Läufers Weisheiten
| Marathon...wenn es einfach wäre würde es Fussball heissen! |
Die Grundsteine sind gelegt
Heute waren unsere letzten und zugleich längsten Läufe in der direkten Vorbereitung für den Leipzig 100 in exakt 14 Tagen. 54 Kilometer waren wir auf der gleichen Strecke wie letzte Woche beim 42,5er unterwegs, nur eben 9 statt 7 Runden. Etwa 5 Stunden wollte ich und etwa 6:10 Stunden mein Schatz dafür brauchen, 5:03 und 6:15 sind es dann letztendlich geworden, fast Punktlandung! Soweit war es auch gar nicht einmal so schlimm, nur die zunehmende Wärme und die pralle Sonne setzten uns dann doch etwas zu. Auch die Knochen taten zum Ende hin etwas weh. Aber gut, kein Wunder, bei dem Pensum der letzten 7 Tage!
Was mein Schatz sehr gut verträgt und ihr unheimlich Kraft gibt ist der Powermix von mir. Hierzu mische ich auf einen Liter Wasser 2 Esslöffel Zucker, 2 Esslöffel Maisstärke, eine Packung Backpulver, einen halben gestrichenen Teelöffel Salz und einen gehäuften Esslöffel 7-Komponenteneiweiss. Davon trinken wir in jeder Runde etwa 0,3 Liter. Morgen wird es noch einen ganz gemütlichen 10er direkt nach dem Aufstehen geben und am Sonntag ist Pause. Somit kommen wir, die Wochenkilometer der letzten 7 Tage zusammen gerechnet, auf 163 Km (ich) und 139,6 Km (Melanie). Bezogen auf nur diese Woche sind es dann 121 Km (ich) und 110 Km (Melanie). Ich hoffe das reicht! So, morgen und übermorgen ist Sommerfest unseres Karnevalvereines und glücklicherweise hat sich ja das Wetter gebessert. Wir sind zwar schwer eingespannt, trotzdem wird kräftig gefeiert, muss auch mal sein, so! Also dann, bis Montag, euch allen ein schönes Wochenende mit vielen traumhaften Laufkilometern! 4 Kommentare lesen... >> |
Auf der Flucht
vor dem Gewitter!
Was war das für ein Lauf, unglaublich. Geplant war für mein Schatz ein 15 Km und für mich ein 20 Km-Läufchen. Hierzu sind wir gemeinsam Richtung Rhein gestartet, um uns dann nach etwa 9 Km zu trennen. Bis zu diesem "Trennungspunkt" war ja auch noch alles in Ordnung, wir fühlten uns zwar beide etwas schlapp, ansonsten war aber alles im grünen Bereich. So liefen wir also ab diesem Punkt jeweils unsere geplante Strecke alleine zu ende. So weit, so gut. Doch nur wenig später zogen Wolken über dem Taunus auf der anderen Rheinseite auf, und zwar in einem Tempo, wie ich es nur selten erlebt habe. Nur Minuten später war alles dunkel und es fing an zu regnen. Herrlich, ein Regenlauf, dachte ich. Doch mit der Freude hielt es nicht lange, denn es wurde ausserdem noch wahnsinnig stürmisch, was erst einmal auch eher schön als schlecht war, als es dann allerdings heftigst zu blitzen und zu donnern begann, wurde es mir schlagartig anders! Ich zählte die Sekunden zwischen beiden Ereignissen und war erst einmal beruhigt, das das Gewitter wohl noch gute 1,8 Km von mir und auch von meinem Schatz entfernt war. Der Regen wurde stärker und stärker, auch der Sturm nahm an Intensität zu und es wurde dunkler und dunkler. Ich beschloss so schnell als möglich Richtung Autobahn zu laufen, um mich dort unter einer Unterführung unterzustellen. Es blitzte erneut, und diesmal betrug die Zeit bis zum Donner nur noch die Hälfte der Zeit wie noch wenige Minuten zuvor. Mist, das Gewitter kommt direkt auf mich zu, es verfolgt mich. Ich lief schneller und schneller, doch es kam näher und näher. Ich dachte an meinen Schatz, machte mir höllische Sorgen, wo sie denn nur war und ob sie eine Chance haben würde sich irgendwo unterzustellen und rannte wie ein besessener. Genau in dem Moment, an dem ich die für mich rettende Unterführung am Ingelheimer Ikasee erreichte, blitze es erneut, und wirklich, sofort, ohne jegliche wahrnehmbare Verzögerung erschallte der Donner, mir lief es eiskalt den Rücken herunter, mir wurde kalt und heiß zugleich und ich erstarrte buchstäblich zur Salzsäule! Mensch, dachte