos, langweilig. Aber gut, besser als nichts! 20 Minuten mit 150 Watt und einer 95er Trittfrequenz spule ich ganz vorsichtig ab. Man tut die Bewegung gut...allerdings bleibt der Puls deutlich unter 90 Schlägen...also als Training kann man das wohl nicht bezeichnen. Im Anschluss tun mir ganz schön die Beine weh...nix mehr drauf! Ich fange an die mir überlegten speziellen Kräftigungs- und Dehnübungen zu machen...und halte es vor Schmerzen fast nicht aus. Und das mit 2*800 mg IBU in mir...leck mich am Ar...!
Oh, ich wollte ja nicht mehr meckern und an mir und der Situation arbeiten...ich erinnere mich...Und noch etwas - vergess die TTdR230 nicht, denn noch ist etwas Hoffnung...so zu 10 % ...

17.12.2011

30 Minuten Ergometer bei 175 Watt und 95er Trittfrequenz. Der Puls kommt gerade so auf 90....kein Wunder auf dem Mistding, ist das langweilig im Keller! Wenigstens geile Mucke habe ich auf den Ohren, anders kann man das auch nicht ertragen, aber wie gesagt, Hauptsache BEWEGUNG!

18.12.2011

Heute ist glücklicherweise Trainingspause. Nur nicht gleich zu viel wollen, lieber dem Körper mal wieder Ruhe gönnen!
Nee, Ergometern ist echt nichts für mich. Aber was soll und kann ich momentan anderes machen und es ist immer noch besser als gar nichts zu machen, und überhaupt, wie geht es weiter? Also kurzfristiges Ziel habe ich mir überlegt, bis 31.12. täglich zu "radeln" und den Umfang dabei ganz langsam so zu steigern, dass zum Jahresende 90 Minuten am Stück dabei heraus kommen. Ob´s was wird?

19.02.2011

Wieder 175 Watt bei 95er Trittfrequenz, ich scheine es gut zu vertragen. Nach 35 Minuten habe ich die Schnauze voll, selbst gescheite Musik hilft da nix, Ergometer ist und bleibt nichts für mich. Aber wat mut dat mut...
Ach ja, heute war der erste Arbeitstag, also stundenlang zu sitzen ist nichts, da merke ich doch deutliche Wundschmerzen, aber egal, zuhause fällt mir nur die Decke auf den Kopf!

20.12.2011

40 Minuten Ergometer, ein einziger (Alp)traum. Wie ich das hasse......
Mir machen die Dehnübungen unglaublich zu schaffen, schmerzt das doch sehr. Die Übungen für die Adduktoren treiben mir fast die Tränen in die Augen, von denen des Piriformis rede ich erst gar nicht. Aber all dies zeigt mir nur sehr deutlich, wie sehr ich dies die ganze Zeit vernachlässigt habe und an welchen Stellen ich Muskelverkürzungen und Dysbalancen habe. Und noch etwas wird mir schlagartig klar - ich habe noch einen weiten und beschwerlichen Weg vor mir...

21.12.2011

45 Minuten bei allerdings 200 Watt und wieder 95er Trittfrequenz. Selbst bei 200 Watt bleibt der Puls unter 100 Schlägen...nee nee nee, gibt´s doch gar nicht. Beim Dehnen das gleiche Bild, Schmerzen ohne Ende...und das trotz 2*600 mg Ibu...

22.12.2011

Das gestrige Programm hat scheinbar ganz schön reingezogen, allerdings weiß ich jetzt nicht ob es die extremen Dehnübungen oder das Ergometern war. Egal, heute wird pausiert, besser ist das. Allerdings habe ich in meinem tiefsten Inneren das Gefühl das dies alles doch noch irgendwann wieder gut wird und so bestelle ich erst einmal aus tiefstem Herzen 2 paar neue Laufschuhe!

23.12.2011

30 Minuten trampele ich mit 200, die letzten 20 Minuten mit 230 Watt, und siehe da, der Puls geht sogar mal über 100! Cool...Allerdings bin ich froh als die 50 Minuten endlich vorbei sind, man drückt mir das das Gehänge ab....
Mittlerweile dehne ich 5 mal am Tag jeweils etwa 15 Minuten, aber eine Besserung merke ich noch absolut nicht, noch nicht einmal im Ansatz, ob das alles so richtig ist was ich da tue...

24.12.2011

Heute beschenke ich mich zum heiligen Abend erst einmal selbst und gönne mir 55 Minuten bei 230 Watt, herrlich :-((((. Nee, Ergometer ist absolut nichts für mich, ab morgen wird auf der Rolle im Wohnzimmer gestrampelt!

25.12.2011

Ab heute wird auf der Rolle trainiert, was geht mir das Ergometer im Keller auf den Sack! Auf dem Bike im Wohnzimmer kann ich mir wenigstens ein geiles Konzert (AC/DC live at River Plate auf Blue Ray über den AV-Receiver) reinziehen. Man, das geht mächtig nach vorne, allerdings merke ich gleich einmal, dass das Ergo gegen die Rolle PILLEPALLE ist! Boah zieht das auf dem Bike rein, unglaublich, echt der Hammer. Allerdings fällt mir das Gehänge nach 60 Minuten noch mehr ab als zuvor auf dem Ergometer...
Mit wieviel Watt ich jetzt getreten habe weiß ich nicht, allerdings war der Puls ENDLICH mal in trainingsähnlichen Sphären, nämlich bei etwa 125 - 135, geil!

26.12.2011

Egal wieviel ich auch dehne, wie gewissenhaft ich die Übungen auch ausführe, es wird und wird einfach nicht besser, sowohl die Adduktoren als auch die Bauchmuskelansätze schmerzen. Einzig die ISG´s zeigen Besserung, wenigstens etwas.
65 Minuten quäle ich mich auf der Rolle bei einer Trittfrequenz von 100 und der Schweiß fließt nur so in Strömen. Nach etwa 40 Minuten ist das Gehänge komplett taub, oh man wie ätzend! Aber immer noch besser als im Keller auf dem Ergo.
Als ich vom Bike steige habe ich Beine wie Pudding, allerdings merke ich bei den anschließenden Dehnübungen sehr schnell, das dem leider doch nicht so ist. Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen!

27.12.2011

Heute ist Schontag, entsprechend geht es nur 45 Minuten auf die Rolle. Man bin ich froh wenn das Kapitel Ergometer/ Rolle hoffentlich bald wieder gegen das Laufen eingetauscht werden kann....aber ich beschwere mich nicht, besser das wie gar keine Bewegung, denn die hat mir soooo gefehlt!!

28.12.2011

Heute geht es 75 Minuten auf die Rolle, allerdings muss ich nach 45 und 65 Minuten kurz vom Sattel, alles Taub ;-)!
Mir kommen wieder immense Zweifel, ob das, was ich da tue, wirklich das best Machbare ist, ob es überhaupt gut ist, denn nach wie vor merke ich keinerlei Besserung was die Adduktoren und die Bauchmuskeln angeht, von den Wundschmerzen einmal ganz zu schweigen. Fast täglich schaue ich mir nochmals die Apps an um meine Übungen erneut zu überdenken, variiere ständig um nicht in einen Gewohnheitstrott zu verfallen, gehe mal bis, mal leicht über den Schmerzpunkt und doch ändert sich nichts. Vielleicht brauche ich einfach mehr Zeit und vor allem mehr Geduld.
Einzig die Verdauung scheint sich wieder einigermaßen zu normalisieren, zumindest habe ich erstmals seit Mitte November wieder regelmäßigen Stuhlgang - und die Gewichtszunahme schein auch gestoppt! Und die TTdR 230 - nicht vergessen und zu 20 % möglich!

30.12.2011

Der hoffentlich vorletzte Rollentag mit 80 Minuten Getrete und einem Durchschnittspuls von 119 gehen zu Ende. Wenigstens kann ich eines mit Bestimmtheit sagen - Biken geht absolut schmerzfrei, mal von der Taubheit in anderen Gegenden nach etwa 50 Minuten ganz abgesehen.
Gut, ich darf nicht vergessen, noch immer nehme ich täglich 2*600mg Ibu. Aber was heißt das in diesem Zusammenhang, wenn die Dehnübungen nach wie vor so sehr schmerzen? Ich weiß es nicht...

31.12.2011

Das Ziel für dieses Jahr ist erreicht, habe gerade meine letzte Bikeeinheit hinter mich gebracht und tatsächlich 90 Minuten durchgehalten! So, ich hoffe sehr, dass ich ab übermorgen wieder läuferisch unterwegs sein kann...

Ich sitze einen Augenblick alleine da, weil mein Schatz laufen ist, und mache mir so meine Gedanken über das abgelaufene Jahr! Soll ich es verfluchen, als "Schandfleck" meiner "Laufkarriere" verteufeln.....?
Blödsinn! Ich habe mittlerweile die Erkenntnis gewonnen das alles, aber auch wirklich alles im Leben seinen Sinn hat:

Ich danke dem Jahr 2011 für all das, was ich erfahren und erleben durfte.
Es war unglaublich viel positives und unvergessliches mit dabei, aber auch Entbehrungen und gesundheitliche Probleme.
Haderte ich Anfangs noch mit dem Schicksal und wollte ich so manches einfach nicht wahr haben, so bin ich nun unglaublich dankbar und glücklich auch dies alles erlebt haben zu dürfen.
Es hat mich Demut und Genügsamkeit, aber auch Geduld, Zufriedenheit und Dankbarkeit gelehrt. Dies alles hat mich reifen und stärker werden lassen.
Ich bin zufrieden wie es war und wie es ist und freue mich ganz unbelastet und frei auf das, was da noch kommen mag.

Und welche Ziele habe ich für das neue Jahr? Gar keine, einfach nur wieder laufen zu können (dürfen), die wunderschöne Natur zu genießen, sich an der Landschaft zu erfreuen, die herrlich frische Luft tief in den Lungen zu spüren, Sonne, Regen Schnee und Sturm zu erleben und eins mit der Welt zu sein.

Und klar habe ich noch Träume, wäre doch schlimm wenn nicht, oder? Welche?
Na, der alte bleibt doch weiter bestehen, hat sich doch nichts geändert, am Pfingstsonntag vor 22 Uhr die Rheinorange in Duisburg nach absolvierten 230 Km abzuklatschen! Träumen darf man doch....

01.01.2012

Was wird das neue Jahr bringen....ich weiß es nicht. Wenn ich vom heutigen Stand ausgehe gar nichts. Denn was, außer das ich 90 Minuten auf dem Bike treten kann, hat sich wirklich seit der OP verbessert? Nicht viel...ich zweifle wieder, wie so oft, an mir, an dem was ich tue und an dem, was ich mir für die nächste Zeit so vorgenommen habe.
Soll ich überhaupt wie geplant ab morgen wieder Laufen oder wäre es nicht besser noch ein paar Wochen zu pausieren. Ich weiß es nicht...
Auf der einen Seite weiß ich, das Schonung  bzw. die wochenlange totale Trainingspause nichts gebracht haben, auf der anderen Seite sehe ich aber auch in meinem Tun der letzten 14 Tage keinen wirklichen Erfolg. Und noch etwas macht mir Sorgen, die Empfehlung von Dr. Meister bis Mai 2012 kein Krafttraining zu machen....das ist für meine Bandscheibe das reinste Gift. Aber mal im Ernst, bei den Bauchmuskelansatzschmerzen........
Geduld, ich muss mich einfach weiter gedulden und an meinen Weg weiter glauben, ja, das ist es....

02.01.2012

Mein erster Lauf seit meinem 42. Geburtstag, eigentlich noch viel länger...und wie soll ich sagen...es ist der Hammer. Schmerzen überall, Adduktoren, Gesäß, Oberschenkel, Bauchmuskelansatz, einfach überall, und doch genieße ich jeden Meter. 4 Km werden es am Ende, allerdings kommt es  mir so vor, als sei ich noch niemals zuvor läuferisch unterwegs gewesen. Oh mein Gott.....was ein herumgeeiere, unglaublich, und die Schmerzen...trotz Ibu...deren Menge ich jedoch auf 2*400mg reduziert habe.
Allerdings gibt es auch etwas sehr positives - der rechte Fuß setzt jetzt wieder absolut gerade auf, d.h. der Piriformis rechts stimmt wieder, scheinbar haben die teilweise sehr schmerzhaften Dehnübungen doch Wirkung gezeigt!
Ich entschließe mich dazu, mit ganz leichtem Krafttraining zu beginnen, besonders rund um die Adduktoren und die Gesäßmuskeln und beim Laufen sehr auf einen sauberen Bewegungsablauf zu achten.

03.01.2012

Der zweite Lauf, diesmal über 6 Km, 6000 weiterhin schmerzhafte Meter. Jetzt zieht es auch am rechten hinteren Oberschenkel, oh man, das gibt es doch gar nicht. Und doch, jeden Meter genieße ich, trotz allem, denn ich laufe wieder, und das ist die Hauptsache. So sehr kann es gar nicht weh tun, damit ich nicht die Natur und die frische Luft genießen könnte  Im Anschluss wird wieder ausgiebig gedehnt und alles rund um die ISGs und die Adduktoren gemacht. Auch die ersten Situps versuche ich, lasse das aber wegen zu starken Beschwerden nach nur wenigen Wiederholungen lieber wieder sein.

04.01.2012

Nachdem das gestern alles nicht so das gelbe vom Ei war beschließe ich mich heute auf ausgiebiges, aber sehr vorsichtiges und behutsames Krafttraining zu beschränken. Auch die ersten Rückenübungen sind mit dabei, aber auch viele Übungen für die Waden und die Füße.
Die Dehnübungen lasse ich besser weg - man habe ich Muskelkater vom gestrigen 6 Km-Lauf, ich fasse es nicht!

05.01.2012

Nach wie vor habe ich höllischen Muskelkater, WAHNSINN! Es geht über 8 Km, schön langsam, allerdings mit einem viiiieeeel zu hohen Puls, aber gut, wo soll es auch her kommen! Und, wieder zuhause bin ich völlig alle....Ausführlich gedehnt....AUA....

06.01.2012

Heute sind es 10 Km, die ersten 6 ganz ok, aber dann wird es schwer...Schmerzen im rechten hinteren Oberschenkel, wie schon Tage zuvor. Oh je, das ist nicht gut. Ich habe aber den Eindruck, dass es etwas besser ist. Gut gedehnt, wie immer fast unter Tränen...

07.01.2012

Heute gönne ich mir eine totale Trainingspause und muss insgesamt erschreckend feststellen, dass ich läuferisch wirklich von nahezu null anfangen muss. Schaue ich mir die Trainingswerte der vergangenen Tage an so wird mir Angst und Bange, besonders in Hinblick auf die TTdR230....wie soll das bitte gehen? Ich weiß es nicht, Kraft - dahin! Ausdauer - dahin! Puls - etwa 20 Schläge zu hoch! Schmerzen - nach wie vor vorhanden! Echt gute Voraussetzungen...Wahscheinlichkeit einer Teilnahme...30 %?

08.01.2012

Mein 5. Lauf, doch stelle ich ab heute in einer Hinsicht um: Ich dehne jetzt VOR dem Laufen und siehe da, die Schmerzen sind nicht mehr ganz so schlimm! Allerdings habe ich noch immer Muskelkater, echt der Knaller, doch machen die insgesamt 13 Km erstmals ein wenig Spaß, kein Wunder auch, ist doch das schönste Wetter mit Sonne satt und herrlich frischer Luft. Es ist schön LÄUFER zu sein!!

09.01.2012

Heute steht wieder sehr ausgiebiges Krafttraining auf dem Plan. In der Hauptsache trainiere ich Adduktoren und Abduktoren und dehne sie auch ordentlich. Was bin ich froh als ich diese Qualen endlich hinter mir habe...

