Läufers Weisheiten

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Bänderriss

Kurzinfo:

Bänderriss

Symptome

Je nach Schwere der Verletzung unterschiedlich: Bluterguss, Schwellung, schmerzbedingte Bewegungseinschränkung, instabiles Gelenk.

Wann zum Arzt?

Bei Verdacht sofort.

Therapie

Sofortmaßnahmen der PECH-Regel. Operation. Konservativer Therapie mit Ruhigstellung mittels Stützverband, Taping oder Gips zwischen 3 bis 6 Wochen. Frühzeitige Bewegungsübungen. Kontinuierliches Muskeltraining.

Symptome und Unfallursachen

Infos über Aufbau und Funktion von Bändern:

Bänder dienen der Stabilität und der Bewegungsführung eines Gelenkes. Wird ein Gelenk über das physiologische Maß hinaus belastet und überstreckt, so können Bänder reißen.

 

Fallbeispiel:

Das Standbein eines Fußballspielers ist fixiert, wenn er mit seinem Körpergewicht das Bein belastet. Trifft ihn in diesem Moment ein anderer Spieler, z. B. mit dem Stollenschuh oder dem Knie an der Außenseite, so kann das fixierte Gelenk nicht ausweichen. Das Schienbein erfährt  durch die Wucht des Aufpralls eine Drehbewegung nach innen. Eine Verletzung bei einem der beiden Kreuzbänder im Kniegelenk wäre die Folge.

 

Die Stabilität des Gelenkes ist nicht in jedem Fall beeinträchtigt.

Dabei können einige Fasern des Bandes oder das gesamte Band verletzt sein. Je nach Schweregrad werden unterschieden:
  • Grad I: Unvollständiger Bänderriss, bei dem einige wenige Faser durchtrennt wurden. Das Gelenk bleibt stabil.
  • Grad II a: Es sind weniger als 50 Prozent der Fasern eines Bandes gerissen. Das Gelenk bleibt stabil.
  • Grad II b: Es sind mehr als 50 Prozent der Fasern zerrissen: Das Gelenk wird instabil.
  • Grad III: Alle Fasern des Bandes sind gerissen. Das Gelenk wird instabil.

 

Gelenkergüsse entstehen, wenn die verletzten Bänder in das Gelenk bluten.

Bei einem Bänderriss kommt es zu mehr oder weniger starken Einblutungen in das umliegende Gewebe. Es bildet sich ein Bluterguss. Ist ein Band betroffen, das durch ein Gelenk verläuft (z. B. die Kreuzbänder des Kniegelenks), so kommt es zu Einblutungen in das Gelenk. Als Folge von Bandverletzungen können sich Knorpelschäden entwickeln.

 

Es treten bewegungsabhängige Schmerzen auf.

Im Sport kommen Bandverletzungen häufig im Bereich von Sprunggelenk, Knie, Ellenbogen, Handgelenk und Schulter vor. Folgende Symptome weisen auf eine Bandverletzung hin:
  • Bluterguss, Schwellung und Schmerzempfindlichkeit im betroffenen Bereich
  • Blutung in das Gelenk
  • bewegungsabhängige Schmerzen
  • Je nach Ausmaß der Bandverletzung Instabilität des Gelenk

 

Therapie

Zunächst muss das genaue Ausmaß der Verletzung festgestellt werden.

Direkt bei Auftreten der Verletzung sollten die Maßnahmen der PECH-Regel angewandt werden. Danach werden weitere Maßnahmen getroffen. Als erstes muss eine Untersuchung das genaue Ausmaß der Verletzung klären. Dazu gehören Röntgenaufnahmen des Gelenks, evt. auch gehaltene Röntgenaufnahmen in einer bestimmten Stellung. Häufig wird, wegen der starken Schmerzen unter Narkose, die Gelenkstabilität bei bestimmten Bewegungen untersucht. Bei großen Gelenken, z. B. dem Kniegelenk, wird häufig eine Gelenkspiegelung, die sogenannte Arthroskopie durchgeführt. Sie ermöglicht auch operative Rekonstruktionen, ohne dass das Gelenk geöffnet werden muss. Eine Magnetresonanztomographie (NMR) ermöglicht eine sehr gute Beurteilung der Bänder und zeigt auch Begleitverletzungen, z. B. die Beteiligung von Menisken oder Knorpelschäden an.