ich, da hast Du aber gerade noch einmal Glück gehabt. Doch wo war mein Schatz, vielleicht sogar schon zu Hause? Ich hoffte es so sehr und blieb noch etwa 5 Minuten stehen, schaute gen Himmel und sah, wie sich das ganze Schauspiel genauso schnell wieder aufzulösen schien, wie es es gekommen war. Wenig später war ausser einem herrlichen Landregen nichts mehr von diesem Unwetter zu bemerken, nur aus der Ferne hörte man noch den Donnerhall und es beruhigte mich zu wissen, dass es sich weiter von mir entfernte. Ich lief auf direktem Wege nach Hause und war den Tränen nahe, als ich dort meinen Schatz unter unserem Carport stehen sah! Wir fielen uns in die Arme und waren beide überglücklich, dass uns nichts passiert war. Sie erzählte mir, dass auch sie rechtzeitig unterschlupf gefunden hatte und und nur wenig vor mir zu Hause ankam. Welch ein Lauf! Doch auf solche Erlebnisse mit Blitz und Donner kann ich eher verzichten. Wir wären nicht die ersten Läufer gewesen, die es erwischt hätte! Hätten wir das verhindern können? Eher nicht, denn es kam wirklich so unglaublich schnell, einfach wahnsinn! 8 Kommentare lesen... >> Intervalle zum zweiten
stand heute für mich auf dem Programm, und irgendwie hatte ich sogar richtig Lust darauf. Nach 10-minütigem Einlaufen sollten es 4*2000m in 4:20 mit jeweils 1000 m langsamem Erholungslauf dazwischen werden und wurden es auch. Die ersten 2000 lief ich noch in 4:25, die zweiten und dritten dann in 4:20 und das letzte Intervall dann in 4:15. Und das Beste, ich war noch nicht einmal platt, klasse.
Mein Schatz lief heute ebenfalls etwas flotter ihre absolute Lieblingsstrecke, nämlich die 18,7 Km in 6:02 und das bei einem für sie grandios niedrigen Puls von 159. Oh Mann, bei ihr mache ich mir um Leipzig wirklich keine Gedanken, sie ist super mit dabei, kann ich nicht anders sagen. Auch bei mir scheint die Form wieder zurück zu kehren. Noch 18 Tage bis zum finalen Event in diesem Jahr, unser beider absoluten Höhepunkt. Leipzig - das ist für uns wie ein Heimspiel, da fühlen wir uns zu Hause, es ist etwas ganz besonderes und wir sind beide absolut heiß und freuen uns schon wie verrückt darauf. Nach Leipzig wird auch bei uns beiden das Training deutlich herunter gefahren, da ist erst einmal Erholung angesagt. Und auch in den folgenden Wochen wird es bei maximal 60 - 70 Km bei meinem Schatz und bei 70 - 80 Km bei mir in der Woche bleiben, und dass dann auch noch bei deutlich niedriger Intensität. Kraft tanken und regenerieren ist dann das oberste Gebot! Und klar laufen wir noch bei ein paar anderen Events, die sind aber einfach nur so zum Spaß, um ganz liebe Menschen zu treffen, neue Eindrücke zu sammeln, Bilder und Videos zu machen, ja ganz einfach Freude am Laufen zu haben. 14 Kommentare lesen... >> Landregenlauf mit finalem Erguss
Und wieder einmal kam ich in den Genuss eines Regenlaufes, zwar nicht während der gesamten 21 Km, aber immerhin doch für etwa 1/3 der Strecke, die mich heute für einen Großteil entlang des Rheines führte. Zwar spürte ich den gestrigen Trainingsmarathon noch deutlich, doch wurde ich durch den herrlichen Landregen, angenehme 18 °C und einem erfrischenden Wind mehr als nur entschädigt. Es war einfach wieder Laufen für Körper, Geist und Seele. Für den Körper, da es von Kilometer zu Kilometer besser lief und ich mich nach dem Lauf so richtig gut erholt gefühlt habe, für den Geist, weil die Sonne und die Wolken die schönsten Bilder in den herrlichsten Farben in den Himmel zeichneten und somit meine Fantasie aufblühen liefen und für die Seele, weil es einfach nur ein Traum war, den Regen und den kräftigen Wind , sprich die Naturelemente, erneut so intensiv erleben zu dürfen. Gekrönt wurde das Ganze durch einen finalen Platzregenguss, der michauf den letzten beiden Kilometern noch einmal gänzlich vom Schweiß reinwusch, wunderbar! Nach exaxt 2 Stunden war ich dann auch schon wieder zu Hause, leider. Mein Schatz gönnte sich heute einmal eine läuferische Pause, hat aber dafür Kraft trainiert und wird morgen wieder auf die Piste gehen. Für mich heißt es morgen wieder Intervalltraining, wie schön! 18 Kommentare lesen... >> Nach dem Lenz