10.01.2012

Erster gemeinsamer Lauf mit meinem Schatz seit dem Troisdorfer 6-Stundenlauf - herrlich. Wir versuchen etwas schneller zu laufen, was mir gewaltige Schwierigkeiten bereitet. Ich versuche es aber durchzuhalten, was mit schlussendlich auch gelingt. Über 15 Km ging es und eigentlich war ich nach 7 schon völlig platt, keine Kraft, Wahnsinn! Und der Puls...von dem rede ich erst gar nicht, für ein 5:20er Tempo mit fast 130 viel zu hoch. Heute spüre ich beide hinteren Oberschenkel, auch die Leiste und alle anderen Stellen mucken nach wie vor. Wann das mal besser wird.....gut gedehnt!

11.01.2012

Heute geht es wieder über 10 Km etwas langsamer zum regenerieren. Oh man, ich habe erneut Muskelkater....von gestern...nee nee nee...gut gedenht.

12.01.2012

18 Km nehme ich mir vor und absolviere diese auch in einem gemütlichen 5:40er Tempo, wobei - gemütlich? Gemütlich war das vor 3 Monaten, jetzt zieht das ganz schön rein! Und was mich ebenfalls erschreckt ist die enorm hohe Energierate. Die liegt bei 1100 Kcal/h, viiieeel zu hoch, Wahnsinn, ich fasse es nicht. Also Stoffwechseltechnisch stimmt da gar nichtsmehr! Aber gut, der Puls ist auch unter aller S..!Muskelkater habe ich noch immer und auch sonst sind alle Schmerzen noch da, wobei ich den Eindruck habe, eine ganz leichte Besserung zu verspüren. Das Dehnen vor und nach dem Laufen scheint sich auszuzahlen. Wieder zuhause mache ich noch etliche Kraftübungen für die Abduktoren und Adduktoren - HÖLLE!

13.01.2012

Wieder Krafttraining, wieder die Hölle! Ich versuche sehr variantenreich zu aggieren, um ständig andere Muskelgruppen zu beanspruchen und stark gereizte Stellen zu entlasten.

14.01.2012

13 Km geht es Richtung Rhein und ich habe den Eindruck, es würde ganz langsam besser werden, und zwar sowohl vom Muskelkater als auch von den Schmerzen her. Allerdings bin ich von einem leichten Laufen noch ganz weit entfernt, jeder Meter strengt an, aber gut, trotzdem genieße ich jeden Meter!

15.01.2012


Es ist echt zum heulen, noch immer Schmerzen und vor allem aber sozusagen absolut nix druff!!! Man, unvorstellbar in meinem jetzigen Zustand und der momentanen Verfassung einen Marathon oder mehr zu laufen, ja selbst ein Halbmarathon erscheint mir noch zu viel. Mir wird ganz deutlich klar, dass ich, will ich wirklich die TorTour laufen, noch einen verdammt harten und steinigen Weg vor mir haben werde. Seltsamerweise habe ich seit heute innere Wundschmerzen...komisch.
Egal, gut gedehnt!

16.01.2012

Nichts geht, statt dem geplanten Lauf höre ich wieder einmal auf meinen Körper und mache lieber Krafttraining und dehne bis die Schwarte kracht.

17.01.2012

Heute habe ich ein wenig Bammel, stehen doch erstmals mehr wie 20 Km auf dem Plan. Doch es läuft eigentlich ganz gut, als ich Richtung Stadecken-Elsheim laufe. Auf einer von der Selz überschwemmten Wiese sehe ich eine Herde Rotwild trinken, mitten im wunderschönen Sonnenuntergang und mir geht das Herz auf - ist das schön! Für einen Augenblick sind alle Widrigkeiten vergessen....
Was die Beschwerden angeht so ist es echt zum verrückt werden, was gestern besser zu werden schien ist heute schlimmer und umgekehrt. Auch weiß ich nicht, was auf das Konto Muskelkater, Überlastung, ungewohnte Belastung oder auf das der alten Probleme geht - keine Ahnung. Und ganz verrückt - zu den Wundschmerzen habe ich jetzt noch ein leichtes Ziehen im linken Bauchbereich, ich werde noch verrückt...

18.01.2012

8 Km Regeneration, mehr ist heute nicht drin. Die Adduktorenansätze, ach ich sag nichts mehr. Mein Arbeitskollege hatte heute Geburtstag und jede Menge Kuchen mitgebracht. 6 Stück habe ich verdrückt und es war mir SCHEIßEGAL!

19.01.2012

Der Himmel öffnet seine Pforten und der Starkregen peitscht mir durch den Sturm angetrieben mit voller Wucht ins Gesicht. In Sekunden bin ich völlig durchnässt. Die Füße quellen auf, die Hände und die nackten Waden beissen vom Wind...ich friere...
Ich spüre jeden Wassertropfen, wie er erst auf meine Haut prallt und dann den Körper herunter läuft. Ich spüre den Wind, der mir eine wunderbare Gänsehaut erzeugt, ich spüre, wie mir das Wasser an die Beine spritzt, wenn ich durch die knöcheltiefen Pfützen laufe...

Ein breites Grinsen erfasst meine Lippen, obgleich mir Tränen der Freude über die Wangen laufen.

Ich bin glücklich und zufrieden, das erste Mal seit einer halben Ewigkeit eins mit mir und der Natur, spüre die Elemente und vergesse dabei alles um mich herum. Schon lange war ich nicht mehr zu zufrieden....

Wie sehr habe ich DAS seit unendlich vielen Wochen vermisst.

Danke für jede Sekunde, für jeden Augenblick, für jeden Meter, den ich heute genießen durfte! Ich weiß das sehr zu schätzen, weiß ich doch nur zu gut wie es ist, wenn nichts geht...

Der Lauf selbst ist gut, die ersten 4 Km gehen prima. Dann merke ich erste Ermüdungserscheinungen, auch der Sturm erschwert das Fortkommen, aber es geht. Der erste Halbmarathon seit Troisdorf Anfang November ist absolviert und ich fühle mich gut. Klar merke ich, das die rechten Adduktoren nicht in Ordnung sind, es läuft halt noch nicht rund, das ist aber mit den Beschwerden wie sie mal waren nicht zu vergleichen. Ich dehne ausgiebig und bin jetzt mal sehr gespannt, wie es mir morgen so geht...

20.01.2012

Den gestrigen Lauf habe ich sehr gut überstanden. Das waren jetzt 20, 9, 8 und fast 22 Km ohne Laufpause hintereinander und die Beschwerden sind NICHT schlimmer geworden, gut so! Heute werde ich mich schonen, auch kein Kraft, kein Dehnen, nichts, dem Körper einfach mal Ruhe gönnen! Und das ist auch besser so, ist doch wohl eine dicke Erkältung im Anmarsch. Die Nase ist zu, ich habe einen dicken Schädel, saft- und kraftlos, muss Niesen und Husten und überhaupt....egal, was soll's, kostet ja nichts!

21.01.2012

Die ersten Kilometer sind eine Katastrophe, die Mitte geht und der Schluss ist dann wieder ein einziger Kampf. Die Füße tun beide weh und Blasen habe ich am rechten und am linken kleinen Zeh auch schon wieder. Aber gut, bin ja auch erkältet...21,8 Km werden es dann doch noch, wie ich allerdings Rodgau schaffen soll....oder besser doch nicht dort starten...? Schon nach den heutigen knapp 22 Km kommt es mir vor als sei ich einen 100er gelaufen, boah!
Trotzdem war es schön und die Beschwerden waren nicht ganz so schlimm. Anschließend noch ordentlich gedehnt...das war nicht so schön, aua! Ui, morgen noch einmal 10 km und es sind schon wieder über 80 Wochenkilometer...doch in Rodgau laufen....?

22.01.2012

Heute geht es mir erstaunlich gut. Habe gestern wieder begonnen den Salbenmix auf die entsprechend schmerzende Stelle aufzutragen, scheint zu helfen. Bin wunderbare 10,2 Km als leichten Intervall gelaufen. Immer 4:30 und 5:30 im Wechsel. Hat sich gut angefühlt. Allerdings bin ich jetzt doch recht platt, aber gut, habe auch noch die Rüsselpest. So, jetzt wird noch ordentlich gedehnt.

23.01.2012

Heute entschließe ich mich dazu alles bis zur Leisten-OP geschehene in Form eines Tagebuches auf unserer Homepage zu veröffentlichen und mache das dann auch. Außerdem mache ich wieder sehr ausgiebig Kraftübungen und habe den Eindruck, zumindest zu 80 % kraftmäßig wieder der Alte zu sein. Sogar Situps gehen schon wieder, wobei ich leider noch die Bauchmuskelansätze spüre. Allerdings merke ich jetzt doch nach und nach, dass der von mir eingeschlagene Weg nicht ganz so falsch sein kann, denn in der Summe wird es jetzt doch, wenn auch langsam, an fast allen Fronten besser. Ich denke ich habe insgesamt ein gutes Maß zwischen Reiz und Erholung gefunden. Auch das ab und an einmal stattfindende Überschreiten der Schmerzgrenze scheint mehr Wirkung zu zeigen als an dieser immer wieder zu stoppen. Mal sehen wie sich das alles so weiter entwickelt.

24.01.2012

12 Km in einem etwas schnelleren Tempo (5:15) mit viel zu hohem Puls durchgezogen, aber gut, das kommt wohl von der Rüsselpest. Die Beschwerden gehen, allerdings zieht es im rechten hinteren O-Schenkel gewaltig, so ein Mist.
Rodgau oder nicht - Fragen über Fragen...

25.01.2012

Heute geht es über 18 Km, allerdings ganz schön saft- und kraftlos. Was mich positiv stimmt, die Beschwerden lassen weiter nach. Nachdem ich ordentlich gedehnt habe entschließe ich mich dazu, in Rodgau doch zumindest 20 Km, wenn alles so richtig gut läuft auch 30 Km zu absolvieren. Immer noch an die TTdR230 denkend bräuchte ich das eigentlich mehr wie dringend...

26.01.2012

Komisch, kaum habe ich mich dazu entschlossen doch in Rodgau anzutreten fängt es wieder an zu zwicken, ein Wink mit dem Zaunpfahl es doch besser sein zu lassen?
Ach egal, ich laufe gemütliche 7 Km und lasse das Dehnen erstmals sein!

27.01.2012

Ausgiebig wird sich wieder dem Krafttraining gewidmet und es ist wie immer die HÖLLE!

28.01.2012

Der 50er in Rodgau, ein Lauf, vor dem ich mich doch irgendwie gefürchtet habe.
Was habe ich konditionell noch drauf? Keine Ahnung....wahrscheinlich nichts!
Aber wie soll ich sagen, es ist wie befürchtet, was ja auch niemanden wirklich wundert, habe ich, na sagen wir mal, eine nur mäßig gute Vorbereitung mit 3 "langen" Läufen von maximal 22 Km-Läufen hinter mich gebracht..
Ich laufe gemeinsam mit Birger und Meli und habe von Anfang an Probleme das Tempo von etwa 5:40 zu halten. Nach 15 Km fühle ich mich eigentlich schon völlig am Ende, keine Kraft und leider auch Beschwerden. Diese sind aber nicht so schlimm, dass ich aufgeben müsste, also laufe ich weiter. Auch die 20 Km schaffe ich, zwar mehr recht als schlecht, aber immerhin. Und irgendwie will der Motor nicht mehr aufhören weiterzumachen. Ich lasse ihn gewähren, habe zwar Bedenken den Bogen bezüglich der Belastung deutlich zu Überspannen, denke mir aber auf der anderen Seite, dass es sicherlich nicht schlecht sein kann, ab und an auch mal Grenzen zu überschreiten. Wie sonst soll ich meinen Körper dazu bringen sich zu entwickeln, etwas zu tun und gegen die Beschwerden anzugehen?
Nach 30 Km wird es hart, richtig hart, und die Beine sind fast schon nicht mehr zu spüren. Gut das Birger bei mir ist, was der alles an Dummgeschwätz von mir ertragen muss, nur damit ich mich ablenken kann geht auf keine Kuhhaut. Meli muss mittlerweile abreißen lassen - und ich - ich laufe immer weiter und weiter und...
Zwischen Km 40 und 45 laufen wir eine Runde mit Julia Vieler und wir quatschen über dies und das, was mich ebenfalls wieder prima ablenkt und ehe ich mich versehe stehen die letzten 5 Km an, Hammer! Spüren tue ich eigentlich schon lange nichts mehr, Power habe ich seit Km 20 auch keine mehr aber irgendwie schaffe ich auch die letzten Km noch und komme in unter 5 Stunden ins Ziel (die letzten 5 Km waren die mit Abstand schnellsten), eine Zeit, die mit riesen Abstand das schlechteste Ergebnis ist, was ich jemals über diese Distanz gelaufen bin. Bedenke ich allerdings wo ich her komme, so bin ich doch verdammt stolz auf mich sein, das Ding hier so gefinished zu haben! Danke Meli, Birger und Julia, ohne euch hätte ich das garantiert nie geschafft. Was heißt das für die TTdR230? Hm, weiß nicht genau, vom Willen her 130 %, in der Realität etwa, na sagen wir mal 50 % für eine möglichen Teilnahme...

29.01.2012

Seltsamerweise habe ich fast keinen Muskelkater, bin aber sowas von platt, dass ich es nicht beschreiben kann. In Facebook berichte ich überglücklich und stolz das ich es geschafft habe und mich riesig darüber freue. Einige meinen ich hätte sie mit meinem Bericht (Tagebuch)  "von 160 auf 0" verkackeiert, denn wie kann ich jetzt 50 Km laufen wenn ich gestern "angeblich" noch bei null war. Ein Missverständnis, denn da wurde offensichtlich übersehen, dass dieses Tagebuch am 13.12.2011 geendet hat und seitdem viel passiert ist. Egal...heute ich Trainingspause!

30.01.2012

Den 50er habe ich besser als erwartet überstanden und versuche einmal die Schmerztabletten abzusetzen. Außerdem mache ich schön brav mein ausgiebiges Krafttraining mit anständigen Dehnübungen.

31.01.2012

Heute laufe ich 8 Km, allerdings völlig Saft- und Kraftlos, oh man merke ich Rodgau noch, unglaublich. Und noch etwas merke ich ganz deutlich - was habe ich doch für einen gigantischen Trainingsrückstand, auch was die Regenerationsfähigkeit betrifft, einfach der Wahnsinn! Soll ich wirklich weiter an die TTdR 230 glauben, ist das ein wirklich realistisches und vor allem machbares Ziel? Ich weiß es nicht...

01.02.2012

13 Km in 1:06 und ich bin total am Ende...nee nee nee! Mit einem 5:08er Tempo einen Puls von 138 zu haben ist auch einfach unfassbar - was bin ich doch in einem erbärmlich schlechten Trainingszustand! Oh man...

02.02.2012

Die Schmerzen kehren zurück, es ist einfach zum Kotzen, denn irgendwie geht es immer wieder einige Schritte zurück und ein wirklicher Fortschritt ist nicht wirklich zu erkennen. Ich laufe 15 Km und will am liebsten schon nach 7 aufhören, es zieht und sticht an den unmöglichsten Stellen und ich entschließe mich dazu, wieder Ibu zu nehmen, 2*400mg....ätzend! Gut, der Doc sagte ja schon ich müsste das Zeugs nach der OP ein halbes Jahr lang schlucken...

