Läufers Weisheiten

Laufen ist die Entdeckung einer Leidenschaft!

Blog Gedanken

DIE RUNNINGFREAKS MELANIE UND STEFFEN WÜNSCHEN ALLEN BESUCHERN UNSERER SEITE SOWIE ALLEN SPENDERN UND SPONSOREN DER AKTION "LAUFEND ETWAS BEWEGEN" UND DEN KINDERN UND MITARBEITERN DER STIFTUNG JUVENTE EINE BESINNLICHE WEIHNACHT UND VIEL GLÜCK UND GESUNDHEIT FÜR DAS JAHR 2015!




...und ja, auch 2015 wird es einen Spendenlauf geben, unseren letzten dieser Art, das letzte "GANZ Große Ding", und wieder gemeinsam als Team für die Kinderhäuser der Stiftung Juvente Mainz:

Wann: 10.-12.04.2015
Was: JUNUT - Jurasteig Nonsop Ultra Trail 
Eckdaten: 239 Km - 7900 Höhenmeter - 54 Stunden Zeitlimit

Alle weiteren Infos hierzu unter: www.junut.de

Sowie unter: www.laufend-etwas-bewegen.de


Kilometerverkauf ab Januar 2015!

 

...nach über 3000 Km in 18 Monaten - ihr wart einfach nur großartig!

Abschied HOKAS Bondis - 001

Wir haben uns auf Empfehlung des besten Laufladens Deutschlands gefunden und unsere Beziehung hat von Anfang an gestimmt. Ihr habt mich nie im Stich gelassen, mich so über manch ein läuferisches Brett gebracht und immer treu an meinen Füßen geklebt. Ihr habt diese stets mit eurer weichen und dämpfenden Art vor Schmerzen und Blasen bewahrt, mir alle Widrigkeiten der verschiedensten Strecken ertragbar gemacht und mich immer saft ins jeweilige Ziel gebracht. Es war laufen wie auf Moss mit euch.

Unvergessen, nur um mal einige unserer gemeinsamen Erlebnisse zu nennen, sind da:

Tor Tour de Ruhr 230Km
P-Weg 68 Km
24 h Lüttich 130 Km
Röntgenlauf 63 Km
Remstal-Höhenweg Spendenultra ~ 160 Km durch Schnee und Eis (die übrigen 90 Km wurden ebenfalls in Hokas gelaufen)
UTHAM 115 Km
RBWL 106 Km
JUNUT 135 Km (die restlichen 105 Km wurden ebenfalls in Hokas gelaufen)
WiBoLT 160 Km
TRW 90 Km

...und unzählige Trainings- und andere Lläufe...

Nässe, Schnee, Eis und Kälte, Matsch, Kies, Schotter, Felsen, Schiefer, Äste, Wurzeln, alles habt ihr ohne zu murren hingenommen und meine Treter stets gut gebettet.
Gemeinsam haben wir viel erlebt und ertragen. Wir haben unvergessliche Laufmomente erlebt und grandiose Läufe gefinisht.

Ja, ich werde euch nie vegessen und euch sehr vermissen, meine geliebten

HOKAS ONE ONE BONDIS

Abschied HOKAS Bondis - 002

Abschied HOKAS Bondis - 003

Abschied HOKAS Bondis - 009


1000 Dank und nun ruhet wohl, ihr habt es euch verdient!

Ebenso 1000 Dank an Rolli (Wat Läuft) für diese geniale Laufschuhempfehlung -> Best Dealer ever!

 

Erst am 23. August 2011 feierten wir nach damals 3-jährigem Bestehen unserer Homepage den 500.000ten Besucher...und jetzt, nicht einmal 2 Jahre später, was soll ich sagen, es ist schlicht und einfach der Wahnsinn - feiern wir erneut, und zwar den nunmehr bereits 1.000.000ten Besucher, unfassbar.

Hier ein paar Zahlen für Statistiker:

  • Besucher aus über 87 Ländern weltweit
  • aus 862 Städten
  • von 587 verschiedenen Internetanbietern, darunter z.B.:
    bundesministerium fuer inneres sektion iv, landesamt fuer statistik und datenverarbeitung, landeskriminalamt baden-wuerttemberg, beijing zhongbangyatong telecom technology co ltd, deutsches zentrum fuer luft- und raumfahrt e.v., hauptverband der oesterreichischen sozialversicherungstraeger, hawaiian telcom services company inc., helmholtz-zentrum potsdam deutsches geoforschungszentrum - gfz, regulierungsbehoerde fuer telekommunikation und post, schnell zuendstrahlmotoren ag & co. kg, tsbs gmbh fuer wiener fein- baeckerei heberer gmbh, verband deutscher rentenversicherungstraeger , a. greitner gebaeudereinigung+service gmbh, frankfurter allgemeine zeitung gmbh, bundesamt fuer finanzen, schoenherr rechtsanwaelte gmbh, ....,
    nur um einmal ein paar zu nennen ;-)
  • besucht von 12 verschiedenen Internetbrowser
  • von 63 verschiedenen mobile Gerätetypen (Apple iPhone3,4,4s,5, Samsung Galaxy S1, 2, 3, iPod, iPad, Galaxy Note usw.)
  • wir wurden unter 817 verschiedenen Suchbegriffen gefunden
  • wir haben 1712 Beiträge verfasst, davon wurden 15 jeweils mehr als 25.000 mal gelesen
  • es gab 17300 Kommentare (einige gingen durch einen Hackangriff leider verloren :-((),
  • usw., usw....

Ich bin zwar noch immer der Meinung, an unserer Internetpräsenz nichts besonderes gegenüber den zahlreichen anderen wirklich sehr guten Internetauftritten zu finden, doch muss ich schon sagen, dass mich 1.000.000 Besucher dann doch mächtig beeindrucken und mit Stolz erfüllen...