 

Es gibt vielfältige, operative Möglichkeiten, die aber nicht immer eingesetzt werden können.

Die Therapiemaßnahmen richten sich nach Art und Ausmaß des Schadens. Es gibt bisher keine eindeutigen Standards, die festlegen, wann konservativ oder operativ behandelt wird. Operative Eingriffe sind immer auch von der Qualifikation und der Erfahrung des Arztes abhängig. Weitere Entscheidungskriterien für eine operative Therapie sind:
  • Alter
  • Gelenkstabilität
  • mögliche Gelenkarthrose
  • sportliche Zielsetzung
  • Akzeptanz des Betroffenen

Als operative Maßnahmen kommen offene Operationen am Gelenk und minimalinvasive Operationen mit Hilfe eines Arthroskops in Frage. Dabei können Bänder genäht oder entfernt und durch andere Materialien ersetzt werden. Das kann auch bei teilweiser Entfernung von Bandmaterial geschehen.

 

Bei älteren Menschen und bei Vorschädigungen wird oft konservativ Behandelt.

Die konservative Therapie wird bei Überdehnungen und Teilrissen empfohlen, wenn davon ausgegangen werden kann, dass sich die Instabilität des Gelenkes durch die Muskeln ausgleichen lassen. Auch wenn das Gelenk bereits von einer Gelenkarthrose betroffen ist, wird auf die konservative Therapie zurückgegriffen. Ältere Risse sollten ebenfalls nicht operativ behandelt werden. Betroffene, die über 50 bis 60 Jahre alt sind, werden ebenfalls selten operiert.

 

Die kontinuierliche Kräftigung der Muskulatur ist unerlässlich für ein stabiles Gelenk.

Konservative Maßnahmen beinhalten frühzeitige Bewegungsübungen bei Schmerzfreiheit, das Anlegen eines Stützverbandes mittels elastischer Binden oder ein Taping oder eines Gipsverbandes für die Dauer von 3 bis 6 Wochen je nach Typ, Schwere und Ort der Verletzung. Ein konsequentes und andauerndes Muskeltraining ist bei der konservativen Therapie unbedingt erforderlich, um das Gelenk zu stabilisieren. Häufig wird dieses Muskeltraining von den Betroffenen nicht dauerhaft und oft auch nicht richtig eingesetzt. Viele stellen das Training auch ein. Dann wird das Gelenk erneut instabil, denn nur die Muskulatur hält das Gelenk stabil. Meistens wird auch das Tragen von gelenkstabilisierenden Orthesen empfohlen. Orthesen sind häufig teuer und werden von den Betroffenen als störend und lästig empfunden, weshalb sie oft nicht konsequent getragen werden. Bei Teilrissen und wenn die begleitenden Maßnahmen eingehalten werden, werden die Heilungsaussichten mit Hilfe der konservativen Therapie positiv beurteilt.

 

 

Symptome: Muskelzerrung / Muskelfaserriss / Muskelriss

Kurzinfo:

Muskelzerrung / Muskelfaserriss / Muskelriss

Symptome

Sofortiger, heftiger bis stechender Schmerz, Schwellung, kurzzeitige Dellenbildung, Bluterguss, Bewegungseinschränkung bis Bewegungsunfähigkeit

Wann zum Arzt?

Sofort.