03.02.2012

Ich habe erneut erhebliche Zweifel, ob ich weiterhin für die TTdR trainieren soll oder besser bis in den Sommer hinein komplett pausieren soll. Setze ich die IBUS ab, kommen die Schmerzen wieder. Ich verstehe nur nicht woher? Habe jetzt beide Hoden so abgebunden, dass sie nicht mehr nach oben rutschen können. Ich werde das jetzt beim Laufen immer so machen. Irgendetwas muss doch für die Probleme an den Adduktoren verantwortlich sein und etwas anderes fällt mir momentan nicht dazu ein, ich versuche halt alles und lasse keine Möglichkeit aus......Mögliche TTdR-Teilnahme: 40 %...

04.02.2012

18 Km Crescendo, meine liebste Trainingsform! Und es läuft endlich mal wieder ganz gut. Nach 1:33 bin ich wieder an der Haustüre, was einer mittleren Pace von etwa 5:05 entspricht. Aber der Puls...ohje ohje...ich muss dringend etwas an der aeroben-anaeroben Schwelle tun, ich muss sie senken, und das geht leider nur mit ordentlich Tempo...aber in meiner Verfassung.....Die Hoden waren wieder am Hochschlüpfen gehindert und scheinbar bringt das was...

05.02.2012

Der Winter ist da, und wie, saukalt ist es! Bei -17 °C mache ich meinen 10er in einem 5:15er Tempo und es geht ganz gut. Die Skins Thermoklamotten sind schon genial, halten super gut warm! Auch der GPS-Sensor G5 von Polar geht bei diesen Temperaturen richtig gut. Aber leider habe ich am rechten Bein noch Beschwerden....Zum Abschluss wird gut gedehnt!

06.02.2012

Trainingspause - naja, nicht ganz, Krafttraining halt, hab ich mir auch echt verdient!

07.02.2012

Erster längerer, am Stück recht schnell gelaufenes Training, 18 Km in 5:10 und es geht recht gut. Die Hoden sind wieder abgebunden, besser ist das, nur langsam bekomme ich da durch das ewige Reiben Schürfwunden, nee nee nee.....Gut gedehnt, Beschwerden sind erträglich.

08.02.2012

Ich muss mir langsam mal Gedanken über die Umfänge machen! Und davor habe ich irgendwie etwas Angst...bislang sind die längsten Einheiten etwa auf Halbmarathonlänge und ehrlich gesagt bin ich immer froh wenn es zu Ende ist. Aber ich will zur TTdR, also MUSS ich langsam mehr tun. Was die Belastung für meinen Körper angeht so denke ich auch, dass ich diesen Schritt wagen kann. Also entschließe ich mich dazu, diese Woche mindestens 3 Halbmarathons zu absolvieren....wenn ich sie nur schon gelaufen wäre...
Also gut, los geht´s und wie soll ich sagen, der erste ist im Sack! Nach 1:58 komme ich mit extrem schweren Beinen bei einer SAUKÄLTE wieder zuhause an und dehne wie immer sehr ausgiebig!

09.02.2012

Traumhaft schöne 15,7 Km nach Stadecken-Elsheim gemeinsam mit meinem Schatz. Die Beine gehen wieder und auch von den Schmerzen her war es recht gut. Puls erstmals wieder in einem akzeptablen Bereich. Nach 1:35 sind wir wieder zuhause. Gut gedehnt.

10.02.2012

Wieder 21 Km auf dem Programm. Mit Hungerast starte ich, bei -14 °C, na klasse! Geplant ist ein Crescendo, was ich auch gnadenlos durchziehe. Mit 6:00 fange ich an um mich dann ganz allmählich auf eine 5:00 zu steigern. Als ich zuhause bin fühle ich mich völlig alle.....gut gedehnt.

11.02.2012

Wieder ein Halbmarathon, und das bei dem Fastnachtsstress, der mir jetzt auch noch ordentlich zusetzt. Die bisherigen Km dieser Woche, bis jetzt immerhin schon über 70!!!, tun ihr übriges dazu. Wie kaputt ich bin zeigt mir auch mein Puls: 126 Schläge im Schnitt bei einer 5:30er Pace. Egal, war trotzdem ein wunderschöner Lauf, hat mich doch ein herrlicher Landregen dabei begleitet! Wieder zuhause angekommen dehne ich gut und bin froh diese Woche hinter mich gebracht zu haben. Was positiv ist ist die Tatsache, dass die Beschwerden jetzt insgesamt doch merklich nachlassen. Zahlt sich der ständige Wechsel der Kraft- und Dehnübungen wohl doch so langsam aus. Ach ja, 98,1!!!!! Wochenkilometer sind es geworden, geil, geht doch! TTdR-Teilnahmewahrscheinlichkeit: 60%!

12.02.2012

Die Fastnacht hat mich nun voll eingenommen und so ist heute komplett trainingsfrei!

13.02.2012

Ich muss mir so langsam echt überlegen wo es wie hingehen soll. Will ich wirklich die...blöde Frage, klar will ich!  Also gut, dann habe ich 2 dringende Baustellen. Erstens muss ich meinen Puls in den Griff bekommen, was ein Absenken der Energierate mit sich bringt, und zweitens muss ich die Umfänge erhöhen. Beides auf einmal geht nicht, zumal ich aufpassen muss, auch genügend Erholungsphasen mit einzuplanen. Oh je, das wird echt noch ein hartes Brett, das steht fest. Aber mit was fange ich nur an? Hm, generell ist ein niedriger Puls zu bevorzugen, da somit die Gesamtbelastung auch bei höheren Kilometerumfängen nicht so groß ist wie bei einem hohen Puls. Gut, fange ich also damit an. Und das geht nur mit mehr Tempo, ich muss an der aeroben- anaeroben Schwelle arbeiten. Aber ganz sachte, bin ich doch noch immer nicht beschwerdefrei! Also erneut eine Gratwanderung.....Das heißt aber auch - runter mit den Wochenkilometern. Schwierig eine halbwegs vernünftige Trainingsplanung zu erstellen!
Ich starte mit einem 16 Km Crescendolauf (schon wieder). Ist und bleibt halt meine liebste Trainingsform...
Mit 5:10 fange ich an und ende mit dem letzten auch als schnellsten Km in 4:30, was einem Mittel von 4:45 entspricht und komme nach 1:16 überglücklich wieder zuhause an! War das GEIL! Es scheint wirklich ENDLICH aufwärts zu gehen. Im Anschluss gut gedehnt.

14.02.2012

Heute machen wir einen ganz geiles Valentinläufchen mit vielen Dehnübungen schon während des Laufens. Das Wetter, die Laune, einfach alles passt! Es werden 14 Km, die wir in etwa 1:30 bewältigen. So macht Laufen Spaß!

15.02.2012

Die Fastnacht hat mich noch immer voll im Griff, und diese Woche zählt es! Morgen Altweiberball, Freitag Kindersitzung und Hallenabbau. Samstag Absetzung, Sonntag Umzug...ja ja, so ist das. Und das Laufen? Kaum Zeit, muss aber, denn nie vergessen, die TTdR verlangt nach ordentlicher Vorbereitung. Also gebe ich mir heute knapp 25 Km, und zwar erneut als Crescendolauf. mit 5:30 geht es los und endet mit dem schnellsten 25. Km in 4:45. Im Schnitt sind das 5:15 bei einem 127er Puls, ne ja. Anfangs war es echt hart und wurde dann aber immer besser. Der rechte Gesäßmuskel hat etwas gemuckt, sonst ging es aber. Gut gedehnt.

16.02.2012

Vor dem Altweiberball ziehe ich mir noch schnell 16 Km mit einer 5:20er Pace rein, allerdings merke ich den gestrigen Lauf noch deutlich. Das zeigt mir, dass auch das Thema Regenerationsfähigkeit noch viel Luft nach oben hat. Gut gedehnt.

17.08.2012

Heute ist trainingsfrei, hätte auch gar keine Zeit dazu, Bereitschaft, Kindersitzung, Halle abbauen, Zugaufstellung der 64 Zugnummern erstellen und mit letzten Infos per Mail an alle Teilnehmer verschicken, ja ja, so ist das eben. Von den Presseartikeln, den Bildern, den Videos und der Homepage rede ich erst gar nicht...

18.02.2012

Vor der Behördenabsetzung gibt es, total müde und wieder nüchtern (nicht wegen dem Alkohol, nein, nur vorher nix gefrühstückt), noch einen zügigen, für mich momentan echt knallharten 13 Km Lauf mit einer 4:45er Pace! WAHNSINN! Der rechte Gesäßmuskel hat immer noch gezogen und blöderweise habe ich keine Zeit mehr zum Dehnen. Gut, mache ich es eben heute Mittag...oder Abend, was soll´s! 84 Km, also 14 weniger wie letzte Woche, allerdings deutlich schneller, wurden es insgesamt, ich bin mehr wie zufrieden! TTdR-Teilnahmewahrscheinlichkeit: 85 %, denn darauf kann ich aufbauen.

19.02.2012

Keine Zeit zum trainieren. Der Fastnachtsumzug stresst mich total und ich bin froh, als gegen 16:30 Uhr Ordungsamt, DRK und Polizei keinerlei Probleme melden! Klasse, alles gut und vor allem ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Jetzt noch alle Bilder und den kompletten Film des Umzuges auf die Homepage und dann wird gefeiert! Wen es interessiert: www.icv-1898.de , sehr zu empfehlen!
An diesem Tag lerne ich auch endlich mal nein zu sagen - hi NEIN mit dem Weizen, prost! Nach dem Fastnachtsstress habe ich mir das auch echt verdient...glaube ich....oder?

20.02.2012

Ganzkörperkraft, erneut mit neuen Übungen und so wie es aussieht, zeigt das bisher praktizierte  Wirkung! Selbst Situps kann ich ENDLICH wieder machen, was ein Glück! Von wegen bis zum Sommer keine Kraft- bzw. Rumpfübungen, Ärzte.....!
Ich entschließe mich dazu, nur noch 400 Mg IBU morgens zu nehmen, die Dosis also entgegen des Arztrates zu halbieren. Mal sehen wie es wird...

21.02.2012

Jo, wohl ein zwei mal zu viel hi NEIN gesagt am Sonntag, na egal, heute wird wieder gelaufen! Auf dem Plan stehen...ja ja der Plan, ich habe mir zwar einen erstellt, kann ihn aber in den seltesten Fällen einhalten, denn zu oft muss ich ihn meinem körperlichen Empfinden anpassen, teilweise sogar erst während des Laufens selbst, macht aber nichts, Hauptsache ich kann überhaupt laufen - unvergessen ist die Zeit, in der ich dies nicht machen durfte/ konnte! Niemals werde ich DAS vergessen!
Also, los geht´s, Ziel für diese Woche: Egal will endlich mal wieder über 100 Wochenkilometer zukommen, nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Ich starte mit 17,2 Km, die ich ohne jedes Problem, ja wie geil ist das denn, nach 1:27 schon wieder beende! GEILO! Gut, es war, nach dem Fastnachtssonntag, echt hart, aber ok, war ja auch nicht wirklich langsam. Aber wie dem auch sei, ab jetzt beginnt die ECHTE Vorbereitung auf die TTdR230, YES!

22.02.2012

13 Km echt flott in 4:55, nicht ganz easy, aber ok, denn erneut fast beschwerdefrei!! Nur der beginnende Heuschnupfen mit den Astmaproblemen nervt, das ständige Abhusten ist schon lästig, aber hey, wenn es sonst nichts ist! Gut gedehnt!

23.02.2012

Heute gönne ich mir mal einen Lauf mit Höhenmetern, der erste seit dem Röntgenlauf im Oktober 2011! Boah zieht das rein! Am ersten Anstieg (3 insgesamt) denke ich schon nichts geht mehr. Aber mit der Zeit läuft es immer besser und ich laufe insgesamt 18,4 Km mit immerhin 421 Hm in 1:23, das ist ein 5:16er Schnitt, klasse! Scheinbar kehrt die Kraft zurück - oder mein Körper beginnt sich daran zu erinnern, wie geil er mal drauf war....

24.02.2012

Heute steht Krafttraining und ein Regenerations-10er an. Mache ich auch, und hey, was merke ich die gestrigen Höhenmeter, leck mich am A..Ärmel! Zum Abschluss noch gut gedehnt und auf morgen gefreut....ja ja, von wegen, Bammel habe ich, stehen doch 30 Km + auf dem Plan.

25.02.2012

Meli hat eine Fortbildung in Mainz, zu der ich sie auch fahre. Ich nehme meine Laufsachen mit und laufe rund um die Maaraue, auch bekannt vom MMM von Sascha Kaufmann. Das ist eine 9,1 Km lange Runde über insgesamt 5 Brücken. Diese hoffe ich mindestens 3 mal zu laufen. Ich beginne mit einer 5:20er Pace und hoffe dies möglichst lange durchhalten zu können. 4 Runden werden es, also 36,4 Km, mit immerhin 130 Hm mit folgenden Rundenzeiten: 49, 47, 46 und 44 Minuten je Runde, wie geil ist das denn jetzt bitte? Habe ich doch glatt, wie überraschend, einen Crescendo daraus gemacht und die letzten 9 Km mit einer 4:50er Pace bestritten, GEHT DOCH!! GEIL, einfach nur GEIL!

26.02.2012

Regenerative 12,4 Km laufe ich, und seltsamerweise habe ich null Muskelkater und absolut null Beschwerden oder sonstige Schmerzen, ich kann es gar nicht fassen und habe Tränen des Glückes in den Augen. Vor unserem Haus muss ich mich kurz sammeln, so ergriffen bin ich von diesem Moment, ganz besonders nachdem ich mir die Trainingsdaten am Laufcomputer angesehen habe:
Bester Puls, bester Laufindex und beste Energierate seit September 2011, ich ringe nach Luft, könnte die ganze Welt umarmen und bin überglücklich.
Habe ich, so wie es jetzt scheint, tatsächlich alles richtig gemacht mit meinem Neustart nach der OP? Habe ich meinen Körper wirklich so gut verstanden und scheinbar (fast) immer das richtige von ihm abverlangt, ohne ihn zu überreizen, ihm tatsächlich auch genügend Erholungsphasen gegönnt? Es scheint fast so, haben sich die Stunden und Tage des Selbststudiums rund um die Bewegungsabläufe und die möglichen Zusammenhänge meiner Beschwerden und vor allem die gewählten und konsequent durchgezogenen Übungen doch bezahlt gemacht? Auch das Konzept des ständigen Laufschuhwechsels zwischen immerhin 5 Paaren zeigt wohl Wirkung, und das obwohl ich fast ausschließlich Treter mit sehr wenig Dämpfung laufe. Ich kann es nicht fassen...
Und nicht zu vergessen, zu alle dem wird es auch noch Frühling, ich laufe komplett in kurz, spüre endlich den Wind auf der Haut, schwitze und höre endlich mal wieder die Vögel zwitschern! Ach ist es so schön Läufer zu sein, danke, danke, danke das ich wieder laufen kann! Die Zeit, die lange Zeit ohne werde ich NIEMALS vergessen!!!!

27.02.2012

10 Km Crescendo, mit 4:55 beginnend und 4.15 endend, habe ich heute durchgezogen, ich war richtig schnell unterwegs OHNE jeden Schmerz und OHNE völlig am Ende zu sein, GEILO! Hat sich der ganz langsame Aufbau scheinbar doch bezahlt gemacht, klasse! Ein 4:34er Schnitt war das bei einem echt guten 135er Durchschnittspuls, ach ich könnte die ganze Welt umarmen! Man, bin ich vielleicht gerade noch rechtzeitig fit geworden, um mich noch vernünftig auf die TTdR vorbereiten zu können? Es scheint, nein, es ist so! Und hey, jetzt bin ich mir zu 10000000 % ganz sicher:
TTdR230 - ich bin dabei, YES!!