 

Gerade in einer Zeit, in der sich doch mehr und mehr Inhalte, aber auch verbrachte Onlinezeit, auf die sozialen Netzwerke wie Twitter, Google+, ganz besonders aber auch Facebook verschiebt ist das dann doch recht vielsagend, zumal der Besucherstrom seit etwa 2 Jahren nahezu konstant bleibt. Und, egal wo wir als Läuferpärchen auch hin kommen, unter dem Name "Die Runningfreaks" kennt uns nahezu jeder, echt der Wahnsinn!
Allerdings haben auch wir ganz ehrlich schon einmal darüber nachgedacht, www.runningfreaks.de ganz langsam einschlafen zu lassen.
Denn, über was soll man nach 5 Jahren Homepage noch großartig schreiben? Mal vom Zeitaufwand, ein Post bei Facebook geht von jedem Handy oder Tablet wesentlich bequemer und schneller, ganz abgesehen, will man ja nicht immer den selben Kram schreiben. Sprich, ich bzw. wir haben etwas gegen ständige Wiederholungen, gegen Dinge, die schon tausendmal bei uns selbst und erst recht bei Anderen geschrieben wurde. Dies und eben auch die "Bequemlichkeit" von Facebook hat doch in den letzten 1 1/2 Jahren zu einer deutlichen Reduktion unserer Beiträge geführt. Ich meine, was wir über das Laufen an sich denken, wie wir empfinden, unser Training usw., all das wurde in etlichen Beiträgen zu genüge beschrieben.
Nein, lieber weniger, dafür aber von der Qualität her mehr - hoffen wir zumindest - so wollen wir es weiter halten.


Aber egal wie es war und wie es wird, 1.000.000 Besuchern gilt es heute DANKE zu sagen!
Danke für eure Treue, für euer Interesse, für eure klasse Kommentare, für zahlreichen Freundschaften die daraus entstanden sind und für die unzähligen Tipps, die wir auf diesem Weg bekommen haben.

 

 

Es ist nicht zu glauben, aber wahr. Per Zufall habe ich mal all meine Trainingsdaten seit der korrekten und lückenlosen Laufaufzeichnung am 01.10.2007 ausgewertertet und folgendes festgestellt:

In knapp 5 Jahren habe ich:

20676 Kilometer zurückgelegt

79227 Höhenmeter bezwungen

5:42 min/ km Durchschnittspace dafür benötigt

1338 Laufeinheiten absolviert

2168 Laufstunden genießen dürfen

1415763 Kalorien verbraucht (653 Kcal/Laufstunde)
dies entspricht dem Energiebedarf (2000 Kcal/ Tag) für 707 Tage!

119 durschschnittliche Herzfrequenz benötigt

52 offizielle Marathon und mehr bestritten

0 DNFs gehabt

mit 2 Aktionen über 6899 € Spendengelder erlaufen

Und was wird noch alles kommen......?

 

Steve Jobs

1955 - 2011
Steve Jobs

2005 sprach Steve Jobs an der Uni Stanford. So persönlich wie nie zuvor und nie danach. Die bewegenden Worte des Apple-Chefs über das Leben zwischen Adoption, Apple und Krebsdiagnose haben mich bis heute sehr beeindruckt:

Es ist mir eine Ehre, bei Ihrer Abschlussfeier an einer der renommiertesten Universitäten der Welt dabei sein zu dürfen. Um ehrlich zu sein, ich selbst besitze keinen Collegeabschluss - und so nah wie heute bin ich einem solchen Abschluss nie zuvor gekommen. Ich möchte Ihnen heute drei Geschichten aus meinem Leben erzählen. Das ist alles. Nichts Besonderes. Nur drei Geschichten.

Bei der ersten Geschichte geht es darum, Zusammenhänge zu erkennen.

Mein Studium am Reed College habe ich nach den ersten sechs Monaten abgebrochen. Danach blieb ich aber noch und besuchte für weitere etwa anderthalb Jahre das College immer mal wieder, bis ich das Studium endgültig abbrach.

Warum habe ich das getan? Das hat schon vor meiner Geburt begonnen. Meine leibliche Mutter war eine junge, unverheiratete Studentin, die sich entschied, mich zur Adoption freizugeben. Es war ihr sehr wichtig, dass ich von Hochschulabsolventen adoptiert werden sollte - also wurden alle nötigen Vorbereitungen getroffen, damit ich bei meiner Geburt von einem Anwalt und dessen Gattin adoptiert werden konnte. Sie entschieden aber in letzter Minute, dass sie lieber ein Mädchen wollten.

Vertrauen, dass alles gut gehen würde
Meine Eltern, die auf der Warteliste standen, erhielten also mitten in der Nacht einen Anruf: "Wir haben hier ganz unerwartet einen neugeborenen Jungen. Wollen Sie ihn haben?" Sie antworteten: "Natürlich."

Später fand meine leibliche Mutter heraus, dass meine Mutter keinen Collegeabschluss besaß und dass mein Vater noch nicht einmal die Highschool richtig abgeschlossen hatte. Sie weigerte sich daraufhin, die Adoptionspapiere zu unterzeichnen. Erst Monate später lenkte sie ein - weil meine Eltern ihr versprachen, dass ich später ein College besuchen würde. Das war mein Start ins Leben, und 17 Jahre später besuchte ich dann tatsächlich ein College.

Naiv, wie ich war, hatte ich mir aber ein College ausgesucht, das fast so teuer war wie Stanford. Die gesamten Ersparnisse meiner Eltern, die aus der Arbeiterschicht kamen, gingen für meine Studiengebühren drauf. Nach sechs Monaten kam ich zu dem Schluss, dass mir das nichts brachte. Ich hatte keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anstellen wollte, und keine Ahnung, wie das College mir helfen sollte, das herauszufinden - und gleichzeitig gab ich das Geld aus, das meine Eltern ihr ganzes Leben lang zusammengespart hatten. Ich entschied mich also, mein Studium abzubrechen und darauf zu vertrauen, dass alles gut gehen würde.