den wir gestern geschoben hatten, ging es heute wieder auf die Piste, jeweils 43 Km, jeder in seinem Tempo, dies hatten wir uns vorgenommen (nachdem ja letzte Woche der Bärenfels leider etwas anders verlief wie geplant). Das Wetter spielte einigermaßen mit und hielt die Temporaturen mit 25 °C noch im erträglichen Rahmen. Auch die Sonne ließ sich nur zeitweise blicken, worum wir auch wirklich nicht böse waren. Also ging es um 12:45 Uhr los, 7 Runden á 6,065 Km wollten wir laufen, immer eine 0,18 l Flasche Wasser mit dabei und etwas Gemixtes dann bei uns zu Hause beim Vorbeilaufen. In etwa 3 Wochen wird es in Leipzig bei unseren 100ern ähnlich sein, da sind es 10 Runden á 10 Km mit jeweils einem Versorgungspunkt alle 3 Km. Eventnahe Bedingungen waren das heute also sozusagen. 14 Kommentare lesen... >> Sträflich vernachlässigt
habe ich das Intervalltraining. Seit SEPTEMBER 2009 habe ich keines mehr gemacht, ich fasse es nicht. Überhaupt habe ich das Tempotraining sehr schleifen lassen, was ich wirklich sehr deutlich an einigen Faktoren gemerkt habe. Am deutlichsten hat man es an der Entwicklung des Pulses und alm Laufindex gesehen, man läuft einfach nicht mehr so effizient und hat bei geringeren Tempi bereits einen höheren Energieverbrauch. Gut, Tempotraining habe ich ja ab und an gemacht, mal einen flotten 10er oder so, aber wie ich jetzt aus eigener Erfahrung deutlich sehe, ist das Intervalltraining wirklich die mit Abstand effektivste Methode, an seiner aeroben/ anaeroben Schwelle und an der Laufökologie zu schrauben.
Ja, auch wir Ultras brauchen mindestens alle 10 Tage eine Intervalleinheit, ist ganz einfach so.
Also habe ich das gestrige etwas kühlere Wetter, dafür war es schwül ohne Ende, gleich einmal für eine Einheit 5*1000m in 4:20 (nur nicht gleich übertreiben) mit 400 m in 6:00 zum leichten Regenerieren ausgenutzt. Und wie soll ich sagen, was mich gestern fast umgebracht hat, fühlte sich bei meinem heutigen 23er (eigentlich waren nur 15 geplant, aber es hat so schön geregnet, da konnte ich einfach nicht anders -> Genussläufer eben) gleich so richtig genial an. Es war als wären die Beine so richtig freigeblasen worden, und vom Puls spreche ich erst gar nicht, das lag 15 Schläge niedriger als sonst. Gut, schreiben wir einmal 10 davon auf die angenehmen 22 °C, bleiben immer noch 5 übrig, die er wohl durch das Intervalltraining gefallen ist. Nein, wie gesagt, einmal alle 10 Tage mindestens werde ich intervalle definitiv wieder praktizieren, merke ich doch wirklich nach nur einer Einheit eine deutliche Besserung. Ja, auch wir Ultras brauchen neben den langen Kanten auch die Intervalle! Mein Schatz lief übrigens gestern sehr schnelle 19 Km und war nach bereits 1:48 Stunden, was einer Pace von 5:42 entspricht, wieder zu Hause. Zwar völlig fertig, wen wundert das auch bei diesem Tempo, aber auch sie fühlte sich anschließend wie freigespült. Also zeigt das auch bei ihr ganz deutlich: Auch sie braucht Tempo- bzw. Intervalleinheiten. 16 Kommentare lesen... >> Laufschuhe richtig schnüren
Als gebranntes Kind, was das Thema Blasen und schwarze Nägel anbelangt, habe ich festgestellt, dass diese bei mir durch eine falsche Schnürung der Schuhe verursacht wurde! Da ich bestimmt nicht der einzige bin mit solchen Problemen habe ich hier einmal versucht, ein paar vernünftige Infos zu diesem Thema zusammenzutragen. Ich hätte wirklich niemals für möglich gehalten, wie entscheidend dieses kleine "Laufdetail" doch ist und welche fatale Folgen es haben kann, hier Fehler zu machen.