28.02.2012

15 Km als Regenerationslauf mit einer 5:24er Pace und einem ganz genialen 117er Puls, HAMMER! Und vor allem wieder komplett Beschwerde- und Schmerzfrei! Nur der Laufindex, der macht mir Angst, ist er doch so gut wie noch niemals zuvor, ja man, wie geil ist das denn bitte? Und die Energierate ist ebenfalls wieder top, ach ja, einfach klasse! Ich sage mal das erste Teilziel, das Optimieren des Pulses und der Energierate ist abgeschlossen. Nun geht es an die Ausdauer und damit an die Umfänge!
Jetzt muss ich aber auch mal eines dazu sagen, die Polar RCX5 im Zusammenhang mit der Polarpersonaltrainer-Software ist sensationell und hilft mir wirklich auf ganz geniale Weise, wieder in Form zu kommen. Das ist jetzt wirklich keine Werbung, sondern Tatsache. Gerade was die Trainingssteuerung und vor allem auch Kontrolle angeht ist das Ding der Knaller. Manchmal macht mir das Angst, denn die dort gezeigten Werte, insbesondere was die Trainingsbelastung angeht, stimmen erschreckend genau! Also sollte ich die TTdR wirklich schaffen, woran ich kaum noch zweifle, hat das Ding einen recht großen Anteil daran, das steht fest! Klar höre ich in erster Linie auf meinen Körper, mehr den je, trotzdem helfen mir die Trainingsdaten doch sehr, über die nächsten zu machenden Laufeinheiten bezüglich Tempo und Distanz zu entscheiden.

29.02.2012

Ich entschließe mich dazu, meinen Weg zur TTdR in Form eines Tagebuches auf unserer Homepage zu veröffentlichen, allerdings ohne die Möglichkeit des Kommentierens. Nur so kann ich frei von Einflüssen bleiben. Das Ganze mache ich so, dass ich alles das, was bis zum 29.02. passiert ist, als Block veröffentliche und den Rest dann wenn möglich täglich. Mal sehen ob ich das durchhalte. Ach ja, gelaufen bin ich auch, merke nun aber doch die 8 Tage ununterbrochenen Lauftrainings. Aber, es fühlt sich verdammt gut an, auch wenn der rechte Oberschenkel etwas zwickt. Morgen noch 4 und das war es dann vor Marburg. Das dortige Ziel steht auch schon fest: unter 4:30 Stunden sollen es schon sein. Und wenn das klappt......!??!!??
 
Blog Der Weg zur TTdR 230

Von 0 auf 230 - genau so soll und wird der zweite Teil meines Tagebuches heißen. Ja, so soll es sein, denn eines bin ich ich mir nun ganz sicher, ich will und ich werde die TTdR230 am Pfingstwochenende im vorgegebenen Zeitfenster von 38 Stunden erfolgreich finishen und am Pfingstsonntag vor 22 Uhr die Rheinorange abklatschen!

TTdR230

Monate des Leidens und der Entbehrungen liegen nun hinter mir, eine Zeit voller Rückschläge und Zweifel, Wochen endloser Qualen und Neuanfänge und doch sehe ich nun endlich wieder Licht am Horizont. Und das obwohl ich doch von nahezu Null quasi komplett neu anfangen musste. Und warum?
Weil ich eines niemals aus den Augen verloren habe, nämlich meinen läuferischen Traum, mein Ziel, die TTdR230. Immer und immer wieder hat mir der Gedanke daran Kraft gegeben nicht aufzugeben und weiter an mich zu glauben. Der Glaube daran hat mich immer und immer wieder aufstehen lassen, egal wie tief ich gefallen war und mich nur noch in einem bestärkt:

GEHT NICHT GIBT ES NICHT und HÖRE NIEMALS AUF AN DEINE TRÄUME UND DICH SELBST ZU GLAUBEN, DENN ES GIBT IMMER EINEN WEG, IMMER!

Aber trotz allem bleibt es ein steiniger und nicht leicht zu gehender Weg, mit sicherlich einigen Hochs, aber auch garantiert vielen Rückschlägen, doch ich werde ihn gehen, 100 %ig!

Genau von diesem steinigen Weg handelt mein zweites Tagebuch, dessen Anfang ich hier die Tage veröffentlichen werde und welches ich konsequent bis zum Start der TorTour am Pfingstsamstag nahezu täglich mit all meinen Taten und Gedenken fortschreiben werde.

Doch eines wird es ab kommenden Sonntag bis dahin nicht mehr geben, nämlich die Möglichkeit des Kommentierens. Ich habe mich dazu entschlossen, um frei von jeder Beeinflussung und Manipulation zu bleiben und mich voll und ganz nur auf mich selbst konzentrien zu können. Ich hoffe dahingehend auf Verständnis zu stoßen...

Auch wärend der TorTour wird natürlich ebenfalls berichtet, live über Facebook, ich denke Gerd wird das sehr gerne übernehmen ;-)!!

Erst nach Pfingsten, nachdem die Rheinorange erfolgreich abgeklatscht wurde, könnt ihr mir dann alles um die Ohren schmeißen was euch so auf dem Herzen liegt, mir schrieben wie bekloppt, wie verrückt oder sonst etwas ich doch bin und das ich wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank habe. Dann könnt ihr alles raus lassen!

Bis dahin wünsche ich allen eine gute Zeit. Ihr glaubt mein Ziel ist unmöglich?

Keep on running,
Steffen

 
Blog Events
Rodgau - für diesen Tag hab ich die letzten Wochen trainiert. Mein Wunsch war es mal einen 50 Kilometerlauf unter 5 Stunden zu schaffen und dafür hatte mir Steffen einen Trainingsplan gemacht mit ordentlich vielen Tempo und Intervallläufen. Ich war eigentlich in den vergangenen Wochen nicht so viele Kilometer gelaufen wie bisher. Es gab in jeder Woche drei Ruhetage oder sagen wir vielmehr Tage an denen ich nicht gelaufen bin aber Krafttraining gemacht habe. Wenn es hoch kam dann waren es gerade mal etwas über 70 - 80 Kilometer in der Woche. Für mich war das mal eine schöne Abwechslung drei Ruhetage in der Woche zu haben allerdings wurde ich wirklich träge und Lauffaul. Oft hatte ich gar keine Lust zu laufen oder hatte am Wochenende bei einem längeren Lauf nach 40 Kilometer so schwere Beine, dass ich mich wirklich gefragt habe, ob das vielleicht mein erster Lauf in meinem Leben wäre. Ich hatte festgestellt , dass ich mich besser fühlte wenn ich mehr laufe. Die Woche vor Rodgau war so schlimm, ich hatte Beine wie Blei und das bei jedem Lauf. Sogar Freitag, der Tag vor Rodgau lief ich meine 4 Kilometer und ich fragte mich wie ich das mit den schweren Bleibeinen überhaupt schaffen sollte. Nun gut, laufen wir trotzdem die fünfzig Kilometer. Scheiss druff an die schweren Beine kann man sich irgendwann gewöhnen. Man vergisst es irgendwann und läuft dann nur noch.

Nach vielen Begrüßungen mit lieben Bekannten ging es um viertel vor zehn an den Start. Vom Wetter ging es. Herrlich klare Luft, kein Regen oder Schnee.  Allerdings kam nach etwa 2 Stunden ein wirklich eisiger Wind auf und ich hatte meine Handschuhe im Auto gelassen, so ein Pech. Birger wollte mich eigentlich Unterstützen als Pacemaker doch ich hatte bedenken, bei soetwas bin ich eigentlich eine Einzelgängerin. Mit einem schlechten Gewissen mit der Frage, ob ich Birger vielleicht vor den Kopf stieß mit meiner Aussage doch lieber alleine laufen zu wollen ging es dann um Punkt zehn Uhr los.

Schon in der ersten Runde waren die Beine wieder schwer wie Blei, trotzdem war ich ganz schön schnell unterwegs. Ich schaute auf meine Uhr, die zeigte ein Tempo von 5:25. Mir war klar, dass war von Anfang an zu schnell aber irgendwie gab mir das einen Kick. Endorphine pur, ich fühlte mich gut bis Kilometer 30 dann ging es schlagartig bergab. Der eisige Wind kam dazu und in der siebten Runde verging mir die Lust am Laufen weil ich wusste, dass wenn ich in dem Tempo weiterlief ich es bestimmt nicht schaffen würde unter fünf Stunden anzukommen. Mensch Melanie, kneif die Arschbacken zusammen und gib ein bisschen Gas. Nee, ich wollte eigentlich nicht mehr und es war mir Scheissegal. Ich hab noch so viele Möglichkeiten und irgendwann schaff ich das ohne gross darüber nachzudenken. Das ist nämlich das erste Problem, man setzt sich selbst unter Druck, nur macht das dann irgendwann keinen Spass mehr. Ich möchte laufen um mich gut zu fühlen. So wie ich es vor vier Jahren angefangen habe. Es macht mir Spass und so soll es auch bleiben. Es kann passieren, dass ich bisschen schneller laufe oder eben nicht. Ich werde nicht Wissen wann. Es kann einfach so passieren weil ich einen Tag erwischt habe an dem alles stimmt. Meine zwei Intervall und Tempoläufe in der Woche werde ich aber weiterhin beibehalten, es tut mir auch gut mal die Beine richtig durchzupusten und es ist gut für meinen Puls. Wir werden sehen was die Zeit bringt. Ich bin keine Tempoläuferin und werde wahrscheinlich auch nie eine werden. Was mich wirklich reizt sind viele, viele Kilometer zu laufen. Zu erfahren wo die Grenzen sind - oder gibt es vielleicht gar keine? Die werden für jeden individuell festgelegt sein. Wohin mein Weg führt weiss ich selbst noch nicht genau, aber er wird ein langer sein....

 

„Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken, nicht für die Gefühle. Die Angst setzt die Grenzen“
 
Blog Der Weg zur TTdR 230

Ich habe lange überlegt, ob ich etwas dazu schreiben soll oder nicht, habe hin und her überlegt und mich nun schlussendlich doch dazu entschieden es zu tun.

Warum? Hm, weil viele viele von euch wissen wollten und noch immer wissen wollen, wie es mir so geht, was ich mache, was ich überhaupt habe und wie es weiter geht. Ich denke das ich ganz einfach diesen Menschen, welchen ich ja auch über meine "gute Zeiten" berichte, genau dies schuldig bin. Gute Zeiten, schlechte Zeiten, wie Wahr!

Allerdings ist dieses Tagebuch nur eine kurze Abhandlung dessen, was war. Ob ich mit dem nun hier beschriebenen von euch immer richtig verstanden werde weiß ich nicht. Ich hoffe aber, dass es euch trotzdem einigermaßen möglich ist, dies alles nachzuvvollziehen.

An dieser Stelle auch nochmals mein herzlichster Dank an alle diejenigen, die stets besorgt um mich waren, mir mit unzähgligen Mails, PNs, Karten, Briefen und Telefonaten zur Seite gestanden und mir damit geholfen haben.


Von 160 auf 0 - Mein Tagebuch

22.10.2011

Ich bin unterwegs auf dem Hanse 100, die erste Nacht neigt sich dem Ende zu und ich merke, das mit meiner Leiste etwas nicht stimmt. Auch die Adduktoren am rechten Bein fühlt sich nicht wirklich gut an. Mir wird klar, dass dies hier ein ganz hartes Ding wird...

23.10.2011

Kurz vor 2 Uhr nachts erreiche ich Lilienthal und damit das Ziel. Wahnsinn, ich habe es doch noch geschafft, allerdings schmerzt die Leistengegend doch sehr. Doch noch mehr schmerzen mittlerweile meine Fuße, da sie von den Kompressionsstrümpfen wie in einer Fruchtpresse viel zu fest zusammengequetscht wurden. NIE wieder solche Strümpfe über eine solche Distanz! Bis Km 100 ging es ja noch, aber ab da wurde es nahezu unerträglich. Gut die Erfahrung jetzt und nicht bei der TTdR gemacht zu haben!

24.10.2011

Da die Leiste noch immer leicht zieht und die Adduktoren am rechten Bein ebenfalls zicken entschließe ich mich dazu, das Laufpensum zurückzufahren und mich zu schonen.

25.10.2011

Ich laufe gemütliche 10 Km, doch die Beschwerden bleiben.

26.10.2011

Mir fällt auf, dass ich, wenn ich bei uns in der Gegend laufe, ständig Schleim im Hals bilde und dieser andauernd abgehustet und geräuspert werden muss. Zwischen Hamburg und Bremen, aber auch in Sachsen und Thüringen war das nicht so. Um eine weitere Allergie (die gegen Frühblüher ist mir schon bekannt) ausschließen zu können mache ich einen Termin beim Doc. Irgendwo muss das ja her kommen....und meine bisherigen Beobachtungen hierzu (Allergie auf Nüsse, Obst, Kreuzallergien auf die Frühblüher und sonstiges) führten bis Dato zu keinem Ergebnis.

27.10.2011

Nach einem weiteren Tag Laufpause heute wieder ein gemütlicher 10er. Die Adduktoren fühlen sich besser an, aber irgendwie will mir die Leiste einfach nicht gefallen.

28.10.2011

Scheinbar gesellt sich jetzt noch eine Erkältung dazu, na wunderbar, ausgerechnet vor dem Röntgenlauf, auf den ich mich doch so sehr gefreut habe, denn den möchte ich unbedingt zusammen mit meinem Schatz laufen. Ich laufe ganz langsame 18 Km, die mir recht gut bekommen. Nur die Leistengegend...

29.10.2011

Ganz lockere 5 Km mit meinem Schatz, fühlt sich recht gut an.

30.10.2011

Der Röntgenlauf. Die Erkältung ist noch da und ich sage Meli schon einmal, dass es sein kann, dass sie keine Rücksicht auf mich nehmen soll und ihr Ding laufen soll, sprich, es sein kann, dass ich ihr Tempo nicht mehr halten kann. Bei Km 30 habe ich auch einen kleinen Einbruch, die Erkältung schwächt doch enorm, was mein hoher Puls auch eindrucksvoll bestätigt - und vom Hanse 100 nur 7 Tage zuvor rede ich erst gar nicht, denn auch den merke ich noch. Aber ich fange mich wieder und ziehe jetzt mein Schatz Richtung Ziel - Dreamteam eben. Allerdings macht mir mein rechtes Bein mehr und mehr zu schaffen, und auch die Bauchmuskelansätze im Schambeinbereich schmerzen ohne Ende beim Husten, was ist das denn bitte jetzt? Als ich im Ziel bin und husten muss zucke ich nach vorne zusammen, der gesamte Schambein- und Leistenbereich schmerzt. Ich kann mir nicht erklären, wo das her kommen soll und beschließe mehrere Tage Laufpause zu machen.

02.11.2011

Es fühlt sich eigentlich alles wieder ganz gut an, also laufe ich mal ein 15er Ründchen. Allerdings habe ich nach bereits recht kurzer Zeit den Eindruck, als wenn eine Nadel in einer Ader im rechten hinteren Oberschenkel wäre, ein ganz seltsames Gefühl, welches ich noch niemals zuvor hatte. Komisch...

03.11.2011

Ich versuche einen flotten Dauerlauf über 18 Km, muss aber bereits nach 8 Km deutlich an Tempo heraus nehmen. Es kommt mir so vor, als könnte ich das rechte Bein nicht richtig nachziehen, als sei es blockiert. Auch die Leiste fühlt sich nach wie vor seltsam an und das "Nadelgefühl" habe ich ebenfalls noch. Zusätzlich gesellt sich jetzt kurz bevor ich wieder zuhause bin ein seltsames Gefühl im rechten Gesäß mit dazu, ein Gefühl als hätte ich Muskelkater, das Ganze wird mir immer suspekter...