Zum damaligen Zeitpunkt war das ziemlich beängstigend. Wenn ich aber jetzt zurückblicke, war es eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Ich musste keine Pflichtfächer mehr belegen, die mich nicht interessierten, und konnte als Gasthörer die Vorlesungen besuchen, die mir viel interessanter erschienen.

"Ich sammelte Colaflaschen und kaufte mir vom Pfand essen"
Es war nicht nur romantische Studienidylle. Ich hatte kein eigenes Zimmer im Studentenwohnheim und musste bei Freunden auf dem Boden schlafen. Ich sammelte Colaflaschen und kaufte mir von dem Pfand Essen. Jeden Sonntagabend ging ich mehr als zehn Kilometer zu Fuß durch die Stadt zum Hare-Krishna-Tempel, damit ich einmal in der Woche eine ordentliche Mahlzeit bekam. Ich liebte es. Und vieles von dem, in das ich durch Zufall hineingeriet, weil ich meiner Neugier und Intuition folgte, erwies sich später als unbezahlbar. Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen.

Das Reed College bot zu jener Zeit den vielleicht besten Kalligrafiestudiengang des Landes an. Weil ich keine herkömmlichen Vorlesungen besuchen musste, entschied ich mich, Kalligrafieunterricht zu nehmen. Ich lernte etwas über Schriftarten mit und ohne Serifen, wie man den Abstand zwischen unterschiedlichen Buchstabenkombinationen variiert, was großartige Typografie großartig macht. Es war wunderschön. Es hatte Geschichte und war auf eine Weise künstlerisch subtil, wie die Wissenschaft es nicht zu erfassen vermag. Ich fand es faszinierend.

Natürlich konnte ich nicht auch nur im Entferntesten davon ausgehen, dass irgendetwas davon einen praktischen Nutzen in meinem Leben haben würde. Aber als wir zehn Jahre später den ersten Macintosh-Computer entwarfen, kam alles wieder, und wir integrierten das alles in den Mac. Es war der erste Rechner mit wunderschöner Typografie. Hätte ich niemals diesen Kurs besucht, hätte der Mac niemals verschiedene Schriftarten bekommen oder solche mit proportionalen Zwischenräumen. Und da Windows Mac einfach kopiert hat, ist es wahrscheinlich, dass kein PC das hätte . Also: Hätte ich mein Studium nie abgebrochen, hätte ich nie als Gasthörer an der Kalligrafievorlesung teilgenommen, und PC besäßen heute vielleicht nicht diese wundervolle Typografie. Natürlich war es unmöglich, während meiner Collegezeit diese Zusammenhänge zu erkennen. Aber als ich zehn Jahre später zurückblickte, waren sie deutlich sichtbar.

Folge deinem Herzen
Noch einmal, wenn Sie in die Zukunft blicken, können Sie nicht erkennen, wo Zusammenhänge bestehen. Das wird erst in der Rückschau möglich. Das heißt, Sie müssen darauf vertrauen, dass sich die einzelnen Mosaiksteinchen in Ihrer Zukunft zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Sie müssen auf etwas vertrauen - Ihr Bauchgefühl, das Schicksal, das Leben, Karma, egal was. Denn der Glaube daran, dass sich irgendwann die einzelnen Mosaiksteinchen zusammenfügen werden, gibt Ihnen die Zuversicht, dem Ruf Ihres Herzens zu folgen. Auch wenn der Sie abseits der ausgetretenen Wege führt - aber das macht den Unterschied.

Bei meiner zweiten Geschichte geht es um Liebe und Verlust.

Ich hatte Glück. Ich habe schon früh im Leben herausgefunden, was ich gern mache. Als ich 20 war, haben Woz (Steve Wozniak) und ich Apple in der Garage meiner Eltern gegründet. Wir haben schwer gearbeitet, und in zehn Jahren war Apple nur von uns beiden in einer Garage zu einem zwei Milliarden Dollar schweren Unternehmen mit 4000 Mitarbeitern gewachsen. Wir hatten gerade unser Glanzstück, den Macintosh, auf den Markt gebracht, und ich war gerade 30 geworden, da wurde ich gefeuert. Wie kann man aus einem Unternehmen gefeuert werden, das man gegründet hat? Nun ja, als Apple immer größer wurde, stellten wir jemanden an, von dem wir dachten, er habe großes Talent und könne das Unternehmen mit mir zusammen führen. Im ersten Jahr ging auch alles gut. Doch dann begannen unsere Vorstellungen von der Zukunft immer stärker voneinander abzuweichen - und schließlich kam es zum Streit. Bei diesem Streit ergriff das Board für ihn Partei.

Ich stand mit 30 auf der Straße, und alle Welt bekam es mit. Das, worum sich während meines gesamten Erwachsenenlebens alles gedreht hatte, war weg. Es hat mich umgehauen. Monatelang wusste ich wirklich nicht, was ich tun sollte. Ich hatte das Gefühl, die vorige Generation Unternehmer im Stich gelassen zu haben, den Staffelstab bei der Übergabe fallen gelassen zu haben. Ich traf mich mit David Packard (einem der Gründer von Hewlett-Packard) und Bob Noyce (einer der Gründer von Intel) und versuchte, mich dafür zu entschuldigen, dass ich so viel Mist gebaut hatte. Ich dachte sogar daran, aus dem Silicon Valley zu fliehen.

"Von Apple gefeuert zu werden war das Beste, was mir je passiert ist"
Doch mit der Zeit wurde mir ganz allmählich etwas bewusst. Das, was ich tat, machte ich immer noch gern. Das bei Apple Vorgefallene hatte daran nicht das Geringste geändert. Ich war zurückgewiesen worden, aber ich liebte es immer noch. Also beschloss ich, wieder von vorn anzufangen.