Therapie

PECH-Regel sofort anwenden. Jede Minute zählt. 1.-3. Tag: Abschwellende Salbenverbände, funktionelle Tapeverbände, Antiphlogistika, Fibrinolytika, Muskelrelaxantien, Elektrotherapie. Ab 4. Tag: Ultraschalltherapie, Interferenzstrom.
Bei Faserrissen oder Muskelriss evt. Punktion oder Operation mit Ausräumung des Blutergusses und Zusammennähen der gerissenen Fasern. 4 Wochen Ruhigstellung: Tonisierende Krankengymnastik auch unter Gipsverband.
Sofort schmerzfrei Krankengymnastik und PNF.
Achtung: Keine passive Dehnung und Massage bei Zerrung für 3 Wochen, Muskelfaserriss für 6 Wochen, Muskelriss für 8-12 Wochen.

Komplikation:

Narbenbildung, Myositis ossificans, Zystenbildung

Wichtig:

Muskuläre Dysbalancen vermeiden. Vor Belastung immer gut aufwärmen. Muskelverletzungen immer richtig ausheilen.

Symptome

Leichte Zerrungen schränken die Bewegung schmerzhaft ein.

Die Symptome einer Muskelverletzung hängen von ihrer Schwere der Verletzung ab. Es werden verschiedene Grade unterschieden:
  • Eine leichte Zerrung bzw. ein Muskelfaserriss ersten Grades ist gekennzeichnet durch eine Überdehnung des Muskels, welche zu einem Riss von weniger als 5 Prozent seiner Muskelfasern führt. Muskelkraft oder Bewegungsausmaß unterliegen keiner größeren Einschränkungen. Jedoch treten bei aktiver Bewegung und beim passiven Dehnen Schmerzen im Verletzungsbereich auf, die sich störend auf den Sportler auswirken. Die Schmerzen können krampfartig auftreten und schnell stärker werden.

 

Bei Muskelfaserrissen zeigt sich zu Anfang eine Delle im Muskel.

  • Eine stärkere Zerrung bzw. ein Muskelfaserriss zweiten Grades beschreibt einen höheren Prozentsatz der gerissenen Muskelfasern. Dabei entsteht unmittelbar nach der Verletzung eine sichtbare und tastbare Delle im Muskel. Diese Delle kann jedoch durch eine in den nächsten 24 Stunden folgende Schwellung verschwinden. Muskelkraft und Bewegungsausmaß sind aufgrund von Schmerzen und eingeschränkter Kontraktionsfähigkeit im Verletzungsbereich stark beeinträchtigt. Der aktive Bewegungsablauf ist eingeschränkt.

 

Ein Muskelriss ist sehr schmerzhaft. Der Muskel kann zur Sehne hin zusammenschnurren.

  • Ein Muskelabriss bzw. ein Riss dritten Grades liegt bei einer Unterbrechung des Muskelzusammenhangs vor. Er führt zum Verlust der Kontraktionsfähigkeit des Muskels. Ein scharfer, stechender Schmerz kennzeichnet den Muskelriss und wiederholt sich beim Versuch der Muskelanspannung. Die vollständige Trennung des Muskels wird fühlbar. Außerdem kann der Muskel zur Sehne hin "zusammenschnurren" und wird dort als Verdickung sichtbar. Innerhalb der folgenden 24 Stunden tritt eine Schwellung auf. Innerhalb der nächsten Tage folgen Bluterguss und Verfärbung unterhalb der Verletzung durch verletzte Blutgefäße.

 

Der Ort der Einblutung entscheidet mit über den Heilungsverlauf.

Man unterscheidet intra- und intermuskuläre Blutungen:
  • Intramuskuläre Blutungen (Blutungen innerhalb der Muskulatur) bluten innerhalb der geschlossenen Muskelfaszie. Dadurch steigt der intramuskuläre Druck an und die Einblutung wird gestoppt. Die Folge sind Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit innerhalb der nächsten zwei Tage.
  • Intermuskuläre Blutungen (Blutungen in das Muskelzwischengewebe) resultieren aus der Verletzung des Muskelbindegewebes. Schwellung und Bluterguss zeigen sich durch die Schwerkraft des Blutes häufig unterhalb der Verletzung, jedoch geht die Schwellung nach kurzem Druckanstieg rasch zurück und die Muskelfunktion ist wieder hergestellt.