04.11.2011

Heute ist der Allergietest. Der Doc hat außer dem, was mir bereits bekannt ist, nichts feststellen können. Eventuell ergibt sich noch etwas aus der Blutuntersuchung. Irgendwie Mist, hört sich zwar blöde an, mir wäre es aber lieber gewesen etwas "zu haben", dann wüsste ich wenigstens was los ist. Aber so....Er meinte ein Verschleimen könnte viele Gründe haben: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Feinstaub...also beobachte ich weiter.

06.11.2011

Nachdem ich 2 Tage erneut gar nichts gemacht habe entschließe ich mich nun doch dazu, in Bottrop die 50 Km zu laufen. Meli ist mit dem Damenkomitee des Karnevalvereines in Köln und macht sich dort ein schönes Wochenende, Recht hat sie!
Ich laufe mit Birger und Norbert zusammen und die ersten 20 km geht es auch ganz gut. Doch dann fangen wieder die Beschwerden an: Bauchmuskelansätze, Leiste, Nadelgefühl, gehemmtes rechtes Bein in der Vorwärtsbewegung, Muskelkatergefühl im rechten Gesäß usw.
Nach 33 Km lasse ich Norbert und Birger ziehen, es ist mir nicht mehr möglich deren Tempo von etwa 5:15 zu folgen - eigentlich eine Pace, die ich morgens nach dem Aufstehen laufen kann. Was ist nur los?
Nach fast 4:50 Stunden quäle ich mich ins Ziel, vernünftiges Laufen ist kaum noch möglich und ich beschließe eine ganze Woche Schonpause einzulegen.

08.11.2011

Das Blutergebniss zum Allergietest ist da: Negativ, nur das alt Bekannte....
Was die Laufbeschwerden angeht so fühle ich mich heute wieder etwas besser als noch beim Röntgenlauf. Aber Schmerzfrei ist etwas anderes...

11.11.2011

Vor dem 6 Stundenlauf in Troisdorf, den ich gemeinsam mit Meli laufen will, absolviere ich heute noch einmal ein 8 Km Testlauf um zu sehen, wie es ist. Nahezu beschwerdefrei, na also, geht doch, hat das Schonen wohl doch etwas gebracht! Und mit Melis Tempo, welches ja deutlich langsamer ist als das Anfangstempo eine Woche zuvor in Bottrop, sollte das morgen schon gehen. Also, ab nach Troisdorf!

12.11.2011

Ich stehe mit meinem Schatz und einem Haufen anderer lieb gewonnenen Laufbekanntschaften am Start, aber irgendwie habe ich ein ganz mieses Gefühl, keine Ahnung warum. Egal, in Melis Tempo wird das schon klappen, ist ja Schongang für mich und etwas Unterstützung für ihre anvisierte neue PB kann sie gut gebrauchen. Die erste Stunde läuft gut, aber dann wird es, warum auch immer, von Kilometer zu Kilometer schlechter. Hüfte, Leiste, Gesäß, Nadelgefühl, Adduktoren, Bauchmuskelansätze, ja das gesamte Schambein...ich könnte heulen. Nach 20 Km beschließe ich dem Ganzen eine Ende zu setzen und steige ganz schweren Herzens aus. Es hat einfach keinen Sinn mehr, laufen kann man das, was ich da mache nicht mehr nennen, eher herum humpeln, und in 3 Wochen sind Marcos Hagen Hills, bei denen ich unbedingt mit dabei sein will. Nur nichts riskieren .....ich gehe duschen.
Meli läuft, nach einem kurzen Durchhänger nach etwa 32 Km, absolut fantastisch und erreicht eine neue PB mit über 4 Km mehr als im Vorjahr, ich freue mich sehr für sie. Als ich mit einer Jacke und einer Decke für sie nach dem Schlusssignal an ihren Endpunkt laufen will geht das nicht, ich bekomme das rechte Bein einfach nicht nach vorne, selbst langsames gehen schmerzt...mir treibt es das erste Mal die Tränen in die Augen und mir wird schlagartig klar - hier ist etwas größeres im Argen. Ich entschließe mich vernünftigerweise 14 Tage komplette Sportpause zu machen, einfach mal dem Körper Ruhe und Erholung zu gönnen, kein Laufen, kein Radeln, kein Krafttraining, einfach mal nichts, absolut nichts...Ich hoffe dadurch so beschwerdefrei zu werden, dass ich wenigstens am Hagen Hills teilnehmen kann, Marcos Einladungslauf, auf den ich mich schon seit Monbaten freue!

14.11.2011

Ich fange an darüber nachzudenken, ob das Ganze vielleicht nicht etwas mit dem Leistenbruch Anfang diesen Jahres zu tun hat. Vielleicht ist ein Netz gerissen, oder es hat sich etwas verschoben? Allerdings sind die Beschwerden diesmal anders als damals, und, es ist nichts zu sehen, kein Hubbel, keine Delle, nichts. Kann also wohl doch nicht von einen erneuten Bruch  kommen - ich verstehe es nicht. Was mir aber mittlerweile aufgefallen ist, das, seitdem es etwas kühler ist, der rechte Hoden, wie bereits vor einem halben Jahr, ständig und bei jedem Schritt nach oben und wieder nach unten rutscht. Im Sommer, als es deutlich wärmer war, war das nicht so. Ob die Beschwerden daher kommen? ALso wenn das Ding 50000 mal hoch und runter rutscht ist das bestimmt nicht so toll - ich raffe es nicht....

So, ich komme gerade vom Hautarzt, der bereits vor 3 Jahren Auffälligkeiten an 2 Pfefferflecken, einem am Rücken und einem an der Brust festgestellt hat. Ergebnis heute: 2 müssen rausgeschnitten und einer beobachtet werden. Meine Entscheidung dazu: Alle auf einmal raus. Ich kann eh nicht laufen, denn kann man das auch gleich noch mit machen! Termin ist der 22.12.2011.

17.11.2011

Ich bin völlig übernächtigt, kann schon seit einigen Tagen nicht mehr richtig durch schlafen, da ich immer dann, wenn ich mich im Bett von einer auf die andere Seite wälze mit tierischen Schmerzen aufwache. Diese bekomme ich immer beim schon leichtesten Aufrichten oder dem leichtesten Anheben des rechten Beines. Ich verstehe es nicht, ich mache absolute Sportpause und es wird eigentlich nur noch schlimmer...

18.11.2011

Mir geht es so richtig beschissen, lachen kann ich irgendwie schon lange nicht mehr, selbst mein Schatz sagt, dass es mit mir kaum noch auszuhalten ist.
Aber wo soll denn bitte die gute Laune auch her kommen? Mir fehlt die Bewegung, die frische Luft, das Licht. Die Knie fangen an zu schmerzen, VOM NIXTUN, die ganze Verdauung spielt verrückt, ich kann Nachts nicht mehr so richtig tief schlafen, alles total verrückt...ich kenne mich selbst nicht mehr wieder. Vor lauter Frust stopfe ich die eine oder andere Tüte Chips und andere Dinge in mich hinein, ist mir irgendwie auch alles schei..egal...
Auch aus dem Internet zmich immer mehr zurück - was soll ich auch berichten?

21.11.2011

Schon seit Wochen mache ich mir Gedanken was ich nur haben könnte, woher die Beschwerden nur kommen könnten, doch mir fällt nichts vernünftiges dazu ein. Überlastung? Hm, eigentlich nicht, schaue ich mir die Laufdaten des letzten viertel Jahres an so sehe ich, das die Intensität, also Höhenmeter und Tempo, deutlich nachgelassen haben, die Umfänge ja sowieso. Wo also kommen die Beschwerden her? Ich gehe zu Jan Drechsler, dem Physio, der auch schon Hauke bei seinem RunningTransGermany so großartig geholfen hat. Er sagt mir, das ich einen ganz leichten Beckenschiefstand habe und mein rechter Adduktorenansatz entzündet ist, was eine sehr langwierige Geschichte sein könnte. Doch warum auch die Bauchmuskelansätze schmerzen und wo dieses seltsame Nadelgefühl im rechten Bein herkommt kann er sich auch nicht erklären. Er zeigt mir verschiedene Übungen, um dem Beckenschiefstand entgegen zu wirken und die Adduktorenentzündung in den Griff zu bekommen. Und er rät mir, ab nächster Woche wieder mit ganz leichtem Laufen zu beginnen, allerdings nur so lange, wie ich das schmerzfrei machen kann. In mir keimt neue Hoffnung auf...

23.11.2011

Noch immer wache ich ständig auf, nichts wird besser, absolut gar nichts. Ich frage mich, ob die selbst auferlegte Schonung nicht doch vielleicht kontraproduktiv ist...Ich träume von einer endlich mal wieder durchgeschlafenen Nacht!

26.11.2011

Mein Geburtstag. Bereits morgens in der Frühe schnüre ich die Schuhe, um ein ganz langsames und ganz kurzes Läufchen, wie vom Physio empfohlen,  zu wagen, nach 14 abstinenten Tagen sollte das doch eigentlich gehen, zumal ich seit 5 Tagen ständig Jans empfohlene Übungen mache. Das muss doch Früchte tragen....
Schmerzen von Anfang an, die sich ständig verschlimmern sorgen dafür, dass ich den "Geburtstagslauf" nach ganz kurzer Zeit abbrechen muss. Ich breche in Tränen aus, verstehe die Welt nicht mehr und mir wird klar, dass ich das, was auch immer ich mir zugezogen habe, alleine nicht in den Griff bekomme. Ich habe es selbst nicht mehr in der Hand, an meinem jetzigen Zustand selbst etwas zu ändern - weder durch Schonung - noch durch leichtes Training, weder durch leichtes Krafttraining, noch durch Gymnastik oder Dehnen, und mein Physio kann mir hier wohl auch nicht mehr richtig weiter helfen. Nicht weil er nicht gut wäre oder von dem Ganzen keine Ahnung hätte, sondern weil außer dem von ihm gesagten noch etwas anderes sein muss....Nur was? Egal was ich mir überlege, egal welche Denkansätze mir durch den Kopf gehen, das alles ergibt für mich keinen Sinn. Selbst im Internet, das ich schon seit geraumer Zeit nach passenden Infos durchforste,  finde ich nichts, was zu dem, was da bei mir wohl im Argen ist, passen würde...
Und noch etwas wird mir ganz bewusst - die Hagen Hills, das Event, auf das ich mich so sehr gefreut hatte, kann ich ganz sicher vergessen. Schon das Gehen schmerzt, Hüfte, Leiste, Gesäß, Schambein, einfach alles! Und durchschlafen geht noch immer nicht...
Nullpunkt, ich bin auf dem absoluten körperlichen, geistigen und seelischen Nullpunkt angelangt, anders kann ich die Ohnmacht, die ich in mir empfinde, nicht nennen. Sterben auf Raten wäre eine andere treffende Umschreibung dafür. Ich fühle mich hilflos, wie ein einsames Floß auf dem großen Ozean ganz ohne Motor und Steuerruder, der Ungewissheit ausgeliefert...
Ich bin vom Sternzeichen her Schütze, bin es gewohnt, die Dinge in der Hand zu haben, sie zu planen, zu steuern, zu verstehen, zu begreifen und zu kontrollieren. Ich liebe die Freiheit, habe Schwierigkeiten damit etwas geliebtes nicht mehr machen zu dürfen, hasse es eingeengt und in meiner Handlungsfreiheit beschränkt zu sein und muss ausgerechnet an meinem Geburtstag zum zweiten Mal in meinem Leben erfahren wie sich genau das anfühlt (das erste Mal durfte ich das bei meinem Spontanpneumothorax vor 14 Jahren erleben).
Mir geht es so richtig scheisse, noch vor 4 Wochen lief ich 160 Km, EINHUNDERTUNDSECHZIG Kilometer, und jetzt? Selbst gehen ist fast unmöglich...
Ohnmacht, diese verdammte Ohnmacht und Hilflosigkeit...

Ich entschließe mich dazu mit Meli nach Mainz zum Shoppen zu fahren und sämtliche Handys zuhause zu lassen. Mir ist nicht nach Gratulationen o.ä. zu Mute, und nach Gequatsche auch nicht. Was soll ich auch erzählen, dass es mir beschissen geht? Ich brauche 3 Stunden um einigermaßen ein Lächeln ins Gesicht zu bekommen. Gut, das wir erst sehr spät nach Hause kommen...

27.11.2011

Eines steht fest, so geht es nicht mehr weiter. Es muss etwas passieren, alleine komme ich nicht mehr weiter. Nur wo setze ich an, zu wem gehe ich um mich nach was untersuchen zu lassen? Schwere Frage...
In Facebook unterrichte ich Marco darüber, nicht beim Hagen Hills laufen zu können, aber wohl als Supporter zur Verfügung zu stehen, so wahnsinnig schwer es mir auch fällt, es geht einfach nicht anders...
Apropos Facebook und überhaupt das Internet und die Homepage, ich merke, wie ich mich immer mehr und mehr zurückziehe, immer weniger schreibe...warum weiß ich nicht genau. Gut, 70 % liegt es am Stress auf der Arbeit, aber der Rest? Was soll ich aber auch berichten, ich würde den Lesern nur auf die Nerven gehen.
Aber eines stelle ich auch fest, Von unglaublich vielen bekomme ich Trost auf den unterschiedlichsten Wegen zugesprochen...das freut mich dann doch und tut unglaublich gut.
Ich entschließe mich dazu, Dr. Höferlin anzurufen um einen Untersuchungstermin für die Leiste zu bekommen. Je mehr ich darüber nachdenke um so mehr glaube ich, dass hier irgendwo der Hund begraben sein muss. Die Beschwerden sind zwar anders als im Januar diesen Jahres, aber trotzdem - was soll es denn sonst noch sein?

28.11.2011

Habe Dr. Höferlin angerufen und ihm alles geschildert. Er hat mir für morgen 12 Uhr einen Termin zur Nachuntersuchung gegeben. Ich bin ja mal sehr gespannt...

29.11.2011

Alle Befürchtungen haben sich bewahrheitet, ich habe einen erneuten Leistenbruch, rechts, nach innen, das Ultraschall zeigt es ganz deutlich. Der Doc konnte es selbst nicht fassen, aber es ist so, leider...oder zum Glück? Denn jetzt weiß ich wohl endlich, woran ich bin und woher das alles kommt.
Einen Operationstermin habe ich auch gleich bekommen, kommenden Freitag, einen Tag vor den Hagen Hills. Damit ist klar, weder als Läufer, noch als Supporter werde ich mit dabei sein, ich könnte heulen.
Aber gut, wenigstens habe ich einen schnellen Termin bekommen. Sieht alles gut aus? Nicht ganz, denn diesmal kann nicht endoskopisch operiert. Nein, diesmal muss geschnitten werden. Außerdem wird der Muskel des rechten Hodens durchtrennt, damit der in Zukunft eben nicht mehr bei jedem Schritt ständig nach oben und nach unten rutscht. Und das alles geht mit üblen Schmerzen und einer viel längeren Laufpause einher. Wenn dann aber wenigstens wieder alles gut wird....
Das war aber noch nicht alles für heute, denn jetzt geht es noch zum Zahnarzt. Aber was ein Glück, der ist mit allem zufrieden und entlasst mich mit einem Checktermin für kommenden Mai. Als ich da draußen bin rufe ich Marco an und teile ihm mit, überhaupt nicht nach Hagen kommen zu können, Freudensprünge sehen anders aus - ganz anders!
Meli ist auch begeistert als ich ihr das erzähle, möchte auch nicht mehr nach Hagen fahren, so ein Quatsch. Ich wäre ihr auch nicht böse wenn sie fahren würde, was sollte sie auch bei mir, sich das sicherlich ständige Gejammer anhören?