Damals konnte ich es noch nicht ahnen, aber von Apple gefeuert zu werden war das Beste, was mir je passiert ist. Die Schwere des Erfolgs wurde ersetzt durch die Leichtigkeit, wieder Anfänger zu sein, sich der Dinge weniger sicher zu sein. Ich war frei, einen der kreativsten Abschnitte meines Lebens zu erleben.

In den folgenden fünf Jahren gründete ich ein Unternehmen mit dem Namen Next, ein weiteres mit dem Namen Pixar und verliebte mich in eine wunderbare Frau, die meine Ehefrau wurde. Pixar schuf mit "Toy Story" den weltweit ersten computeranimierten Kinofilm und ist heute das erfolgreichste Animationsstudio der Welt.

Wie das Leben so spielt, kaufte Apple Next - und ich kehrte zu Apple zurück. Die Technik, die wir bei Next entwickelt hatten, ist Kern von Apples jetziger Renaissance. Und Laurene und ich haben eine wunderbare Familie.

Finden, was man liebt
Ich bin mir sicher, das alles wäre nicht geschehen, wäre ich nicht bei Apple gefeuert worden. Es war bitter, aber ich hatte es wohl nötig. Manchmal zieht einem das Leben eins mit dem Knüppel über den Schädel. Man darf nur nicht den Glauben verlieren.

Ich bin überzeugt, dass meine Liebe zu meiner Arbeit mein einziger Antrieb war. Man muss finden, was man liebt - das gilt für die Arbeit wie fürs Privatleben. Ihre Arbeit wird einen großen Teil Ihres Lebens einnehmen. Und die einzige Möglichkeit, Zufriedenheit zu erlangen, besteht darin, das zu tun, was man selbst für großartige Arbeit hält. Und der einzige Weg, großartige Arbeit zu leisten, besteht darin zu lieben, was man tut. Haben Sie das noch nicht gefunden, dann suchen Sie weiter, lassen Sie nicht locker. Wie bei allen Herzensangelegenheiten werden Sie wissen, wenn Sie das Richtige gefunden haben. Und wie jede gute Beziehung wird auch diese im Laufe der Jahre immer besser. Suchen Sie weiter. Finden Sie sich nicht mit weniger ab.

Bei meiner dritten Geschichte geht es um den Tod.

Als ich 17 war, las ich irgendwo ein Zitat, das ungefähr so lautete: "Lebt man jeden Tag, als wär's der letzte, liegt man eines Tages damit richtig." Das ist hängen geblieben. Seitdem frage ich jeden Morgen mein Spiegelbild: "Wenn heute der letzte Tag meines Lebens ist, würde ich dann gern das tun, was ich heute tun werde?" Und wenn die Antwort an zu vielen Tagen hintereinander Nein lautet, weiß ich, dass ich etwas ändern muss.

Mir ins Gedächtnis zu rufen, dass ich bald sterbe, ist mein wichtigstes Hilfsmittel, um weitreichende Entscheidungen zu treffen. Fast alles - alle Erwartungen von außen, aller Stolz, alle Angst vor Peinlichkeit oder Versagen - das alles fällt im Angesicht des Todes einfach ab. Nur das, was wirklich zählt, bleibt. Sich daran zu erinnern, dass man eines Tages sterben wird, ist in meinen Augen der beste Weg, um nicht zu denken, man hätte etwas zu verlieren. Man ist bereits nackt. Es gibt keinen Grund, nicht dem Ruf des Herzens zu folgen.

"Mein Arzt riet mir: 'Bereiten Sie sich aufs Sterben vor'"
Vor etwa einem Jahr wurde bei mir Krebs diagnostiziert. Morgens um halb acht wurde die Aufnahme gemacht, und sie zeigte deutlich einen Tumor auf meiner Bauchspeicheldrüse. Ich wusste nicht einmal, was die Bauchspeicheldrüse war. Die Ärzte erklärten mir, dass diese Art von Krebs mit ziemlicher Sicherheit unheilbar sei, und ich sollte mich darauf einstellen, dass ich nur noch drei bis sechs Monate zu leben hätte.

Mein Arzt riet mir, nach Hause zu gehen und meine Sachen in Ordnung zu bringen. In der Sprache der Ärzte heißt das: Bereiten Sie sich aufs Sterben vor. Es bedeutet: Versuchen Sie Ihren Kindern in wenigen Monaten all das zu sagen, von dem Sie dachten, Sie hätten die nächsten zehn Jahre dafür Zeit. Es bedeutet: Sehen Sie zu, dass alles unter Dach und Fach ist, damit es für Ihre Familie so einfach wie möglich wird. Es bedeutet: Nehmen Sie Abschied.

Ich trug diese Diagnose den ganzen Tag mit mir herum. Später am Abend wurde eine Biopsie gemacht. Dabei wurde mir ein Endoskop in den Rachen durch den Magen in meine Eingeweide gesteckt, eine Nadel in meine Bauchspeicheldrüse gestoßen und einige Tumorzellen entnommen. Meine Frau erzählte mir später, dass der Arzt, als er die Zellen unterm Mikroskop betrachtete, zu weinen begann. Es stellte sich nämlich heraus, dass es sich um eine sehr seltene Art Krebs handelte, die operativ behandelt werden kann. Ich wurde operiert, und mir geht es heute gut.

Verschwende dein Leben nicht
So direkt hatte ich dem Tod noch nie ins Gesicht gesehen, und ich hoffe, das war's jetzt auch für die nächsten paar Jahrzehnte. Nun, da ich das durchgestanden habe, kann ich Ihnen das mit etwas mehr Gewissheit sagen als zu der Zeit, da der Tod noch ein nützliches, aber rein geistiges Konzept war.