Eine Schuhschnürung, die schlecht sitzt, drückt und den Fuß an sensiblen Stellen zu fest zusammenschnürt, ist unangenehm und kann sogar Verletzungen provozieren. Für Achillessehnenbeschwerden, Knochenhautreizungen, Blasen oder schwarze Fußnägel ist oft genug eine falsche Schuhschnürung die Ursache. Ausserdem hat es immer auch Auswirkungen auf den Laufstil, wenn der Laufschuh nicht richtig sitzt. Ein Laufschuh, so aus meiner eigenen Erfahrung, muss wie am Fuß festgewachsen sein. Fuß und Schuh müssen eins sein. Ein Laufschuh muss vor allem bequem sein - dies trifft auch auf die Schnürung zu. Zu fest geschnürt, drückt der Schuh oder stört die Durchblutung – zu locker verursacht Rutschen im Schuh, Stabilitätsverlust und Blasen. Zudem soll die Schuhschnürung der Anatomie des Fusses entsprechen. Die Schnürsenkel wurden mit den Jahren immer robuster und ausgeklügelter. Heute sind sie im Querschnitt teilwese rund und vereinfachen das Zuschnüren. Knoten mit diesen «dicken» Schnürsenkeln können immer gelöst werden – mit dem entscheidenden Nachteil, dass diese Knoten beim Laufen auch schneller wieder aufgehen. Will man beim Wettkampf keine Zeit mit Schuhe binden verschwenden, hilft nur eine vernünftige Schnürung! Daneben sollte immer beachtet werden, dass die Füße durch eine lange Belastung anschwellen können und so die Schnürung etwas Spiel lassen muss. Die traditionelle Kreuzschnürung... ![]() ... reicht in vielen Fällen aus! Führe die Schnürsenkel je gegenüberliegend von oben nach unten in die untersten Löcher ein, ziehe dieselben durch das nächste, schräg gegen oben und gegenüberliegende Loch und arbeite Dich im Zick-Zack weiter noch oben. Die Marathon-Schnürung... ![]() ... für mehr Stabilität im Fersenbereich! Für diese Schnürung werden die meist etwas seitlich angeordneten Löcher verwendet und dadurch entsteht ein festerer Halt. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass erfahrungsgemäss weniger Steinchen und lästige Teilchen in den Schuh kommen. Dazu führe beim zweitobersten Loch die Schnürsenkel gerade nach oben und lass eine Schlaufe stehen. Dann über Kreuz durch die gegenüberliegende Schlaufe ziehen und beide Bändel abwechslungsweise vom Schuh weg und gerade nach oben anziehen, bis der Halt passt. Danach binde die Schnürsenkel wie gewohnt. Das Schnell-Schnürsystem... ![]() ... wird von Triathleten bevorzugt: rein und loslaufen! Durch elastische Bänder und die Spannvorrichtung lassen sich diese Spezialschnürsenkel (bei verschiedenen Anbietern erhältlich) perfekt für einen optimalen Sitz einstellen und die Schuhe sind sekundenschnell angezogen. Das Hohlfuss-Schnürsystem... ![]() ... ist optimal auch bei einem hohen Rist. Wenn die Schnürung auf den Rist drückt, können entweder ein oder zwei Löcher ausgelassen werden. Oder aber die Schnürsenkel werden - statt überkreuzt – unter dem Obermaterial (seitlich) nach oben zum nächsten oder übernächsten Loch geführt. Das zweite Schnürsenkelende wird abwechselnd dazu auf der gegenüberliegenden Seite verschoben und nach dem selben Prinzip nach oben geführt. Blaue Zehennägel (inkl. Hühneraugen & Co.)