30.11.2011

Mein Frustfressen macht sich bemerkbar, und die Bewegungslosigkeit schon lange, habe mich mal auf die Waage gestellt, +2 Kg, na klasse! Ab heute ist Schluss mit Chips und Co! Ab jetzt wird auf die Figur geachtet...Man nimmt man ohne das Laufen schnell zu...Gut, der letzte ernstzunehmende Lauf war ja auch eigentlich...der 50er in Bottrop, seither waren es deren nur noch 3, einer über 8, einer über 20 und zwei Wochen später der Geburtstagslauf über, na vergessen wir's einfach. Bottrop also war der letzte, und das ist schon sage und schreibe mehr als 3 Wochen her...

01.12.2011

Ich weiß nicht, ob das wirklich alles "nur" mit dem erneuten Leistenbruch zusammen hängt, denn obwohl ich absolut nichts mehr mache nehmen die Schmerzen ständig zu, ich kann wirklich noch nicht einmal mehr ohne Schmerzen gehen...ach ich werde es sehen was und wie es wird...

02.12.2011

Der Tag der Op ist da. Ich verabschiede mich von meinem Schatz, der mich Abends besuchen und Tags drauf nicht zum Hagen Hills fahren will. So ein Quatsch, sowohl das eine, als auch das andere! Klar fährt sie nach Hagen, da hat sie sich genau wie ich seit Monaten darauf gefreut, und was soll sie auch zuhause? Leiden kann ich auch alleine und wirklich helfen kann sie mir da nicht. Also, ab nach Hagen, basta! Und mich besuchen? Ebenso Blödsinn, denn sie arbeitet Freitags recht lange, müsste im Berufsverkehr nach Mainz fahren  um mich dann vielleicht schlafend ein paar Minuten zu sehen? Nee, ich rufe sie an! So wird´s gemacht!
Um Punkt 9 bin ich wie geplant in der Mainzer Tagesklinik. Es dauert nicht lange, und schwupps bin ich auf dem Zweibettzimmer, das ich bis morgen beziehen darf. Jetzt noch schnell die sexy Op-Klamotten an und schon werde ich abgeholt. Jetzt geht alles ganz schnell, ab auf den Op-Tisch und wenig später bin ich im Reich der Träume...
Als ich aufwache merke ich gleich, diesmal ist es anders, ich habe sofort Schmerzen, und das obwohl noch die Betäubung wirkt. Oha denke ich mir, na das kann ja was werden...
Wenig später kommt der Doc vorbei und erklärt mir genau was er wie gemacht hat. Und vor allem, dass alles geklappt hat und dieser Bruch mit dem ersten absolut nichts zu tun hat, auch nicht mit der Tatsache, dass ich in diesem Jahr seit der letzten Op schon wieder so viel gelaufen bin.
Nach einer Stunde im Aufwachraum werde ich auf das Zimmer gebracht. Das Pflegepersonal bietet mir eine Schmerztablette an, die ich erst einmal ablehne. Man ist ja hart im nehmen...Ich rufe Meli an um ihr mitzuteilen wie es mir geht. Sie will mich unbedingt besuchen kommen, so ein Quatsch, erstens ist es schon nach 16 Uhr, zweitens bin ich todmüde und schlafe sowieso bestimmt gleich ein, drittens muss sie den Hagen Hills vorbereiten, sprich ihre Sachen packen und außerdem hasst sie das Autofahren im Feierabendverkehr. Ich komme ja morgen früh schon wieder heim!
Ich schlafe kurz ein, und als ich aufwache bin ich nicht mehr alleine, Roland, ein frisch gebackener Rentner liegt neben mir und wurde ebenfalls an der Leiste operiert, allerdings endoskopisch. Wir kommen ins Gespräch und quatschen bis wir gegen 23 Uhr endlich einschlafen, ein sehr angenehmer und netter Mensch dieser Roland!
Ach ja, zwischenzeitlich gab es noch was zum Essen und zum Trinken, boah hatte Hunger und war ich durstig, hatte ich doch die letzte Lebensmittelaufnahme gestern Abend, also vor mehr als 24 Stunden...


03.12.2012

Gegen 7 Uhr geht die Türe auf und die Pflegerin steht mit dem Frühstück in unserer Türe, erkundigt sich nach unserem Wohl und macht die Morgenuntersuchung. Geschlafen, Wohlbefinden, ich? Obwohl ich sowieso schon mehr als übermüdet bin von den Wochen zuvor habe ich kein Auge zu bekommen, boah hatte ich Schmerzen, Hammer! Als ich sie angeboten bekomme nehme ich sofort dankend an, die Schmerztablette. 
Wenig später kommt der Doc vorbei und schaut nach dem Rechten. Er ist mit der Wunde zufrieden und sagt mir, dass die Schmerzen normal seien und ich diese noch einige Zeit haben werde. "Das ist eben der Unterschied zu einer Endoskopie" sagt er. Das habe ich gemerkt...
In 2 Wochen, so sagt er, wäre ich wieder voll belastbar - so so, denke ich. Nee, mir ist sofort bewusst das es besser ist, diese von ihm empfohlene Zeit zu verdoppeln. Was er und ich unter "voll belastbar" verstehen ist wohl nicht das gleiche. Und eine Woche soll ich gar nichts machen, mich komplett schonen und viel liegen, klar, dass ich erst einmal krank geschrieben bin. In der zweiten Woche dann spazieren gehen. Nachuntersuchungstermin: 08.12.2011
Als er geht rufe ich meinen Schatz an, um eine Abholzeit und ein Treffpunkt auszumachen. Mein Schatz ist erleichtert mich zu hören...
Jeder Schritt schmerzt, echt der Wahnsinn, und so quäle ich mich zum vereinbarten Treffpunkt und bin froh, als Meli in Sichtweite ist...
Endlich zuhause, endlich bei meinem Schatz!! Sie sagt mir das Martin gegen 12 Uhr vorbei kommen wolle, um sie für die Hagen Hills abzuholen.
Ich koche noch schnell Hähnchenbrustgeschnetzeltes, auch wenn Meli schimpft wie verrückt, alleine um mich damit etwas abzulenken, denn in meinem Innersten bin ich tierisch traurig darüber, nicht mit nach Hagen fahren zu können, um dort all die lieben Laufbekannten zu treffen und mit ihnen gemeinsam einen wunderschönen Jahresabschluss zu laufen.
Es klingelt, Martin ist da! Ich decke schnell noch den Tisch (Meli schimpft immer mehr) und serviere das Essen....ich tue alles, um mich abzulenken, nicht an Hagen zu denken....und dann ist der Abschied, Meli und Martin fahren los. Ich schicke Abermillionen Grüße an all die anderen nach Hagen und wünsche ihnen viel Spaß.
Als sich die Haustüre schließt sinkt mein Kopf ganz langsam übertraurig und nachdenklich zu Boden.
Mir schießen tausend Gedanken durch den Kopf und die Schmerzen sind der absolute Hammer, da helfen selbst 1200 mg Ibu nicht wirklich.  Ich wälze mich von links nach rechts, weiß nicht in welcher Lage das alles erträglicher ist...und mir gehen weiter unzählige Gedanken durch den Kopf. Aber eines bin ich mir ganz sicher:

"Egal welche Prüfungen und Hindernisse deinen Weg des Lebens pflastern, wenn du Menschen an deiner Seite hast, die dich lieben, wenn du Freunde hast, wahre Freunde, die wirklich an dich glauben, ist jeder Schmerz zu ertragen, jede Entbehrung auszuhalten und fast alles möglich.

Ich möchte mich einfach mal bei meiner lieben lieben Frau Melanie dafür danken, immer bedingungslos an meiner Seite zu stehen und mir immer und immer wieder so unglaublich viel Verständnis und Wärme entgegen zu bringen. Schatz, ich liebe dich!!

Und all meinen leibgewonnenen FREUNDEN möchte ich dafür bedanken, den Glauben am mich nie verloren zu haben und mir immer und immer wieder neuen Mut zuzusprechen, ihr seit großartig und ich bin unglaublich stolz und dankbar, solche Menschen zu kennen.

Das tut verdammt gut!

DANKE!

Und wenn mich jemand fragt was das Glück des Lebens ist so sage ich:

Materielle Dinge sind völlig unnütz. Wenn es dir schlecht geht, so richtig schlecht, kannst du dir für dein Geld nichts, aber auch gar nichts kaufen. Auch die reichsten Menschen dieser Welt sterben....trotz des vielen Geldes, weil sie das wahre Glück auf Erden nie gesehen und verstanden haben. Geld ist NICHTS! Hast du aber einen Partner, der dich wirklich liebt, hast du ECHTE Freunde, die zu dir stehen ist das unbezahlbar, mit nichts zu bezahlen, so unglaublich wertvoll und in Worte nicht zu fassen. DAS ist wahres Glück. So bin ich, auch wenn es mir momentan nicht gut geht,doch glücklich, weil es EUCH gibt! DAS IST GLÜCK!"

04.12.2011

Was für eine Nacht, ich habe schon wieder nahezu null geschlafen, jede Bewegung schmerzt und ich überlege mir bei jedem Aufstehen von der Couch mindestens 20 mal,  ob dies auch wirklich notwendig ist und ich bei dieser Gelegenheit nicht gleich noch irgendetwas anderes erledigen könnte. Wahnsinn, nicht zu vergleichen mit der Op im Januar. Jetzt kenne ich den Unterschied zwischen schneiden und endoskopisch!!
Ich schaue auf die Uhr - 7:20 Uhr, gleich ist Start in Hagen und ich muss an meinen Schatz denken, an Marco, Martin und all die anderen und bin unendlich traurig nicht mit dabei sein zu können, ja nicht mal als Supporter.

05.12.2011

Heute ist eigentlich Bühnenbildtermin unseres Karnevalvereines, aber ich kann nicht, Schmerzen ohne Ende, also bleibe ich zuhauise auf der Couch, besser ist das. Momentan schlucke ich morgens und abends je 800 Mg Ibu...

09.12.2011

Ich rufe meine Arbeitskollegen an um ihnen mitzuteilen, dass ich wohl noch eine weitere Woche krank geschrieben sein werde. Die Schmerzen sind fast noch wie am ersten Tag. Sie sagen das dies kein Problem ist - gut, wenn man solche Kollegen hat!
Was mich aber sehr sehr nachdenklich stimmt ist die Tatsache, dass außer den Wundenschmerzen weiterhin noch alle anderen Beschwerden vorhanden sind: Adduktoren, Bauchmuskelansätze usw., das verstehe ich jetzt überhaupt nicht.

11.12.2011

Nee, irgendwas muss außer dem Leistenbruch noch faul sein, denn an den eigentlichen Problemen hat sich nichts geändert, wenngleich wenigstens die Wundschmerzen mittlerweile besser zu werden scheinen. Ich beschließe, mir einen Termin im Gelenkzentrum Mainz zu holen, am besten bei Dr. Meister, der mich erstens kennt und zweitens Sportmediziner ist.

12.12.2011

Ich habe Glück und kann sofort in zu Dr. Meister kommen, hat wohl ein Patient abgesagt. Er gibt mir lange Zeit, alles, was mir so einfällt zu schildern. Um einen Ermüdungsbruch oder sonstige Probleme mit den Knochen imm Beckenbereich ausschließen zu können lässt er ein Rötgenbild erstellen. Außerdem besorgt er mir einen Termin für ein MRT noch am heutigen Tag - klasse! Mit beiden Aufnahmen soll ich dann morgen wieder kommen, gleich morgens um 8 Uhr.
Es wird ein MRT des gesamten Beckenbereiches gemacht, vom ISG bis zum oberen Drittel der Oberschenkel. Hier zeigt sich ganz eindeutig, dass einiges mehr im Argen ist als "nur" der Leistenbruch!
Eindeutig zu erkennen sind Entzündungen amWundbereich rund um die Operationsstelle des Leistenbruches und fast des gesamten Bauchmuskelansatzes. Nichts zu erkennen ist an den Muskeln der Oberschenkel und damit auch des Adduktoren des rechten Beines. Komisch...

13.12.2011

Dr. Meister schaut sich das Röntgenbild an und sagt, das von den Knochen her alles bestens ist! Kein Ermüdungsbruch, keine Abnutzung, alles top! Aber das MRT, das macht ihm Sorgen, besonders, da sämtliche Bauchmuskelansätze entzündet sind.
Entsprechend die Diagnose:
Akute Bauchmuskelentzündung, Wundentzündung rund um die OP-Stelle und akute Adduktorenansatzentzündung rechts.
Weiteres Vorgehen:
Noch eine Woche komplett pausieren, dann, je nach Schmerzen, ganz vorsichtig mit leichtem Ergometertraining beginnen und, wenn möglich, ganz allmählich steigern. Bei Verschlimmernungen jedweder Art Training abbrechen und pausieren.
Krafttraining in diesem Jahr komplett unterlassen, alles was die Bauchmuskeln beansprucht bis mindestens Anfang April unterlassen, sprich, keine Rückenübungen und auch keine Situps usw., klasse! Sofort bekomme ich Bedenken, was meine Bandscheibe angeht...Mist! Jetzt habe ich das doch eben genau durch diese Übungen so gut in den Griff bekommen und bin ich doch nun schon seit fast 3,5 Jahren komplett beschwerdefrei - und jetzt das! Bitte nicht schon wieder...
Und was ist mit laufen? Das ist abhängig davon, wie ich das Ergometer vertrage, frühestens jedoch Anfang 2012!
Und noch etwas, Ibu soll ich auch weiterhin noch nehmen, 2*800mg, mindestens noch 8 Wochen lang, und zwar nicht nur gegen die Schmerzen, sondern auch und vor allem, um gegen die Entzündungen zu wirken.

Klasse, das bedeutet, selbst wenn ich am 01.01.2012 wieder ganz vorsichtig laufen könnte, insgesamt 9 Wochen Laufpause (die vergangenen Wochen muss ich ja mit zählen). Vom Krafttraining und vor allem dem Becken stabilisierenden Training rede ich erst gar nicht. Und wer sagt, dass das auch alles so kommt und ich nicht noch länger pausieren muss? Schließlich spricht er hier von einem "optimalen Heilungsverlauf".

Und was das Schlimmste ist, einen exakten Auslöser, einen Grund, weshalb das alles so gekommen ist, kann er mir mit letzter Sicherheit nicht sagen. Ok, der Leistenbruch, gut, der alleine erklärt aber noch lange nicht die Bauchmuskelansatzentzündungen. Na klasse! Genau so etwas kann ich ja hassen! Beschwerden und Verletzungen sind ja gut und schön, wenn man wenigstens weiß, woher sie kommen, aber so....??!!?!?

Zusammenfassend kann ich also sagen:
Beschwerden: Bauchmuskelansatzentzündung, Adduktorenansatzentzündung, Wundheilungsentzündung
Grund/ Auslöser für die Beschwerden: Unbekannt
Exakte Therapie: Nicht zu machen, wird wieder mal, wie so oft, eine Gradwanderung werden.
Heilungsdauer: Unbekannt

Seit über 6 Wochen bin ich nun schon außer Gefecht gesetzt, und ständig wurden, trotz absoluter Sportpause, die Beschwerden schlimmer. Wie lange das noch gehen wird weiß ich nicht, kann mir auch keiner wirklich sagen, mal mindestens noch weitere 3 Wochen, eher länger.
Ich habe nach wie vor saumäßige Schmerzen, auch ohne jedewede Belastung, trotz Ibu, wie soll das nur weiter gehen? Seelisch, körperlich und moralisch bin ich auf dem absoluten Nullpunkt angelangt...dessen bin ich mir absolut sicher, denn tiefer kann ich nicht mehr fallen...
Ich weiß jetzt zwar was ich habe (hoffe ich zumindest), doch woher es kommt und vor allem wie ich es vernünftig wieder weg bekomme kann mir keiner sagen. Zum Glück hasse ich genau das nicht! Mir wäre lieber man würde mir sagen: "Ok, ein Bruch, 3 Wochen Gips, 4 Wochen Ergo, 2 Wochen Aquajogging und dann ist alles gut". Aber so? Ob ich überhaupt jemals wieder laufen kann, wann das sein wird, wie ich am Besten da hin komme, alles das steht weiterhin in den Sternen!