Niemand will sterben. Sogar die Menschen, die in den Himmel kommen wollen, wollen dafür nicht sterben. Und doch ist der Tod das Schicksal, das wir alle teilen. Niemand ist ihm jemals entronnen. Und so soll es auch sein: Denn der Tod ist wohl die mit Abstand beste Erfindung des Lebens. Er ist der Katalysator des Wandels. Er räumt das Alte weg, damit Platz für Neues geschaffen wird.

Jetzt sind Sie das Neue. Doch eines Tages in nicht allzu ferner Zukunft werden Sie das Alte sein und aus dem Weg geräumt werden. Bitte entschuldigen Sie, dass ich so dramatisch werde, aber es ist so. Ihre Zeit ist begrenzt, verschwenden Sie sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen gefangen nehmen - das würde bedeuten, mit dem zu leben, was andere Leute erdacht haben. Lassen Sie nicht zu, dass der Lärm, den die Meinungen anderer erzeugen, Ihre innere Stimme, die Stimme Ihres Herzens, Ihre Intuition überdröhnt.

In meiner Jugend gab es eine wunderbare Publikation mit dem Titel "The Whole Earth Catalogue", eine der Bibeln meiner Generation. Geschaffen wurde sie von einem gewissen Stuart Brand, unweit von hier in Menlo Park. Er erweckte sie mit seinem Gefühl für Poesie zum Leben. Es waren die späten 60er, PC gab es noch nicht. Das heißt, alles wurde mit Schreibmaschine, Schere und Polaroid-Kameras hergestellt. Es war eine broschierte Art Google 35 Jahre vor Google. Es war idealistisch, strömte über vor lauter großartigen Ideen.

Auf der letzten Ausgabe Mitte der 70er-Jahre, damals war ich in Ihrem Alter, war das Foto einer Landstraße im Morgengrauen - die Art Straße, auf der man, wenn einen die Abenteuerlust überkommt, vielleicht per Anhalter eine Mitfahrgelegenheit sucht. Unter dem Foto standen die Worte: "Bleibt hungrig, bleibt verrückt." Das war ihre Botschaft zum Abschied.

Ich habe mir das auch immer für mich selbst gewünscht. Und nun, da dieser Abschluss für Sie ein Neubeginn ist, wünsche ich Ihnen: Bleiben Sie hungrig, bleiben Sie verrückt.

Ich danke Ihnen.

Danke Steve für deinen Mut und deine Ideen...

 
Nein, nicht wir, sondern ein ganz besonderer und wunderbarer Mensch und Freund von uns - Marcus, der Täglichläufer, hatte am 18.03.2011 sein besonderes Jubiläum, welches wir gemeinsam mit ihm und Marco, dem Soulrunner erlaufen und begehen durften!

Ein großartiger Augenblick - Gratulation zu 10 Jahren Täglichlaufen
10Taeglich1
4 Freunde
10Taeglich2
Der "Jubiläumslauf"
10Taeglich3
Die oft beschriebenen "Purzel"
10Taeglich4
Die Welt des Täglichläufers
10Taeglich5
Die Welt von Marcus
10Taeglich6
Danke Marcus, danke für diesen wunderbaren Lauf
10Taeglich7

Lieber Marcus,
was es zu sagen gibt haben wir uns schon gesagt. Entsprechend möchten wir uns nicht wiederholen, zumal die Leistung, 10 Jahre täglich zu laufen, sowieso nicht in Worte zu fassen ist!
Doch möchten wir es uns nicht nehmen lassen nochmals zu schreiben, wie stolz wir sind, dich kennengelernt und mit dir und Marco gemeinsam DEINEN Tag gefeiert zu haben. Herzlichen Dank für die Ehre, die du uns damit erwiesen hast, und es bedeutet uns unglaublich viel, dass wir dieses ganz besondere und einmalige Jubiläum mit dir erleben durften. Es war ein unvergessliches Ereignis, unbeschreiblich, einmalig!
Und wir möchten es nicht versäumen, uns auch bei Sigrid und Norbert aufrichtig zu bedanken, die diesen wunderbaren Tag mit ihrer wunderbar offen, herzlichen und gastfreundschaftlichen Art erst zu diesem unvergesslichen Ereignis haben werden lassen!
Marcus, ihr habt uns sehr reich beschenkt, beschenkt mit Dingen, die man sich für kein Geld der Welt auch nur im Ansatz erkaufen könnte.

Wir danken dir/ euch herzlich für diesen Tag.


Gelebtes Täglichlaufen - ZEHN JAHRE - eine Dekade!

Ein Pakt - eine Freundschaft: Täglichläufer - Soulrunner - Runningfreaks
 

Unser Laufjahr 2010 - Jahresrückblick

Bilder sagen mehr als 1000 Worte....
Hier ist der Film


Die Runningfreaks wünschen allen Besuchern und Lesern ein frohes neues Jahr 2011, viel Gesund-und Zufriedenheit sowie vor allem Verletzungsfreiheit und viele wunderbare Laufkilometer!
 
Die Runningfreaks wünschen allen bloggenden Läufern und laufenden Bloggern sowie allen stillen Lesern frohe, geruhsame und friedliche Weihnachten. Gleichzeitig möchten wir uns bei euch allen für eure zahlreichen Besuche und unzähligen Kommentare hier bei uns bedanken. Schön, dass es euch alle gibt!

Steffens Gedanken zum Fest:

Ich brauche keinen fixen Termin, keinen Kommerz um reich beschenkt zu werden, mich geborgen und geliebt zu fühlen und zu tiefst zufrieden und glücklich zu sein.
Es sind die vermeindlich kleinen, für mich aber sehr großen Dinge des Alltages, die mich zu tiefst berühren und zufrieden machen.