 

Diagnostik: Muskelzerrung / Muskelfaserriss / Muskelriss

Kurzinfo:

Muskelzerrung / Muskelfaserriss / Muskelriss

Symptome

Sofortiger, heftiger bis stechender Schmerz, Schwellung, kurzzeitige Dellenbildung, Bluterguss, Bewegungseinschränkung bis Bewegungsunfähigkeit

Wann zum Arzt?

Sofort.

Therapie

PECH-Regel sofort anwenden. Jede Minute zählt. 1.-3. Tag: Abschwellende Salbenverbände, funktionelle Tapeverbände, Antiphlogistika, Fibrinolytika, Muskelrelaxantien, Elektrotherapie. Ab 4. Tag: Ultraschalltherapie, Interferenzstrom.
Bei Faserrissen oder Muskelriss evt. Punktion oder Operation mit Ausräumung des Blutergusses und Zusammennähen der gerissenen Fasern. 4 Wochen Ruhigstellung: Tonisierende Krankengymnastik auch unter Gipsverband.
Sofort schmerzfrei Krankengymnastik und PNF.
Achtung: Keine passive Dehnung und Massage bei Zerrung für 3 Wochen, Muskelfaserriss für 6 Wochen, Muskelriss für 8-12 Wochen.

Komplikation:

Narbenbildung, Myositis ossificans, Zystenbildung

Wichtig:

Muskuläre Dysbalancen vermeiden. Vor Belastung immer gut aufwärmen. Muskelverletzungen immer richtig ausheilen.

Diagnostik

Die Anamnese gibt erste Hinweise auf die Schwere der Verletzung.

Schon die Beschreibung des Betroffenen gibt Hinweise auf den Grad der Muskelverletzung. Bei einer Zerrung tritt ein krampfartiger und schell zunehmender Schmerz auf. Ein Faserriss oder Riss ist gekennzeichnet durch einen plötzlich auftretenden, stechenden Schmerz. Der Betroffene muss den Bewegungsablauf abbrechen.

 

Durch Untersuchen der Muskelfunktion und durch Abtasten kann der Arzt häufig die richtige Diagnose stellen.

Bei der klinischen Untersuchung wird das Aussehen und das Verhalten des Muskels durch Augenschein, Tasten und durch Bewegungstest geprüft. Die Bewegung des verletzten Muskels gegen Widerstand gilt als eine effektive Möglichkeit der Diagnose. Dabei soll der Betroffene den Muskel bewegen während der Arzt mit seinen Händen einen Gegendruck ausübt, bzw. ein Hindernis bildet, das der Betroffene beiseite schieben soll. Häufig nehmen die Betroffenen eine Schonhaltung ein. Bei einer Zerrung kann eine spindelförmige Schwellung tastbar sein. Beim Faserriss ist möglicherweise ein Hämatom sichtbar. Ein Hämatom kann auch auf einen vollständigen Riss hindeuten. Eine sichtbare Delle im Frühstadium kennzeichnet ebenfalls einen Muskelriss.

 

Eine Ultraschalluntersuchung zeigt das Ausmaß des Schadens.

Art und Ausmaß des Schadens kann mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Das ist wichtig, denn die Therapiemaßnahmen des Arztes hängen im wesentlichen vom Schweregrad der Muskelverletzung ab. Bei schweren Blutungen wird der Betroffene im Regelfall zur Beobachtung ins Krankenhaus einweisen, um die intramuskuläre Drucksteigerung der Schwellung und die damit einhergehende Einschränkung der muskulären Blutversorgung zu kontrollieren. Geringere Blutungen können in der ärztlichen Praxis behandelt werden. Wiederholte Kontrolluntersuchungen unterscheiden schließlich zwischen intra- und intermuskulärer Blutung.