... ![]() ... ist ein Zeichen, dass die Zehen etwas mehr Raum benötigen würden. Dazu wird der Schnürsenkel vom Loch, welches am nächsten bei der kleinen Zehe ist quer und direkt zum gegenüberliegenden obersten Loch gezogen. Das andere Ende wird gerade zum parallel gegenüberliegenden untersten Loch und dann über kreuz (links-rechts-links...) noch oben geführt. Für Unterpronierer... ... ist es ein Versuch wert, die Schuhe wie für Hohlfüsse oder hohem Rist zu binden. Bei Achillessehnenbeschwerden... ![]() ... sollten zwei Schnürsenkel verwendet werden: ein (kürzerer) Schnürsenkel wird durch die oberen drei Löcher gewohnt durchgezogen und offen gelassen. Ein zweiter Schnürsenkel wird durch die weiteren Löcher gezogen und wie gewohnt verknotet. Dies macht den Schuh flexibler und vermindert den Druck des Laufschuhschafts auf den oberen Fersenbereich. Bei Knochenhautreizungen... ... wird der Schuh wie bei den Achillessehnenbeschwerden geschnürt. Hier noch ein paar Variationen: Für Verspielte: die «Tarantel»-Schnürung ![]() führe die Schnürsenkel jeweils von unten durch das Loch nach oben und unter dem Schnürsenkel quer und zick-zack nach oben und binde diese am Schluss wie gewohnt. Für Geradlinige: die «Alcatraz with a Twist»-Schnürung ![]() führe die Schnürbändel statt wie gewohnt über kreuz jeweils in das nach oben darüberliegende Loch und gerade durch das Gegenüberliegende. Führe den Schnürsenkel an der Aussenseite jeweils gerade nach oben in das übernächste Loch und ziehe ihn wieder gerade zur gegenüberliegenden Seite. Für Querdenker: die «Criss-Cross»-Schnürung ![]() die Schnürsenkel werden ebenfalls von unten in die Löcher eingezogen und quer zum übernächsten freien Loch nach oben geführt. Danach führst Du den Schnürsenkel gerade und unten durch ins nächste, darüberliegende Loch und quer retour zum paralell 2. Loch. Anschliessend wird der Bändel unten durch zum obersten Loch geführt. Mit dem gegenüberliegenden, zweiten Schnürsenkel wird das Ganze seitenverkehrt und über Kreuz wiederholt. Für Unentschlossene: die «Coiffeur»-Schnürung ![]() führe den einen Schnürsenkel von oben nach unten durch das erste Loch durch und weiter zum zweiten freien Loch quer nach oben. Dann ziehst Du diesen von unten durch dieses und gerade zum gegenüberliegenden Loch. Das zweite Ende des Schnürsenkels führst Du unten durch zum gerade darüberliegenden und dann ebenfalls zum gerade gegenüberliegenden. Ich hoffe, diese Info hat ein wenig geholfen, auf das es nie wieder Blasen oder Druckstellen gibt! 14 Kommentare lesen... >> Danke für diesen traumhaft schönen Lauf!
Einen so wunderbaren Lauf wie heute hatte ich schon ewig nicht mehr. Da mein Schatz Spätdienst hatte, musste ich leider alleine auf die Piste gehen. Gegen 19 Uhr lief ich los, 20 Km sollten es in einem sehr angenehmen 5:45er Tempo werden, 15,7 Km wurden es. Gleich zu Beginn habe ich erst einmal geflucht wie ein wilder, wollte ich doch eigentlich etwas Musik auf die Ohren haben, allerdings zeigte der IPod 0 Titel an, klasse! Also packte ich ihn gleich wieder ein und lief ohne Gedudel weiter. Was ein Glück kann ich nur sagen, wie sich wenig später noch herausstellen sollte! Die Strecke führte mich entlang den Weinbergen Richtung Engelstadt, von dort über die Felder nach Stadecken-Elsheim und von dort entlang des Selztalradweges wieder zurück nach Hause. Die ersten 2 Kilometer verliefen noch bei drückenden 33 °C und einer ordentlich schwülen Luft. Doch der Himmel deutete schon ganz deutlich an, dass er eventuell seine Pforten öffnen könnte. Nach 4 Kilometern kühlte ich mir erst einmal den Kopf am Dorfbrunnen in Bubenheim ab und lief weiter. Mitten auf den Feldern zog es sich dann schlagartig zu, es wurde immer dunkler, der Wind wurde stärker, schon fast orkanartig und nur Minuten später war es dann soweit, Petrus öffnete den Himmel und beschenkte mich mit einem traumhaft schönen Platzregen. Ich erhob mein Gesicht Richtung der Wolken, streckte beide