Als erstes möchte ich da meine Frau Melanie nennen, meinen Stern, der immer für mich leuchtet und mein Herz das ganze Jahr über erwärmt. Sie ist ein Geschenk des Himmels und ich bin unendlich dankbar dafür, sie an meiner Seite zu haben!

Auch Nina Mikaella, unser Patenkind auf den Philippinen, erwärmt mein Herz wenn ich in ihren Briefen lesen darf, wie gut es ihr geht und wie prächtig sie sich entwickelt. Einfach wunderbar sie glücklich zu wissen!

Dann sind da die vielen wunderbaren Menschen, die mich einfach so, mit ganz überraschenden Anrufen und Briefen, zu tiefst berühren und mein Herz beglücken. Schön, das es euch gibt!

Da gibt es wunderbare Freunde, auf die man sich immer verlassen kann, die einfach so kommen, um einen für ein paar Stunden aufzumuntern und zu motivieren, egal ob bei Kälte oder bei Schnee, Menschen, mit denen man Pferde stehlen könnte!

Außerdem sind da all diejenigen, die mich bei der Aktion "Laufend etwas bewegen" unterstützt und mir mit ihrem unglaublichen Engagement geholfen haben. Herzlichen Dank dafür. Schön zu wissen, dass es noch solch hilfsbereite Menschen gibt!

Desweiteren durfte ich viele liebe Menschen kennen lernen, die mich mit ihrer unglaublichen Offenherzigkeit und Gastfreundschaft, aber auch mit ihrer Einzigartigkeit beglückt haben.

Und dann gibt es da noch diejenigen, die mir einfach so per Mail ihre Dankbarkeit für bestimmte Dinge mitteilen, deren ich mir selbst gar nicht so bewusst bin. Auch diese Zeilen gehen mir sehr nahe und machen mich glücklich und zufrieden. So wie die letzte Mail des gestrigen Tages, bei deren Lesen es mir die Tränen in die Augen trieb:

Hallo Ihr beiden,
ich habe Euch beim Eis-Age-Run in Bad Berleburg kurz kennengelernt, wahrscheinlich könnt Ihr Euch nicht an mich erinnern.
Ich bin dort zum 1. mal gelaufen und hatte mich 5 Wochen vorbereitet. Eigentlich wollte ich nur was für den guten Zweck tun und habe mich deswegen als 24-Stundenläufer gemeldet. Ich wollte eigentlich nur Versuchen 20 km zu laufen. Um so mehr hat es mich überrascht, das ich es immerhin mit Pausen und meinem Laster, dem Rauchen, auf 57 km geschafft habe. Als ich gesehen habe, wie Steffen zur Siegerehrung kam, habe ich mich gefragt, wie jemand so weit laufen kann, Schmerzen hat und dennoch einen glücklichen und zufriedenen Eindruck macht. Für diesen Eindruck möchte ich mich bedanken, denn während ich mir versucht habe diese Frage zu beantworten habe ich meine letzte Zigarette geraucht und im Anschluss daran meine Ernährung umgestellt, mir Bücher besorgt und einen Trainingsplan aufgestellt, Eure Seite genau studiert. Meine Ausdauer hat sich verbessert, ich habe ein paar Pfunde, die meinen Körper zierten, verloren und fühle mich sau wohl!
Ich bin super glücklich Euch dort gesehen zu haben, denn mein Leben hat sich stark verändert.
Vielen, vielen Dank dafür!
Ich wünsche Euch ein besinnliches Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe Euch bei einem Lauf wieder zu sehen!

Mfg, Björn!


Nein, ich brauche keinen fixen Termin im Jahr und keinen programmierten Kommerz um zu tiefst zufrieden zu sein.
Ich bin gesund und glücklich, habe eine wunderbare Frau und werde, wie oben beispielhaft beschrieben, mehr wie einmal im Jahr reichlich beschenkt, und zwar mit Dingen, die man sich für kein Geld der Welt erkaufen könnte. Ich danke euch allen dafür!

Merry  Christmas - keep on running!

 
Bei den ersten Events war das alles noch kein Thema, völlig alleine in der Masse und Anonymität der anderen Läufer stand man da, allenfalls mit seinem Schatz zusammen, am Start, genoss den Lauf, das Finish, stärkte sich im Zielbereich, ging duschen, holte sich vielleicht noch seine Medaille und die Urkunde ab und fuhr zufrieden wieder nach Hause. Man schrieb seinen Bericht für die Homepage, die damals noch keine Möglichkeit zum Kommentieren hatte und das war es dann erst einmal.
Aber mit der Zeit änderte sich das, sowohl was die Events, aber auch das Internet anging. Die Strecken wurden länger, das Teilnehmerfeld kleiner, man wurde bekannter, die Events familiärer und das Internet dynamischer (kommentare waren möglich). Man fing an Kontakte zu knüpfen, sowohl in der wirklichen, als auch in der Datenwelt und freute sich darüber. Es enstand eine Art Familie, in der man sich pudelwohl fühlte, in der man sich auf Anhieb verstand und sich fast immer einig war. Die Wellenlängen stimmten einfach wunderbar und besonders das Miteinander und das Erlebte rückte an Stelle der Leistung und der erzielten Platzierung in den Vordergrund, wunderbar! Das ist auch heute noch so.

Doch mittlerweile kennt man so viele nette, unglaublich lieb gewonnen Menschen, Läufer, für die man tiefen Respekt für das geleistete empfindet, Ultras, die einem mit viel Rat und Tat stets zur Seite stehen, Freunde, die plötzlich einfach so am Streckenrand stehen und dich anfeuern, Mitstreiter, die dir in schweren Situationen, wenn es dir unterwegs nicht so gut geht, Mut und Zuversicht zusprechen, dir völlig uneigennützig hilfe leisten wollen, ja fast schon Kumpels, mit denen man sich über das gerade Erlebte unterhalten und über das Erreichte so wunderbar gemeinsam freuen kann.