 

Die Art der Blutung innerhalb des Muskels muss festgestellt werden.

Für eine intermuskuläre Blutung sprechen ein schnelles Abklingen der Schwellung sowie eine schnelle Funktionstüchtigkeit des verletzten Gebietes. Bei gegenteiligen Beobachtungen liegt eine intramuskuläre Blutung vor, welche durch die bestehende Schwellung, die Ausbreitung bzw. Absackung des Hämatoms nach unten und durch die beeinträchtigte Kontraktionsfähigkeit des Muskels interpretiert und bestätigt wird.

 

 

Therapie: Muskelzerrung / Muskelfaserriss / Muskelriss

Kurzinfo:

Muskelzerrung / Muskelfaserriss / Muskelriss

Symptome

Sofortiger, heftiger bis stechender Schmerz, Schwellung, kurzzeitige Dellenbildung, Bluterguss, Bewegungseinschränkung bis Bewegungsunfähigkeit

Wann zum Arzt?

Sofort.

Therapie

PECH-Regel sofort anwenden. Jede Minute zählt. 1.-3. Tag: Abschwellende Salbenverbände, funktionelle Tapeverbände, Antiphlogistika, Fibrinolytika, Muskelrelaxantien, Elektrotherapie. Ab 4. Tag: Ultraschalltherapie, Interferenzstrom.
Bei Faserrissen oder Muskelriss evt. Punktion oder Operation mit Ausräumung des Blutergusses und Zusammennähen der gerissenen Fasern. 4 Wochen Ruhigstellung: Tonisierende Krankengymnastik auch unter Gipsverband.
Sofort schmerzfrei Krankengymnastik und PNF.
Achtung: Keine passive Dehnung und Massage bei Zerrung für 3 Wochen, Muskelfaserriss für 6 Wochen, Muskelriss für 8-12 Wochen.

Komplikation:

Narbenbildung, Myositis ossificans, Zystenbildung

Wichtig:

Muskuläre Dysbalancen vermeiden. Vor Belastung immer gut aufwärmen. Muskelverletzungen immer richtig ausheilen.

Therapie

Der Körper beginnt sofort mit der Reparatur.

Der Skelettmuskel besitzt eine hohe Regenerationsfähigkeit. Die abgerissenen Faserenden ziehen sich aus dem Gewebe des Verletzungsbereiches zurück und es kommt zur Einblutung. Die körpereigenen Abwehrmechanismen bestehen in einer entzündlichen Reaktion, Blutgerinnung und Resorption des ausgetretenen Blutes. Sie setzen sofort mit Verletzungsbeginn ein und bleiben die nächsten Stunden aktiv. Daher sollten weder aktive, passive Bewegungen noch Massagen durchgeführt werden, um die Reparaturmaßnahmen nicht zu beeinträchtigen oder schlimmstenfalls eine Nachblutung auszulösen.

 

Narbengewebe ist weniger dehnbar, als Muskelfasern.

Bei der Wiederherstellung der Muskelverletzung spielen zwei gegenläufige Vorgänge eine Rolle, die Wiederherstellung der Muskelfasern (Regeneration) und die gleichzeitige Bildung von Narbengewebe. Die neugebildeten Fasern sind kürzer und enthalten weniger Bindegewebe. Deshalb führen ausgedehnte Narben zu einem Funktionsverlust des Muskel, weil die Kontraktionsfähigkeit des Muskels geringer ist. Im Muskel befinden sich jetzt Anteile mit unterschiedlichen Dehnungseigenschaften, welche wiederum neue Faserrisse begünstigen.

Die Schlussfolgerung lautet: Jede Muskelverletzung muss genügend Zeit zum Ausheilen haben!

 

Sofort und richtig handeln.

Während der Erstbehandlung wird mit Hilfe der Elemente der PECH- Regel die Blutung zum Stillstand gebracht. Dabei ist jede Minute wichtig. Die Maßnahmen sollten sofort durchgeführt werden.