Von was ich träume, was meine Ziele für 2012 sind? Einfach irgendwann einmal wieder unbeschwert zumindest einen Kilometer laufen zu können, die frische Luft und die Natur genießen zu dürfen, mehr wünsche ich mir momentan nicht! Man wird bescheidener und wie sehr man etwas liebgewonnenes vermisst sieht man sehr oft leider erst dann ganz deutlich, wenn man es nicht mehr hat!

Von 160 auf 0 - so schnell kann das gehen!

 
Blog Training

Was für ein Jahr, unglaubliche Emotionen und Erlebnisse hatte es für uns parat.

Für Melanie war es ein absolutes Traumjahr, komplett verletzungs- und beschwerdefrei stürmte sie von Bestleistung zu Bestleistung, scheinbar spielerisch. Wunderbar, so soll es sein.
Und ich? 3 mal wieder zurückgekämpft und am Ende des Jahres dann den absoluten Nullpunkt hinnehmen müssen, nahezu von jetzt auf gleich von 160 auf null ausgebremst, eine schwere Zeit für Körper, Geist und Seele.
Aber kein Grund zum hadern, hatte das Jahr doch auch für mich unglaublich schöne Momente parat.
Und - nur wenn man mal ganz unten ist lernt man das richtig zu schätzen, was man schon einmal erreicht hat, was einem schon als normal vorkam. Nichts ist normal, das weiß ich jetzt. Man wird reifer, bescheidener und zufriedener, und für diese Erfahrung bin ich sehr dankbar!
Wie es weiter geht? Ich weiß es nicht. Nach nunmehr fast 10 Wochen absoluter Sportpause fange ich langsam wieder an...
...und mit welchem Ziel? Hm, eigentlich klar, oder? TorTourdeRuhr 230 Km Pfingsten 2012! Momentan zwar noch völlig unmöglich, aber wer weiß....?
Von 0 auf 230, Mission impossible....?

Auch ein riesen Dank an all unsere wunderbaren Freunde und Laufbekannte, mit euch allen durften für unvergessliche Augenblicke der Freude und des Glückes erleben. Schön das es euch alle gibt, jeder auf seine Weise. Erst durch euch wurden die vielen Läufe so unvergesslich und einzigartig, DANKE euch allen dafür!

 

 

Unser Laufjahr 2011:



Gesamtbilanz für das Jahr 2011

Melanie:


3917 Km (13448 Km seit Beginn des ambitionierten Laufens in Oktober 2007)
Höhenmeter: 31980 m
281123 Kcal
Herzfrequnezdurchschnitt: 152
Temposchnitt: 6:21
Trainingseinheiten: 251, davon 29 * Kraftrainingseinheiten und 222 Laufeinheiten
Trainingszeit: 451 Stunden
Events: 11, davon 1 Marathon, 10 Ultras
Neue persönliche Bestzeiten:
Halbmarathon in 2:00:49
Marathon mit 4:15:36
50 Km in 5:03:33
6h-Lauf mit 56,948 Km
12h-Lauf mit 101.910 Km

Steffen:


4444 Km (17161 Km seit Beginn des ambitionierten Laufens in Oktober 2007)
Höhenmeter: 27810 m
305061 Kcal
Herzfrequnezdurchschnitt: 118
Temposchnitt: 5:31
Trainingseinheiten: 285, davon 51 * Kraftrainingseinheiten und 234 Laufeinheiten
Trainingszeit Laufen: 508 Stunden
Ausserdem alle zwei Tage Bauch- Rückentraining inkl. 100 Situps
Events: 14, davon , 1 Marathons, 13 Ultras
Neue persönliche Bestleitungen:
100 Meilen: 22:43:42
24h-Lauf: 176,383 Km

Errungene Titel:

Deutscher Vizemeister 24 Stundenlauf M40, Deutscher Mannschaftsmeister 24 Stundenlauf mit der LG DUV

Nein, 2011 war ein gutes Jahr, und wir beide wollten es absolut nicht missen, keinen einzigen Augenblick davon!!

 
Blog Training

Nach dem Röntgenlauf entschied ich mich dazu, es deutlich ruhiger angehen zu lassen. Der dortige Lauf selbst ging zwar ganz gut, doch schmerzte im Ziel ganz seltsamerweise fast mein gesamter Schambeinbereich, und zwar sowohl links, als auch rechts.
Also war erst einmal Ruhe angesagt, wollte ich doch eine Woche später mit Birger Jüchter gemeinsam den Bottroper 50er laufen. Entsprechend lief ich in den Tagen dazwischen nur ein einziges mal, und dies ohne jedes Problem.
Bottrop kam, und so stand ich, gemeinsam mit etlichen Laufbekannten (so langsam kennt man ja fast das halbe Starterfeld ;-)) am Start. Mein Schatz war an diesem Tag "unpässlich", machte sie doch an diesem Wochenende mit den Damen des Damenkomitees unseres Karnevalvereines einen Ausflug nach Köln.
So lief ich also vom Start weg mit Birger Jüchter und Norbert Ebbert in einer sehr angenehmen Gruppe. Geplant war ein für mich sehr angenehmes und gemütliches Tempo von etwa 5:15, was in etwa einer Zielzeit von 4:30 entsprechen und für Birger eine neue PB bedeuten würde. Genau das liefen wir auch, bis zu Km 25, denn da bekam ich mehr und mehr Probleme, und zwar wieder im Schambeinbereich. Ich versuchte dran zu bleiben, musste aber Birger und Norbert bei Km 33 alleine ziehen lassen, denn für mich wurde das Ganze mehr und mehr zur Qual. Während Birger nach gigantischen 4:24 gemeinsam mit Norbert ins Ziel kam (neue PB für Birger, Glückwunsch dazu), quälte ich mich 25 Minuten später über die Zielinie, furchtbar, jeder Schritt schmerzte und ich wusste nicht warum!
Die Woche drauf machte ich garnichts und gönnte meinem Körper 7 Tage Ruhe, um dann Samstags drauf in Troisdorf gemeinsam mit meinem Schatz den 6 Stundenlauf machen zu können. So stand ich also, völlig Beschwerdefrei, aber mit einem unguten Gefühl, gemeinsam mit Meli und wie immer jeder Menge liebgewonnener Laufbekanntschaften, um 10 Uhr am Aggerstadion am Start. Ein 5:50er - 6:10er Tempo, das sollte doch gehen...
Ging es auch, etwa 15 Km lang. Während mein Schatz richtig gut drauf war, begannen bei mir wieder die Schmerzen. Nach 2 Stunden und gerade einmal knapp 21 Km entschloss ich mich dann dazu, dem Drama ein Ende zu setzten und verabschiedete mich von meiner Powerfrau. Mir schossen die Tränen in die Augen, war das doch der bisherige läuferische Tiefpunkt für mich...ich war am Boden zerstört...
Anmerken ließ ich mir aber nichts und feurte meinen Schatz jede Runde wie ein wilder an. Wo es nur ging versuchte ich sie zu unterstützen und ihr zu helfen, wobei auch sie einen "Hänger" hatte, ich glaube es war nach etwa 3,5 Stunden. Völlig aufgelöst sah ich sie kurz hinter dem Damm stehen und kümmerte mich um sie. Doch sie fing sich wieder und lief die verbleibende Zeit wie eine wilde und erreichte dennoch gigantische 56,948 Km, Wahnsinn! Damit verbesserte sie ihre alte Bestmarke um über 3 Km, wurde 12. der Damen, 4. ihrer Altersklasse und sogar 2. in der Mannschaftswertung mit der LG DUV, deren mit Abstand beste Läuferin sie war. Schatz, du bist wirklich der Knaller, und was hast du in diesem Jahr für fantastische Leistungen abgeliefert, unglaublich! Ich bin so stolz auf dich!!!
Auch Simone Durry versuchte ich zu unterstützen und sagte ihr immer ihren Abstand zur Zweitplatzierten, der sich bis zur 5. Stunde ständig bis auf insgesamt 600 Meter vergrößerte. Ich feuerte sie an, machte sie heiß und ob man es glaubt oder nicht, in der letzten Stunden holte sie Meter um Meter auf und kam doch tatsächlich bis auf 48!! Meter an sie heran ...nur zum Überholen sollte es leider nicht mehr reichen. Trotzdem, großes Kämpferherz Simone Und Glückwunsch zu deinem 3. Platz!!
Die darauf folgenden Wochen ließ es Meli ruhig angehen und gönnte sich erst einmal 2 Regenerationswochen.
Und ich gab schweren Herzens meinen Startplatz für den Eisage 24 Stundenlauf an Norbert Ebbert ab. Nichts mit Geburtstagsläufchen...., nichts mit dem Lauf, auf den ich mich so sehr gefreut hatte....das tat weh, richtig weh, aber Vernunft geht vor....so schwer es auch fällt!
Und mein Schatz? Sie läuft am kommenden Wochenende gemeinsam mit vielen lieben Menschen den HagenHills....

Hier sind die Urkunden aus Bottrop und Troisdorf

Hier sind alle Bilder

 
Blog Events
Wie so oft gibt es ja mehrere Veranstaltungen an einem Wochenende, so auch an diesem, nämlich den Frankfutmarathon und eben den Röntgenlauf.
Sicherlich wäre auch der Frankfurtmarathon sehr interessant gewesen, zumindest mal als Zuschauer, waren doch, einmal von Mocki, Susanne, Jan und ein paar anderen deutschen Topläufern ganz abgesehen, auch Gerd, Martin, Markus und etliche andere sehr liebgewonnene Läufer dort am Start. Mal von den vielen "Betreuern an der Strecke" ganz abgesehen...Eva, Julia usw....
Doch da wir bereits letztes Jahr nicht am Röntenglauf teilnehmen konnten, der viel nämlich auf das gleiche Datum wie der SchwäbischAlbmarathon, war das in diesem Jahr sozusagen Pflicht! Und da man ja nur auf einer Hochzeit tanzen kann....

Normalerweise wäre das alles ja wieder recht stressig gewesen (Start bereits um 8:30 Uhr, sehr früh aufstehen, Anreise, Startunterlagen abholen usw.), doch Dank der Zeitumstellung (+ 1 Stunde) und vor allem wegen Birger Jüchter, war dem ganz und garnicht so. Birger bot uns schon vor Wochen an, bei ihm zu übernachten, was wir sehr gerne angenommen hatten. Birger, dafür nochmals HERZLICHEN DANK, BIST ´NE WUCHT!
Entsprechend vielen wir bereits Samstag gegen 16:30 Uhr bei ihm ein. Nach einem ganz herzlichen "Hallo" fuhren wir dann erst einmal gemeinsam die Startunterlagen abholen. Ach je, wen wir da schon wieder alles trafen und auch endlich mal in der reelen Welt kennenlernen durften, echt der Hammer! Z.B. Luigi Albergo, Ulrich Hansmann, usw. ... ach, hör auf...;-), echt der Knaller! Und es war wie immer, man sah sich zum ersten mal und es war, als würde man sich schon ewig kennen, wunderbar!!
Nachdem wir "den Papierkram" erledigt hatten machten wir noch von der Pastaparty regen gebrauch, und wen trafen wir da? Bulligs, Conny und Siggi, endlich mal wieder!!! Ach ihr beiden, in FB haben wir euch sooo vermisst....
Wieder bei Birger zu Hause ließen wir den Abend dann mit einem feinen Alkfreien gemütlich ausklingen.
Um 6 Uhr morgens rappelte dann das Handy, wir machten uns schnell lauffertig und auf den Weg nach Remscheid. Gefrühstückt wurde in aller Ruhe in der dortigen Halle, jeweils ein Frühstück komplett mit lecker Brötchen und Kaffee.
Nach und nach kamen auch all die anderen dazu, so z.B. Rolli von "Wat läuft", der unsere heiß ersehnten TTdR-Buffs dabei hatte (danke dir dafür), Susanne Alexi, Julia Vieler, Conny und Siggi Bullig, Ulrich Hansmann .....soll ich weiter aufzählen? (Uli, vielen Dank für die leckeren selbstgebackenen Riegel von dir!!)

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Wir quatschten wie immer über tausend Dinge und hatten einen Haufen Spaß! Um 8:30 Uhr war dann auch schon der Start...

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Ewig nicht mehr gesehen, Elke Gärtner, die natürlich gleich mal wieder zeigte wo der Hammer hängt und 2. der Damen wurde, unglaublich!

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Der Lauf selbst war ein einziger Traum, landschaftlich der Hammer und was die Stimmung an der Strecke anging besser als so mancher Stadtmarathon!

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Da ich ja noch die 100 Meilen vom Wochenende zuvor in den Knochen hatte genoss ich einfach einen tollen Lauf gemeinsam mit meinem Schatz und machte, wie überraschend, etliche Bilder.

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Und wie so oft waren es die üblichen Verdächtigen, die wir immer und immer wieder auf der Strecke trafen, so wie hier Walter Zimmermann, der wirklich ÜBERALL anzutreffen ist!

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Auch Ulrich Hansmann war hier noch richtig gut unterwegs...

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Was meinen Schatz anging so wollte sie eigentlich nur eine 7:59 laufen...und ich gemütlich mit ihr..doch irgendwie hatte sie da wohl etwas Pfeffer in ihrem Allerwertesten. Auf alle Fälle hatte ich teilweise Schwierigkeiten ihr zu folgen...aber mein Schatz hat mich dann doch gut durchgebracht!!

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Nach nicht all zu langer Zeit liefen wir auf Julia Vieler auf, die für 2012 großes vor hat und diesen Lauf als Trainingseinheit mitnahm. Jens selbst lief in Frankfurt als Zug- und Bremsläufer für die 3:29 und kam später im Zielbereich mit dazu!

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Das Streckenprofil war teilweise mit wunderbar steilen Anstiegen gespickt, für die man allerdings in Form von "Naturalien" mehr als belohnt wurde!

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Noch eine Laufbekannte, Miss "Flink in Pink" Bettina Mecking, die genau wie ich den Kölnpfad gefinisht hatte. Schön sie mal wieder getroffen zu haben! Spaß beim Laufen - NIEMALS!

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Nicht zu fassen, sogar Peer Schmidt-Soltau war hier am Start. Auch er finishte genau wie ich erst 7 Tage zuvor den Hanse100, allerdings als viertplatzierter! Was ein Glück, war ich wenigstens nicht der einzige bekloppte....

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Ein wirklich sehr schöner Zieleinlauf für die 3/4-Distanzler, also die Marathonis. Wir hingen noch einen Halben dran ;-)!

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Was die Verpflegung auf der Strecke anging so muss ich sagen, echt Hammer. Ich denke das Bild spricht für sich....! Absolutes Highlight: Die selbstgebackenen Müsliriegel!!!!!

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Viel zu schnell ging es Richtung Ziel...

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Und so war es dann auch nach 7:40 Stunden soweit, Endspurt, Zieleinlauf und der verdiente Lohn!

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Auch Birger erreichte nur wenige Augenblicke zuvor das Ziel!

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So ging dann ein erneut wunderschöner Lauftag so langsam zu Ende.
Wir machten uns gleich auf den Weg, wollten wir doch noch wie zuvor bei FB versprochen, bei Loschs vorbei schauen. Doch daraus wurde dann leider nichts, seeeehr schade :-((((((

Also fuhren wir dann direkt nach Hause!

Nochmals ein riiiiisssssen Dankeschön an Birger, weißt schon für was, gelle? Und hey, das ist NICHT selbstverständlich!!