Selbiges gilt für all die virtuellen Freunde, die man durch das Bloggen, durch Facebook, Twitter und all die anderen ach so wunderbaren Kommunikationskanäle schätzen und lieben gelernt hat.

Das alles ist so wunderbar und schön, dass man es kaum richtig in Worte fassen kann und niemals mehr missen möchte.

Doch dann kommt was kommen muss, irgendwann sind es fast zu viele, man kann nicht mehr richtig auf jeden einzelnen eingehen, schafft es nicht mehr, alle Blogs regelmäßig zu besuchen, sich für jeden bei einem anstehenden Event etwas Zeit nehmen zu können, hat das Gefühl, so manchen zu übergehen, im vor den Kopf zu stoßen, obwohl man das gar nicht will. Wie oft freut man sich bei einem anstehenden Laufereignis auf Personen, bei denen man schon so lange darauf gewartet hat, sie endlich mal persönlich kennenlernen zu können, man überlegt sich 1000 Fragen, hat locker 1000 Gesprächsthemen, möchte so vieles sagen, ist aufgeregt wie ein kleines Kind und kann es kaum noch abwarten, bis der große Moment endlich da ist.
Und dann ist es endlich soweit, der Moment ist da, bei der Startnummernausgabe, auf dem Weg dort hin oder dem Start selbst. Mn trifft dann endlich auf die Person, die man schon so lange aus der virtuellen Welt kennt, von der man schon so viel gehört und gelesen und vor der man so viel Respekt und an die man so viele Fragen hat - und vor lauter Hektik, auch wegen der vielen anderen Personen, die man im gleichen Moment sieht und wegen der Kürze der Zeit, kommt dann nur ein simples "Hallo, ich bin der Steffen, schön dich endlich mal persönlich kennenzulernen" heraus, echt traurig.
Auch während des Laufens hat man keine Zeit, entweder ist man selbst oder der andere zu ambitioniert unterwegs oder man ist für die andere Person zu schnell oder zu langsam oder umkekehrt.
Und wenn der Lauf vorüber ist herrscht das gleiche Drama, man kommt mit zu großem Zeitabstand ins Ziel, sodass man sich verpasst, unter der Dusche steht, sich umzieht, irgendwo was trinkt oder isst, die Urkunden abholt und schon wieder keine Ziet hat.

So ist es jetzt leider schon des öfteren passiert, was mir im Nachhinein sehr leid tut. Man hat auch immer das Gefühl, jemanden auf den Schlips zu treten, ihn schlecht zu behandeln oder fast schon zu übergehen. Besonders dann, wenn man bei einem Event mehrere Bekanntschaften gleichzeitig trifft.

Ich könnte jetzt ewig viele Beispiele nennen, bei denen das so oder so ähnlich passiert ist z.B. in:

- Troisdorf mit Thomas Eller, Michael Irrgang, Eva-Maria Hermann, Siggi und Conny Bullig, Florian Böhme uva
- Frankfurt Marathon mit Julia und Dirk Estenfeld, Familie Dietrich-Rosenbrock, Familie Kölsch, Marcus Krüger, Eva-Maria Herman uva.
- Schwäbisch Gmünd mit Florian Böhme, Sybille Krause, Karl-Heinz Würtz, Jürgen Schoch uva

ich könnte ewig so weiter machen.....

Gleiches gilt bei Verabredungen jeglicher Art, man bekommt zig Einladungen, jeder möchte sich gerne mit einem treffen, man wird zu etlichen Events, ja zum Teil sogar mit Unterkunft eingeladen, und muss leider sehr sehr oft eine Absage erteilen, weil man entweder woanders läuft, keine Zeit hat, die Bereitschaft ansteht (Beruf), man schon jemand anderem zugesagt (teilweise sogar beim selben Event, was noch schlimmer ist) oder einfach aus sonst einem Grund keine Zeit hat. Furchtbar, und wieder plagt einem dann das schlechte Gewissen und erneut hat man Bedenken, jemandem vor den Kopf gestoßen zu haben.

Und das ist jetzt nur das Laufen - von anderen Bereichen des Lebens spreche ich hier erst gar nicht.

Ich möchte an dieser Stelle euch allen ganz einfach einmal herzlich dafür danken, dass es euch gibt und ich zum großen Teil schon das Vergnügen hatte, euch persönlich kennezulernen. Ihr habt Melanies und mein Leben unglaublich bereichert und wir sind unglaublich glücklich, mit euch bekannt und befreundet zu sein. Ihr seid uns wirklich richtig ans Herz gewachsen!

Und ich möchte mich an dieser Stelle dafür entschuldigen, es nicht immer jedem recht machen zu können, nicht immer für jeden Zeit zu haben und so manchen vielleicht etwas zu vernachlässigen. Aber seit bitte alle versichert, es hat absolut gar nicht mit euch zu tun, alleine mir fehlt die Zeit........

Kennt ihr das?

Schön, das es euch alle gibt, danke!
 