 

Je nach Schwere der Verletzung können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, die den natürlichen Heilungsprozess unterstützen.

Die Behandlung in den ersten drei Tagen kann folgende Maßnahmen beinhalten:
  • abschwellende Salbenverbände
  • funktionelle Tapeverbände
  • Einnahme entzündungshemmender Medikamente (Antiphlogistika)
  • Einnahme von Medikamenten, die das geronnene Blut im Bluterguss verflüssigen (Fibrinolytika).
  • Einnahme von Muskelrelaxantien, die die Muskelspannung herabsetzen.
  • Elektrotherapie

 

Ultraschalltherapie sollte erst nach drei Tagen eingesetzt werden.

Ab dem 4. Tag ist eine Behandlung mit Interferenzstrom und Ultraschall möglich. Bei der Ultraschalltherapie erzeugen Schallwellen eine mechanische Vibration. Sie haben auch eine wärmende Wirkung. Dadurch entsteht sozusagen einen "Mikromassage" im betroffenen Gewebe. Die Ultraschalltherapie dringt bis in eine Tiefe von ca. 8 Zentimetern vor. Sie löst Verklebungen, steigert die Durchblutung und lockert die Muskulatur. So wird die Regeneration des Gewebes angeregt.

 

Krankengymnastik und PNF dürfen nur schmerzfrei angewandt werden.

Wenn es schmerzfrei möglich ist, sollte bei den Betroffenen sofort mit einer fachkundigen Krankengymnastik oder mit PNF begonnen werden. PNF oder propriozeptive neuromuskuläre Faszilitation ist eine Behandlung, bei der gezielt das Zusammenspiel zwischen Nerv und Muskel stimuliert wird. Aber Achtung: Während der ersten 2 bis 3 Wochen darf keine passive Dehnung oder Massage durchgeführt werden. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich Verknöcherungen in der Muskulatur bilden (Myositis ossificans). Bei einer Zerrung kann eine passive Dehnung nach der 3. Wochen, bei einem Muskelfaserriss ab der 6. Woche, bei einem Muskelriss ab der 8. bis 12. Woche versucht werden. Eine aktive Dehnung, sofern schmerzfrei, ist in den meisten Fällen schon eher möglich.

 

Bei schweren Verletzungen wird häufig operiert.

Sind mehr als ein Drittel des Muskelquerschnitts gerissen, so kann eine operative Therapie notwendig und sinnvoll sein. Bei der Operation wird der Bluterguss entfernt und die Enden der Muskelfasern genäht. Danach erfolgt eine Ruhigstellung für ungefähr 4 Wochen. Muskeltonisierende Krankengymnastik wird direkt nach der Operation angewandt und kann und sollte auch mit einem Gipsverband durchgeführt

 

 

Komplikationen: Muskelzerrung / Muskelfaserriss / Muskelriss

Kurzinfo:

Muskelzerrung / Muskelfaserriss / Muskelriss

Symptome

Sofortiger, heftiger bis stechender Schmerz, Schwellung, kurzzeitige Dellenbildung, Bluterguss, Bewegungseinschränkung bis Bewegungsunfähigkeit

Wann zum Arzt?

Sofort.

Therapie

PECH-Regel sofort anwenden. Jede Minute zählt. 1.-3. Tag: Abschwellende Salbenverbände, funktionelle Tapeverbände, Antiphlogistika, Fibrinolytika, Muskelrelaxantien, Elektrotherapie. Ab 4. Tag: Ultraschalltherapie, Interferenzstrom.
Bei Faserrissen oder Muskelriss evt. Punktion oder Operation mit Ausräumung des Blutergusses und Zusammennähen der gerissenen Fasern. 4 Wochen Ruhigstellung: Tonisierende Krankengymnastik auch unter Gipsverband.
Sofort schmerzfrei Krankengymnastik und PNF.
Achtung: Keine passive Dehnung und Massage bei Zerrung für 3 Wochen, Muskelfaserriss für 6 Wochen, Muskelriss für 8-12 Wochen.