Arme aus, blieb stehen und genoss es einfach, wie das Wasser auf mein Gesicht prasselte und an meinem Körper auf der verschwitzten Haut herablief. Der Sturm komplettierte das Szenario, das ich unglaublich intensiv wahrnahm. Herrlich, einfach wunderbar, der erste Regenlauf seit fast 8 Wochen, ich war unbeschreiblich glücklich. Doch als es zu donnern begann, beschloss ich aus Vorsicht meine Runde etwas zu verkürzen und sollte für diese Entscheidung reich belohnt werden. Genau zwischen Engelstadt und Elsheim, mitten zwischen den Feldern lief ich, es regnete und stürmte noch, genau auf ein Reh mit ihrem Kitz zu, die etwa 6 Meter rechts meines Weges standen und mich direkt anschauten, alle beide! Auch ich schaute sie an und lief etwas langsamer als zuvor einfach weiter. Ihre Blicke folgten meiner Bewegung und sie blieben erstaunlicher weise einfach stehen, rührten sich aber auch noch keinen Zentimeter vom Fleck. War das ein unglaublich schöner Anblick! Wir schauten und gegenseitig in die Augen, bis ich etwa 20 Meter an ihnen vorbeigelaufen war, dann senkten sich ihre Köpfe ganz ruhig zu Boden, um weiter zu fressen. Ich war so unglaublich glücklich, so berührt von dieser Begegnung. Den ganzen restlichen Weg bis zu unserem Haus musste ich an diesen wunderbaren Augenblick dieser besonderen Begegnung mit diesen unglaublich liebenswerten Geschöpfen denken, und das bei Regen und Sturm, ein einziger Traum! Nach exakt 1:30 Stunden war ich dann leider schon wieder zu Hause. Danke Natur, dass ich einmal mehr einen solch wunderbaren Lauf erleben durfte! 16 Kommentare lesen... >> Unser erster Crescendolauf seit langem
Sowohl mein Schatz als auch ich haben heute seit langer langer Zeit einmal wieder einen Crescendolauf gemacht. Melanie über 15,7 Km und ich über 21 Km. Mein Schatz begann ihre Runde mit einem 7er Schnitt und beendete diese dann in einem Klasse 5:30er Tempo. Die Steigerung hat sie ganz gleichmäßig, Kilometer für Kilometer durchgezogen, klasse! Nach entspannten 1:42 Stunden war sie wieder zu Hause, und das bei einem für sie klasse Durchschnittspuls von 154, super.
Ich begann meinen Lauf in einem 5:50er Tempo, um mich dann ebenfalls ganz gleichmäßig bis auf ein 4:50er Tempo zu steigern. Es war ein unglaublich schöner Lauf, den ich ebenfalls ganz entspannt nach 1:50 Stunden beendete.
Das einzige, was mich mittlerweile zum Wahnsinn treibt, sind die Blasen an meinen kleinen Zehen. Ich werde sie einfach nicht los, ständig entstehen da neue, trotz abkleben, trotz Melkfett, es ist zum verrückt werden. An den Schuhen kann es auch nicht liegen, in denen die ich seit 3 Läufen Trage hatte ich noch niemals zuvor welche, ich verstehe es einfach nicht. Hier ist übrigens ENDLICH der Laufbericht des Thüringen Ultras (Vorsicht Überlänge!) 16 Kommentare lesen... >> Es geht weiter
Nach dem gestrigen doch sehr unschönen und bedauerlichen Erlebnis (das wünsche ich wirklich niemandem, so etwas schlimmes jemals erleben zu müssen), bei dem wir nach 33 Km und etwa 900 Hm unseren Lauf beendet haben, wollte ich heute noch ein kleines Ründchen drehen. Aber der Kopf war noch immer nicht frei, sodass ich nach 13 Km froh war, wieder zu Hause zu sein. Mein Schatz war heute nicht in der Lage die Schuhe zu schnüren, wen wundert´s auch. Aber gut, das Leben geht weiter, und das Laufen auch. Und wir sind noch dankbarer für jeden Tag, jede Stunde und jede Minute, die wir gesund erleben dürfen und für jeden Kilometer, den wir läuferisch genießen dürfen. 22 Kommentare lesen... >> |