Ergebnis:
Melanie: 7:40:48, 30. Platz bei den Damen, 7. Platz in der AK W40
Steffen: 7:40:48, 253. Platz der Männer, 62. Platz in der AK M40

Hier sind unsere Urkunden
Hier ist der GPS-Track
Hier sind alle Bilder
Hier ist Melis Laufbericht (kommt noch)
 
Blog Events
"Die Herausforderung im Norden"

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So der Slogan von Carsten A. Mattejiet, dem Erfinder und Ausrichter dieses 100 Meilenlaufes. Und er sollte Recht behalten...

Alles begann eigentlich schon 3 Tage zuvor, denn da musste ich kurzfristig noch auf eine externe Schulung nach Bad Pyrmont. Und dies hieß für mich 2 Nächte schlecht zu schlafen, keine optimale Ernährung zu haben und mir obendrein noch einen verdorbenen Magen einzufangen. Alles keine guten Vorzeichen für einen 100-Meiler, was aber wirklich keine Ausrede für meine dort abgelieferte miserable Leistung sein soll.

Aber irgendwie setzte sich das Supoptimale auch am Tag der Anreise/ des Startes fort. Man kann ja planen was man will, irgendwie kommt es immer anders als geplant, so auch an diesem Tag.
Eigentlich hätte ich ein 3 Stunden Zeitpolster von der Ankunft in Hamburg bis zum Start eingeplant, genügend Zeit also, um sich umzuziehen, etwas vernünftiges zu essen, zu trinken, den Trinkrucksack in Ruhe zu packen und mit dem einen oder anderen noch ein entspanntes Wörtchen wechseln zu können....eigentlich! Doch es kam alles anders.

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Der Flieger hatte, inklusive längerer Flugzeit, 2 Stunden Verspätung! Somit wurde alles zum puren Stress, denn auch die direkte S-Bahn vom Flughafen zum Hauptbahnhof ließ auf sich warten, sodass wir erst 30 Minuten vor dem Start am Hauptbahnhof ankamen. Von dem stundenlangen rumstehen am Flugschalter und am Gate in Frankfurt usw. rede ich erst garnicht....Entsprechend musste ich mich bereits in der S-Bahn umziehen und vergaß natürlich glatt mich an allen relevanten Stellen mit Melkfett einzuschmieren! Auch an essen und trinken war nicht mehr zu denken, denn es gab nirgends etwas!

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Am Hauptbahnhof angekommen verschlang ich dann noch schnell einen Laugenbrezel, woraufhin es mir noch schlechter wurde als es mir eh schon war. Dann das nächste Problem, wo ist der Treffpunkt? Wir liefen wie verrückt hin und her, hatten zwar die Ausgangsangabe von Carsten bekommen, doch da war niemand!

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Ich rief ihn an, woraufhin er und dann beschrieb, wie wir zum Treffpunkt kommen würden. Eigentlich ganz Einfach, nämlich direkt unter uns! 20 Minuten vor dem Start trafen wir dann auch endlich ein....
Zu mehr als einen kurzen "Hallo" mit einigen Bekannten (Susanne Alexi, Hauke König, Norbert Ebbert, Ruth Jäger uvm.) blieb leider keine Zeit, denn ich musste noch meine gelbe Weste (Pflichtausrüstung) und die Karte (hatte mir vorsorglich selbst eine im Internet ausgedruckt und nutzte diese dann auch) bei Carsten abholen, den ich dann auch endlich einmal persönlich kennenlernen durfte (er erkannte per Ferndiagnose meinen Leistenbruch im Januar diesen Jahres und gab mir viele Tipps, schnell wieder fit zu werden, nochmals mein Dank dafür!!!). Außerdem war noch der Trinkrucksack zu befüllen (ein Blumenhändler war nach minutenlanger Suche nach Wasser so freundlich) und ich musste noch mal auf die Toi.
Auch Meli war hektisch, galt es doch Michael Söhngen, ich denke er war der Gesamtkoordinator für alle Verpflegungspunkte, zu finden, bei welchem sie für den Support der Läufer während dieses Events eingeteilt war.
Das Briefing hatte ich natürlich fast völlig verpasst, was aber, so denke ich, nicht weiter schlimm  war (Toi, Wassersuche usw.). 5 Minuten vor Start war ich dann endlich laufbereit!!

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Was ein Glück, denn schon ging es zum gemeinsamen Gruppenbild auf die Treppe!

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Um 22:07 erfolgte dann der Start...


...ich sackte in den für mich im Finisherzelt bereitgestellten Stuhl und war erst einmal froh, es überhaupt geschafft zu haben. Meli deckte mich zu, wusste sie doch um meine Verfrorenheit. Vorletzter, oh man, ich fasse es nicht. Aber egal, Hauptsache nicht aufgegeben, das war es, was für mich zählte.

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Aber was wurde ich hier verwöhnt - Indisch-Malaiisches Buffet, wie lecker! Eine spezielle Kürbissuppe, Curry-Geflügelgulsch mit Duftreis, alles nur erdenkliche an Getränken und überhaupt, echt der Hammer, was einem auch hier geboten wurde!

Hanse100_Steffen (53)

Während mein Schatz neben mir saß und stänig die Augen zuvielen, verdrückte ich mehrere Teller der angebotenen Köstlichkeiten und unterhielt mich noch ein wenig mit Michael Neumann und dessen super netten Frau. Mittlerweile war es 2:30 Uhr morgens und auch ich hatte mir der Müdigkeit zu kämpfen. Was ein Wunder auch, waren wir doch nun schon über 42 Stunden auf den Beinen!
Doch wo schlafen? Eigentlich war auch nach dem Lauf alles etwas anders geplant, sodass wir kein Hotelzimmer o.ä. gebucht hatten. Doch Michael hatte dann den Einfall schlechthin: Die meisten Läufer hatten einen Platz in der Jugendherberge, etwa 30 Km von hier entfernt, gebucht, 3 von ihnen die Schlafmöglichkeit aber nicht in Anspruch genommen, sodass die Organisatoren nun das Problem der Verrechnung und außerdem noch 2 Schlüssel für die Zimmer hatten. Kurz um, wir ließen uns ein Taxi rufen und nahmen die Schlüssel mit. 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen sage ich da nur, denn Michael war froh nur noch die Kosten für 1 Person übernehmen zu müssen und die Schlüssel nicht Tags darauf dort abgeben zu müssen, und wir freuten uns über wenigstens ein paar Stündchen Schlaf.

Als das Taxi kam verabschiedeten wir uns von allen, bedanketen uns nochmals ganz herzlich für die tolle Organiosation und den unermütlichen Einsatz aller Helfer und stiegen totmüde in das Taxi...

In der Herberge angekommmen hatten wir jetzt die Option, entweder in ein 4-Bettzimmer zu gehen, in dem allerdings schon ein Läufer schlief und den wir auf keinen Fall wecken wollten, oder in ein Einzelzimmer, welches allerdings nur ein Bett hatte. Mir war alles egal, ich überließ meinem Schatz das Bett, legte mir 2 Decken auf den Boden, deckte mich mit 2 Bettlaken zu, nahm Melis Schal als Kopfkissen, entledigte mich der Schuhe und der Socken (boah tat das weh) - und schlief gegen 4:30 Uhr nahezu sofort ein! Doch so richtig tief konnte ich nicht schlafen, die Füße pulsierten wie verrückt und ich begann auch irgendwann wieder zu frieren. Nach ein paar Stunden kuschelte ich mich ganz leise in Melis Bettchen und versuchte weiter zu schlafen....bis um 10:30 Uhr der Wecker, ähm, das Handy klingelte...

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Am Morgen stellte ich dann direkt mal fest, dass ich mein Dropback im Finisherzelt vergessen hatte, na klasse! Aber auch dafür fand sich eine Lösung.
Um 11:30 Uhr fuhren wir dann mit dem Bus zum Hauptbahnhof Bremen, von welchem aus unser vorher schon gebuchter Zug um 13:46 Uhr nach Ingelheim abfuhr.

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Läuferisches Resümee:

Trotz aller Qualen bleibt festzuhalten - das war ein ganz toller und wunderschöner Lauf!
Doch leider steht fest: Wäre das die TTdR gewesen, so hätte ich sie NICHT geschafft!
Das ist die erschreckenste Erkenntnis, die ich aus diesem Lauf leider ziehen muss. Vor, aber auch während des Laufes lief einiges nicht optimal, und KEINER dieser Punkte darf sich bei der TTdR wiederholen. Egal ob Übermüdung und Hektik bereits vor dem Start, schlechte Ernährung die Tage zuvor, falsche Socken- aber auch Tempowahl oder zum Teil viel zu lange Pausen - will ich diese 230 Nonstopkilometer Pfingsten 2012 schaffen, darf ich absolut NICHTS dem Zufall überlassen und keine Fehler in der Vorbereitung machen!

Jens Vieler hat schon Recht wenn er sagt:
Um hier zu bestehen solltest du mindestens mehrere Meilen- und 24-Stundenläufe erfolgreich absolviert haben. Du brauchst unbedingt genügend Erfahrung, denn diese ist das A und O!

Dies war jetzt mein 3. Meilenlauf, bei 3 24-Stundenläufen, und ich muss sagen, jeder Lauf war komplett anders. Ok, ich habe noch 2 24er bis zur TTdR und ich hoffe, alle Erfahrungen der vorher genannten Läufe dort einfließen lassen zu können, denn wie gesagt, ergeht es mir bei der Tortour so wie in Köln (171 Km) oder eben jetzt beim Hanse100, so ist ein Did Not Finish vorprogrammiert!

Resümee Event:


Der Hanse100 war ein großartiges Event, das von Carsten und seinen gerade einmal 12 - 15 Helferinnen und Helfern mit viel Herzblut und Leidenschaft sehr gut geplant und durchgeführt wurde. Ich als Läufer habe absolut keinerlei Kritik, noch nicht einmal im Ansatz! Ganz im Gegenteil, ich habe mich während der gesamten Veranstaltung super gut aufgehoben und versorgt gefühlt.
Und die Landschaft? Ein einziger Traum!
Klar, irgendwer hat bestimmt etwas zu meckern, z.B. über die Wegfindung, aber hey, man muss mal die Kirche im Dorf lassen, in der Ausschreibung und den zahllosen Mails, die Carsten zuvor an alle Teilnehmer verschickt hatte, wurde auf alles hingewiesen. Und, für die Wegfindung wurde Kartenmaterial verteilt, wer damit nicht zurecht kam und jetzt meckert wäre besser zuhause geblieben oder bei einem Stadtmarathon gestartet! Auch ich hatte mich mehrfach verlaufen, aber das war immer meine eigene Schuld! Und, etwas Abendteuer ist bei soetwas immer mit dabei - deshalb haben wir uns doch auch dafür angemeldet, oder?
Und bitte, was die Verpflegungspunkte angeht, für mich ist es noch immer unfassbar, was hier alles angeboten wurde, ich sage nur Ringhotel oder Melkhus! Klar gab es hier mal keine Salztabletten, da mal keinen Kaffee und dort halt mal kein Obst oder keine Suppe, na und? Man kann nicht überall alles haben, denn dann würde bei gerade einmal 30 Teilnehmern zu viel im Müll landen bzw. das Startgeld ins unermessliche Steigen! Ich für meinen Teil fühlte mich top versorgt!!
Und bitte wo gibt es "Radversorger", die zwischen mehreren VPs hin und her fahren um sich auf der Strecke um das Wohl der Läufer zu kümmern (Getränke, Essbares usw.)?
Und man darf auch nicht vergessen, viele der Helfer, so z.B. Michael Söhngen oder auch Melanie, waren mehr als 40 Stunden auf den Beinen, nur um ein paar Laufverrückten einen tollen Lauf zu ermöglichen. Das man da nicht immer an alles denkt ist wohl auch klar!

Klasse Veranstaltung, super Organisation, top Versorgung und eine wunderschöne Strecke! Und das mit den wenigen Helfern

Hanse 100 - muss man gelaufen sein!

Carsten M., Michael S., Meli K., Helmut R., Michael N., Ralf S., ThomasR., Uwe H., Anja S., Alexandra N., Anke M., Esther M., und alle anderen Helfer:

Vielen Dank für dieses grandiose Event!

Hier ist der Laufbericht/ Supporterbericht
Hier ist der GPS-Track
Hier sind die Bilder
Hier ist die Urkunde
 
Blog Events
Die schönsten Läufe sind ja bekanntlich die, die man garnicht geplant hat. So auch an diesem Wochenende, bei dem wir eigentlich nur eine "Ausweichstrecke" für unsere heimischen Standardstrecken gesucht hatten. Und wie soll ich sagen, wir wurden fündig und fuhren ganz kurzentschlossen nach Hachenburg, um am dortigen Jubiläumsmarathon teilzunehmen.

Hachenburg 2011 (0)

Was uns dort für gerade einmal 22 Euronen inklusive Nachmeldegebühr so alles geboten wurde, echt der Hammer! Mal von der super Organisation abgesehen, war die Streckenführung durch die wunderschöne Landschaft des Westerwaldes echt der Knaller. Jeder Meter Genuss pur. Auch die Verpflegung ließ keine Wünsche offen und sogar eine wunderschöne Finishermedaille wurde uns im Zielbereich umgehängt. Ach, apropos Zielbereich, der Zieleinlauf in der Altstadt war einfach nur wunderschön! Alles in allem eine absolut empfehlenswerte Veranstaltung!
Was gibt es sonst noch zu sagen? Ach ja, wie immer traf man den einen oder anderen Bekannten, so z.B. Joe Kelbel, der wie immer für Marathon4you unterwegs war. Und Ulrike Schmidtke, die wir bereits aus FB kannten, durften wir dort endlich mal persönlich kennenlernen. Auch Uwe Koch war mit von der Partie, jaja, die übliche Läuferfamilie halt!!
Der Start war um 11:30 Uhr, durchgeführt von Herbert Steffny, der dort ebenfalls mitlief.

Hachenburg 2011 (1)

Meli und ich liefen jeder sein eigenes Ding, jeder in seinem Tempo, gedacht als ganz normalen Trainingslauf. Sie für den Röntgenlauf, und ich für die Hanse 100 Meilen.
Und wie soll ich sagen, ich lief einen schönen konstanten 5:25er Schnitt mit einer 7 Km Endbeschleunigung als Crescendo und einem letzten Kilometer in 4:10. Entsprechend lief ich die 2. Hälfte des Laufes auch 6 Minuten schneller als die erste Hälfte und kam trotz etlicher Fotopausen nach 3:41:25 schön entspannt ins Ziel.

Hachenburg 2011 (2)

Hachenburg 2011 (3)

Auch Meli lief einen wunderbaren Schuh, und auch sie war auf der 2. Hälfte deutlich schneller als auf der ersten und kam ebenfalls ganz locker und entspannt nach 4:28:31 ins Ziel!

Hachenburg 2011 (5)

Hachenburg 2011 (4)


Nachdem wir uns in der Halle am riesigen Kuchenbuffet noch etwas gestärkt hatten ging es auch leider schon wieder nach Hause.
Und wieder können wir feststellen:
Es bedarf nicht den teuren, großen Veranstaltungen, um läuferisch voll auf seine Kosten zu kommen! Auch und gerade die vermeintlich kleinen Events sind absolut zu empfehlen, und das auch noch für deutlich kleineres Geld!
Da wundert es dann nicht, das der dortige Veranstalter einen Teilnehmerrekord verbuchen konnte.
Danke Hachenburg!

Hachenburg 2011 (6)

Meli: 4:28:31, Gesamt 100. AK W40 4. Platz
Steffen: 3:41:25, Gesamt 36., AK M40 6. Platz

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