Komplikation:

Narbenbildung, Myositis ossificans, Zystenbildung

Wichtig:

Muskuläre Dysbalancen vermeiden. Vor Belastung immer gut aufwärmen. Muskelverletzungen immer richtig ausheilen.

Komplikationen

Narbenbildung:

Im Verletzungsbereich der Muskelfasern bilden sich anfangs Blutgerinnsel. Später entwickelt sich daraus Bindegewebe, das sich schließlich zu Narben umwandelt. Narbengewebe ist nicht so dehnbar, wie normales Muskelgewebe. Deshalb bedeutet eine Narbenbildung immer, dass sich in einem Muskel Gebiete mit unterschiedlichen elastischen Eigenschaften befinden. Weil das so ist, ist die Kontraktionskraft des Muskels vermindert.

Nimmt ein Sportler die sportliche Tätigkeit zu früh wieder auf, können erneute Risse oder Nachblutungen die Folge sein. Dann entstehen erneute Narben, die das Problem verstärken. Wenn es trotz einer vollständigen Heilung bei intensivem körperlichen Training weiterhin zu Muskelbeschwerden kommt, kann mit Hilfe eines operativen Eingriffs das Narbengewebe, als deren Auslöser, entfernt werden.

 

Myositis ossificans

Ausgedehnte Quetschungen, Prellungen oder Risse von Muskelgewebe können zu intra- oder intermuskulären Blutungen führen. Werden solche Blutungen und die daraus resultierenden Blutergüsse nicht ausreichend behandelt, kann sich eine Kapsel um die Verletzung bilden. Durch einen chronisch entzündlichen Prozess kommt es zu Kalkeinlagerungen, die langsam verknöchern können. Das daraus entstehende Krankheitsbild nennt sich Myositis ossificans.

Diese lokalen Verknöcherungsprozesse werden durch einen zu raschen Trainingsbeginn oder durch zu starke Kontraktionen begünstigt. Im Muskel entstehen durch die Verknöcherung Gebiete mit unterschiedlicher Elastizität. Deshalb ist die Kontraktionskraft des Muskels unterschiedlich stark. Daraus resultiert ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Bleiben Muskelfunktion und Beweglichkeit länger als 6 bis 10 Wochen beeinträchtigt und weist das Röntgenbild Zeichen einer Verknöcherung auf, sollte ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Verknöcherungen in Betracht gezogen werden.

 

Zystenbildung

Bei einer Muskelverletzung entsteht ein Bluterguss. Wird dieser nicht absorbiert, kann sich eine Kapsel um den Bluterguss bilden, und die Flüssigkeit einschließen. Eine Zyste ist entstanden. Allgemein ist eine Zyste ein in sich abgeschlossener sackartiger Hohlraum, der mit Flüssigkeit gefüllt ist. Zysten können, wenn sie sehr störend sind, operativ entfernt werden.

 

 

Schema für rehabilitatives Training nach Muskelzerrung / Muskelfaserriss / Muskelriss

Kurzinfo:

Muskelzerrung / Muskelfaserriss / Muskelriss

Symptome

Sofortiger, heftiger bis stechender Schmerz, Schwellung, kurzzeitige Dellenbildung, Bluterguss, Bewegungseinschränkung bis Bewegungsunfähigkeit

Wann zum Arzt?

Sofort.

Therapie

PECH-Regel sofort anwenden. Jede Minute zählt. 1.-3. Tag: Abschwellende Salbenverbände, funktionelle Tapeverbände, Antiphlogistika, Fibrinolytika, Muskelrelaxantien, Elektrotherapie. Ab 4. Tag: Ultraschalltherapie, Interferenzstrom.
Bei Faserrissen oder Muskelriss evt. Punktion oder Operation mit Ausräumung des Blutergusses und Zusammennähen der gerissenen Fasern. 4 Wochen Ruhigstellung: Tonisierende Krankengymnastik auch unter Gipsverband.
Sofort schmerzfrei Krankengymnastik und PNF.
Achtung: Keine passive Dehnung und Massage bei Zerrung für 3 Wochen, Muskelfaserriss für 6 Wochen, Muskelriss für 8-12 Wochen.