Seitdem fest stand, dass wir die Ehre haben würden, nach über einem Jahr Blogkontakt, Marcus, den Täglichläufer in Berlin zu treffen, war uns der dortige Marathon eigentlich recht egal. Dieses Treffen sollte und wurde unser absolutes Highlight in unserer Bundeshauptstadt.
Nach mehrmaligem Mailen, ich weiß, ein Telefonat hätte das alles vereinfacht, stand fest, Treffpunkt sollte die Weltzeituhr am Alexanderplatz am Samstag, den 25.09.2010, um 12 Uhr mittags sein. Warum wir nicht einfach miteinander telefoniert haben? Ganz einfach, weil wir unsere Stimmen erst bei unserem ersten Treffen hören wollten, es sollte eben ganz besonders werden. Und das wurde es auch!
Schon seit Wochen freute ich mich auf diese besondere Begegnung, ging es mir nicht mehr aus dem Kopf und ständig überlegte ich mir, wie Marcus denn nun so sein würde. Schon in seinem Blog war ich fasziniert von seinen Laufbeschreibungen, seinen wunderbaren Umschreibungen des in der Natur erlebten, beim Täglichlaufen empfundenen und seinen Ansichten vom Leben, der Gesundheit und natürlich, wie könnte es auch anders sein, vom Täglichlaufen selbst!
9 Jahre, 6 Monate und eine Woche sollte er an unserem Treffen auf seinem Konto haben, jeden Tag Laufen, bei Wind und Wetter, gesund und kränklich, Tag für Tag und ich hatte Fragen, viele Fragen, auch über persönliche Dinge aus seinem Leben! Zumal er, wie sich später herrausstellen sollte völlig zu recht, so wenig wie möglich privates im Netz veröffentlichen hatte.
Auch Melanie war fasziniert, von seinen wunderbaren Zen-Anekdoten, seinen wunderschönen Gedichten und seinen immer sehr tiefgründigen und zum Nachdenken anregenden Berichten und Bildern.
Und was ist das für ein Mensch, der stundenlanges Bahnfahren ob einer nicht ganz so kurzen Entfernung seines Wohnortes bis Berlin auf sich nahm, von den Kosten einmal ganz abgesehen, nur um uns zu sehen? Zumal Marcus nun wahrlich niemand ist, der sich einfach so mal zum Spaß mit irgend jedem treffen würde, umso mehr waren wir gespannt und auch ein wenig stolz.
Um es kurz zu machen, es wurde einfach Zeit dieses Treffen endlich Wirklichkeit werden zu lassen.
Auf der Berliner Vital, der Marathonmesse, setzten wir uns gegen 11:15 Uhr in Bewegung, um nur nicht zu spät zu kommen, wollten wir ihn doch nicht gleich enttäuschen, und wie soll ich sagen, um 12:05 Uhr standen wir, aufgeregt wie kleine Kinder, unter der Weltuhr am Alexanderplatz und warteten auf seine Ankunft. Per SMS informierte er uns, dass sein Zug Verspätung haben sollte, was uns natürlich noch aufgeregter werden ließ.
Mittlerweile begann es auch zu regnen, es war düster am Himmel und das nur spärlich durch die Wolken dringende Licht sorgte für eine wahrlich mystische Atmosphäre. Und dann war es endlich soweit, wir sahen einen aus der Richtung seiner Heimatstadt kommenden Zug den Bahnhof verlassen, dass musste sein Zug sein. Und so war es auch, dort, etwa 300 Meter vor uns kam eine Person auf die Weltuhr zu gelaufen, die, nach alle dem, was wir bis dahin über ihn wussten, Marcus sein musste, und er war es! Diesen Besonderen Augenblick werde ich niemals vergessen, wir vielen uns in die Arme, als seinen wir schon seit Jahren uralte Freunde und uns völlig vertraut. Es war, als würde man sich schon ewig kennen, und dieses Gefühl sollte sich während unseres gesamten Treffens noch verstärken. Zur Erinnerung ließen wir uns natürlich sofort Ablichten, obwohl das eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre, sollte dieses Treffen doch sowieso unvergesslich werden.

MarcusBerlin1

Sofort fingen wir an uns auszutauschen, redeten übertausend Dinge, tief und intensiv und merkten nicht, wie schnell doch die Zeit vergehen sollte. Wir stellten immer mehr fest, wie gleich wir uns doch in unseren Ansichten waren, wie ähnlich wir empfanden und wie sehr sich unsere Ansichten über das Leben, die Gesundheit und noch einiges Andere ähnelten, es war fast schon beängstigend. Und Marcus hat all unsere Erwartungen, wenn man überhaupt welche haben konnte, mehr als übertroffen. Wir haben ihn als einen noch bemerkenswerteren Menschen kennengelernt, als er sowieso schon alleine durch seinen Blog zu sein schien.

MarcusBerlin2

Viel zu schnell wurde es 17 Uhr, und so hieß es dann auch leider schon wieder Abschied zu nehmen. Schweren Herzens und mit einer gewissen Traurigkeit begleiteten wir ihn zum Bahnsteig, und schneller als wir alle wollten kam dann auch schon der Zug. Wir verabschiedeten uns herzlich und versprachen uns, dass dieses Treffen nicht unser einziges bleiben sollte. Und damit ist nicht der Jubiläumslauf zu Täglichläufers 10-Jährigen gemeint!

MarcusBerlin4

Wir lernten uns im Internet als Fremde Kennen, trafen uns als Bekannte und trennten uns als Freunde, danke Marcus!

Noch lange nach unserem Treffen ging uns dieses einfach nicht aus dem Kopf. Noch Stunden später sprachen wir über all das Gesagte und Erfahrene, zu nachhaltgi war das gerade Erlebte.

Er ist einfach unbeschreiblich. Wenn mich jemand fragen würde, „Steffen, beschreibe mir doch mal bitte den Marcus, was ist denn so besonders an ihm, was macht ihn aus, was ist er für ein Mensch?“, dann würde ihm folgendes Antworten:
Weißt du was Mainstream ist? Weißt du, was die Masse denkt, wie sie handelt? Weißt du, wie die meisten Menschen fühlen, wie sie empfinden? Weißt du, was die meisten Menschen wollen, was deren Ziele sind, deren Glaube ist, deren Lebenseinstellung ist? Dann überlege dir, was das Gegenteil zu all dem ist.
Und wenn dann die Frage kommt, was das alles mit Marcus zu tun hat, dann würde ich sagen:
Marcus ist das Gegenteil von Mainstream, er passt in kein Raster, in keine Schublade, er ist ein einzigartig, er ist Täglichläufer, ein wunderbarer Mensch!

MarcusBerlin3
 
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