Komplikation:

Narbenbildung, Myositis ossificans, Zystenbildung

Wichtig:

Muskuläre Dysbalancen vermeiden. Vor Belastung immer gut aufwärmen. Muskelverletzungen immer richtig ausheilen.

Schema für rehabilitatives Training

Ungeduld und zu frühe Wiederaufnahme des sportspezifischen Trainings führen häufig zu einer erneuten Verletzung.

Aktive Muskelübungen und sportliche Belastung nach einer Muskelverletzung sollten nur durchgeführt werden, wenn sie keine Schmerzen verursachen. Bei Schmerzen muss die Belastung verringert werden. Bei Schmerzfreiheit kann sie gesteigert werden. Bei Zerrungen ist die sportspezifische Belastungsfähigkeit in der Regel nach 2 bis 4 Wochen, bei Faserriss nach 4 bis 6 (8) Wochen und bei einem Muskelriss nach 12 bis 16 Wochen erreicht. Das folgende Schema zur Heranführung an das reguläre Training dient der Orientierung:
  1. Isometrische Muskelübungen ohne Krafteinsatz. Die Muskulatur erfährt keine Längenänderung, d. h. sie befindet sich im kontrahierten Zustand ohne dass der Körper bewegt wird. Beispiel: Halten eines Beines bei gestrecktem Knie und rechtwinklig gebeugter Hüfte.
  2. Isometrische Belastung mit leichtem Krafteinsatz. Beispiel: Halten eines Beines mit einem angehängtem Gewicht bei gestrecktem Knie und rechtwinklig gebeugter Hüfte.
  3. Vorsichtiges dynamisches Muskeltraining im schmerzfreien Bewegungsbereich. Die Muskulatur erfährt eine Längenänderung durch Bewegung des Muskels, so dass sich der Abstand zwischen Muskelansatz und -ursprung durch Kontraktion verändert.
  4. Dynamische Bewegung mit zunehmendem Krafteinsatz. Regel: Je höher die Trainingsgeschwindigkeit, umso niedriger der jeweilige Widerstand. Beim Auftreten von Schmerzen Widerstand herabsetzen.
  5. Dehnungsübungen zur Verbesserung des Bewegungsausmaßes, da der Dehnungsreflex der Kontraktion entgegenwirkt. Hier sollten auch die Antagonisten der Muskelverletzung einbezogen werden.
  6. Koordinationstraining um das Zusammenspielen von Nerven, Muskeln und Gelenken zu verbessern.
  7. Langsam zunehmende Aktivierung und Belastung des verletzten Muskels. Beispiel: Nach einer Beinverletzung zuerst Radfahren und Schwimmen bevor man das Laufen wieder aufnimmt.
  8. Sportspezifisches Training. Trainieren der wichtigsten Muskelgruppen für den jeweiligen Sport um die Einheit von Muskeln und Sehnen zu stärken und das Gelenk durch Muskelaktivität zu schützen. Beispiel: Ein Fußballer sollte nicht auf der Aschenbahn laufen, sondern mit dem Ball am Fuß (sportspezifisch) auf dem Rasen.

 

Ein verletzter Muskel kann erst als vollständig geheilt betrachtet werden, wenn er ohne Beschwerden kontrahiert werden kann, die Muskelfunktion anhand des normalen Bewegungsmusters wiederhergestellt ist sowie keinerlei Einschränkungen in der Beweglichkeit der benachbarten Gelenke mehr vorliegen. Das reguläre Training muss daher je nach Ort und Ausmaß der Muskelverletzung ausgesetzt werden.
 
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